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23122025





Es ist Dienstag, später Mittag oder früher Nachmittag, je nachdem 
aus welcher Richtung man es sieht. Ich bin auf den Weg nach Hause. 
Eigentlich erst nach Hannover und dort dann umsteigen, aber die Bahn 
wird ja wohl ... . 

Das warum ich nach München sollte, lasse ich mal weg. Internas usw. . 
Aber...., sind die im Süden von Deutschland "nett"? 
"Wir" wurden dort begrüsst, die von dort schütteln den Leuten die 
Hände mit vielen fröhlichen Worten und vom Herzen, oder so. Er ist 
gerade bei dem neben mir stehenden fertig und macht zwei/drei 
Schritte vor mir her um zu dem nächsten zu gehen und schüttelt dessen 
Hände mit vielen fröhlichen Worten und vom Herzen, oder so. 
Warum hat er mich ignoriert? Meine Hand, die ich ihm entgegen 
streckte, als er die Schritte zum nächsten machte?
Ist echt ein Witz, diese Menschen. Immerhin durfte ich mich mit 
an den Tisch zu den anderen setzen. Er kuckte zwar blöd, aber ich 
blieb regungslos. Was für ein wiederliches Benehmen die Leute 
einem zeigen. Er hätte es wenigstens professionel halten und die 
Benimmregeln einhalten können. 
Da weiß man dann immer sofort, "was" man da vor sich hat und mit 
wem man es zu tun hat. 
Wie die wohl erst mit den Untersten der Unteren umgehen?
Die Entscheidungen treffen am Ende andere aber ich werde es mit 
in meinen Bericht aufnehmen.

Lassen wir das. 

Die Zugreise, ehrlich gesagt, ich geniese sie. Jetzt wo es wieder 
zurück geht und das Telefon nicht klingelt, es macht tatsächlich 
Spaß, eine kleine Reise durch Deutschland. Ich habe was zu Essen 
und was zu Trinken und meinen Arbeits- und Privatlaptop. Im Auto 
ginge das wohl nicht. 

Ja, ich schreibe. Das mit den Bildern, ich weiß es noch nicht. Von 
hieraus kann ich mich auch nicht darum kümmern. Morgen haben wir 
andere Prioritäten und dann könnte ich nachträglich den Eintrag 
fertig machen. Aber dann wäre er nicht zum 24. verfügbar. Dann 
wäre der Sinn ja weg. 
Ich will mich davor drücken? Kein Kommentar. Die Antwort sagt es, 
oder? Nein, die Bilder kommen, so oder so.
Es sei denn, Ivie überlegt es sich nochmal.

Das letzte Wochenende, der Freitagabend und der Samstag, eigentlich 
war es ein gutes Wochenende. Eigentlich? Nein, es war ein gutes 
Wochenende. Am Sonntag wie üblich. Ivie und ich morgens im Bett und 
dann zum Training. Nach dem Mittag war dann die Frage, was machen 
wir? Rumhängen, ... oder ein bischen rumfahren und spazierengehen?
Na, was hättet ihr gemacht? Nun, ... war am Morgen und auch am 
Abend. Rumhängen, wollten wir nicht also: Wo ging es hin? 
Ivie wollte, daß ich ihr mal so Punkte in BI zeige. Ich würde mich 
da ein wenig auskennen und sie wolle sich das mal ansehen. Was 
meinte sie damit? Orte, welche für mich eine Bedeutung hatten oder 
haben. Da gab es viele, oft unscheinbare Orte. Eine Bushaltestelle 
zB, ein Haus in der Innenstadt. Wir sind in der Altstdt spazieren 
gegangen und dies und das angesehen. BI hat so viel Erinnerungen 
für mich. Manchmal wünschte ich, ich könnte einfach vergessen. 
Aber sie sind da und wenn man dann die Orte sieht, sie sind eben 
da. TC damals, aber auch mein Engel. Wir haben nicht in der Stadt 
gewohnt aber am Rand. Wir waren oft dort, gute und weniger gute 
Erinnerungen, sie sind eben da. Die Restaurants in denen wir waren.
Shopping wo ich mit sollte. Ein Supermarkt, was für eine Bedeutung 
er für jemanden bekommen kann. Nicht mehr vorhandene Parkbuchten, 
wie oft habe ich dort gestanden. Gibt es nicht mehr. Wir sind auch 
an unserem damaligen Haus vorbei gefahren. Sollte man nicht machen. 
Aber zusammen mit Ivie dort zu sein, es wird einem dann klar, es 
ist nicht mehr wie früher. Vielleicht war es doch gut, es zu tun. 
In der Innenstadt hat sich auch viel verändert. 
Wir sind auch hier an Orten meiner Vergangenheit vorbei gefahren, 
bzw. haben sie uns angesehen. Wo ich aufgewachsen bin zB. .

In BI war es ganz nett, wir standen an einer roten Ampel, eine 
kleinere Straße im Bereich der Innen und Altstadt. Der Gegenverkehr 
stockte ebenfalls. Neben uns hielt also ein Auto, passiert eben 
öfter in so einer Situation. Ich hatte das Fenster unten, ich bin 
eben wie ein Hund, den Kopf zum umsehen herausstrecken. Nein, mein 
Kopf war drin, aber das Fahrzeug, was neben uns hielt, hatte auch 
die Scheibe fast unten. Ich schaute dann so zu ihm, er sah mich an, 
"Hey wie gehts?", "Oh gut, bischen viel Verkehr für einen Sonntag.", 
so ging es dann kurz hin und her. Er hatte auch eine Begleiterin 
im Auto, es wurden alle gegrüsst, auch Ivie, also hin und her. 
Dann ging es weiter, "Es geht weiter, war nett mit euch, machts gut.", 
"Gleichfalls, bis zum Nächstenmal.". Es war einfach .... , einfach 
so spontan, weil man so dicht zusammen steht. Ich glaub, er war 
kein Deutscher, sorry, wenn ich mich jetzt zu weit aus dem Fenster 
lehne. Ich meine, er ist bestimmt Deutscher aber vom Aussehen und 
so evtl. mit Wurzeln ausserhalb Deutschlands. Ist nicht negativ 
gemeint, sondern im Gegenteil. Ich glaube mit einem Deutschen 
wäre das nicht so locker passiert. Aber vielleicht irre ich mich.

Sowas bringt gute Laune. Ivie war überrascht, "Kanntest du den?", 
"Nein, gerade erst hier getroffen.". Sowas hätte sie noch nie erlebt.
Ich hatte ihr noch andere Dinge, die mir mal passiert sind, erzählt. 
ZB. in einer Stadt stand ich auf einer zweispurigen Straße vor einer 
roten Ampel, ja, ist eben eine Begegnungsstätte. Neben mir hielt ein
Auto an, war ja rot. Es war Sommer und er hatte die Scheibe unten, 
evtl. hat er sie auch extra runter gemacht um mit mir zu sprechen. 
Er gab Zeichen und ich machte meine Scheibe runter. Neben ihm saß 
wohl seine Freundin, oder so. Jetzt muß man sich das so vorstellen, 
er ist ein bischen Aufgekratzt, nicht wie auf Drogen aber eben 
fröhlich und gut gelaunt und so. Die Hinterachse meines Wagens war 
rot Lackiert oder angemalt. Er fragte mich dann, ob die Hinterachse 
rot sei. Ich sagte: Ja. Er wollte dann wissen, ob das ein Sportfahrwerk 
sei, ich sagte: Ja. Dann machte er einen Freudenschrei und sagte zu 
seiner Freundin: Siehste! Ich so: Was ist den mit dir los? Seine 
Freundin dann so: Ach, der ist nicht normal, kann man nichts machen. 
Die Ampel ging dann auf grün, beide Fahrspuren gingen geradeaus, also 
beschleunigten wir beide. Ich weiß nicht ob er es versucht hat aber 
ich blieb auf seiner Höhe. Die nächste Ampel wieder rot, wir stehen 
da wieder nebeneinander. Er: Willst du etwa meiner Freundin imponieren? 
Ich: Der netten, gutaussehenden und attraktiven Frau? Warum nicht?
Er: Nein, die neben mir sitzt. Oh Gott, ich konnte nicht mehr, die 
war garnicht davon begeistert. Die Ampel war grün, ich so: Hey, keine
Ehekrise wegen mir, machts gut.", ich fuhr und die blieben noch stehen. 
Ich sah ihn dann im Rückspiegel von hinten kommen, ich wollte aber 
rechts abbiegen. Mit Hupe und aus dem Fenster gestreckten Armen habe  
wir uns dann im vorbeifahren verabschiedet. Man hat sich nie wieder 
gesehen. 
In einer anderen Stadt, wieder eine rote Ampel, ja, es ist eben eine 
Begegnungsstätte, wo die Leute innehalten. Ich wollte aus einer kleinen 
Nebenstraße auf eine große Hauptstraße, vor mir ein Auto und hinter mir 
Autos, weiß nicht wieviele. Plötzlich geht die Beifahrertür auf. Eine 
junge Frau, oder Mädchen, fragte mich dann, ob ich in Richtung 
Innenstadt fahre. Ich sagte ja. Ob ich sie mitnehmen könnte. Natürlich 
nahm ich sie mit. Habe auch einen kleinen Umweg gemacht und sie dann 
abgesetzt. Wir hatten nicht viel miteinander gesprochen. Mein Gott, 
ich hätte sie nach ihrer Nummer oder so fragen sollen. In solchen 
Dingen war ich einfach dumm. Was hätte passieren können? Immerhin hatte 
sie mich gefragt und nicht einen der anderen vor der Ampel. Naja.

So spontane Sachen passieren nunmal. Ist mir öfter passiert. ZB auch 
in einem Laden, man wird einfach angesprochen oder wenn man sich zB 
mit einem Verkäufer unterhält, "mischt" sich jemand ein und so gibt 
es dann ein Gespräch. 
Ich bin da auch nicht so empfindlich oder fühle mich dann gestört oder 
angemacht oder belästigt. Ich fand es immer gut, wenn solche Situationen
waren. 

Eine Anhalterin, ich fuhr in eine Stadt, an der Gegenfahrbahn war eine 
Frau am trampen. Ich sah sie dort aber ich fuhr in die andere Richtung. 
Später fuhr ich wieder zurück. Sie stand da noch, niemand hatte sie 
mitgenommen. Ich hielt an, nahm sie mit. Es war eine etwas längere 
Fahrt, da von einem Ort zum anderen, daß waren ein paar Kilometer. 
Ich fragte sie, ob sie denn nicht Angst hätte, zu jemand fremden ins 
Auto zu steigen und dann die Strecke mit Feldern und Wäldern am Rand 
zu fahren. Da könnte doch was passieren. Sie erzählte dann, daß sie 
keine große Wahl hätte da keine Busse usw. fahren, sie wollte aber 
da und da hin. Ich fragte sie, ob sie Angst vor mir hätte. Sie sagte 
natürlich nein. Ich dann, daß es besser wäre sie hätte Angst, nicht 
weil ich ihr etwas antun will sondern das es schade wäre wenn ihr 
etwas passiert nur weil sie so leichtsinnig sei. Sie sollte lieber 
niemandem vertrauen und vorsichtig sein. Ich fuhr sie dann auch 
direkt dort hin, wo sie hin wollte. Sie sagte Danke und: Wenn sie 
immer nur ihrer Angst nachgeben würde, würde sie nicht so nette 
Menschen wie mich kennen lernen. 
Ich hätte ihr besser zuhören sollen. Angst ist ein schlechter 
Ratgeber.

Geht auch anders. Bei der Rückfahrt am Sonntag nahmen wir eine Strecke, 
die eigentlich normal ist um von und zu BI zu kommen. Bestimmt schon 
zigmal gefahren. Dort ist heute 70ig. Ivie zu mir: Du bist zu schnell. 
Ja, war ich. Ich sagte ihr dann, da wir ja gerade so in der Vergangenheit 
schwelgten, mein Fahrlehrer hätte damals gesagt: Wenn jemand die Strecke 
nicht mit 100 fahren kann, dann bräuchte er ihn erst garnicht zur Prüfung 
anmelden. Wir sind damals die Strecke mit der Fahrschule mit 100km/h 
gefahren. Jetzt ist da 70ig, können die Leute nicht mehr fahren? Ja, es 
gab ein paar Unfälle auf der Strecke, aber da wiederhole ich meine Frage: 
Können die Leute nicht mehr fahren?

OK, das war aus der Rubrik: Früher war alles besser. Zumindest gab es Schnee.

Noch was? Ja, diese (piep). Auch auf dem Weg nach Hause, Landstraße und wir 
fahren auf eine rote Ampel zu. Da stehen schon Autos, die wird bestimmt 
gleich auf Grün schalten. Ich beschleunige, um die Grünphase nicht zu 
verpassen. Diese (piep) fahren sooooooo langsam an, die Ampel ist wieder rot, 
als der letzte von denen über die Haltelinie rolt. Wir durften dann an der 
wieder roten Ampel warten obwohl wir schon direkt hinter denen waren als die 
fuhren. Beim heranfahren und bremsen habe ich meine beiden Hände gehoben, nach 
dem Motto: Was soll denn das? Warum fährt man soooo langsam an, wenn die Ampel 
grün ist, daß die schon wieder rot ist, wenn die sich in Bewegung setzten? 
Ich habe mich nicht aufgeregt oder so, auch nicht geflucht. Müssen wir eben 
warten, was solls. Das mit den Armen war eben eine Reaktion, weil ich es 
wirklich nicht verstand, was die da machen. Ivie: Die sehen dich nicht. 
Ja, wohl nicht, was solls. Hatte ich schon öfter, daß die Leute mich nicht 
sehen. Wo ist dieser blöde Knopf zum ausschalten der Tarnvorrichtung?


Gestern hatte ich wieder was geschrieben. Aus Langeweile und so. Wurde mehr 
als gedacht. 

Musik: 
Ultra Gladiator
Belgium 2025 Official Aftermovie
Push It
Ja, das letzte muste ich mit einschmuggeln. Ist alt, aber "man" kennt es. 
Kennt wer Deidra Muriel Roper? Sie ist in dem letzten Video zu sehen, 
die DJ, am Podest. Leider werden solche Lieder eher nicht im normalem 
Radio und TV usw. gespielt. Da laufen immer die selben "Classics" und so.
Charlotte de Witte at Tomorrowland 2022 (Main Stage)
Die hat Ausstrahlung oder? Kein Popsternchen welches auf der Bühne mit 
Hintern und Brüsten wackelt um die Fans bei Laune zu halten. Sie lässt 
die Musik sprechen. 
Öffnet euer Herz, schliesst eure Augen, seit unvoreingenommen und hört 
ein paar Minuten zu. Können eure Beine und Hände dem Takt wiederstehen? 

Und ja, mit Werbeblocker und Kopfhörer höre ich es mir an. 

Das ist ja von vor ein paar Jahren, als wir dort waren, also nicht lange 
her. Es gibt eben Frauen, die stehen auf ältere Männer. Vielleicht hätte 
ich nicht mit ihr rumknutschen sollen. 

Ich glaube, ich habe jetzt einige etwas überrascht? Nein, ich bin jetzt 
nicht durchgeknallt. Es ist die andere Seite von mir. Freni und ich waren 
so, einmal die Ernsten und Verantwortungsvollen aber wir waren auch "Kinder" 
und verrückt. Warum glaubt ihr, war das so zwischen uns? Jeden Tag neu 
verliebt usw. . Für uns gab es keine Schablone, uns konnte man nicht in 
eine Kategorie stecken. Vielleicht gehörten wir deshalb nie wirklich dazu. 

Ich höre auch "ernste" Musik und kann auch zu Theater oder Balett gehen. 
Aber ich gehe auch zu solchen Festivals und höre solche Musik. Eure Grenzen, 
die ihr zieht, sie behindern euch, nicht die anderen.

Nur so konnte ich mein Leben überleben. 
Grenzgänger, sie nannte mich so.


Eigentlich wollte ich etwas anderes. 
Gestern schrieb ich über Eunjoo, oder Eun-Joo, ich kenne sie als Eunjoo, 
jemand der für eine kurze Zeit in meinem Leben war und seitdem ist die 
Verbindung unserer beiden Vergangenheiten untrennbar. 

Es gibt wohl nur zwei Personen, Frauen, bei denen ich ein schlechtes 
Gewissen habe, weil ich sie zurück lies. Wer das wohl ist? 
Meine Engel lasse ich mal aussen vor. 
Eunjoo ist eine davon. Ich war mir damals nicht sicher ob sie mich nicht 
nur benutzen wollte um dort raus und nach Europa zu kommen. Sie war ca. 
12 Jahre jünger als ich. Gut, ich verhalte mich vielleicht nicht 
Altersgerecht. Aber ich zweifelte an uns. Dumm? Ja, irgendwie schon. Man 
könnte sagen, wenn es sich damals falsch anfühlte dann war es das wohl 
auch. Zudem, die Entscheidung wurde getroffen und Ende. Dennoch, sie war 
unzufrieden, war keine 18 mehr und lebte noch bei ihren Eltern die 
wiederum eher altmodsich waren. Welche junge Frau ist damit nicht 
unzufrieden? Sie hätte mich geheiratet und ich hätte sie mit nach Europa 
genommen. Sie wäre aus ihrem alten Leben raus, sie hätte dann was sie 
wollte. Als Gegenleistung hätte sie dann dafür gesorgt, daß es mir 
"gut geht". Wäre ja auch eine Basis für eine Beziehung. Ja, aber nicht 
für mich. Ivie fragte mich mal, welche Frauen ich in meinem Leben kennen 
gelernt hatte und wo ich es bedauern würde, daß nichts daraus wurde. 
Eunjoo gehörte nicht dazu. Trotzdem vergesse ich sie nicht, trotzdem 
hoffe ich, daß es ihr gut geht. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen 
wegen ihr. 

Wenn man aber jetzt so über sie schreibt, ein bischen bedauere ich es. 
Aber ich bin nicht sicher, warum. Sie war eine junge und hübsche Frau, 
andere Männer hätten wohl einfach "zugegriffen" egal was wäre. 
Vielleicht bin ich wirklich nur dumm. Wenn sie mich doch geliebt hat?
Ist es überhaupt möglich alles richtig zu machen und nicht in die 
Hölle zu kommen?

Damals sagten die mal zu uns: Als wenn wir verheiratet wären. Sie nannten 
es anders, aber es bedeutet eben wie verheiratet. 
Warum? Weil sie und ich eben .... Machtspiele(?) spielten?

Dort ist die Kultur und auch das gesellschaftliche Miteinander etwas anders. 
Meiner Meinung nicht immer besser. Die jungen Menschen dort tingeln genauso 
durch die Betten wie hier. Nur benutzen sie zB keine Kondome. Eine der 
Warnung vor koreanischen Frauen bezieht sich zB darauf. Die Frauen dort 
sind eben auch keine Nonnen oder Engel. Genauso wenig wie hier.

Aber das die Frauen eben auch dominanter gegenüber den Männern, zumindest 
gegenüber denen, mit dem sie zusammen sind, sind ist dort anerkannt. 
Die Männer "dienen" der Frau, viel stärker als es zB hier auch ist. Der 
Mann kümmert sich um die Frau und sorgt dafür, daß sie glücklich und 
froh ist. Dort wird das nich nur gelebt, sondern gefordert. Nicht so 
einfach für die Männer dort. Die Anforderuungen und alles an die Männer 
ist viel höher als hier. Auf der anderen Seite sind es eben die Männer, 
welche sich nicht "ergeben", welche von den Frauen gewollt sind. 
Klingt jetzt irgendwie wie Typisch Frau. Äh, ja. 

Wie war das bei uns, oder bei mir wenn sie zB vorschlug am Abend ein 
"Picknick" in einem der Parks zu machen. Klingt gut, hatte ich nichts 
dagegen aber es gab schon Pläne für den Zeitpunkt. Sie hatte also 
den Wunsch nach einem romantischem Abend im Park geäussert aber es 
gab bereits eine Verpflichtung. Nicht schön und ärgerlich aber man 
kann es doch auf den nächsten Abend verschieben? Nein, daß akzeptierte 
sie nicht. Sie schreit einen nicht an, so aus Wut oder so, sie hat dann 
so einen Unterton, der als Warnsignal gilt. Sie gibt dann zu verstehen, 
wir gehen, heute Abend. Sie würde jetzt keine Wiederrede erwarten und 
ein koreanischer Mann würde dann wohl die Pläne nach den Wünschen der 
Frau ändern. Das ist Liebe, oder? Wenn es jedesmal so abläuft?
Ich gab ihr nicht nach, daß wir mit den anderen etwas unternehmen wurde
länger geplant und vorbereitet. Eine Frau will unbedingt einen 
romantischen Abend mit dir verbringen, daß sollte doch Priorität haben!
Es war nicht das erste und auch nicht das zweite mal. Ich verbrachte 
gerne Zeit mit ihr, wir sind auch oft spontan losgegangen. Auch in 
den Park oder mit zu dieser Halbinsel an der Flußmündung. 
Sie muß aber auch mal zurück stecken, sagen, ok diesmal geht der 
Termin vor. 
Ich kann es nicht richtig beschreiben, wenn sie plötzlich von diesem 
lieblichen süßen Ton in ihrer Stimme zu diesem "Vorsicht Junge" überging, 
von einer Sekunde zur anderen. Und genauso schnell wieder zurück. 

Manchmal war es einfach anstrengend, meinte sie es jetzt mehr aus Spaß 
oder testet sie nur an oder war sie wirklich sauer, weil ich etwas 
falsch gemacht habe? Oder wegen jemanden anderes oder etwas anderes? 
Gut, oft war es schon klar, aber eben nicht immer und sie erwartete 
dann eben, daß man ihre Gedanken liest und nicht, daß sie es sagt.

Gut, gewöhnt man sich dran. 

Übrigens sind wir an dem nächsten Abend in einen Park gegangen. Gab 
Ärger, weil sie erst spät wieder zu Hause war. War mein Fehler, nicht 
wirklich aber ich habe es auf mich genommen, als Mann bin ich dafür 
verantwortlich. Gefiel ihnen dann wieder, daß ich diese Einstellung 
habe. Das der Gutenachtkuss nicht der erste an diesem Abend war, 
wussten sie aber wohl nicht. 
Sex hatte ich mit ihr nicht. Obwohl sie mich ihren Körper erkunden 
lies aber soweit gingen wir nicht. Geküsst, ja. Wir waren ja auch 
nicht jeden Tag zusammen. Manchmal haben wir uns zwei/drei Tage 
nicht gesehen.
Ich weiß nicht ob man es nachvollziehen kann, wenn  man in so einem 
Park ist, Nachts mit leichter Beleuchtung. Oft sind auch andere 
Pärchen dort, welche sich im Abstand verteilen. Man liegt dann so 
auf einer Decke und redet garnicht viel, man liegt nur zusammen dort.
Man kommt sich näher, man küsst sich und rückt ganz nahe aneinander.
Die Stimmung, die muß man fühlen, ich kann sie nicht beschreiben.

Obwohl manchmal war dieses "Diskutieren mit strengem Blick" auch eher 
Spaß oder ... nicht wirklich ernst. Ich glaube es gefiel ihr, daß ich 
ihr eben auch mal Konter gab und sie nicht immer ihren Willen durchstzen 
konnte. Trotzdem habe ich sie immer respektiert und mich um sie gekümmert. 

Schon so manchen "romantischen" Abend mit ihr verbracht. Ich glaube 
niemand hätte etwas dagegen gehabt, wenn sie und ich zusammengekommen 
wären. Vielleicht hätten sich ihre Eltern sogar gefreut. Wer weiß.

Auf der einen Seite fühle ich mich schuldig, weil ich sie evtl. 
ausgenutzt hatte um dort eine schöne Zeit zu haben und dann bin ich 
wieder weg, ohne sie. Auf der anderen Seite, vielleicht war sie es. 
Sie hatte wohl eine schöne Zeit und wenn sie wirklich nach Deutschland,
zu mir, hätte kommen wollen, ich hatte es ihr angeboten, ich würde 
mich um sie kümmern. Aber eben nicht als meine Frau, sondern einfach 
so. Wenn sie gekommen wäre, dann hätte ich sie evtl. nicht wieder 
weg gelassen. Aber sie kam nicht. Die große Liebe war es nicht.

Will ich deshalb zurück? Nein, nicht wegen ihr. Es wäre wohl auch dumm zu 
glauben, sie wolle mich wiedersehen. So fest war es zwischen uns nicht. 
Sie wäre bereit gewesen mit mir mitzukommen. Sie sagte es damals.
Sie wäre sicher eine gute Frau geworden, aber für mich fühlte es sich 
falsch an. Wenn sie es nicht gesagt hätte, daß sie mitkommen würde, wenn 
ich von mir aus auf die Idee gekommen wäre? Ach, was solls.

Ich traf dann bald meinen Engel, da machte ich mir keine Gedanken mehr 
um Eunjoo. War nicht nett von mir. Deshalb darf ich ein schlechtes 
Gewissen haben.

Ivies Frage, bei welchen Frauen bedauere ich, daß nichts daraus wurde. 
Könntet ihr für euch die Frage beantworten? Mir ist nur eine eingefallen. 
Nicht Eunjoo, nicht TC sondern Alexandra von damals. Dabei hatten wir 
nichts miteinander. Aber bei ihr habe ich mir oft gewünscht das es etwas 
geworden wäre. Mit ihr wäre ich gerne damals ins Leben gegangen. Ich 
weiß nicht warum.  
Sie war etwas besonderes, passte in keine Schublade. Sie war schön ohne 
so eine Barbiepuppe zu sein. Sie lies sich nichts gefallen zeigte aber 
doch ihre weiblichkeit. Ja, ich war in sie verknallt. 
Es war damals keine einfache Zeit für mich und sie erschien mir so 
unereichbar.

Mir fiel sonst keine ein.


Man wird es mir jetzt evtl nicht glauben aber mir geht es gut. Ich 
habe so eine innere Ruhe. Manche Dinge sind da und ich vergesse sie 
auch nicht. Sie sind auch nicht bedeutungslos, aber sie liegen hinter 
mir. Würde sich zB Eunjoo melden, ich wäre sofort dabei, würde mich 
freuen. Aber ich würde nicht mein Leben danach ausrichten, daß jemand, 
zB auch TC, sich melden könnte. 

Es ist Weihnachtszeit, die Zeit der Familie und Liebe. Für mich seit 
ein paar Jahren eine Zeit in dem der Verlust und die Trauer um zwei 
geliebte Menschen besonders hervor sticht. Die Erinnerungen sind 
alles was von ihnen gebliebem ist. 

Jetzt gilt es neue Erinnerungen zu bekommen, nicht um die alten zu 
verdrängen. Die Menschen um mich herum, auch wenn es wenige sind, 
haben es verdient Erinnerungen zu werden, egal ob die schönen oder 
schlechten Zeiten, sie werden nicht vergessen werden.

Ivie, wie geht sie damit um, wenn ich "schlechte Laune verbreite"? 
Sie geht nicht partymachen. Sie bleibt dann ganz besonders nahe bei 
mir. Ich hatte ein schlechtes Gewissen wegen ihr, daß ich sie mit 
herunter ziehe. Sie erinnerte mich an etwas. Als sie und ich uns 
besser kennen lernten hatte sie eine Angstattacke, als Leute vor 
ihrer Wohnungstür etwas Randale machten oder Laut waren. Sie 
stießen wohl auch mal vor die Wohnungtür, muß nichtmal absichtlich 
gewesen sein. Aber Ivie bekam Angst, daß die ihr etwas antun wollen. 
Sie wollte nicht schon wieder so etwas erleben. Sie rief mich an und 
ich fuhr sofort zu ihr. Als ich dort war, war nichts mehr. Aber sie 
hatte Angst, wollte die Wohnng nicht verlassen, auch nicht mit zu 
mir. Ich blieb dort, ihr Bett war zu klein also lagen wir die 
ganze Nacht auf dem Boden, mit einer Decke und Kissen. Ich war 
einfach nur da, habe sie gehalten und vielleicht ihr ein wenig 
die Angst genommen. Eigentlich eine schöne Nacht. 
Ivie schämte sich dann später dafür. Das brauchte sie aber nicht. 
Im Gegenteil, sie hatte vor alles und jeden Angst aber sie hat 
mich hereingelassen. Nicht nur in ihre Wohnung, sondern in sich, 
sie zeigte mir ihre Ängste, ihr inneres Selbst und öffnete mir 
ihr Herz.

In guten Zeiten Händchenhalten kann jeder. In schlechten Zeiten 
kommt man sich näher.

Frohe Weihnachten allen.