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28092026


Sondermeldung. 

Wir waren am Sonntag in der Nachbarstadt auf der Kirmes. Schon am Samstag 
gab es da eine "Sichtung" durch uns, weshalb wir gleich wieder gingen. 
Doch am Sonntag sind wir wieder hin, ist nicht weit und es ist eben schon 
eine größere Kirmes. Ist es ein Rummel? Auf dem Rummelplatz aber es ist 
die Kirmes, wir sind eben in OWL. Es war ein Fest, die Geschäfte hatten 
geöffnet und noch mehr.

Der Grund am Samstag war eine Person. Die mickrige Kröte vom letzten Jahr.

Ich hatte das jetzt hier geschrieben gehabt, was passiert war. Wer diese 
verwarzte Kröte überhaupt ist und warum wir die Konfrontation nicht wollten. 
Aber ich habe es wieder gelöscht. Musste nicht sein. 
Es ging am Sonntag aber gut aus. Die schleimige Kröte ist dann davon 
gekrochen. Ich glaube, wir hätten ihn auch einfach ignorieren können. 
Er hätte es wohl nicht nochmal versucht Ivie körperlich, oder auch anders, 
anzugehen. Es wurde sich nur verbal ausgetauscht. Nein, er antwortete ja 
nichtmal weil die anderen Leute um uns herum alle zu ihm sahen.
Wenn eine erwachsene Frau, mit Jahren an Lebenserfahrung, euch wie ein 
kleines Mädchen ansieht, dann wisst ihr, sie hat Angst. Schon alleine 
deswegen sollte man so eine Kreatur in einen Teich voller Krokodile und 
anderes werfen. 

Und falls sich das jemand fragen sollte: Nein, ich mag diese stinkende 
Kröte nicht. Ich würde ihn nichtmal als Mensch bezeichnen. Ich habe 
gesehen, was er mit Ivie getan hat als wir sie gefunden hatten.
Ich würde freiwillig in die Hölle gehen nur um zu sehen wie dieses 
Stück ... im Höllenfeuer schmort. 

Ich habe meine Aggressionen nicht unter Kontrolle? Doch, habe ich. 
Sonst wäre es anders ausgegangen. Was die Hölle angeht, der Teufel 
findet die Idee so gut, er gab mir eine Besucherkarte. Ich wollte 
sie einscannen, damit ihr so etwas mal sehen könnt. Aber der Scanner 
ging dann in Flammen auf. 
Stellt euch vor, ihr seid tot und habt etwas auf das ihr euch freuen 
könnt. 

Nein, meine Engel habe ich nicht vergessen.
Sie kommen immer in meine Gedanken wenn ich von der Hölle oder so 
schreibe, oder daran denke, und bremsen mich ein. Sie sind nicht mehr 
hier und doch passen sie auf einen auf. 

Aber sie würden wollen, daß ich auf Ivie aufpasse und sie beschütze. 
Vielleicht waren sie es letztes Jahr welche dafür gesorgt hatten, daß 
er mit einer blutigen Nase am Boden liegt während ich nichts hatte und 
auch Ivie unbeschadet blieb. Doch, sie hatte blaue Flecken am Arm, wo 
er sie festhielt. Aber er hätte sicherlich noch schlimmeres getan.
Und auch am Sonntag passten sie bestimmt auf uns beide auf.
Und wer dann gewisse Gedanken hat, eine Aussage dazu: "Es ist ja nichts 
passiert, dann können wir auch nichts machen.". 

Was hätte passieren können? Ich glaube nichts. Er hätte evtl. versucht 
was zu sagen aber ich glaube nicht, daß er wieder handgreiflich geworden 
wäre. 

Den Nachrichten nach sollen übrigens ("hat am Sonntag wieder Zehntausende 
Menschen") viele dort gewesen sein. Es war wirklich was los und ich glaube 
nicht, daß er etwas versucht hätte.

Besonders sein Gesicht, als er uns sah. Ich glaube nicht wegen mir und 
unserem "Gespräch" sondern wohl weil er sah, daß Ivie und ich dort immer 
noch zusammen waren. Vielleicht bilde ich es mir ein, es war kein 
erschrockenes Gesicht, eher ein fragendes.

Er "wollte" sie ja "egal wie". 

Lassen wir das Thema, ich glaube ich hätte nichts sagen brauchen und wir 
wären einfach wieder auseinander gegangen. Ich glaube nicht, daß er es 
nochmal versucht hätte. Und wenn Ivie alleine gewesen wäre? Ich bin nicht 
sicher, aber ... wisst ihr wie Hundesch.... schmeckt? Ich auch nicht. Aber 
wenn er sich Ivie noch einmal nähert wird er es uns sagen können. Das weiß 
er. Und das habe nicht ich ihm angedroht, sondern jemand anderes.

Ja, lassen wir es. 

Ein langweiliges Leben, ich hätte es auch manchmal gerne. Ivie ist ja eher 
der "gemütlich zuhause Typ" und hin und wieder mal wo hin. Obwohl es gar 
nicht langweilig ist, mit ihr zuhause. 


Ach, hatte ich doch von den Unfällen am Donnerstag und Freitag und dem 
Verkehrschaos geschrieben gehabt. Heute Nachmittag stand ich schon wieder 
im Stau, oder Stop and Go Verkehr. Das war echt blöd. Ich fahre vom 
Firmengelände und dann direkt auf die Straße welche auch zur Autobahn 
führt. Und die Straße war schon zu. Ich dachte erst "man ist hier viel 
Verkehr", aber alles fuhr sehr langsam. Und es nahm kein Ende. 
Sollte ich erwähnen, eigentlich GROß GESCHRIEBEN: Jemand war so nett und 
lies mich dann rein. Wer weiß wie lange ich da sonst gestanden hätte. 
Irgendwann ist man weiter und hinter dem Kreisverkehr und plötzlich 
löst sich alles auf. Man fragt sich dann: Warum der Stau? Kein Unfall, 
keiner steht da im Weg. Aber, die Linksabbiegerspur, welche die Auffahrt 
auf die Autobahn ist, da standen sie alle und es gab Rückstau. Aber wir 
fuhren vorher auf einer Brücke über die Autobahn und von dort hat man eine 
gute Sicht in beide Richtungen auf die Autobahn. Da war nichts. Ja, da 
hatte ich ein großes Fragezeichen. 
Die Nachrichten klären auf, manchmal zumindest. Einige Kilometer vorher 
war ein Unfall auf der Autobahn, "ist ein Kleinlaster gegen eine 
Betonleitplanke gefahren. Der Lkw-Fahrer, der einen Moment nicht aufgepasst 
haben soll, wurde leicht verletzt. ... Wegen der Bergungsarbeiten ist die 
Autobahn 33 in Richtung Bielefeld voll gesperrt.". 
Und der ganze Verkehr natürlich über die Straße auf die die Werksausfahrt 
führt. Und ich da drin. Obwohl, hätte ich das Tor1 genommen, dann hätte ich 
mich ganz hinten anstellen müssen. 
Tor2 führt sehr nahe an die Autobahnauffahrt, wo ja die meisten hinwollten. 
So hatte ich nur einen kurzen Weg im Stau. Danke nochmal fürs reinlassen. 
Auch wenn die Person es hier nicht liest. Natürlich habe ich die Hand als 
Dank gehoben, sehr gut sichtbar auch. Ein Zeichen des Dankes zu zeigen 
ist ja wohl das mindeste. 

Kennt ihr solche Tage, der Tag ist ruckzuck vorbei und man macht alles 
mögliche und muß vieles fertig bekommen aber am Ende weiß man gar nicht, 
wo der Stress eigentlich herkam? Man ist dann zuhause und alles fühlt 
sich so ruhig und friedlich an, als ob die Zeit fast stillsteht. Und 
der ganze Stress von vorher fühlt sich an, als wäre er nie dagewesen. 

Ich möchte noch etwas aus der Firma nachtragen, bezüglich meiner letzten 
Beiträge. Es ist nicht von mir und ich hoffe ich darf es zitieren: 
"Wo Vielfalt willkommen ist, wächst nicht nur das Team – sondern auch 
der Mensch"


Wo ich schon dabei bin. In einem der letzten Beiträge hatte ich das Video 
wegen Mathe verlinkt. 
Es gibt ja viele solcher Videos und dann sind da die Leute, welche dann 
sagen: Die Leute sind nur zu dumm die Antwort zu finden. 
Oft ist nur jemand zu dumm die Frage korrekt zu stellen. 

Ich schrieb, und das ist nicht von mir sondern ich musste es mir auch 
anhören, dies: Wer ein korrektes Ergebnis haben will muß auch die korrekte 
Frage stellen.

Bleiben wir mal bei der Wissenschaft, die meisten Wissenschaftler können zB 
mathematische Gleichungen lösen. Man kann es natürlich auch einem Computer 
überlassen. Das ausrechnen ist nicht das schwierige oder das Problem. Die 
Formeln und Rechenwege aufzustellen ist das Problem. Deshalb muß man wissen, 
wo man mit der Rechnung denn hin will. Dazu muß man die Frage kennen welche 
die Basis für die Formeln ist. Die korrekte Frage, welche einen dann zum 
Ergebnis führt, zu finden ist das schwierige. Einfache Fragen führen oft 
nicht zum Ergebnis sondern zu weiteren Fragen. Dieser Mechanismus führt 
dazu, daß alles detaillierter hinterfragt wird bis man eine komplexe und 
umfangreiche Frage hat welche zu einem detailliertem und umfangreichen 
Ergebnis führen kann. 
Wissenschaft schafft nicht wissen, sie sucht Antworten. Doch die Antworten 
sind sinnlos ohne die passende Frage. 

"42", ich denke viele kennen es, die berühmte Zahl von Douglas Adams.
Die Antwort auf alles, die Antwort aller Antworten. Doch dummerweise 
kann niemand etwas damit anfangen, denn niemand weiß, wie eigentlich die 
Frage lautet. Die Antwort zu finden ging relativ schnell. Doch die Frage 
zu finden ist eine Herausforderung. 
Es ist ein Roman, deshalb war die Antwort vor der Frage da, keine Ahnung 
woher Deep Thought die Antwort hatte ohne zu wissen welchen Weg er gehen 
sollte um die Antwort zu finden.

Für mich aber ein gutes Beispiel, weil es viele kennen. Die Antwort ist 
nutzlos wenn man die Frage nicht kennt. Die Frage ist das komplizierteste 
daran. 
Ich zitiere mal Wikipedia: "Er fand nach siebeneinhalb Millionen Jahren 
Rechenzeit die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und allem."
"Für die Ausformulierung besagter Frage entwirft Deep Thought einen wiederum 
größten Computer im Universum, so groß, dass er oft mit einem Planeten 
verwechselt wurde, und nennt ihn „Erde“."

Immerhin wusste Deep Thought, daß nach ihm noch ein größerer Computer kommen 
würde, welcher dann die Frage sucht.

Das gefällt mir auch: "Die Bistr-O-Mathik ist ein Teilgebiet der Mathematik, 
das auf der Erkenntnis beruht, dass Zahlen innerhalb von Restaurants, 
insbesondere auf Kellnerrechnungsblöcken, vollkommen anderen Gesetzen folgen 
als Zahlen an allen anderen Orten."
Hintergründe zu Per Anhalter durch die Galaxis
Die Romane sollte man wirklich gelesen haben, man kann da so viel erkennen 
oder einfach über dies und das lachen. 
Das Schicksal des "Erfinders" des unendlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive ist 
wirklich tragisch. Ja, so ist es in der Wissenschaft. 
Die müssen da aber Partys gefeiert haben, wow.


So, das letzte Stichwort ist noch unbehandelt. Ivie wartet auch schon darauf. 
Aber sie weiß auch, im Moment ist viel los und ich bin Abends geschafft. 
Und das schlimmste kommt noch. Die Jahresabschlussarbeiten. Nein, keine Tests, 
Abschluss des Geschäftsjahres. Mit allem drum und dran. Meist will man alles 
bis Dezember fertig haben, dann hat man noch den Dezember für Nachbearbeiten, 
und zudem ist der Dezember ab seiner Mitte irgendwie schon in Weihnachts- und 
Sylvesterlaune. 

Zwei Monate hat man doch noch, also keinen Stress. Der Stress kommt erst noch. 

Irgendwie müsste ich jetzt ein Lied anbringen: 
Apropo spucken ... hat da jemand gelacht? Gut, lassen wir das.

Wisst ihr, was ich mich gerade frage? Wann mich das Finanzamt mal am Genick 
packt. Nein, ich bin ein ... nein, sonst lachen wieder alle. 

Ja, wenn die Mitarbeiterin, welche die Rechnungen und Buchhaltung macht, 
krank war, dann ... nein. Ich bin ein netter Chef, meistens. Aber eine 
zwei Monate alte Rechnung welche nicht gestellt und verschickt und eben 
auch nicht bezahlt wurde, wisst ihr was das ist? Genau das. 
Ich kann nur hoffen, daß die Buchhaltung ansonsten in Ordnung ist. 

Es wird bestimmt der letzte Eintrag in diesem Monat sein. 

Deshalb schließe ich jetzt ab.
Ein Musikvideo, den Text versteht hier niemand. Deshalb die deutsche 
Übersetzung. Ein interessanter Text. Ich habe das Lied nicht zufällig 
ausgewählt. 

Manche sagen: Ziehe einen Schlußstrich und fange neu an. Doch das Leben 
ist kein Video, welches man stoppt und dann ein neues startet. Es ist auch 
kein Videospiel, wo man wieder zurück gehen und es nochmal probieren kann. 
Im Leben baut alles aufeinander auf. Das eine ist die Basis, das Fundament, 
der Gegenwart. Man braucht mindestens zwei Punkte um eine Richtung bestimmen 
zu können. Wie wollt ihr in die Zukunft gehen, wenn ihr keine Vergangenheit 
habt? Was seid ihr, wer seid ihr? Ihr seid die Summe dessen, was war. 
Die Veränderung kommt nicht dadurch, daß man die Vergangenheit ignoriert, 
sie kommt dadurch, wie ihr in die Zukunft geht. Ignoriert die Vergangenheit 
und lernt nicht daraus, dann macht ihr die selben Fehler immer und immer 
wieder und ihr ändert nichts. Ihr ändert euch nicht. 

Bei dem Lied starten meine Gedanken bei meinem Engel. Aber am Ende des Liedes 
bin ich im Jetzt bei Ivie. Es gibt keine Trennung, nur die Zukunft. Wenn ich 
wieder lachen kann, dann dank Ivie.


Liebster

Abgesehen von den wirklich wertvollen Dingen
wenn ich alles andere wegwerfen könnte
wäre das großartig.
Denn die Realität ist einfach grausam.

Immer wenn ich mich so fühle,
schließe ich einfach die Augen,
und da bist du und lächelst.

Ah – bis zu dem Tag, an dem
ich in einen ewigen Schlaf falle,
wünsche ich mir, dass dieses Lächeln
niemals von deinem Gesicht weicht.

Vielleicht sind alle traurig,
auch wenn wir vergessliche Wesen sind
um der Dinge willen, die ich liebe,
um der Dinge willen, die mich lieben,
werde ich tun, was ich kann.

Ah – Damals, als wir uns zum ersten Mal begegneten,
war alles so unbeholfen.
Wir haben einen langen Weg zurückgelegt
und uns gegenseitig verletzt.

Ah – Bis zu dem Tag, an dem
ich in einen ewigen Schlaf falle,
wünsche ich mir, dass dieses Lächeln
niemals von deinem Gesicht weicht.

Ah – Damals, als wir uns zum ersten Mal begegneten,
war alles so unbeholfen.
Auch wenn wir einen langen Weg zurückgelegt haben,
sind wir endlich hier angekommen.