Das Jahr geht zu Ende und es ist die Zeit wo viele zurück blicken.
Zunächst blicke ich mal nicht ganz so weit zurück. Die Einträge von vor
Weihnachten haben bei ein paar Leuten Reaktionen ausgelöst. Es haben sich
Menschen gemeldet, die ich nicht kannte. Ich schrieb es schonmal, ich
mache kein Tracking und keine Statistiken oder ähnliches. Als ich mit
diesem Blog anfing ging es nicht darum möglichst viele Leser zu bekommen.
Eher das Gegenteil, ich hoffte das es niemand liest.
Es gab also lange keine Rückmeldung ausser von zB Ivie oder Jaqueline.
Die ersten erhielt ich ca im Sommer, darauf gehe ich aber nicht ein, da
es auch um private Angelegenheiten anderer Menschen ging.
Doch jetzt kamen relativ viele Meldungen an mich. Nicht hunderte, nicht
mal annährend aber auf die gesammte Zahl gemessen, viele in kurzer Zeit.
Es ging um den offenen Brief, dazu kann ich nur sagen: Ja ich bin dumm, wie
oft soll ich es noch schreiben.
Es gab aber auch Leute die mir gute Worte und Zuspruch geben wollten.
Ich danke allen dafür. Auf mehr möchte ich da aber auch nicht eingehen.
Die Einträge vor Weihnachten haben viele dazu gebracht, ihre Meinung und
anderes zu senden. Auch dafür danke, ich leses alles. Woher soll ich wissen
ob die Kritik nicht gerechtfertig ist, wenn ich mich nicht damit befasse.
Bezüglich den Bildern gab es doch negative Mails. Deshalb habe ich ein
Update dort gemacht. Ich habe es auch im Index markiert. Vielleicht waren
einige enttäuscht? Vielleicht hat sich Ivie nicht wirklich wohl gefühlt,
als Bilder von ihr gemacht wurden. Sie wurden aber nicht gemacht, um sie
im Blog oder anderswo zu veröffentlichen. Vielleicht hat sie deshalb kein
Model-Posieren-Gesicht gemacht. Ich habe zwei Bilder dazu gesetzt, etwas
anders als die, welche wir verwendet hatten. Mir gefallen die zwei auch
besser. Vielleicht war unsere Auswahl schlecht. Tut mir leid.
Die Beiträge, wo ich in München war. Ja, sie waren sehr .... rückblickend.
Eunjoo scheint bei einigen Eindruck hinterlassen zu haben. Hoffentlich wird
Ivie nicht eifersüchtig, ich habe immer noch Kratzer von ihr auf dem Rücken,
frische. Das warum ist nicht jugendfrei, der erste Weihnachtsfeiertag, sage
ich da nur. "Christkind" bekommt eine ganz andere Bedeutung.
Für viele ist Liebe schnell da, oder? Nicht nur bei Eunjoo wurde mir
unterstellt, daß ich sie doch lieben würde und das es falsch von mir war,
daß ich sie zurück gelassen habe. Ich schrieb, daß ich deswegen ein
schlechtes Gewissen habe. Ich weiß nicht, wie es geworden wäre, wenn sie
und ich zB geheiratet hätten. Ich glaube nicht, daß es wirklich gut gegangen
wäre. Das sie jung und sexy war reichte für mich eben nicht. Deshalb denke
ich auch, daß es keine große Liebe war. Zuneigung vielleicht.
Das ich ihr Herz gebrochen hätte? Danke, daß ich jetzt noch mehr ein
schlechtes Gewissen habe als sowieso schon. Ich war eben schlecht in sowas.
Aus heutiger Sicht, ja, ich glaube ich wäre das Risiko mit ihr eingegangen.
Das war eine der Fragen an mich.
Aber damals wurden Entscheidungen getroffen, nicht heute. Damit müssen wir
nun alle leben. Und nein, sie war nicht wirklich sauer oder so. Sie hatte
mich auch verabschiedet, mit einem Kuß. Ich glaube nicht, daß sie gelitten
hat. Sie wäre wohl gerne mit nach Europa gekommen.
Die Einträge vom 27ten, selbst dazu gab es schon Mails. Habt ihr alle so
viel Zeit?
Also danke für die Zusprüche. Ich bin aber kein Heiliger, Engel oder sowas.
Ja, die zwei Frauen um mich herum hatten es nicht leicht. Aber ich habe
sie nicht bewusst "ausgesucht" oder so etwas. Ich bin weder losgezogen um
jemanden zu helfen noch habe ich leichte Opfer gesucht. Ich wäre wohl nicht
von mir aus hingegangen um Ivie kennenzulernen. Zwei Personen haben Schiksal
gespielt, weil sie dachten das Ivie und ich ... . Hat ja geklappt. Sicher
nicht so wie geplant aber wir sind jetzt zusammen. Das einzigste wäre wohl,
daß ich nicht wie andere Männer Angst davor hatte, mit jemanden wie sie
zusammen zu sein. Egal was es "kostet" sie ist es wert.
Bei Zoe war es auch Ivie, die ihre Hilfe anbot, ich war nur Mitläufer.
Natürlich habe ich einen Beschützerinstinkt. Zoe muß auch erstmal davon
loskommen. Um mal eine Vorstellung zu bekommen, wenn eine Frau ein blaues
Auge hat, dann nicht unbedingt weil sie gegen den offenen Küchenschrank
gelaufen ist. Mehr sage ich dazu nicht. Er soll sich von ihr fehrnhalten,
sonst zwingen wir ihn dazu.
Das nun beide bei mir "Unterschlupf" gefunden hätten? Nein, sie tun so viel
für mich und sind für mich da, ich bin dankbar dafür, daß sie da sind.
Dies, wegen den Mails die ich jetzt so vermehrt bekommen hatte.
Nochmal vielen Dank dafür.
Warum hatte mir YT das Video nicht schon früher vorgeschlagen.
Die sind bei mir gerade "aktuell", weil sie vorgeschlagen wurden,
deshalb nutze ich sie ihr.
Es waren schöne Tage dort. Schöne _Erinnerungen_. Schaut es euch an
bevor es weiter geht.
Kommen wir also zum Rückblick.
Am 08.01. hatte ich den ersten Eintrag gemacht. Es wurde mir wohl einfach
zu viel. Ich fing auch direkt mit dem Schmerz über den Verlust meiner
Engel an. Freni und Lexi, meine Frau und meine Tochter, sie starben vor
Jahren bei einem Verkehrsunfall in Frankreich, wärend ich noch in Deutschland
war. Ich hasse Freitage immer noch.
Das Schreiben, so dachte ich, würde mir helfen meine Gedanken und alles
besser zu sortieren und damit umzugehen. Vielleicht hat es geholfen.
Zu der Zeit war meine Mutter schon in Behandlung, meine Kollegin und
andere Dinge, die Erinnerungen und alles, es war einfach zuviel.
Ich brauchte ein Ventil. Ich schrieb auf, was ich dachte, fühlte und tat.
Ich hatte damals auch Angst, daß Leute es lesen könnten und mitbekommen
was los ist und ich schämte mich und alles. Es kostete mich wirklich
überwindung es online zu nehmen aber es gehörte dazu, nicht verstecken.
Ich stellte mir vor, wie meine Tochter mir sagen würde "nicht wieder
verstecken". Es war meine Art damit umzugehen. Es fällt mir schwer
anderen zu vertrauen und meine Schwäche zu zeigen. Kaum zu glauben?
Doch, es gibt eben Grenzen, bis dahin und dann ... .
Ich hatte es wirklich heraus gelassen. Viel über meine Engel und mich.
Dann kam das mit Ivie. Ich hielt es für eine blöde Idee. Aber als ich
mich mit Ivie traf, was kein Date war, da war da schon was. Ich weiß
nicht wie andere sie sahen. Sie machte sich eben "klein" und unscheinbar,
aber wenn man mit ihr sprach und ihr zuhörte, da war da eben etwas
anderes. Als sie das erste mal lachte, da sah man "sie".
Ich schrieb damals, daß ich nicht wüsste wie ich damit umgehen sollte.
Ob ich überhqupt nochmal jemanden so lieben könnte und das es gegenüber
Ivie unfair wäre, wenn ich immer an meine Engel denken muß und sie
nicht vergessen kann.
Ivie übernahm die Initiative und machte einen Überraschungsbesuch.
Sie war da spontan und hielt es später für eine blöde Idee. Aber es
war doch schön, sie suchte den Kontakt, es gab mir ein Zeichen.
Zudem verstanden wir uns gut. Die gerade neue Couch mit ihr
eingeweiht. Die hatte ich Anfang des Jahres gekauft, mit längerer
Lieferzeit, als Zeichen, daß ich in diesem Jahr alles ändere.
"Entweder oder" war mein Motto für dieses Jahr. Mein Gott, ich hätte
mir ein anderes suchen sollen, oder? Nein.
Das Schiksal spielte mit, schickte diese Kröte welche in Ivie ein Opfer
für sein Vergnügen sah. Der Donnerstag, der 27.03., an dem Ivie wieder
schwach wurde und ihre Zurückhaltung, auch wegen den Erfahrungen mit
mir, fallen lies und mit der Kröte mit ging. Ich weiß garnicht, wie
ich jetzt auf Kröte für den Typen komme.
Ich wurde Ivies Held, die Geschichte im Auto gehört dazu.
Es war aber nicht so einfach, wir zögerten beide. Wir meldeten uns nicht
bei dem anderen. Sie lud mich dann Sonntags zum Mittagessen ein. Da ich
sie ja auch schon eingeladen hatte. Der Vorfall am Donnerstag, wir hatten
noch nicht darüber gesprochen. Ivie musste wohl auch über "etwas" nachdenken.
Der Sonntag war schön, nach dem Essen bei ihr in ihrem Zimmer in der WG.
Wir haben viel geredet, über sie und uns.
Unser ester Kuß. Ihre Mitbewohnerin wunderte sich das Ivie jemanden in
ihrem Zimmer hatte.
Es wurde schräg, sie fragte ob ich sie zu ihrem Arzttermin fahren würde.
Natürlich tat ich es, zu ihrer Frauenärztin. Ja, es bekam später noch
Bedeutung. Nach dem Termin kam sie mit zu mir. Wir hatten einen schönen
Abend bevor ich sie recht spät nach Hause brachte.
Dann kam der Freitag, seit Dienstag hatten wir nur telefoniert. Am
Freitag fragte Ivie, ob ich sie abholen könnte und zu mir kommen könnte.
Sie wollte reden, über uns. Sie wollte wissen, was mit uns ist. Da war
sie nicht die einzigste. Sie erzählte mir ihre Geschichte, noch nicht
alles aber sie öffnete sich mir. Es war schwer für sie und sie blieb
bei mir, ich schlief auf der Couch. Den Samstag verbrachten wir zusammen.
Sie blieb auch in der Nacht zum Sonntag bei mir. Diesmal schlief ich
nicht auf der Couch, ab Sonntag waren wir ein Paar.
Später ergab sich aus diesem Vorgang eine kleine Krise. Warum Ivie bereit
war, mit mir zu schlafen. Sie hätte es verschweigen können doch sie sagte
es mir. Dies hatte für mich mehr Bedeutung als der Grund, nicht das Warum
sondern wie es dann war und was daraus wurde war wichtig. Sie hatte Angst,
daß ich unsere Beziehung wieder beende. Ich wollte Zeit um darüber
nachzudenken. Ich brauchte nicht lange. Am nächsten Tag fuhr ich nach der
Arbeit zu ihr. Als sie die Tür öffnete küsste ich sie. Wozu viele Worte,
wenn es ein oder zwei Küsse, sie erwiederte ihn, reichen.
Doch das kam erst später. Zurück zu der Woche.
Am Donnerstag hatte Ivie noch einen dringenden Termin bei ihrer Ärztin
gemacht, ich sollte mit. Ivie bat ihre Ärztin mich über Ivies "Probleme"
aufzuklären. Ich war wütend, nicht auf Ivie, die welche ihr das angetan
hatten, was für .... .
Es änderte nichts. Sie und ich haben daran "gearbeitet", sie kann, ohne
zu leiden. Im Gegenteil, sie sagte damals: Es wäre wohl ihr erstes mal.
Sie spürte Lust und alles, keine Schmerzen. Oder nur kurz am Anfang,
wie sie sagte. Wie beim erstenmal.
Ist es das nicht wert? Ja, ist es.
Das Kaffeetrinken bei den beiden, als Ivie und ich zusammen dort
hinkamen und Ivie wohl schon so ein glückliches Gesicht machte. Wir
konnten es nicht verbergen.
Als wir die Frage stellten ob die Idee mit dem Urlaub dazu gedacht
war uns, Ivie und mich, zusammen zu bringen. Ja, war es.
Ein Monat nach dem 27.03. hatten wir eine Krise. Am Donnerstag davor
war der Abend, als sie Angst hatte weil Leute vor ihrer Tür randale
machten. An dem Wochenende danach war sie bei mir und ich "fasste"
sie nicht an weil ich bedenken hatte, daß sie sich bedrängt fühlt
und noch die Angst vom Donnerstag hat. Sie deutete es anders, daß
ich sie nicht mehr begehre und sie machte sich Vorwürfe wegen der
Angstattacke. Aber deswegen war es nicht. Ein Sonntag mit viel reden
und Klärung. Ich musste eben noch lernen, damit umzugehen, wie ich
sie behandeln kann oder soll. Sie sagte so oft, ich solle sie nicht
wie ein rohes Ei behandeln. Es hat sich auch geändert, oder?
Der Tanz in den Mai, ein schöner Abend. Nicht so schön, daß Ivie
sich den Knöchel verletzte. Der Freitag, der 02.05., daß erste
mal blieb Ivie bei mir wärend ich zur Arbeit fuhr, dammit sie
ihren Knöchel schonen kann. Klingt nicht wichtig? Aber war es
irgendwie schon. Am Nachmittag wartete Kuchen auf mich. Ivies
Mitbewohnerin brachte ihn Ivie.
Am Samstag darauf began etwas für mich. Die Kröte, also der Typ
der Ivie an dem Donnerstag "verschleppt" hatte, bedrängte Ivie.
Wir waren in der größeren Nachbarstadt in der Innenstadt. Gingen
zusammen aber ich war ein paar Meter hinter Ivie. Die Kröte packte
sie an ihrem Arm, sie bekam blaue Flecken davon. Forderte von ihr
die geplatze "Verabredung" ein. Als ich sofort zu ihnen kam wollte
er mich schlagen, ich wich aus. Er versuchte es noch einmal, ich
schlug zurück, mehrmals. Er ging blutend zu Boden. "Es" konnte auch
wieder aufstehen.
Es löste etwas in mir aus. Das war nicht ich. Für Ivie war ich der
Held, natürlich. Auch andere sagten es in der Richtung.
Aber für mich brach eine Welt zusammen. Ich wurde im DSC in Berlin
geschult, da ging es nicht nur um den Selbstschutz.
Als ich ihn niederschlug, ich hätte es nicht tun dürfen.
Die Konflikte in mir, Held vs Dreckskerl, sie fingen an mich
innerlich zu zerreißen. Ich war nie Stolz darauf beim DSC gewesen
zu sein. Warum nicht? Ich tat etwas. Ich rettet andere und es war
Notwehr, aber für mich war es etwas anderes.
Als ich die Kröte schlug und ihn am Boden blutend sah, ich kann es
nicht beschreiben.
Es zerriss mich tatsächlich erinnerlich. Was war ich?
Es ging eine Zeit lang.
An einem Samstag waren wir wieder bei dem Ehepaar eingeladen. Als
Ivie nicht dabei war, fragte ich sie, warum sie meinten, daß ich
der richtige für Ivie sei und warum sie Ivie keinen anderen
anvertrauen wollten.
Sie sagten es mir. Mein Kampf mit mir selbst eskalierte.
Eine schwere Zeit, auch für Ivie.
Wer war ich, was war ich?
Wenn man mit sich selbst kämpft, kann man nur verlieren, oder?
Man gewinnt aber auch.
Ich hatte so einen inneren Druck in mir, wirklich stark und real.
Dann als ob etwas explodierte, etwas herausgerissen wurde. Danach
war Stille und Ruhe in einem.
Ich bin nicht mehr der, der ich am Anfang des Jahres war.
Jaqueline sagte nach unserem Urlaub: "Du bist wieder zurück und damit
meine ich nicht euren Urlaub.".
Unser Urlaub, mit dem im Grunde alles mit uns begann. Wir fuhren aber
schon als Paar dort hin. Der Plan war wohl, daß wir uns dort näher
kommen könnten. Zu spät. Es war ein wundervoller Urlaub.
Eine wundervolle Ivie.
Drei Wochen, fast zwei davon in Frankreich und Spanien, waren wir die
ganze Zeit zusammen. Aber in der letzten Woche, also die dritte, waren
noch so viele Kleinigkeiten. Ivie und ich duschten zusammen, ja, daß
ist schön. Der Alltag kam, aber auch Konflikte in mir. Die Freundin
meines Engels wurde mehr und mehr die Freundin von Ivie. Da kamen
Fragen in mir auf. Am Ende dieser Woche holten wir auch eine Freundin
von Ivie. Sie blieb ca drei Tage. Sie gab wohl ihr OK zu mir. Ok.
Der Urlaub ging zu Ende und die viele Zeit mit Ivie ebenfalls.
Der erste Arbeitstag, wir telefonierten viel, wärend der Arbeitszeit.
Aber wir trafen eine Entscheidung, Ivie musste nicht Abends nach Hause
blos weil ich am nächsten Tag Arheiten gehe. Warum sollte sie nicht wie
an dem Freitag, den 02.05., bei mir sein können wenn ich weg bin?
Sie bekam die Schlüssel fürs Haus. Sie konnte frei kommen und gehen
wie sie wollte. Zu der Zeit war der Gedanke, daß sie sowohl bei sich
als auch bei mir sein kann.
Nun, die Ereignisse gingen schnell voran.
Jemand trat an Ivie heran, Kontakte aus ihrer Vergangenheit fragten sie,
ob sie nicht Ratschläge oder Hinweise zur Lösung eines Problemes geben
könnte. Ivie zögerte nicht lange und bot ihre Hilfe, ihr Zimmer und Bett,
an. Sie verbrachte sowieso viel Zeit bei mir, also warum nicht. Natürlich
stand ich an Ivies Seite und wir zwei holten Zoe ab, oder doch heraus,
aus ihrer toxischen Beziehung mit ihrem Ex.
Ich dachte damals, mit der haben wir noch Ärger. Ja, sie ärgert mich
tatsächlich manchmal, aber eben nicht so.
Als wir merkten, was bei Zoe los war und um was es eigentlich ging,
da war es für uns beide keine Frage sie zu unterstützen.
Die Ämter "halfen" ihr, indem sie Zoe in ein Haus steckten, in dem sie
von den Leuten dort bedrängt wenn nicht sogar bedroht wurde. Mitten
in der Nacht holten wir sie dort heraus, dank der Hilfe der Polizei.
Vielen Dank nochmal an die Beamten, die wie selbstverständlich uns
halfen und Schutz gaben.
Seitdem wurden wir eine "Familie".
Nicole darf ich nicht vergessen, sie wurde eine Freundin für Zoe.
Ich glaube, sie mochte mich nicht. Dinge ändern sich, zum Glück.
Leider starb auch meine Mutter, sie quälte sich, wurde mit Morphium
ruhig gestellt. Wir wissen nicht, wieviel sie noch mitbekam. Sie ist
nun nicht mehr aber sie wurde auch erlöst.
Es gab so viele Ereignisse, große wie kleine, ein Jahr in dem es nicht
langweilig wurde, ein Jahr der Veränderungen nicht nur für mich.
Unser Kurzurlaub und dann Weihnachten. Ein "richtiges" Weihnachten für
Ivie, sie hatte sonst keines. Eine schöne Zeit.
Die Jahre davor existierte ich aber lebte nicht. Dieses Jahr musste meine
Mutter sterben. Aber dieses Jahr kamen neue Menschen in mein Leben.
Dieses Jahr veränderte viel. Für mich aber auch für Ivie. Sie veränderte
sich, sie "blühte" auf. Auch für Zoe änderte es sich. Sicher auch für
andere, die Freundin meines Engels, sie wurde die Freundin von Ivie.
Dinge vergehen und neue entstehen. Es war nicht alles gut in diesem Jahr
aber es war ein gutes Jahr.
Wie wird es jetzt weitergehen?
Mit uns? Wir wissen es nicht, wer kennt schon die Zukunft. Ivie und ich
werden wohl unser Einjähriges feiern. Zoe wird ihren Weg gehen, ob er sie
von uns wegführt oder nicht ist nicht wichtig solange sie glücklich wird.
Für mich wird es evtl. noch Veränderungen geben. Für die ESA habe ich immer
mal wieder kleinere Aufgaben/Projekte übernommen. Dieses Jahr weniger aber
mir wurden schon neue angeboten bzw angefragt. Ich werde dort wohl wieder
mehr Zeit investieren. Einen Jobwechsel würde ich nicht ausschließen.
Einen Umzug auch nicht. Wir werden es sehen.
Dieser Blog? Ich glaube nicht, daß ich das so weiterführen werde. Es hat
sich alles verändert. Vielleicht wird es noch Einträge geben, zB bei
Ereignissen, welche ich dann festhalte. Schaut gerne immer mal wieder
vorbei aber erwartet nicht so viele Einträge wie in diesem Jahr.
Bitte denkt an alle die anderen Menschen. Alles hat eine Bedeutung, ihr,
was ihr tut, was ihr nicht tut und was ihr sagt. Bedenkt wie ihr das Leben
anderer beeinflusst, selbst wenn ihr denkt es sei unwichtig, für jemand
anderen kann es sehr wichtig sein.
In der Größe des Universums gemessen sind wir nicht einmal ein Sandkorn.
Viele Menschen denken, es hätte deshalb alles keine Wirkung und es wäre
sowieso egal, was man tut.
Ihr irrt euch. Alles hat eine Wirkung, alles hat eine Bedeutung. Auch
das große Universum beruht auf und existiert durch die kleinsten Dinge,
so klein das wir sie nichtmal beobachten können. Viel viel kleiner als
ein Mensch, viel viel kleiner als ein Atom und doch bilden sie die
Grundlage und Existenz des Universums, von uns und allem.
13 Millarden Lichjahre, eine kaum vorstellbare Entfernung.
1,22989×10hoch23 km, 122.989.000.000.000.000.000.000 km, eine unglaublich
große Zahl und doch ist alles in dieser Entfernung mit uns verbunden.
Mit dir, mit mir, mit deinem Leben. Das ist nicht Philosophie, das ist
Physik, Realität.
Wir sehen nicht alles, wir denken nicht an alles aber vergesst bitte nie:
Ihr tragt Verantwortung, nicht nur für euch, nicht nur für euer Leben,
nicht nur dafür, daß ihr glücklich seid, sondern für alle. Wenn ihr
Entscheidungen trefft, wenn ihr wählt, wenn ihr etwas tut, denkt daran,
es hat auch Auswirkungen auf das Leben anderer, nicht nur eurer Familie
und Freunden.
Ich danke allen, wirklich allen. Menschen die nicht mehr leben. Menschen
die mich lieben und die ich liebe. Menschen um mich herum. Menschen die
mir nur mal über den Weg gelaufen sind und trotzdem ein Lächeln für mich
hatten. Menschen denen ich nie begegnet bin und trotzdem hier lesen und
Menschen die mir eine Mail schickten um mir gute Worte zu senden.
Ich wünsche allen, daß das neue Jahr euch viel Glück und alles Gute bringt.
Lasst euch nicht unterkriegen.
Danke.