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28032026


Bei dem Video gerne mal bis zum Ende schauen. Viele sind so auf sich 
selbst fixiert, daß sie vergessen: Die anderen sind auch Menschen. 
Menschen so wie du, wie die welche du liebst. Deine Familie, wie deine 
Kinder. Man sollte auf die anderen genauso achten und sie respektieren 
wie die eigene Familie. Gerade zum Ende diese "Aktionen" wo Menschen 
nicht nur gefährdet werden sondern fast getötet. Wozu? Was gibt es 
diesen Menschen andere zu gefährden und sogar töten zu wollen? 
Fühlen die sich dann als die "Großen"? Die "Besseren"? Man sind die 
armselig. Ich fühle mich groß und stark wenn mich ein Kind anlächelt 
und nicht wenn ich ihm Leid zufüge. Etwas zu zerstören, zu töten, ist 
einfach. Man kann jemanden innerhalb von Sekunden töten, passiert leider 
überall immer wieder. Aber ein Kind auf die Welt bringen und es groß 
ziehen dauert lange und bedarf viel Kraft und Aufwand und auch Mut. 
Jeder von uns ist ein Kind von jemanden, egal wie alt die Menschen 
sind, sie sind auch Kinder. Selbst wenn sie eigene Kinder haben, sie 
bleiben trotzdem die Kinder ihrer eigenen Eltern. 
Aber so vielen Menschen da draußen sind andere egal, sie nehmen keine 
Rücksicht auf andere und haben keine Emphatie. Deren Kinder tun mir 
leid.

Menschen mit einem derartigem Charakter, kommen wir zu einem anderem 
Thema. 

Collien Fernandes und die Medien.

Ich weiß, ich werde mich jetzt bei einigen unbeliebt machen. Viele werden 
nur in Stichpunkten denken und glauben, ich wolle eine Schuldumkehr machen. 
Aber das will ich nicht. Aber mir geht es ums Thema und nicht um Propaganda.

Zunächst: Was er getan hat ist nicht zu entschuldigen. 
Das sich Frau Fernandes so fühlt ist nicht nur nachvollziehbar sondern 
auch ihr Recht als das Opfer dieser Taten. 

Mir, als Mann, würde es genauso gehen. Wenn ihr meint, ein Mann könne es 
nicht mitfühlen, glaubt mir, ich kann es. 
Das schlimme heutztage ist, man kann davor nicht weglaufen. Wenn die Bilder 
erstmal im Internet und auf den Festplatten einiger sind lassen sie sich 
nicht mehr löschen. Und das Internet ist überall, egal wohin man gehen 
würde, die Bilder wären auch dort verfügbar. Das ist das schlimme an dem 
Thema, das Opfer kann sich kaum wehren und muß wohl weiterhin damit leben, 
daß die Bilder überall sein können. 
Bei ihr geht es auch um die Aneignung ihrer Identität, der Mann nutzte nicht 
nur gefälschte Bilder von ihr sondern tat auch gegenüber anderen so als sei 
er sie. Die Leute glaubten also, sie selbst wäre es.
Sowohl logisch als auch menschlich aber auch moralisch ist so eine Tat zu 
verachten. Keine Liebe und kein Respekt gegenüber der Frau mit der man 
zusammen lebt, mehr muß man dazu wohl nicht sagen.

Es gibt aber Dinge welche mich stören. Zunächst gab es die letzten Tage 
eine Verurteilung zweier Jungendlicher wegen genau solcher Taten, sie 
haben Fakes von Mitschülern und Mitschülerinnen angefertigt und verteilt. 
Solche Taten sind nicht neu, im Gegenteil. In anderen Ländern gibt es 
bereits Gesetze die solche Taten hart bestrafen. 
Aber grade der Fall mit den zwei Teenagern zeigt: Die Empörung bezieht 
sich nicht auf die Tat sondern auf die Person Collien Fernandes. Wo 
waren denn die ganzen Menschen welche demonstrierten und aufschrien 
bei all den anderen Fällen? ZB bei dem Fall mit den zwei Teenagern, da 
ging es sogar um Kinder welche die Opfer waren. Wo war der Aufschrei? 
Wo waren die Medien? Achso, daß waren ja NoNames, für die interessierte 
sich niemand. 
Leute, IHR HABT GESCHWIEGEN und werft es anderen nun vor um euch als die 
Guten darzustellen. Was für einen Charakter habt ihr denn? 
Dann wird von den Männern gefordert, immer schön pauschal, als ob alle 
Männer so einen sche.... machen würden. Wenn es um Taten von Frauen geht 
wird jede Pauschalisierung abgelehnt aber plötzlich ist es kein Problem. 

Blos weil ich ein Mann bin werde ich angegriffen und pauschal vorverurteilt. 
Als ob ich zu einer kriminellen Vereinigung gehören würde welche Frauen 
quält und missbraucht. 
Dadurch fühle ich mich persönlich angegriffen. 

Ich stehe an der Seite der Opfer aber werfe allen diesen Propagandisten 
vor, daß zu tun was sie angeblich verurteilen: Anderen psychische Gewalt 
anzutun nur weil sie Männer sind. Psychische Gewalt gegen Menschen nur 
weil sie ein bestimmtes Geschlecht haben ist sexualisierte Gewalt! 
Wogegen demonstrierten die Frauen nochmal? 

Worum geht es diesen Menschen wirklich, wenn sie doch mit zweierlei 
Maß messen und ihren schlechten Charakter zeigen. Gegen etwas sein 
was man dann aber selber tut? Dazu muß man nichts mehr sagen, oder?

Auch Männer haben Emotionen und fühlen sich getroffen und niedergemacht. 
Frauen mögen es immer nur auf Sex und ihren Körper reduzieren aber 
Missbrauch ist viel weitergehend. Ihr benutzt zB mich um euch zu 
profilieren, ihr nehmt dabei keine Rücksicht auf mich und meine 
Gefühle. Selbst die Eskalation und körperliche Angriffe werden in 
Kauf genommen. Ihr missbraucht mich damit ihr euch besser fühlen 
könnt. Da hilft es auch nicht wenn ihr mich als Weichei darstellt oder 
andere Diffamierungen gegen mich nutzt.
Ich fühle mich zu unrecht angegriffen und vorverurteilt. Ich werde von 
diesen Menschen als etwas dargestellt, was ich nicht bin und was ich 
nie getan habe. Ich würde jeder Frau sofort helfen die Opfer solcher 
oder anderer Taten geworden ist. Trotzdem sind da diese Menschen welche 
vorgeben sich für Opfer und gegen psychische Gewalt einzusetzen welche 
aber mir und anderen Menschen genau dies antun. Es geht ihnen also nicht 
darum gegen psychische Gewalt zu sein, denn sie nutzen sie ja selbst. 
Es geht ihnen nicht um die Menschen, denn auf die nehmen sie keine 
Rücksicht. Geht es ihnen um die Opfer? Wo waren sie all die Jahre? War 
es ihnen da egal? Also geht es ihnen um die Opfer? Bisher wohl nicht 
und wenn andere Opfer solcher Gewalt werden scheint sie das auch nicht 
zu kümmern, es geht nur um ein spezielles Thema. Worum geht es diesen 
Menschen also? Sich zu profilieren? Sich über andere zu erheben? Da 
hilft es natürlich im Fahrwasser eines Namens wie Collien Fernandes 
zu fahren, mit den NoNames konnten sie das ja nicht.

Es gibt Forderungen an die Männer, an alle, ohne Rücksicht. 
Liebe Frau Collien Fernandes, und alle die anderen, haben sie sich mal 
die Frage gestellt, was SIE tun könnten um andere Frauen zu warnen? 
Was hätten sie anders machen können um die Situation zu vermeiden? 
Alle diese Fragen vermisse ich. Die Selbstanalyse der Frauen. Es wird 
nur von den Männern gefordert ohne das die Frauen auch mal sich selbst 
hinterfragen. Wo sind die "Warnungen" an die Frauen ihr Verhalten und 
ihre Ansichten mal zu hinterfragen und zu ändern? Warum gebt ihr Männern 
die euch lieben und respektieren würden einen Korb und nehmt lieben den 
Arsch... Typ welcher Rücksichtslos und Emphatielos ist? Es geht nicht 
um Schuld sondern um Verantwortung für sich selbst. Die Frauen fordern 
immer von den Männern etwas zu ändern aber wo ist die Aufforderung an 
die Frauen auch ihr eigenes Verhalten und Denken zu hinterfragen und 
evtl. zu ändern? Wenn ihr eigentlich nichts ändern wollt, euch selbst 
nicht ändern wollt, dann erwartet nicht, daß die Männer es für euch 
tun. 
Ihr wollt diese Männer, bevorzugt die Rücksichtslosen weil ihr glaubt 
die seien erfolgreicher. Ihr gebt diesen Leuten eine Plattform und 
gebt das Zeichen: Wir Frauen wollen solche Männer. 
Es war eure Entscheidung mit diesen Männern zusammen zu leben. Es war 
eure Verantwortumg. Beschwert euch nicht über die anderen Männer, 
beschwert euch darüber, daß IHR den falschen ausgesucht habt. 

Ihr wollt die Unterstützung der anderen Männer? Dann treten ihnen 
nicht zwischen die Beine und beschimpft sie, wenn sie doch nichts 
getan haben, und wundert euch dann wenn sie nicht neben euch stehen 
wollen. 
Es gibt viele Frauen welche keine Opfer solcher Gewalt wurden und 
einen Mann an ihrer Seite haben welcher sie ohne zu zögern schützen 
würde. Die meisten davon sind allerdings NoNames, sie dienen also 
nicht als Vorbilder, oder? Warum nicht? 

Ein weiterer Punkt, "digitale" Gewalt. Was für ein Sch.... soll das 
werden? Solche Schlagzeilen sind nicht nur dumm sondern gefährlich. 
Digital bedeutet Virtuell also nicht real. Merkt ihr was? 
Die Gewalt ist nicht digital, sie ist real. Hier in der realen Welt 
wurde die Gewalt verübt, nicht in der digitalen. Internet und Computer 
waren das Werkzeug und nicht die Ursache. Digitale Gewalt, sind dann 
die Gefühle der Opfer auch "nur" digital? Also garnicht real weil es 
ja digital ist und mit einem Knopfdruck ausschalten lässt? 

Warum will man es nicht beim Namen nennen? Psychische Gewalt, nicht 
digitale Gewalt. 
Eben typisch für Propaganda, man nutzt Stichworte welche bestimmte 
Reaktionen hervorrufen. Es geht darum die Menschen in eine bestimmte 
Richtung zu steuern. 
Die Gesellschaft und die Medien tuen sich schon immer schwer mit dem 
Thema psychische Gewalt. Deshalb verwundert es nicht, wenn dieses 
Wort vermieden wird und man stattdessen "digital" nutzt auch wenn es 
dumm ist. 
Physische, also körperliche, Gewalt ist für die Menschen einfach zu 
erfassen. Prügel, blaue Augen, gebrochene Knochen bis hin zum Mord, 
daß ist für die Menschen zu erfassen. Die Folgen der psychischen 
Gewalt ist für viele zu abstrakt denn sonst würden sie sich nicht 
so schwer mit der Akzeptanz solcher Gewalt tun. Oder liegt es daran, 
daß sie jeder immer wieder in verschiedener Form nutzt? Ermordet zu 
werden ist klar, jeder sieht die Täter- und Opferrolle. In den 
Selbstmord getrieben zu werden, da wird dem Opfer oft die Verantwortung 
gegeben, war eben zu "schwach". 
Die Freundin von mir, welche durch ihren Mann in den Tod getrieben 
wurde, sie war nicht schwach, sie war misshandelt und gebrochen. 

Es gibt so viele Formen von psychischer Gewalt und so viele Verletzungen 
und Narben bei vielen Menschen. Die wenigsten wollen zugeben, daß sie 
dieser Narben auf ihrer Seele haben, sie wollen nicht als Opfer und 
schwach wirken. Viele Menschen verdrängen aber merken dadurch nicht, 
daß diese Narben ihr Denken und Handeln beeinflusst. Frust, Angst und 
noch viel mehr könnte das Verhalten vieler Menschen und der Gesellschaft 
erklären. Doch die Menschen verdrängen lieber, sie wollen sich nicht als 
Opfer sehen und nicht zugeben, daß auch sie anderen Gewalt angetan haben.

Fakebilder von Frauen, aber auch Männern, gab es schon vor dem Internet 
in analoger Form. Es war nicht so einfach wie heute aber es gab sie 
schon immer. War es damals keine Tat, gab es keine Täter und Opfer weil 
es nicht digital war? Heute sind die Werkzeuge digital, die Tat war und 
ist aber psychische Gewalt gegen andere reale Menschen.

Psychische Gewalt kann das Leben eines Menschen noch stärker beeinflussen 
als physische Gewalt. Körperliche Schäden werden gesehen und behandelt, 
die seelischen oft ignoriert und ein lebenlang mitgeschleppt. 

Gewalt und Gesellschaft und der Tod, da gibt es noch ein Thema, die meisten 
werden es nicht mitbekommen haben.
»endlich gehen, aufhören zu leiden« und sich »endlich ausruhen«
Es ist in Spanien und die Gesetze sind dort anders als hier. 
Die deutschen Gesetze sind wieder typisch "ja, aber eigentlich doch nicht".
Selbstmord ist nicht strafbar, wie sollte man auch. Aber jemand, der es 
versucht hatte, kann leicht wegen Selbstgefährdung in eine "Einrichtung" 
kommen. Ja, man möchte dem Menschen helfen denn Selbstmord sollte keine 
Lösung sein. 
Leider vergisst man da die Menschen, welche keine wirkliche Chance auf 
ein gutes Leben haben. In Deutschland darf man jemanden helfen sein eigenes 
Leben zu beenden, aber nur passiv. Schon das bereitstellen der Mittel ist 
eine Grauzone. Ist ein Mensch nicht in der Lage zB eine Tablette selbst 
in die Hand zu nehmen und selbst in den Mund zu führen und zu schlucken, 
darf dies nicht durch jemand anderen erfolgen. Solchen Menschen wird das 
Recht auf Selbstbestimmung verweigert. Eine helfende Person findet sich 
dann leicht vor Gericht wieder. 

Der Fall aus den Nachrichten. 
Ich zitiere jetzt einfach mal aus dem Artikel:
"Die 25-jährige Noelia Castillo hat in einem Krankenhaus in Barcelona auf 
eigenen Wunsch und gegen den Willen ihrer Eltern eine tödliche Spritze 
erhalten. Die Katalanin hat eine Querschnittlähmung, die auf einen 
Suizidversuch nach sexuellen Übergriffen im Jahr 2022 zurückgeht. Der Fall 
sorgt in Spanien für heftige Debatten."

Das Leben einer jungen Frau wurde zerstört. Durch sie selbst? Nein, dies 
"sexuellen Übergriffen" klingt eher (zu) harmlos. Ihr wurde durch anderen 
etwas angetan, es war für sie so schlimm, daß sie ihr Leben beenden 
wollte. Das ist die Ursache dafür, daß ihr Leben zerstört wurde. 
Der Versuch ging schief, eine Gefahr welche viele nicht bedenken. 
Ihr Leben wurde nur noch schlimmer. 
Alle die jetzt sagen: Das ist kein Grund sein Leben zu beenden, es geht 
auch so weiter. Welche Erfahrung habt ihr? Wie kommt ihr auf so eine 
Aussage? Weil ihr jemanden kennt, der... ? Wie viele kennt ihr?
Weil ihr Geschichten gehört und gelesen habt wo "solche" Menschen 
trotzdem ein schönes Leben haben? Kennt ihr die Menschen? Sind sie 
wirklich immer so glücklich? Welche Voraussetzungen hatten sie, daß 
sie ihr Leben trotzdem(!) gut leben können? Glaubt ihr alle die 
anderen haben auch so viel Glück? In den Medien kommen bei solchen 
Themen meist nur die "Wohlfühl-Geschichten", denn die wollen die 
Leute lesen. Alle die vielen anderen, die werden "zugedeckt", die 
wollen die Menschen nicht sehen.

Ich schrieb es schon im Blog: Ich bin Schwerbehindert. Ich habe einen
Ausweis. Ich sitze aber nicht im Rollstuhl, ich gehe normal Arbeiten, 
fahre ein ganz normales Auto, kann zwar keinen 100m-Lauf aber ich gehe. 
Ich mache solche Sachen bewusster, zB gehen, ich achte auf meinen Weg 
"scanne" auf Stolperfallen oder anderes. Treppen komme ich hoch und 
auch wieder runter, aber eben auch bewusster. Immer Stufe für Stufe und 
nicht wie diese Angeber gleich zwei auf einmal. Ich kann und konnte 
also ein "normales" Leben führen, meine Wäsche zB in den Waschkeller 
bringen usw. . Trotzdem wurden mir immer wieder Steine in den Weg 
gelegt. Ob jetzt beruflich oder im menschlichem Miteinander, überall 
sind diese Menschen welche dich als "unwehrt" einstufen. Mobbing gab 
es immer, wobei es bei mir wohl nicht so schlimm war. 

Ich weiß, ich wurde gefragt ob ich nicht über meine Erfahrungen und 
meinen Weg bezüglich diesem Themas schreiben wollte. Ich schrieb mal, 
daß ich es evtl. tun werde. Aber es ist ehrlich gesagt nicht so einfach. 
Es geht nicht nur darum Ereignisse zu erzählen, es ist sehr emotional 
und niemand will gerne über seine Schwächen erzählen. Mann will sich 
stark fühlen und nicht als Opfer. Ich glaube "Normale" können es 
nicht wirklich nachfühlen was es bedeutet eine solche Last tragen 
zu müssen ohne auf eine Verbesserung hoffen zu können. Wenn einem 
dann noch andere Menschen abwertend behandeln, dann hilft das eben 
nicht wirklich.

Der Fall in Spanien, sie war jung und hätte noch viele Möglichkeiten 
haben können. Diese Gedanken hatten mich damals, als zB Jugendlicher, 
am Leben erhalten. Der Gedanke, nichts mehr zu fühlen, nicht mehr leiden 
zu müssen, er ist verlockend, besonders wenn das Leid und alles so 
groß und erdrückend ist. Es geht dabei nicht um Liebeskummer, welcher 
wieder vergeht, es geht um euer Leben, viele Jahrzehnte Leid und 
Abwertung und Ausgrenzung ohne die Hoffnung auf Besserung.

So leid es mir für die Eltern tut, ich fühle mit ihnen, aber ich kann 
ihre Tochter verstehen. 
Wäre es meine Tochter ich hätte sie auch davon abhalten wollen. Ich 
hätte alles getan um ihr zu helfen, ihr Leben zu erleichtern, Hilfsmittel 
und all das. Ihre Hand halten und wenn es sein muß für den Rest ihres 
Lebens sie beschützen und behüten als wäre sie immer eine kleine 
Tochter. Menschen die sie schlecht behandelt hätten, ich hätte denen 
in die Schn... gehauen und sie mit einem Tritt weit weg von ihr 
katapultiert.
Aber am Ende ist es ihr Leben. Sie in einen goldenen Käfig zu setzen 
ist evtl. nicht das was sie möchte. Auch wenn wir es wollen können wir 
nicht immer alles Leid und Schmerz von einem nehmen. 
Manchmal ist es ein Zeichen von Stärke sich einzugestehen das Leben nicht 
meistern zu können und nicht bereit zu sein es zu riskieren. 
Manche wollen nicht sterben aber andere wollen nicht so leben wie es für 
sie vorgesehen ist. Es ist nicht immer leicht es zu akzeptieren.

Ich kann die Entscheidung der Tochter verstehen, ich weiß was für ein 
hartes und ungerechtes Leben auf sie wartete. 
Die Eltern tun mir leid, der Schmerz und das Leid ging nun auf sie über. 
Ich weiß wie schmerzhaft es ist seine geliebte Tochter zu verlieren. 
Das sie es selbst so wollte und dann getan hat macht es sicherlich 
nicht einfacher für die Eltern. 

Aber es war ihr Leben und ihre Entscheidung, gönnt ihr den Frieden.

Ich weiß nicht ob ihr jetzt Tränen in den Augen habt, ich habe sie.

In manchen Religionen gilt auch der Selbstmord als Todsünde. Gott gab 
das Leben und nur Gott entscheidet über euren Tod. 
Ich sehe es anders. Gott gab dem Menschen Bewustsein und die Fähigkeit 
zu denken, die Fähigkeit der Selbsterkennung. 
Ich habe oft von Gläubigen dieses "Gott will dich testen" gehört. 
Aber Gott testet EUCH und nicht die leidende Person. 

Die Debatte in Spanien, es sollte nicht um de Sterbehilfe gehen. 
Warum fügt eine Gesellschaft von angeblichen intelligenten Wesen 
einer jungen Frau so etwas zu? Warum behandelte man sie so, daß 
sie sich das Leben nehmen wollte? 
Menschen welche Hilfe bräuchten, teilweise einfach nur euer 
Verhalten ihnen Gegenüber zu ändern würde schon viel helfen. 
Sie können mit euch nicht Skifahren oder eine Bergwanderung 
machen? Ja und? Sind sie es deshalb nicht wert geliebt und 
respektiert zu werden? Weil euch eure Freizeitaktivitäten 
wichtiger sind als der Mensch? 
Wer, bitte schön, ist denn da "Eingeschränkt"? 
Menschen wollen nicht, weil es ihnen unbequem ist. 

Nicht die junge Frau ist in der Hölle, weil sie das Leid nicht 
ertragen wollte. Ihr, welche anderen dieses Leid aus Selbstzweck 
antut, landet in der Hölle. Denn ihr habt Gottes Prüfung nicht 
bestanden. Die junge Frau und alle die anderen, sie waren Gottes 
Gehilfen und sie werden von Gott dafür entlohnt werden, daß er 
ihnen diese Rolle abverlangte.

"Gott testet dich.", nein, er testet euch.

Ich bin selbst Schwerbehindert und habe die abwertende Behandlung 
durch andere erfahren. 

Aber ich bin nicht ohne Schuld. Ich habe es sehr lange verdrängt. 
Ich habe es verleugnet und mich von anderen, denen es so ging 
wie mir, fehrngehalten. Ich hätte wissen müssen, wie es ihnen 
ergeht, ich hätte es selbst fühlen müssen. Doch ich wollte mich 
nicht mit ihnen befassen, ich wollte nicht dazu gehören. 
Tatsächlich war es nicht einfach, ich war zu "normal" um zu der 
Gruppe zu gehören aber ich war nicht "normal" genug um von den 
Normalen akzeptiert zu werden. 

Die Normalen sind egoistisch und rücksichtslos, denken nur an sich 
und ihr eigenes Wohlergehen, koste es was es wolle. 

Ich hätte meine Situation nutzen sollen um den schwächeren helfen 
zu können. Ich selbst hatte es nicht leicht aber es gab viele viele 
andere welche es noch viel schwerer hatten. Aus Selbstschutz, nein, 
aus Selbstsucht habe ich sie ignoriert. 

Bloß weil mir die anderen oft ihren schlechten Charakter zeigten 
und ihre Fassade fallen liesen, rechtfertigt es nicht mein eigenes 
Verhalten. 

Die Verantwortung für den Tod einer 25-jährigen und alle die anderen, 
die trage auch ich.

Ich selbst bin kein Befürworter dafür sein Leben zu beenden. Ich selbst 
habe aber oft daran gedacht. Wenn man solche Gedanken hat und auch schon 
die Durchführung plant und vorbereitet, dann geht es nicht darum, daß 
man mal schlechte Zeiten durchlebt. Ich tat es nicht, stimmt. Ich wollte 
meine Mutter nicht enttäuschen. Zudem fühlte es sich für mich wie aufgeben 
an, als ob die anderen dann gewonnen hätten. Diese Genugtuung wollte ich 
ihnen nicht geben. Mit der Zeit wurde es eher etwas positives. Sein Leben 
zu beenden war ein endgültiger Schritt den ich durchaus gewillt war zu gehen.
Ich hatte keine Angst davor, ich hätte es jederzeit tun können. Also was 
hatte ich zu verlieren, wenn ich noch warte? Klingt blöd? Ist es evtl. auch. 
Vielleicht wenn Herz und Emotionen mit dem Verstand kämpfen dann versucht 
der Verstand mit Logik dagegen zu halten? Hatte der Verstand recht? Könnte 
man meinen. Wenn ich es damals doch getan hätte wäre mir viel Leid und 
Schmerz erspart geblieben. Ich hätte mich nicht derart abrackern müssen 
und mich von anderen nicht derart behandeln lassen müssen. Aber von nichts 
kommt nichts. 

Die junge Frau, sie hat sich nicht spontan dazu entschieden. Sie ging einen 
langen Weg um ihren Wunsch dann umzusetzen. So etwas tut man nicht aus einer 
Laune heraus. In all der Zeit gab es nichts und niemanden der ihre Meinung 
ändern konnte. Das macht mich traurig. Die Eltern gingen vor Gerichte, um 
ihre Tochter daran zu hindern. Geht es nur mir so? Wenn da jemand gewesen 
wäre, der sie liebt, sie hätte evtl. einen Grund gehabt zu bleiben.

In der Mitte des letzten Jahres kontaktierte mich jemand bezüglich meines 
Blogs. Ich werde keine Details nennen. Es war die erste Mail die ich wegen 
des Blogs bekam. Die Mutter eines Mädchens fragte mich ob ich mit ihrer 
Tochter reden könnte. Sie ist noch jung, noch keine 20. 
Sie sitzt seit zwei Jahren im Rollstuhl. 
Ihre Eltern hatten die Hoffnung, daß jemand wie ich ihrer Tochter Mut machen 
könnte. Ich war mir nicht sicher, ich hielt mich nicht für den richtigen. 
Ich bin kein Therapeut oder irgendwas in der Richtung. 
Ihre Tochter kannte ebenfalls meinen Blog, was ich gerade am Anfang des 
Jahres schrieb. Sie wollte gerne mit mir reden, also tat ich es. 
Ich hatte Angst davor, wusste nicht was ich ihr sagen soll. 
Sie hatte weniger Angst, wir sprachen über mich und mein Leben und wie 
es dann bei ihr aussehen könnte. Also kein Therapiegespräch, eher ein 
ehrlicher Austausch zwischen zwei Menschen. Andere sagten ihr, sie solle 
nur positiv in die Zukunft schauen und positiv denken, dann würde alles 
gut. Ich sagte ihr, daß sei Quatsch. Wenn eine Lawine auf dich zurollt 
nützt dir das beste positive Denken nichts, sie wird dich unter sich 
begraben. Positiv denken und alles wird gut, so einfach wird es nicht 
sein. 
Ich habe für mich einen Spruch, ja, eigentlich mehrer, aber den hier: 
Hoffe das beste aber erwarte das schlimmste. 
Enttäuscht zu werden kann einem viel Energie nehmen. In meinem Leben 
habe ich es öfter erfahren müssen. Erwarte das schlimmste, bereite dich 
darauf vor, dann wirst du nie enttäuscht. 
Bei dem Gespräch sagte ich ihr, sie wird mehr leisten müssen, sie wird 
mehr tun müssen und trotzdem nicht die selbe Akzeptanz bekommen wie andere. 
Egal wie sehr sie sich anstrengen wird, sie wird nie ein Leben wie die 
anderen führen können. 
Es gibt immer Leute die sagen, sie hätten es schwer und alles. Leute die 
keine Einschränkungen haben, die alles machen könnten. Sie können irgendwo 
hingehen ohne auf barrierefreie Zugänge angewiesen zu sein. Sie könnten 
auf Berge steigen und auch jeden Job annehmen, sei es auch nur Kisten 
zu stapeln. Trotzdem denken sie, sie hätten es schwer.
Jemand wie sie wird viele Möglichkeiten nicht haben, sie wird es tatsächlich 
schwer haben, daß lässt sich nicht durch positives Denken und Glitzer 
verbergen. Es werden reale Hindernisse sein, auch im sozialem Miteinander.
Ich machte damals den Fehler, so sein zu wollen wie die anderen. Ihnen 
nach zu eifern und sie zu kopieren. Ich dachte, wenn ich mir Mühe gebe 
und so bin wie sie, würden sie mich akzeptieren. Ich irrte mich. Sie 
lachten wohl über mich und nutzen es aus aber ich gehörte nie dazu. 
Es dauerte lange und ich musste viel einstecken bis ich an dem Punkt war: 
Ihr könnt mich alle mal, gerne auch kreuzweise. 
Aus ihrer Sicht war ich ganz "unten", war es nicht wert. 
Ich war dann einfach nur noch ich. Der dumme welcher dann besser war als 
die anderen. Der welcher nichts kann und dann karriere machte. Sie wollten 
mich opfern und ich machte Gewinn daraus. Die anderen waren dumm und schlecht, 
nur durch ihre soziale Integration hatten sie ein Leben. Ihnen nach zu eifern 
war einfach dumm. Ich hatte keine soziale Anerkennung, ich hatte andere Stärken. 
Ich machte dann die Dinge auf meine Art und nicht wie die. 

Dem Mädchen sagte ich, Freundschaft und Liebe wird in ihrem Leben sehr selten 
sein und deshalb etwas sehr wertvolles werden. 
Für die anderen sieht das anders aus, die finden "Freunde" und "Liebe" an jeder 
Ecke, für die hat es keine Bedeutung. 
Doch ihr Leben wird anders aussehen, sie solle nicht versuchen wie die anderen 
zu sein, daß wird sie nie sein können. Sie solle sich auf ihr Leben und ihre 
Stärken konzentrieren. Andere Menschen werden auf sie zukommen und ihr sagen 
was sie tun soll. Höre ihnen zu aber entscheide nach deinen eigenen Erfahrungen, 
die haben keine Ahnung über dich und dein Leben. Viele werden es nicht ernst 
mit ihr meinen, nur Spielchen mit ihr treiben. Doch die wenigen welche es 
ernst mit ihr meinen, welche sie repsektieren, die werden ganz besondere 
Menschen sein, sie werden anders als die anderen sein, wertvoll sein, weil sie 
selten sind. 

Es wird Grenzen für sie geben, doch Grenzen sind nicht das Ende, nur ein 
Hindernis welches überwunden werden will. Man wird es nicht immer schaffen, 
aber es wird nicht das Ende sein. 

Mir wurde oft gesagt, du kannst dies nicht und die anderen aber nicht du. 
All solche Dinge, hört nicht auf sie. Ihr wisst was ihr euch zutrauen 
könnt, ihr müsst eure Grenzen austesten und festlegen, nicht die. 
Die wollen euch nur in der Rolle sehen welche die für euch vorsehen. 
Die meisten werden nicht akzeptieren, daß ihr einen eigenen Willen und 
andere Pläne habt, denn für die seid ihr ja unfähig und hilfsbedürftig. 
Zeigt ihnen, daß sie unrecht haben. 

Ihr werdet mehr leisten müssen, ihr werdet mehr kämpfen müssen und ihr 
werdet mehr leiden müssen als Normale, nur um überhaupt leben zu können. 
Lasst euch nicht von denen welche ihr gutes Leben teilweise vom Leben 
geschenkt bekommen haben herunter ziehen, seid Stolz auf das was ihr 
euch hart erkämpft habt, wofür ihr leiden musstet und mehr geben musstet 
als andere. 

Der Tod, er ist so eine einfache Lösung für all das Leid das euch angetan 
wurde und wird, doch solange ihr noch könnt: Kämpft. Das ist mehr als so 
mancher Normale imstande ist. Lasst die anderen nicht gewinnen welche 
dann wohl noch blöde Sprüche über euren Tod machen, solche sind eben 
eingeschränkt, nicht ihr.

Grenzen schränken uns ein und doch gibt es unendlich viele Möglichkeiten. 

Bei meinem Studium schrieb ich meine Arbeit über Zeit. 

Das Universum ist unendlich, viele verstehen das falsch. Sie denken in 
drei Dimensionen und sehen nur den Raum. Doch das Universum besteht aus 
und in der Raumzeit, Einsteins Theorien haben immer wieder Bestätigung 
erfahren. Der Raum, er ist begrenzt. Uni-versum, Einzigartige, Gesamtheit 
und universal, doch nicht ewig oder unendlich. Unser Lebensraum, unser 
Universum, es ist begrenzt im Raum und auch in der Dauer der Existenz. 
Die Zeit an sich macht es unendlich, sie verwischt räumliche Grenzen. 
Die eine Grenze können wir sehen, die Hintergrundstrahlung. Die andere 
sehen wir nicht, da sie noch nicht erreicht wurde.

Ein begrenztes Universum und doch sehen wir in ihm die Unendlichkeit der 
Möglichkeiten weil es alles was wir kennen beinhaltet. 
Denkt mal darüber nach.

Um mal eine alte Weisheit zu zitieren: "Ob du lebst oder nicht ändert 
nicht die Welt. Also warum nicht weiterleben? Der Tod kommt schon ganz 
von selbst, nimm ihm nicht die Arbeit ab."