Der Samstag Abend, es gab noch Dinge. Aber der Abend war noch gut.
Wie alt sind wir? Hatten wir vergessen. Wer lag während des Filme
schauen auf dem Boden? Ivie und ich während die beiden jungen Mädchen,
sorry, Frauen es sich auf der Couch bequem machten. War in Ordnung,
mit Decke und Kissen haben wir dort sehr gut gelegen. Aber Nicole
wäre fast auf Ivie getreten, "Hey, tritt nicht auf meine Freundin!",
Nicole: "Sorry", "Trittst du auf meine Freundin trette ich auf deine.",
Zoe: "War ja wieder klar.", Ivie: "Schluß jetzt!", alle drei: "Ja, Maam".
Und alle am Lachen. War sowieso eine langweilige Stelle im Film.
Die Pläne für die Nacht? Wurden geändert, es wurde spät und wir waren
müde. Die beiden anderen sind auch nach Hause gefahren, friedlich und
vereint.
Ich schreibe schon wieder? Ja, es gibt da noch etwas, aber natürlich
waren wir am Sonntag auch wieder zum Training. Zudem war das Wetter
schön, noch etwas kalt aber fast Frühling. Der April ist fast vorbei,
also. Nach dem Training waren wir noch mit dem Fahrrad unterwegs, eine
längere Strecke, gute zwei Stunden gefahren. Mittagessen war dann
verspätet, schmeckte dann aber besonders gut.
Ja, was gibt es zu schreiben? Der 1. Mai kommt. Tanz in den Mai, wir
werden wieder dabei sein. Letztes Jahr war es ein kleiner Wendepunkt.
Nicht nur weil Ivie ihren Spitznamen bekam. Sie verletzte sich leicht
ihren Knöchel, dadurch blieb sie den Freitag bei mir obwohl ich zur
Arbeit musste. Klingt nicht besonders, aber es unterstützte den
Gedanken, daß Ivie den Schlüssel zum Haus bekommt und kommen und
gehen kann wie sie möchte. Ja, daß war erst nach dem Urlaub aber
der Freitag galt als Argument dazu. Ne Kleinigkeit, ja, aber einer
der Punkte in unserem Leben.
Ivie und ich tanzten nicht in den Mai wegen ihrer Verletzung. Dieses
Jahr wollen wir aber.
Am 01.05. werden wir, wenn wir können, dort vorbeischauen:
Perfekt auch als Zwischenstopp für eure Fahrradtour am 1. Mai:
Ist ja nicht weit von hier und ich fahre da auch öfter dran vorbei.
Damals, als ich jung war, gab es dort öfter richtige Rennen incl.
WM-Läufe. Mein Bruder hatte damals einen Siegerkranz geschenkt
bekommen, er hängte ihn in sein Zimmer. Unsere Tante saß damals
oft an der Kasse und so konnten wir kostenlos rein und sogar ins
Fahrerlager. Mein Bruder hatte es oft genutzt, ich eher weniger.
Mein Schwager fuhr früher Kartrennen, sogar gegen einen damals
jungen berühmten ehemaligen Formel1 Fahrer. Man merkt wohl, eine
Motorsport-Familie. Mein Vater war in der Richtung, er und meine
Mutter waren wohl damals öfter bei solchen Rennen. Dann kamen die
Kinder und ... . Mein Schwager kannte meinen Vater durch den
Kartsport, dadurch lernte er wohl meine Schwester kennen. Meinen
Vater mochte er aber nicht. Mein Bruder war dem Motorsport zugeneigt,
evtl. weil er den Kontakt zu unserem Vater suchte?
Machte ich deshalb eine Rennlizenz? Nein, daß war auch später, da
war ich keine zwanzig mehr. Na gut, wir waren damals nach England
zur DTM oder doch eher ITC, der Anfang vom Ende der damaligen DTM.
Irgendwie war da schon auch bei mir eine Verbindung aber ... wer
weiß, die Gene? Ich hatte in meinem Leben auch Kontakte zu Rennställen,
bin selbst bei einer Veranstaltung auf der Rennstrecke gefahren.
Aber so wirklich steckte es nicht in mir. Ich vermisse es nicht.
Zurück zum jetzt.
In der Nacht zu Sonntag gab es nichts was nicht jugendfrei war.
Aber ich dachte dann noch so darüber nach, wie sich andere Männer und
auch Frauen fühlen wenn sie neben ihrer Partnerin oder Partner liegen.
Es ist oft unterschiedlich, früher war es dann oft so, daß es eigentlich
normal war, daß Freni neben mir lag. Man dachte nicht darüber nach. Nur
später, wenn man dann da liegt und sie sieht, evtl. schon am schlafen,
dann bekommt man Gefühle. Es sind nicht immer die selben, mal hat man
das Gefühl der Beschützer zu sein, sie zu halten und auf sie aufpassen
zu müssen. Mal fühlte es sich an als wären wir zwei Teenager welche
da liegen und sich keine Gedanken über den Moment machen, denn die
ganze Welt und die Zukunft liegt einem noch vor den Füßen. Also eher
ein leichtes und sorgenloses Gefühl und ein schönes. Und manchmal,
wenn die Frau zB in der Nacht sich von hinten an einem kuschelt und
auch mal ihre Arme um einen legt, fühlt man sich selbst geborgen und
gut, denn man merkt, man ist nicht alleine und sie sucht den Kontakt
zu einem.
Bei Ivie ist es auch so, nur ist es mir jetzt irgendwie bewusster, es
ist keine Selbstverständlichkeit das sie dort liegt. Wenn wir da liegen
und ich sie am liebsten festhalten möchte, dann nimmt sie das gerne an.
Rückt dann ganz dicht an mich und hält dann meinen Arm den ich um sie
gelegt habe. Als ob wir uns gegenseitig festhalten. Auch all das andere,
es ist eigentlich normal aber man sollte sich bewusst sein, es ist eben
nicht normal.
Ein Pups unter der Bettdecke war schon immer ein Anlass für Albereien
und etwas Spaß.
Ach kommt, man ist unter sich. Bei Freni, ich: "Frau, was hast du
gegessen?!", "Wenn du es schon nicht ignorieren kannst, sei wenigstens
ein Gentleman und nimm es auf dich.", "Du willst also einen Gentleman
im Bett haben?", "Vergiss was ich gesagt habe und komm her!".
Ivie? Sie: "Komm, so schlimm richt es doch nicht.", "Ich glaube die
Tapeten auf deiner Seite lösen sich gerade von der Wand.", "Hey, sei
nicht so gemein!", "Bekommst du denn noch Luft? Vielleicht benötigst
du Mund zu Mund Beatmung?", "Wenn du es so schlimm findest, sollte
ich vielleicht dich beatmen?", "Du redest zu viel und beatmest mich
zu wenig.", "Das lässt sich ändern.". Den Rest lasse ich lieber weg.
Aber auch Ivie, ich: "Wie wäre es mit Dirty Talk?", sie zu mir ins
Ohr: "Du kannst die dreckige Wäsche waschen.", "Oh, richtig heiß,
und jetzt lass uns in den Schleudergang gehen.".
Ja, Spaß. Aber mal was anderes.
Am Samstag haben wir Besuch. Ivie hat zugesagt als Babysitter
auszuhelfen. Nun gut, sie ist bereits fünf Jahre alt, also kein Kleinkind
mehr. Ivie war wohl selbst etwas überrascht, daß sie zugesagt hat.
Sie dann zu mir: "Du hilfst mir doch?". Ach, einfach locker bleiben, was
kann schon passieren? Aufpassen, daß dem Kind nichts passiert und alles
andere läuft sowieso von selbst. Ist auch nur für den Tag, also ein paar
Stunden, die werden wir alle wohl überleben.
Noch etwas von heute, die Firma bei der ich angestellt bin, nicht zu
verwechseln mit meinem Unternehmen.
Es wird "gebaut", Mauern werden hochgezogen und neue Wände gemauert und
die dicke Aussenwand durchbrochen. Es wird wohl eher gebohrt und gesägt
und gefrässt. Ich habe damit nichts zu tun, ich bekomme es nur mit.
Ein neuer Zugang soll dort hin und seit drei Tagen immer wieder der Lärm.
Ja, den bekomme ich direkt mit. Der Lärm ist nicht durchgehend, aber er
kommt immer wieder. Drei Tage für einen Zugang durch eine dicke Wand.
Ist nicht schlimm, ich kenne so etwas. Aber passend wurden ein paar
Zahlen bezüglich der Betriebserweiterung genannt.
Mittlerweile arbeiten fast 4000 Menschen an diesem Standort. Es geht also
nur um den einen Standort, die Firma hat ja mehrere in Deutschland. In
anderen Ländern, rund um die Welt, auch noch Büros. Also, in den letzten
zehn Jahren sind fast 1400 neue, also zusätzliche, Arbeitsplätze
geschaffen worden. Im Durchschnitt etwa 140 neue Arheitsplätze pro Jahr.
Seit dem ich damals wieder zur Firma zurück kam hat sich die Zahl der
Beschätigten fast verdoppelt. Nicht ganz, aber fast. Ich gebe mal noch
weitere Zahlen, über 100 Auszubildende in 19 Ausbildungsberufen. An dem
Standort, und alle Zahlen beziehen sich nur auf diesen einen Standort,
gibt es 400 verschiedene Berufsbilder in 9 Fachbereichen.
Das nächste Verwaltungsgebäude wird auch demnächst gebaut.
Warum nenne ich die Zahlen? Um Anzugeben? Ja, kann man nicht ein wenig
stolz darauf sein ein kleiner Teil von dem ganzen zu sein? Dabeigewesen
und geholfen zu haben? Was ist mit meinem Unternehmen? Bei solchen Zahlen
kann man natürlich nicht mithalten. Mein Unternehmen ist eben anders
und auch etwas anderes. Bin ich auf das eine mehr stolz als auf das andere?
Nein, nur auf eine andere Weise stolz.
Apropo, man "wirbt" um mich für ehrenamtliche Arbeit. Man bietet es mir
wirklich an oder sie suchen eben immer Leute. Aber dann wird aufgezählt
warum ich dafür geeignet wäre und was ich alles mit einbringen könnte
und eben alles. Gerade auch meine breitgefächerte Berufserfahrung würde
doch perfekt passen. Es geht um junge Menschen welche es schwerer haben
eine Aubildung zu bekommen. Es sind also dann so etwas wie Praktik und
"Tests" möglich. Es gibt eigene Räume und sogar ein kleine Werkstatt
wo die jungen Menschen eben testen können ob es etwas für sie wäre.
Der Punkt ist hier, es geht um die Menschen welche keine Eltern mit
"Verbindungen" haben und ihrem Kind einen guten Platz besorgen können.
Vielleicht sind sie auch in der Schule nicht gut gewesen weshalb sie
aber nicht dumm sein müssen. Das ganze wird auch von vielen Firmen vor
Ort unterstützt, auch große bekannte Namen sind dabei. Wenn die jungen
Menschen dann eine "Empfehlung" bekommen schauen die Firmen ob sie
ihnen nicht was anbieten können um ihnen eine Chance zu geben zu
zeigen was sie können. Auch unsere Firma unterstützt dies und meine
langjährige Erfahrung mit und in der Firma wäre ja dann auch eine
Möglichkeit meine Verbindungen zu nutzen um den jungen Menschen zu
helfen. Natürlich denkt man dann, die wollen einem nur Honig ums Maul
schmieren. Aber was sie sagten, es machte mich nachdenklich.
Ich wollte nur schnell wegen dem 1. Mai schreiben, morgen werde ich
keine Zeit haben und dann hätte ich es verpasst. Mal sehen wie es
wird. Ich bin kein großer Tänzer aber es ist ja auch kein Ball sondern
mehr Richtung Scheunenball. Oh, "Ball", also doch? Egal, wenn es euch
nicht gefällt, schaut mir nicht zu.
Am Ende des Jahres habe ich dann wieder einen neuen Trend gestartet
und alle tanzen dann wie ich. Weil es cool ist weil es anders ist.
Shake it Baby, oh, daß darf ich nicht sagen, hatte mir mein Engel
verboten denn das durfte nur sie sagen, zu mir.
Etwas habe ich vergessen?
Oh ja, die Sommerreifen wurden auf meinem Wagen montiert. Wie immer
ist gerade auch das drumherum interessant. Ivie wollte wieder mit,
wer meinen Blog verfolgte wird wissen was es bedeutet. Ivie fand es
wieder interessant, wie die Leute auf uns reagieren. Dazu, ich bin
bestenfalls zweimal im Jahr dort, also kenne ich die Leute dort
nicht wirklich. Aber man, waren die alle freundlich zu uns. Lag
bestimmt am guten Wetter.
Ja, daß drumherum. Leute bringen ihre Reifen auf Felgen mit, lassen
die dann montieren und nehmen die anderen dann wieder mit. Ich weiß
nicht, wenn ich die doch sowieso zuhause lagere dann kann ich die
doch auch zuhause selbst montieren? Ja gut, die Kontrolle und evtl.
nachwuchten usw., weiß nicht ob die das bei den Reifen welche
mitgebracht werden auch machen. Bei mir steht es immer mit auf der
Rechnung incl. den Sensoren-Check usw. . Ich lasse die dort einlagern.
Wozu den Platz zuhause verschwenden, die Reifen ins Auto packen dann
dort hin fahren und später die Reifen wieder ausladen, wozu?
Früher habe ich die Reifen im Keller gelagert und den Wechsel selbst
gemacht. Seit Jahren, weiß garnicht wie lange schon, lasse ich es
machen. Es ist einfacher und die achten auch darauf, daß die Reifen
ok sind wenn sie die montieren. Einmal hatte ich ein Loch im Reifen,
sie sagten es dann und damit könne ich nicht fahren. Die Reifen waren
erst ein Jahr alt und ich ärgerte mich etwas. Das war direkt nach
meinem Umzug hier her. Das weiß ich noch weil ich dachte, ich hätte
mir die Schraube hier reingefahren. Ich hatte ja Handwerker usw.
im Haus und draussen sah es auch danach aus. Hätte also sein können
und ich dachte nur, ein toller neuer Anfang. Ich dachte wohl, es wäre
ein Zeichen, daß es falsch war umzuziehen und nun mein Leben den Bach
runter geht. Ach Gott, es war ein kleines Loch, sie konnten es direkt
repariern, wäre wie neu. Also was solls. Aber solche Sachen lassen
einen dann so etwas denken. Kann passieren, eine Schraube im Reifen.
Immerhin ist er nicht während der Fahrt geplatzt.
Aber zurück zu uns. Ist es nicht "komisch" wie solche Kleinigkeiten
eine Bedeutung bekommen können? Wie ein Ritual, welches wir zelebrieren?
Man macht einen Termin, fährt dann gemeinsam dort hin, wir wurden dann
auch gleich in die Werkstatt/Bühne gewunken und dann sitzt man dort
im Wartebereich und dann fährt man wieder. Schwer zu sagen warum es
für uns ein Ritual geworden ist. Wegen den Zusammenhängen im letzten
Jahr, aber welche Bedeutung es nun wirklich hat? Ivie "damals":
"Glaubst du die denken wir seien ein Paar?".
Die Symbolhaftigkeit von Kleinigkeiten. Da gehe ich jetzt garnicht
in die Vergangenheit, denn Ivie und ich haben dies auch.
ZB Waffeln, selbst gebackene Waffeln. Nichts besonderes, ist auch
kein großer Aufwand wie bei Kuchen oder gar Torten. Aber für uns
sind es nicht nur selbst gebackene Waffeln, es ist eines dieser
kleinen Symbole unseres Zusammenseins. Wie so oft ist nichtmal
wirklich klar warum, aber wenn wir zwei zusammen die Waffeln essen
dann ist da auch immer so ein bischen Glücklichsein dabei, gerade
dann, wenn wir sie alleine essen.
Es ist ja nicht immer nur Harmonie und manchmal liegt so eine negative
Spannung in der Luft. Dann mancht einer von uns Waffeln, stellt sie
noch warm auf den Tisch, zB im Wohnzimmer, und schon ändert sich die
Stimmung wieder ins positive. Man kann auch alles Mögliche auf Waffeln
machen, Erdbeermarmelade, Eis, Vanillesoße bis hin zu ausgefallenen
Cremes. Oder man ißt sie einfach so, mit jemandem besonderen.
Ja, woher kommt das? Ivie hatte nichtmal ein Waffeleisen. Ich hatte
eines aber mittlerweile haben wir ein neues und größeres. Keine
Ahnung wieso es so eine Bedeutung bekommen hat. Selbst ich kann
Waffeln backen, wie gesagt, nichts großartiges. Und doch hat es
eine solche Bedeutung bekommen. Ich war gemein zu ihr also backe
ich Waffeln und schon vergibt sie mir. Oh, jetzt, ja, deswegen.
Letztes Jahr, bevor wir in Urlaub gefahren sind. Es war eine sehr
intensive Zeit für uns. Ich schenkte Ivie nicht immer so viel
Aufmerksamkeit wie sie es verdient hatte. Das war mir auch klar,
sie war auch nicht sauer sondern wohl eher ... unsicher? Waffeln
backen, es lenkt ab und kann beruhigen, oder? Das Waffeleisen gibt
einen Takt vor und man wird ruhiger und gleichmässiger. Ich backte
Waffeln, einfach so, und am Abend saßen wir zusammen, nur sie und ich
und die Waffeln. Da war dann diese Harmonie zwischen uns. Evtl. war
es das?
Ablenkung, der Wal ist in seinem "Taxi" und fährt Richtung Atlantik.
In anderen Ländern rümpft man die Nase über die deutschen und ihren
Wal. Aber er wäre sowieso gestorben und so besteht noch eine Chance.
Wenn man helfen kann, dann sollte man auch. Zudem ist es ja auch eine
Herausforderung welche man dann annimmt. Nur so wächst man über sich
hinaus.
Es ist auch eine Belastung für ihn und man sollte trotz aller Euphorie
nie vergessen, es geht um ein Lebewesen und nicht um ein Ding. Auch ich
war nicht begeistert über diesen Rettungsversuch, da ich das Gefühl hatte,
daß sich die Leute nur profilieren wollten. Doch wenn der Wal jetzt doch
gerettet wird, dann ist das gut. Man will versuchen ihn zu anderen Walen
zu bringen, es wäre sicher eine gute Idee.
Und wenn er dann doch sterben sollte, dann dort wo er hin gehört.