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31122025




Das Jahr geht zu Ende und es ist die Zeit wo viele zurück blicken.

Zunächst blicke ich mal nicht ganz so weit zurück. Die Einträge von vor 
Weihnachten haben bei ein paar Leuten Reaktionen ausgelöst. Es haben sich 
Menschen gemeldet, die ich nicht kannte. Ich schrieb es schonmal, ich 
mache kein Tracking und keine Statistiken oder ähnliches. Als ich mit 
diesem Blog anfing ging es nicht darum möglichst viele Leser zu bekommen. 
Eher das Gegenteil, ich hoffte das es niemand liest. 
Es gab also lange keine Rückmeldung ausser von zB Ivie oder Jaqueline. 
Die ersten erhielt ich ca im Sommer, darauf gehe ich aber nicht ein, da 
es auch um private Angelegenheiten anderer Menschen ging.
Doch jetzt kamen relativ viele Meldungen an mich. Nicht hunderte, nicht 
mal annährend aber auf die gesammte Zahl gemessen, viele in kurzer Zeit.

Es ging um den offenen Brief, dazu kann ich nur sagen: Ja ich bin dumm, wie 
oft soll ich es noch schreiben. 
Es gab aber auch Leute die mir gute Worte und Zuspruch geben wollten. 
Ich danke allen dafür. Auf mehr möchte ich da aber auch nicht eingehen.

Die Einträge vor Weihnachten haben viele dazu gebracht, ihre Meinung und 
anderes zu senden. Auch dafür danke, ich leses alles. Woher soll ich wissen 
ob die Kritik nicht gerechtfertig ist, wenn ich mich nicht damit befasse. 

Bezüglich den Bildern gab es doch negative Mails. Deshalb habe ich ein 
Update dort gemacht. Ich habe es auch im Index markiert. Vielleicht waren 
einige enttäuscht? Vielleicht hat sich Ivie nicht wirklich wohl gefühlt, 
als Bilder von ihr gemacht wurden. Sie wurden aber nicht gemacht, um sie 
im Blog oder anderswo zu veröffentlichen. Vielleicht hat sie deshalb kein 
Model-Posieren-Gesicht gemacht. Ich habe zwei Bilder dazu gesetzt, etwas 
anders als die, welche wir verwendet hatten. Mir gefallen die zwei auch 
besser. Vielleicht war unsere Auswahl schlecht. Tut mir leid.

Die Beiträge, wo ich in München war. Ja, sie waren sehr .... rückblickend.
Eunjoo scheint bei einigen Eindruck hinterlassen zu haben. Hoffentlich wird 
Ivie nicht eifersüchtig, ich habe immer noch Kratzer von ihr auf dem Rücken, 
frische. Das warum ist nicht jugendfrei, der erste Weihnachtsfeiertag, sage 
ich da nur. "Christkind" bekommt eine ganz andere Bedeutung.

Für viele ist Liebe schnell da, oder? Nicht nur bei Eunjoo wurde mir 
unterstellt, daß ich sie doch lieben würde und das es falsch von mir war, 
daß ich sie zurück gelassen habe. Ich schrieb, daß ich deswegen ein 
schlechtes Gewissen habe. Ich weiß nicht, wie es geworden wäre, wenn sie 
und ich zB geheiratet hätten. Ich glaube nicht, daß es wirklich gut gegangen 
wäre. Das sie jung und sexy war reichte für mich eben nicht. Deshalb denke 
ich auch, daß es keine große Liebe war. Zuneigung vielleicht. 
Das ich ihr Herz gebrochen hätte? Danke, daß ich jetzt noch mehr ein 
schlechtes Gewissen habe als sowieso schon. Ich war eben schlecht in sowas.
Aus heutiger Sicht, ja, ich glaube ich wäre das Risiko mit ihr eingegangen. 
Das war eine der Fragen an mich. 
Aber damals wurden Entscheidungen getroffen, nicht heute. Damit müssen wir 
nun alle leben. Und nein, sie war nicht wirklich sauer oder so. Sie hatte 
mich auch verabschiedet, mit einem Kuß. Ich glaube nicht, daß sie gelitten 
hat. Sie wäre wohl gerne mit nach Europa gekommen.

Die Einträge vom 27ten, selbst dazu gab es schon Mails. Habt ihr alle so 
viel Zeit?
Also danke für die Zusprüche. Ich bin aber kein Heiliger, Engel oder sowas.
Ja, die zwei Frauen um mich herum hatten es nicht leicht. Aber ich habe 
sie nicht bewusst "ausgesucht" oder so etwas. Ich bin weder losgezogen um 
jemanden zu helfen noch habe ich leichte Opfer gesucht. Ich wäre wohl nicht 
von mir aus hingegangen um Ivie kennenzulernen. Zwei Personen haben Schiksal 
gespielt, weil sie dachten das Ivie und ich ... . Hat ja geklappt. Sicher 
nicht so wie geplant aber wir sind jetzt zusammen. Das einzigste wäre wohl, 
daß ich nicht wie andere Männer Angst davor hatte, mit jemanden wie sie 
zusammen zu sein. Egal was es "kostet" sie ist es wert. 
Bei Zoe war es auch Ivie, die ihre Hilfe anbot, ich war nur Mitläufer. 
Natürlich habe ich einen Beschützerinstinkt. Zoe muß auch erstmal davon 
loskommen. Um mal eine Vorstellung zu bekommen, wenn eine Frau ein blaues 
Auge hat, dann nicht unbedingt weil sie gegen den offenen Küchenschrank 
gelaufen ist. Mehr sage ich dazu nicht. Er soll sich von ihr fehrnhalten, 
sonst zwingen wir ihn dazu. 

Das nun beide bei mir "Unterschlupf" gefunden hätten? Nein, sie tun so viel 
für mich und sind für mich da, ich bin dankbar dafür, daß sie da sind. 

Dies, wegen den Mails die ich jetzt so vermehrt bekommen hatte. 
Nochmal vielen Dank dafür.

Die guten Erinnerungen
Yesterday is history. Today is a gift. Tomorrow is a Mystery.
Warum hatte mir YT das Video nicht schon früher vorgeschlagen. 
Die sind bei mir gerade "aktuell", weil sie vorgeschlagen wurden, 
deshalb nutze ich sie ihr.
Es waren schöne Tage dort. Schöne _Erinnerungen_. Schaut es euch an 
bevor es weiter geht.

Kommen wir also zum Rückblick.

Am 08.01. hatte ich den ersten Eintrag gemacht. Es wurde mir wohl einfach 
zu viel. Ich fing auch direkt mit dem Schmerz über den Verlust meiner 
Engel an. Freni und Lexi, meine Frau und meine Tochter, sie starben vor 
Jahren bei einem Verkehrsunfall in Frankreich, wärend ich noch in Deutschland 
war. Ich hasse Freitage immer noch. 

Das Schreiben, so dachte ich, würde mir helfen meine Gedanken und alles 
besser zu sortieren und damit umzugehen. Vielleicht hat es geholfen. 
Zu der Zeit war meine Mutter schon in Behandlung, meine Kollegin und 
andere Dinge, die Erinnerungen und alles, es war einfach zuviel. 
Ich brauchte ein Ventil. Ich schrieb auf, was ich dachte, fühlte und tat.

Ich hatte damals auch Angst, daß Leute es lesen könnten und mitbekommen 
was los ist und ich schämte mich und alles. Es kostete mich wirklich 
überwindung es online zu nehmen aber es gehörte dazu, nicht verstecken. 
Ich stellte mir vor, wie meine Tochter mir sagen würde "nicht wieder 
verstecken". Es war meine Art damit umzugehen. Es fällt mir schwer 
anderen zu vertrauen und meine Schwäche zu zeigen. Kaum zu glauben? 
Doch, es gibt eben Grenzen, bis dahin und dann ... . 

Ich hatte es wirklich heraus gelassen. Viel über meine Engel und mich. 

Dann kam das mit Ivie. Ich hielt es für eine blöde Idee. Aber als ich 
mich mit Ivie traf, was kein Date war, da war da schon was. Ich weiß 
nicht wie andere sie sahen. Sie machte sich eben "klein" und unscheinbar, 
aber wenn man mit ihr sprach und ihr zuhörte, da war da eben etwas 
anderes. Als sie das erste mal lachte, da sah man "sie". 
Ich schrieb damals, daß ich nicht wüsste wie ich damit umgehen sollte. 
Ob ich überhqupt nochmal jemanden so lieben könnte und das es gegenüber 
Ivie unfair wäre, wenn ich immer an meine Engel denken muß und sie 
nicht vergessen kann.

Ivie übernahm die Initiative und machte einen Überraschungsbesuch. 
Sie war da spontan und hielt es später für eine blöde Idee. Aber es 
war doch schön, sie suchte den Kontakt, es gab mir ein Zeichen.
Zudem verstanden wir uns gut. Die gerade neue Couch mit ihr 
eingeweiht. Die hatte ich Anfang des Jahres gekauft, mit längerer 
Lieferzeit, als Zeichen, daß ich in diesem Jahr alles ändere. 
"Entweder oder" war mein Motto für dieses Jahr. Mein Gott, ich hätte 
mir ein anderes suchen sollen, oder? Nein. 

Das Schiksal spielte mit, schickte diese Kröte welche in Ivie ein Opfer 
für sein Vergnügen sah. Der Donnerstag, der 27.03., an dem Ivie wieder 
schwach wurde und ihre Zurückhaltung, auch wegen den Erfahrungen mit 
mir, fallen lies und mit der Kröte mit ging. Ich weiß garnicht, wie 
ich jetzt auf Kröte für den Typen komme. 
Ich wurde Ivies Held, die Geschichte im Auto gehört dazu. 

Es war aber nicht so einfach, wir zögerten beide. Wir meldeten uns nicht 
bei dem anderen. Sie lud mich dann Sonntags zum Mittagessen ein. Da ich 
sie ja auch schon eingeladen hatte. Der Vorfall am Donnerstag, wir hatten 
noch nicht darüber gesprochen. Ivie musste wohl auch über "etwas" nachdenken.
Der Sonntag war schön, nach dem Essen bei ihr in ihrem Zimmer in der WG. 
Wir haben viel geredet, über sie und uns. 
Unser ester Kuß. Ihre Mitbewohnerin wunderte sich das Ivie jemanden in 
ihrem Zimmer hatte. 
Es wurde schräg, sie fragte ob ich sie zu ihrem Arzttermin fahren würde. 
Natürlich tat ich es, zu ihrer Frauenärztin. Ja, es bekam später noch 
Bedeutung. Nach dem Termin kam sie mit zu mir. Wir hatten einen schönen 
Abend bevor ich sie recht spät nach Hause brachte. 

Dann kam der Freitag, seit Dienstag hatten wir nur telefoniert. Am 
Freitag fragte Ivie, ob ich sie abholen könnte und zu mir kommen könnte. 
Sie wollte reden, über uns. Sie wollte wissen, was mit uns ist. Da war 
sie nicht die einzigste. Sie erzählte mir ihre Geschichte, noch nicht 
alles aber sie öffnete sich mir. Es war schwer für sie und sie blieb 
bei mir, ich schlief auf der Couch. Den Samstag verbrachten wir zusammen. 
Sie blieb auch in der Nacht zum Sonntag bei mir. Diesmal schlief ich 
nicht auf der Couch, ab Sonntag waren wir ein Paar. 

Später ergab sich aus diesem Vorgang eine kleine Krise. Warum Ivie bereit 
war, mit mir zu schlafen. Sie hätte es verschweigen können doch sie sagte 
es mir. Dies hatte für mich mehr Bedeutung als der Grund, nicht das Warum 
sondern wie es dann war und was daraus wurde war wichtig. Sie hatte Angst, 
daß ich unsere Beziehung wieder beende. Ich wollte Zeit um darüber 
nachzudenken. Ich brauchte nicht lange. Am nächsten Tag fuhr ich nach der 
Arbeit zu ihr. Als sie die Tür öffnete küsste ich sie. Wozu viele Worte, 
wenn es ein oder zwei Küsse, sie erwiederte ihn, reichen.
Doch das kam erst später. Zurück zu der Woche.

Am Donnerstag hatte Ivie noch einen dringenden Termin bei ihrer Ärztin 
gemacht, ich sollte mit. Ivie bat ihre Ärztin mich über Ivies "Probleme" 
aufzuklären. Ich war wütend, nicht auf Ivie, die welche ihr das angetan 
hatten, was für .... . 

Es änderte nichts. Sie und ich haben daran "gearbeitet", sie kann, ohne 
zu leiden. Im Gegenteil, sie sagte damals: Es wäre wohl ihr erstes mal. 
Sie spürte Lust und alles, keine Schmerzen. Oder nur kurz am Anfang, 
wie sie sagte. Wie beim erstenmal. 

Ist es das nicht wert? Ja, ist es.

Das Kaffeetrinken bei den beiden, als Ivie und ich zusammen dort 
hinkamen und Ivie wohl schon so ein glückliches Gesicht machte. Wir 
konnten es nicht verbergen.
Als wir die Frage stellten ob die Idee mit dem Urlaub dazu gedacht 
war uns, Ivie und mich, zusammen zu bringen. Ja, war es. 

Ein Monat nach dem 27.03. hatten wir eine Krise. Am Donnerstag davor 
war der Abend, als sie Angst hatte weil Leute vor ihrer Tür randale 
machten. An dem Wochenende danach war sie bei mir und ich "fasste" 
sie nicht an weil ich bedenken hatte, daß sie sich bedrängt fühlt 
und noch die Angst vom Donnerstag hat. Sie deutete es anders, daß 
ich sie nicht mehr begehre und sie machte sich Vorwürfe wegen der 
Angstattacke. Aber deswegen war es nicht. Ein Sonntag mit viel reden 
und Klärung. Ich musste eben noch lernen, damit umzugehen, wie ich 
sie behandeln kann oder soll. Sie sagte so oft, ich solle sie nicht 
wie ein rohes Ei behandeln. Es hat sich auch geändert, oder?

Der Tanz in den Mai, ein schöner Abend. Nicht so schön, daß Ivie 
sich den Knöchel verletzte. Der Freitag, der 02.05., daß erste 
mal blieb Ivie bei mir wärend ich zur Arbeit fuhr, dammit sie 
ihren Knöchel schonen kann. Klingt nicht wichtig? Aber war es 
irgendwie schon. Am Nachmittag wartete Kuchen auf mich. Ivies 
Mitbewohnerin brachte ihn Ivie. 

Am Samstag darauf began etwas für mich. Die Kröte, also der Typ 
der Ivie an dem Donnerstag "verschleppt" hatte, bedrängte Ivie. 
Wir waren in der größeren Nachbarstadt in der Innenstadt. Gingen 
zusammen aber ich war ein paar Meter hinter Ivie. Die Kröte packte 
sie an ihrem Arm, sie bekam blaue Flecken davon. Forderte von ihr 
die geplatze "Verabredung" ein. Als ich sofort zu ihnen kam wollte 
er mich schlagen, ich wich aus. Er versuchte es noch einmal, ich 
schlug zurück, mehrmals. Er ging blutend zu Boden. "Es" konnte auch 
wieder aufstehen. 
Es löste etwas in mir aus. Das war nicht ich. Für Ivie war ich der 
Held, natürlich. Auch andere sagten es in der Richtung. 
Aber für mich brach eine Welt zusammen. Ich wurde im DSC in Berlin 
geschult, da ging es nicht nur um den Selbstschutz.
Als ich ihn niederschlug, ich hätte es nicht tun dürfen. 
Die Konflikte in mir, Held vs Dreckskerl, sie fingen an mich 
innerlich zu zerreißen. Ich war nie Stolz darauf beim DSC gewesen 
zu sein. Warum nicht? Ich tat etwas. Ich rettet andere und es war 
Notwehr, aber für mich war es etwas anderes. 

Als ich die Kröte schlug und ihn am Boden blutend sah, ich kann es 
nicht beschreiben. 

Es zerriss mich tatsächlich erinnerlich. Was war ich? 
Es ging eine Zeit lang. 

An einem Samstag waren wir wieder bei dem Ehepaar eingeladen. Als 
Ivie nicht dabei war, fragte ich sie, warum sie meinten, daß ich 
der richtige für Ivie sei und warum sie Ivie keinen anderen 
anvertrauen wollten. 
Sie sagten es mir. Mein Kampf mit mir selbst eskalierte. 
Eine schwere Zeit, auch für Ivie.

Wer war ich, was war ich? 

Wenn man mit sich selbst kämpft, kann man nur verlieren, oder? 
Man gewinnt aber auch.

Ich hatte so einen inneren Druck in mir, wirklich stark und real. 
Dann als ob etwas explodierte, etwas herausgerissen wurde. Danach 
war Stille und Ruhe in einem.

Ich bin nicht mehr der, der ich am Anfang des Jahres war. 
Jaqueline sagte nach unserem Urlaub: "Du bist wieder zurück und damit 
meine ich nicht euren Urlaub.". 

Unser Urlaub, mit dem im Grunde alles mit uns begann. Wir fuhren aber 
schon als Paar dort hin. Der Plan war wohl, daß wir uns dort näher 
kommen könnten. Zu spät. Es war ein wundervoller Urlaub. 
Eine wundervolle Ivie. 

Drei Wochen, fast zwei davon in Frankreich und Spanien, waren wir die 
ganze Zeit zusammen. Aber in der letzten Woche, also die dritte, waren 
noch so viele Kleinigkeiten. Ivie und ich duschten zusammen, ja, daß 
ist schön. Der Alltag kam, aber auch Konflikte in mir. Die Freundin 
meines Engels wurde mehr und mehr die Freundin von Ivie. Da kamen 
Fragen in mir auf. Am Ende dieser Woche holten wir auch eine Freundin 
von Ivie. Sie blieb ca drei Tage. Sie gab wohl ihr OK zu mir. Ok.

Der Urlaub ging zu Ende und die viele Zeit mit Ivie ebenfalls. 
Der erste Arbeitstag, wir telefonierten viel, wärend der Arbeitszeit.

Aber wir trafen eine Entscheidung, Ivie musste nicht Abends nach Hause 
blos weil ich am nächsten Tag Arheiten gehe. Warum sollte sie nicht wie 
an dem Freitag, den 02.05., bei mir sein können wenn ich weg bin? 
Sie bekam die Schlüssel fürs Haus. Sie konnte frei kommen und gehen 
wie sie wollte. Zu der Zeit war der Gedanke, daß sie sowohl bei sich 
als auch bei mir sein kann. 
Nun, die Ereignisse gingen schnell voran.

Jemand trat an Ivie heran, Kontakte aus ihrer Vergangenheit fragten sie, 
ob sie nicht Ratschläge oder Hinweise zur Lösung eines Problemes geben 
könnte. Ivie zögerte nicht lange und bot ihre Hilfe, ihr Zimmer und Bett, 
an. Sie verbrachte sowieso viel Zeit bei mir, also warum nicht. Natürlich 
stand ich an Ivies Seite und wir zwei holten Zoe ab, oder doch heraus, 
aus ihrer toxischen Beziehung mit ihrem Ex. 
Ich dachte damals, mit der haben wir noch Ärger. Ja, sie ärgert mich 
tatsächlich manchmal, aber eben nicht so. 
Als wir merkten, was bei Zoe los war und um was es eigentlich ging, 
da war es für uns beide keine Frage sie zu unterstützen. 
Die Ämter "halfen" ihr, indem sie Zoe in ein Haus steckten, in dem sie 
von den Leuten dort bedrängt wenn nicht sogar bedroht wurde. Mitten 
in der Nacht holten wir sie dort heraus, dank der Hilfe der Polizei. 
Vielen Dank nochmal an die Beamten, die wie selbstverständlich uns 
halfen und Schutz gaben. 

Seitdem wurden wir eine "Familie". 

Nicole darf ich nicht vergessen, sie wurde eine Freundin für Zoe. 
Ich glaube, sie mochte mich nicht. Dinge ändern sich, zum Glück.

Leider starb auch meine Mutter, sie quälte sich, wurde mit Morphium 
ruhig gestellt. Wir wissen nicht, wieviel sie noch mitbekam. Sie ist 
nun nicht mehr aber sie wurde auch erlöst. 

Es gab so viele Ereignisse, große wie kleine, ein Jahr in dem es nicht 
langweilig wurde, ein Jahr der Veränderungen nicht nur für mich. 

Unser Kurzurlaub und dann Weihnachten. Ein "richtiges" Weihnachten für 
Ivie, sie hatte sonst keines. Eine schöne Zeit. 

Die Jahre davor existierte ich aber lebte nicht. Dieses Jahr musste meine 
Mutter sterben. Aber dieses Jahr kamen neue Menschen in mein Leben. 
Dieses Jahr veränderte viel. Für mich aber auch für Ivie. Sie veränderte 
sich, sie "blühte" auf. Auch für Zoe änderte es sich. Sicher auch für 
andere, die Freundin meines Engels, sie wurde die Freundin von Ivie. 

Dinge vergehen und neue entstehen. Es war nicht alles gut in diesem Jahr 
aber es war ein gutes Jahr. 

Wie wird es jetzt weitergehen? 

Mit uns? Wir wissen es nicht, wer kennt schon die Zukunft. Ivie und ich 
werden wohl unser Einjähriges feiern. Zoe wird ihren Weg gehen, ob er sie 
von uns wegführt oder nicht ist nicht wichtig solange sie glücklich wird.

Für mich wird es evtl. noch Veränderungen geben. Für die ESA habe ich immer 
mal wieder kleinere Aufgaben/Projekte übernommen. Dieses Jahr weniger aber 
mir wurden schon neue angeboten bzw angefragt. Ich werde dort wohl wieder 
mehr Zeit investieren. Einen Jobwechsel würde ich nicht ausschließen. 
Einen Umzug auch nicht. Wir werden es sehen.

Dieser Blog? Ich glaube nicht, daß ich das so weiterführen werde. Es hat 
sich alles verändert. Vielleicht wird es noch Einträge geben, zB bei 
Ereignissen, welche ich dann festhalte. Schaut gerne immer mal wieder 
vorbei aber erwartet nicht so viele Einträge wie in diesem Jahr.

Bitte denkt an alle die anderen Menschen. Alles hat eine Bedeutung, ihr, 
was ihr tut, was ihr nicht tut und was ihr sagt. Bedenkt wie ihr das Leben 
anderer beeinflusst, selbst wenn ihr denkt es sei unwichtig, für jemand 
anderen kann es sehr wichtig sein.

In der Größe des Universums gemessen sind wir nicht einmal ein Sandkorn. 
Viele Menschen denken, es hätte deshalb alles keine Wirkung und es wäre 
sowieso egal, was man tut. 
Ihr irrt euch. Alles hat eine Wirkung, alles hat eine Bedeutung. Auch 
das große Universum beruht auf und existiert durch die kleinsten Dinge, 
so klein das wir sie nichtmal beobachten können. Viel viel kleiner als 
ein Mensch, viel viel kleiner als ein Atom und doch bilden sie die 
Grundlage und Existenz des Universums, von uns und allem.

13 Millarden Lichjahre, eine kaum vorstellbare Entfernung. 
1,22989×10hoch23 km, 122.989.000.000.000.000.000.000 km, eine unglaublich 
große Zahl und doch ist alles in dieser Entfernung mit uns verbunden. 
Mit dir, mit mir, mit deinem Leben. Das ist nicht Philosophie, das ist 
Physik, Realität. 

Wir sehen nicht alles, wir denken nicht an alles aber vergesst bitte nie: 
Ihr tragt Verantwortung, nicht nur für euch, nicht nur für euer Leben, 
nicht nur dafür, daß ihr glücklich seid, sondern für alle. Wenn ihr 
Entscheidungen trefft, wenn ihr wählt, wenn ihr etwas tut, denkt daran, 
es hat auch Auswirkungen auf das Leben anderer, nicht nur eurer Familie 
und Freunden. 

Ich danke allen, wirklich allen. Menschen die nicht mehr leben. Menschen 
die mich lieben und die ich liebe. Menschen um mich herum. Menschen die 
mir nur mal über den Weg gelaufen sind und trotzdem ein Lächeln für mich 
hatten. Menschen denen ich nie begegnet bin und trotzdem hier lesen und 
Menschen die mir eine Mail schickten um mir gute Worte zu senden.

Ich wünsche allen, daß das neue Jahr euch viel Glück und alles Gute bringt. 

Lasst euch nicht unterkriegen.

Danke.


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