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27092026



Und weiter geht es. 

Zunächst, ich habe Unterlagen digitalisiert vorliegen. Ich mag es Unterlagen 
in digitaler Form schnell im Zugriff zu haben. Manche Dinge digitalisiere ich 
und werfe das Original weg. Kein Grund das Zeug länger aufzuheben und ich habe 
in meinem Archiv die Möglichkeit es nachzuverfolgen. Andere Unterlagen sind 
wichtig, da behält man die Originale in einem Ordner irgendwo in der Ecke.
Ich habe da ein Dokument welches ich heute nutzen werde. Aber dazu später.

Ich bin auch noch hin und wieder bei den Bildern aus der Sammlung meiner 
Mutter dabei. Allerdings nur mal hier und da. Ihr Todestag nähert sich. 
Mal sehen.
Ihre Bilder von mir, ich schrieb es schon mal, zeigen einen Jungen der immer 
lächelt. Doch, fast immer, während die Geschwister es nicht taten. 
Ich weiß, daß auf den Photos bin ich. Aber trotzdem fühlt es sich an als 
wäre das jemand anderes. Es sind nicht viele Bilder, daß schrieb ich auch 
schon mal. Wenn ich die Bilder von diesem Kind, von mir, sehe dann fühle 
ich da diese "Energie" welche das Kind wohl hatte. 

Darum soll es aber jetzt nicht gehen.

Im Frühjahr bekam ich eine Mail von jemandem. Seitdem haben wir uns auch 
ein wenig ausgetauscht. Mit ca 21 Jahren hatte er einen Unfall und verlor 
im Grunde sein bisheriges Leben. Seine Freunde, seine Freundin, die Arbeit, 
das glückliche und unbeschwerte Leben welches er bis dahin hatte. Das ist 
jetzt schon ein paar Jahre her, er hat neuen Halt gefunden. Aber so ein 
Leben wie früher eben nicht. Ich hatte in meinem Blog hier und da mal das 
Thema aufgegriffen, auch das ich auch gerne die Möglichkeit gehabt hätte 
mir vorher eine Basis, ein Fundament, zu "bauen". Die Möglichkeit hatte 
ich nicht. Ich hatte keine Kindheit wo ich alles hätte tun können, wo 
niemand mich wegen meines Körpers ausgrenzt. 
Meine Kindheit war durch die Einschränkungen geprägt und wir hatten auch 
nicht die Mittel es zu kompensieren. Keine Abenteuerurlaube, keine 
Sportvereine, keine Freunde mit denen man um die Ecken zog, nichts davon. 
Dafür die Ausgrenzung "das kannst du doch nicht", "du passt nicht zu uns" 
und die Therapien damit es nicht schlimmer wird. Ich war Einzelgänger und 
Einzelkämpfer, nicht weil ich es wollte sondern weil ich keine große Wahl 
hatte. 

Für viele ist das "normale" Leben selbstverständlich. Für mich war es das 
nicht. Und dann gibt es Schicksalsschläge welche auch anderen zeigen, es 
ist eben nicht selbstverständlich. Ich wünsche es niemandem aber ich habe 
es bei anderen schon mitbekommen. Man fällt beim Aufsteigen mit dem Fahrrad 
und fällt mit dem Kopf auf die Pflastersteine. Danach ist nichts mehr so wie 
es davor war. Ein Motorradunfall und man rollt ab da nur noch auf vier Rädern 
durch die Welt. Es gibt Krankheiten, da geht es langsamer aber das Ergebnis 
ist dann das selbe. 

Manche schaffen es nicht aus diesem Sumpf heraus zu kommen. Sie haben kein 
Leben wie es andere haben können. Familie und Job sind dann schnell sehr 
weit außer Reichweite.

Ich bin seit Kindheit damit gestraft. Alleine das Wort "gestraft" ist wertend. 
Andere mögen es nicht, wenn man es so sieht. Ich nehme mir das Recht heraus, 
als Betroffener, für mich darüber zu entscheiden wie ich es sehe.

Es gibt Leute die meinen, man solle sich als etwas besonderes sehen und Stolz 
darauf sein weil man alle diese zusätzlichen Herausforderungen angenommen hat. 
Und eben alle diese Sprüche und Co. .
Entschuldigung, aber: Nein.
Ich habe es mir nicht ausgesucht, keiner von uns welcher in so einer Situation 
ist ist es freiwillig. Ich wollte nicht stark sein, ich wollte nicht mehr 
leisten müssen und mehr ertragen müssen nur um annähernd so ein Leben wie 
die anderen führen zu können, anderen, welchen aus meiner Sicht vieles einfach 
in den Schoß gefallen ist. Weshalb sollte ich oder andere darüber glücklich 
oder froh sein? Warum sollten wir uns deshalb gut fühlen? 

Ich wurde angeschrieben weil ich zB Meldungen in der Presse zu dem Thema 
aufgegriffen habe und eben das Bild der Presse in Frage stellte. Für die 
Menschen da draußen wird das Bild gezeigt, wenn man im Rollstuhl landet kann 
man trotzdem erfolgreich sein. Alle fühlen sich dann gut und alles geht weiter 
wie bisher. Keiner hinterfragt die Geschichten. ZB die Familie mit Kindern, war 
die schon vor dem Unfall da? Meistens ja. Oftmals sind es auch Leute welche 
bereits einen guten Job hatten, Studiert usw., bevor sie im Rollstuhl landeten. 
Da ist es einfach, die vorhanden Ressourcen und alles andere nutzen zu können 
welche bereits vorher aufgebaut werden konnten. Hätten diese Leute die auch, 
wenn die Person schon immer im Rollstuhl gesessen hätte? Was meint ihr?

Wenn man zB mit 20 oder 21 im Rollstuhl landet, dann verliert man sein 
vorheriges Leben. Man fängt fast von vorne an, beruflich aber auch sozial. 
Letzter Punkt ist sicherlich sehr variabel und beruflich ist dann auch oft 
jedes mal anders. Aber die wenigsten Arbeitgeber haben barrierefreie 
Arbeitsplätze. Zudem können andere ihren Beruf dann nicht mehr ausführen. 

Ich komme jetzt mal langsam zu mir, zu damals. Ich hatte demjenigen gesagt, 
daß ich es in den Blog nehmen werde. 

Ich möchte nochmal betonen: Ich sitze nicht im Rollstuhl, ich kann gehen und 
auch Treppen steigen, sogar wieder heile herunter. Ich hatte eine handwerkliche 
Ausbildung gemacht, ich fahre normal Auto und das alles. Ihr kennt meinen Blog.
Es gibt viele Menschen denen es schlimmer geht als mir, welche es noch schwerer 
haben als ich. So blöde es auch klingt, aber es gibt einem manchmal so einen 
Schwung, zu wissen, daß es anderen noch schlechter ergeht als mir.
Ich mag viel erreicht haben, aber nichts davon wurde mir geschenkt. Wirklich 
nichts. Trotzdem erscheint es mir nicht als Erfolg.

Schule, Uni, Büroarbeitsplätze, alles doch perfekt für Leute zB im Rollstuhl 
oder mit Einschränkungen. Wie sieht es in der Realität aus? 
Heutzutage gibt es andere Gesetze und doch sind zB Schulen und Unis immer noch 
selten barrierefrei. Und Arbeitsplätze, für viele Arbeitgeber ist 
Barrierefreiheit ein Fremdwort oder doch eher ein Reizwort. 

Es gibt Menschen welche sich über "bei gleicher Eignung bevorzugt einzustellen" 
aufregen und sich benachteiligt fühlen. Glaubt mir, die gibt es, ich hatte 
schon mit solchen zu tun. Dazu sage ich dann immer nur zwei Dinge: Willst du 
tauschen? Wirklich? Und wie sieht es in der Realität aus?

Damals wurde es zB mir noch direkt ins Gesicht gesagt, daß ich wegen der 
Einschränkung den Job nicht bekommen werde. Es interessierte nicht welche 
Einschränkung es ist und ob es überhaupt Auswirkungen auf den Job hat, sowas 
wollten die nicht wissen. Man wurde sofort aussortiert, egal wie gut du vorher 
warst. 
Heute traut sich das niemand mehr, es offen zu sagen. Aber aussortiert wird 
trotzdem. Das Stichwort "Behindert" reicht bei den meisten aus um die Schublade 
der Vorurteile aufzureißen. 

Ich werde Bilder von einem Dokument einstellen, welches damals vor meinem 
Studium erstellt wurde. Für die welche sich fragen, warum es dieses Dokument 
gibt, weil es nicht Standard war und ist: Es war wegen meiner Einschränkung. 
Es war aber keine Sonderbehandlung, zumindest nicht im positivem Sinne, es 
ging nicht darum einen extra Platz zu bekommen, also im Grunde als Geschenk.
Es war eher das Gegenteil.

Es gab Bedenken bezüglich meiner Fähigkeit ein solches Studium/Ausbildung 
überhaupt schaffen zu können. Es ging dabei um die körperliche Fähigkeit 
und die Belastbarkeit und meine Fähigkeiten. Man zweifelte daran.

Für mich war es positiv diesen zusätzlichen Test machen zu können. Denn 
sie hatten mich damals nicht einfach aussortiert nur weil sie wegen meiner 
körperlichen Einschränkungen bedenken hatten. Normale mussten diesen Test 
nicht machen, stimmt. Ich musste eben zusätzlich zeigen, daß ich es kann. 
Wie so oft muß man mehr machen und leisten um wie alle anderen behandelt 
zu werden. 
Trotzdem war es ok, sie gaben mir die Chance und ich ergriff sie. 
Es kostete mich auch nichts, nur die Zeit und die Mühe. 

Man könnte es auch so sehen, ich hatte mir diese Chance verdient, weil ich 
wohl bei dem normalen Eignungstest gute Werte erreichte. 
Ich schrieb schon mal, es war eine Herausforderung. Nicht nur, daß ich nicht 
die Schulbildung hatte, welche andere hatten, ich war auch schon seit ein 
paar Jahren aus der Schule heraus. Gut, die Berufsschule war damals über 
zwei Jahre her. Ich hatte mich vorbereitet, alles noch mal aufgefrischt und 
noch zusätzlich gelernt. 
Ich hatte im Grunde nur die wirklich minimalste Voraussetzung um überhaupt 
zu so einem Studium zugelassen zu werden. Die Schulabschlüsse, die Ausbildung 
und die Berufserfahrung waren meine Qualifikation. Sicher kein Garant auch 
aufgenommen zu werden. 

Bevor ich zu dem Dokument komme, folgendes. Die Schule, dafür mussten wir 
schon am Anfang kämpfen. Man wollte mich nicht auf die normale Grundschule 
lassen, ich sollte "abgeschoben" werden. Im Grunde kämpfte meine Mutter an 
der "Front" damit ich überhaupt die Chance bekomme in eine Schule gehen zu 
können. Doch auch als kleines Kind bekommt man es mit, wie die Menschen da 
über einen denken. Es ist nicht schön derart behandelt zu werden, wie 
Ausschuss. Als die Chance da war lag es natürlich an mir meine Mutter nicht 
zu enttäuschen und die Chance zu nutzen. Den Druck, dann auch die Leistung 
zu bringen welche die anderen überzeugte, den hatte ich. Meine Mutter oder 
andere konnten da auch nicht helfen, ich musste es tun. Viele denken immer, 
Menschen wie ich werden bevorzugt behandelt, Mitleid und so. Nein, eben nicht.
Damals war mir nicht nur klar sondern es wurde auch gesagt und gezeigt, man 
beobachtete mich ganz genau und bei dem geringsten Zweifel, ein Fehler von 
mir, würde man es nutzen und mich von der Schule nehmen. 
Ich zeigte es ihnen. Auch wenn sie mich kaum akzeptierten.

Dann der Wechsel von der Grundschule zur nächsten. Ich weiß noch, weil ich 
enttäuscht war, daß man mich nicht auf die Realschule lassen wollte. Nicht 
weil ich schlecht in der Schule war, sondern aus "sozialen Gesichtspunkten". 

Dann gibt, oder gab, es zB die Befreiung vom Sportunterricht. Ich weiß jetzt 
nicht wann genau die erfolgte, ich nahm bis zu den letzten Jahren am Sport 
teil. Ich schaue jetzt auch nicht nach, ab wann es die Note bei mir nicht 
mehr gab. Der Punkt war, es wurde benotet und ich hatte eben schlechte 
Noten im Sport. In Hinblick zum Schulabschluss und dem Notenschnitt gab es 
dann Diskussionen. Egal wie sehr ich mich auch angestrengt hätte, ich hätte 
meine Note nicht verbessern können. Ich hätte zB nie den 100m-Lauf in guter 
Zeit hinbekommen, ich war ja froh überhaupt das Ziel zu erreichen. "Sei froh, 
daß du überhaupt laufen kannst" war mal eine Aussage eines Arztes, noch 
Fragen? Es wurde dann bei einer Schulkonferenz, oder so, eingebracht. Die 
Lehrer, die Ärzte und die Eltern, also meine Mutter, befürworteten die 
Befreiung weil es sonst unfair mir gegenüber wäre. Ich weiß, es gab auch 
andere welche nicht den Stempel "Behindert" hatten aber eben auch nicht 
die Höchstleistungen für gute Noten erbringen konnten. 
Aber die andere Seite davon, man gehörte nicht mehr dazu. Zumindest in 
den Stunden nicht. Die gingen zum Sport und unterhielten sich auch mal 
darüber was dort war. Und ich saß beim Hausmeister. So etwas ist nicht 
gut für ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Ja, ich lernte den Hausmeister 
besser kennen. Er schloss mir dann auch später mal den Computerraum auf 
so das ich dort dann was machen konnte. Der letzte Schultag, wir wollten 
die Nacht zum letzten Schultag hinter der Schule auf der Wiese verbringen. 
Das war so eine Art Tradition. Im Jahr davor hatten die Abschlussklassen 
aber Ärger gemacht. Die hatten wohl ihren ganzen Müll zurückgelassen. 
Der Hausmeister sagte also Nein. Die schickten dann Ursula und mich um 
den Hausmeister zu überreden. Er sagte dann Ja.
Ich wollte gar nicht dort über Nacht bleiben. Die Nacht ist nochmal so 
eine Geschichte. Mein Bruder und so. Ich saß dann früh Morgens bei uns 
zuhause mit einem Mädchen am Küchentisch. Wir haben nur gefrühstückt 
und nicht "gefrühstückt". Die Brötchen für alle hatten wir mitgebracht.
Die Hintertür der Bäckerei, die backten damals selbst, kannte ja fast 
jeder. Der Verkaufsladen war noch zu aber an der Hintertür wurden auch 
Geschäfte gemacht.

Ich schloss die Hauptschule mit der 10B, also mit einem leicht höheren 
Abschluss ab. Mit Qualifikation, wie es damals hieß. Ich schloss auch mit 
einem sehr guten Notenschnitt von 1,8 ab. 
Die höhere Handelsschule stand mir offen und das nutze ich dann auch. Eine 
weitere kleine Erhöhung meines Abschlusses. 
Die Ausbildung war ein Abenteuer für sich, nicht das was ich machen wollte 
aber ich schloss auch mit guten Noten ab. Mein IHK-Dings hat die Note Zwei 
vermerkt, mein Abschlusszeugnis der Berufsschule hatte nur Einsen und Zweien. 
Dann fand ich eine Arbeit, welche mir die passende Berufserfahrung gab. 

Als ich es dann dort mit dem Studium versuchen wollte, hatte ich keine große 
Hoffnung. Mit meiner Qualifikation und meinem Werdegang hatte ich wohl kaum 
eine Chance gegen alle die anderen. 

Wer jetzt denkt, ich wurde aus Mitleid aufgenommen, der sollte sich das 
Dokument ansehen. Sie hätten mich nicht genommen wenn ich nur Durchschnitt 
gewesen wäre. Das klingt jetzt überheblich und voller Eigenlob, mag sein. 
Aber ich hatte und habe das Dokument damals nicht geschrieben. 
Hätte es keine positive Prognose für mich gegeben, sie hätten ihre Bedenken 
bestätigt gesehen und einfach jemand anderen genommen.

Es ist auch lange her und es lässt sich nicht auf heute übertragen.
Ich wollte nur zeigen wie mein Weg so grob aussah. 
Nichts ist selbstverständlich, auch nicht die Schulbildung oder irgendeine 
Bevorzugung. Viele Menschen legen einem Steine in den Weg, auch weil sie nur 
an ihre eigenen Vorteile denken. 
Rücksicht und Mitleid ist selten und bringt niemandem voran. 
Man muß mehr leisten und mehr Hürden überwinden. Und manchmal bekommt man 
die Chance welche man kaum als erreichbar sah. Viele Menschen lehnen einen 
ab und machen es einem schwer. Doch hier und da sind welche, welche ihren 
Bedenken doch lieber erst weitere Informationen entgegen stellen wollen 
bevor sie entscheiden. 

Für mich war es damals die Chance, daß nicht einfach nach Aktenlage 
aussortiert wurde. Ich machte die Eignungstests. Dann gab man mir die 
Chance einer genaueren Testreihe. Zwei Tage dauerte es, inkl. praktischer 
Projekte im Elektronikbereich. Theorie war Schwerpunkt aber das 
Studium/Ausbildung war Praxisorientiert. Es war auf Elektronik ausgerichtet, 
eben passend zum IT-Bereich wo man dann nicht nur Programme sondern auch 
Schaltungen können sollte. Ich musste zB eine Schaltung auf einer 
Lochrasterplatte aufbauen und mit nicht isolierten Drähten verdrahten, also 
quasi die Leiterbahnen machen und zwar ohne Kurzschlüsse. Das ganze auch 
verlöten. Gerade die Leiterbahnen ziehen war sehr interessant. Man musste 
da wirklich immer genau überlegen. Hatte aber Spaß gemacht. Viel Zeit hatte 
man dafür allerdings nicht.

Mathematik war natürlich ein wichtiger Bestandteil des Studiums. Der Bereich 
war auf Physik und besonders Astrophysik ausgerichtet, aber auch die IT und 
alles andere erforderten sehr gute mathematische Kenntnisse oder Fähigkeiten.

Komme ich nun zu dem Dokument, als ich es nach langer Zeit wieder sah 
und las, musste ich ein bischen schmunzeln. Was die damals geschrieben 
hatten und was eben vorher war, die hatten selbst gemerkt, es passte 
nicht zusammen. 
Ich schrieb oft, damals wechselte ich von dem Misthaufen in eine andere 
Welt. 

Es war wirklich so, als ob ich über eine Mauer oder Grenze gesprungen 
wäre. Ich lies eine Welt zurück wo mich die Menschen alle schlecht 
behandelten. Manche bewusst, andere evtl. weil sie es nicht anders kannten.
Ich wurde dafür kritisiert es mit dem Weg nach Bonn zu versuchen. Ich 
würde es sowieso nicht schaffen und alles so etwas. Nichtmal meine 
Mutter sah es positiv, ich würde dadurch nur mein Geld verlieren usw. . 
Nun, es war mein Geld, dafür hatte ich harte Zeiten durchgemacht und auch 
viel geleistet. Ja, das Studium hat viel gekostet. Ich hatte kein BAFÖG und 
Hilfen wären wohl sowieso nur als Darlehen gewesen. Ich habe auch nicht 
sparsam gelebt. Ich wollte MEIN Leben haben, ein Leben für mich. Ich wollte 
nicht mehr das Leben führen welches andere für mich vorsahen. Ich wollte 
nicht das Leben führen welches andere für mich als geeignet sahen. Ich 
wollte mein Leben, ein Leben für mich und nicht von dem nur die anderen 
profitieren. Es war mein Geld, hart erarbeitetes Geld, es war nicht ihres. 
Deshalb hatte ich auch keine kleine Studentenbude, sondern eine normale 
Wohnung, groß genug für zwei. Denn ich wollte mein Leben haben, so wie 
ich leben wollte. Ob es den anderen gefiel interessierte mich da nicht 
mehr. Ich ging nach Bonn.

Ich habe wieder viel geschrieben, ich wollte noch auf das Studium/Ausbildung 
etwas eingehen und was danach kam. Aber ist ja eigentlich schon bekannt. 
Mehr als drei Jahre und es waren keine leichten Jahre. Es wurde viel abverlangt. 
Das Studium war auch anders, es war eine Mischung und man war weder Physiker 
noch Mathematiker oder Informatiker. Man hatte von allem etwas aber eben 
nichts spezialisiertes. Aber gerade das machte uns dann wohl danach so 
gefragt. Leute welche in mehreren Gebieten zuhause sind. Die aus Berlin 
traten an mich heran. Jaqueline fand auch sofort etwas besonderes. Viele 
andere fanden sofort gute Jobs. Wir nahmen den "Seiteneingang" aber waren 
dann die interessantesten auf der Party. Ist das jetzt übertrieben?

Das Thema soll die körperliche Einschränkung sein und wie man damit durchs 
Leben geht. Vor Bonn war es ein sehr steiniger Weg, voller Hindernisse 
und Menschen welche einem das Leben schwer machen. Freunde hatte man nicht 
wirklich, weil alle nur auf ihre eigenen Vorteile schauen und mit "solchen" 
kann man ja nichts anfangen. Menschen haben mir ihr wahres Gesicht gezeigt, 
wie schlecht sie mit anderen Menschen umgehen, egal was sie anderen sonst 
vorspielen. 
In Bonn änderte sich das, auch dort gab es diese Menschen aber die 
Voraussetzungen änderten sich. Wir waren damals evtl. nur eine Handvoll 
aber wir hielten zusammen. "Kannst du auf einem Seil balancieren?", ich: 
"Nein. Keine Chance.", jemand anderes an den vorherigen Fragesteller: 
"Kannst du einen Meter über dem Boden auf einem Seil balancieren?", die 
Person: "Nein, deswegen bin ich froh wenn wir wegen (Name) es nicht machen."

In Berlin sah man meine Situation, mit der körperlichen Einschränkung aber 
trotzdem zu allem nötigem fähig, als gute Voraussetzung. Im Grunde das erste 
mal in meinem Leben, daß es positiv angesehen wurde. Ja, man wollte es 
(aus)nutzen, aber was ist schlimm daran es auch als Fähigkeit und etwas 
positives zu sehen? Manche sind gut im Laufen oder haben andere Fähigkeiten 
welche andere nicht haben. Zum ersten mal galt das, was alle als negativ 
und abwertend ansahen, als positive Eigenschaft. Es war wohl auch der 
Unterschied von Deutschland zu den USA. In Deutschland fragen sie dich:
Welche Papiere haben sie denn? In den USA: Die Papiere sehen gut aus aber 
was können sie denn? 
Nicht falsch verstehen, einen Rollstuhlfahrer oder so hätten die wohl auch 
nicht genommen. 

In Berlin, und USA und so, sahen die Menschen natürlich, daß ich anders war. 
Aber ob jemand nun dunkle Hautfarbe, rote Haare oder eine dicke Nase hatte, 
oder wo wir bei dick sind auch mehr Gewicht auf die Waage bringt, es war egal. 
Jeder machte seinen Job, jeder war genauso viel wert wie die anderen. Jeder 
war anders und das wurde so akzeptiert. Nicht jeder mag jeden aber das hatte 
dann auch andere Gründe. 
Bevorzugung gab es ... nicht wirklich. Ich schrieb im Blog, daß ich damals 
öfter vor Ort eingesetzt wurde als evtl. andere. Der Grund war eben, daß mich 
die Menschen anders wahrnahmen. Was nahmen die denn wahr? Das ich viel zu 
hässlich war natürlich. Ich habe einen leicht anderen Gang. Ich ziehe kein 
Bein nach oder so aber man könnte es als "unsicher" ansehen. Nun, ich habe 
einen handwerklichen Beruf gelernt und auch sonst gehe ich usw. . Aber wenn 
man genau hinsieht dann ist da eben so diese Nuance im Gang. Man nutze eben 
dieses Schubladendenken und die Vorurteile der Menschen aus. Manchmal tat ich 
so als wäre es sogar schlimmer als es eigentlich war. Ist das zB moralisch 
verwerflich? Finde ich nicht, man will ja nicht das Mitleid der Menschen 
sondern man nutzt deren Vorurteile über mich gegen sie selbst. Ich tarnte 
mich im Grunde nur. 
Vor Bonn schämte ich mich dafür, diese Einschränkung zu haben. Alle Menschen 
zeigten es ja und behandelten mich danach. Und selbst die, wo man dachte sie 
wären Freunde, zeigten dann wie egal ihnen die Freundschaft und ich war. 
In Bonn gab es die ersten Veränderungen, was sich natürlich auch auf mein 
eigenes Empfinden auswirkte. 
In Berlin nutze ich es sogar und machte sogar manchmal Witze darüber. Es 
verändert natürlich auch den Umgang der anderen Menschen mit einem. Die 
Vorurteile hatten die trotzdem aber ich übernahm die Kontrolle und die 
Führung und die konnten mich damit nicht mehr manipulieren oder abwerten. 
Dumme Sprüche habe ich drauf, welche so manchen dann entwaffnet zurück lies.

Um dahin zu kommen dauerte es Jahre. Und diese Spirale ins positive Selbstbild, 
um dann auch von den anderen anders wahrgenommen zu werden, musste auch erst 
mal in Gang kommen und bleiben. Viele Menschen wollen nicht, daß man diese 
Spirale hoch geht, denn sie wollen dich "unten" halten. Doch andere Menschen 
kamen dann und hielten diese Spirale mit in Gang.

Viele sehen nur die Einschränkung, so klein sie auch sei. 
Ich schrieb auch schon, ich tue Dinge oft auf meine eigene Weise. Die Weise 
welche mir half. Wenn man zum Außenseiter gemacht wird sieht man manche Dinge 
aus einem anderem Winkel oder eben von außerhalb. Einen Blick den viele wohl 
nicht haben. 
Ich weiche zB durchaus von Vorgaben ab und nehme eine andere Lösung oder einen 
anderen Weg. Nicht alle finden es gut, wenn man aus der Reihe tanzt. Doch oft 
zeigte sich die positive Seite meines Verhaltens. 
In Berlin kannten mich irgendwann die Leute, auch die "höheren Herren" wussten 
dann wer ich bin. Ich wurde öfter vor Ort eingesetzt und saß nicht ständig im 
Büro. Man lernt dadurch die Leute kennen und man sieht sich öfter. Auch wurde 
meine Arbeit und meine Art wie ich vorging öfter gelobt. Wohl weil ich dann 
erfolgreich war. 
Ich stand außerhalb der großen gesellschaftlichen Gruppen, ich wurde 
weggeschoben und ignoriert. Dadurch lernt man sich alleine durch zu schlagen. 
Man sieht und tut Dinge anders als es die breite Masse kennt. Lösungen für 
Probleme finden, für Menschen wie mich gehört es zum überleben. Ob der Haushalt 
oder der Weg durch die Stadt, für manche ist selbst der Einkauf eine 
Herausforderung. Solche Menschen haben so etwas im alltäglichem Denken. 
Doch niemand will diese Fähigkeit von ihnen nutzen.
Ich konnte sie nutzen. Ich stach dadurch aus der Masse hervor. Ich tat Dinge 
wo andere keine Lösung sahen. In Berlin wurde das genutzt. Situationen, Dinge 
und auch Menschen anders zu sehen als andere. 
Ich machte es zum Beruf, die Analyse und Auswertung. Etwas sehen was andere 
nicht sehen und Handlungen vorschlagen welche andere nicht in Betracht gezogen 
hatten. 

In Berlin, in der Stadt, bot mir dann später eine Firma einen Job an. 
Eigentlich waren da mehrere Firmen. Früher ging man Klinken putzen um zB 
einen Job oder eine Ausbildungsstelle zu bekommen, oder eine Praktikumsstelle. 
Plötzlich kamen die Firmen zu dir, ein komisches Gefühl war es, so unwirklich.
Man bot mir ein sechsstelliges Gehalt und eine gute Position. Sicherlich nicht 
die Regel, aber es war mein Weg. 

Es war kein leichter Weg. Auch körperlich musste ich öfter an und über meine 
Grenzen gehen. Starke Schmerzen, wochenlang, oder auch anderes. Die seelische 
Last war auch oft enorm und nicht immer war es einfach, Kommentare oder anderes 
einfach wegzustecken. Ängste mussten überwunden werden und das Selbstvertrauen 
wollte oft einfach flüchten. 

Vor Bonn gab es nur eine Person, an die ich mich zumindest erinnere, welche 
in mir wohl dieses Potenzial sah. Er war nicht wie die anderen und sah in mir 
nicht den Versager, der welcher ja nichts kann, weil er ja "defekt" ist. Welche 
Karrierechance soll so jemand wie ich auch schon haben, so dachten wohl viele 
damals. Helen sah in mir evtl. jemanden der es schaffen kann und sie wollte 
wohl davon profitieren. Dann dachte sie wohl, daß ein "Normaler" bessere 
Chancen hätte und tat was sie damals tat. 
Ich glaube meine Mutter war Stolz auf mich, was ich alles erreicht hatte. Aber 
ich glaube nicht, daß sie es mir zugetraut hatte und sie hatte mich auch nicht 
dazu ermuntert. 

So ein Leben ist sehr schwer und es kostet einem sehr viel Energie und viel 
positives Denken. Ausgerechnet ich und positives Denken? Ja, ich bin 
optimistischer Realist. Hoffe das beste aber erwarte das schlimmste, mein 
Spruch. Ja: Es sind immer die dümmsten welche glauben sie seien die schlauesten, 
der Spruch passt leider auch sehr oft. 
Da sind die Bilder von mir als Kind, immer fröhlich, so positiv.

Dann lernte ich Freni kennen. Sicher war ich nicht mehr der Mensch der ich 
zB 10 Jahre davor war. Bonn und Berlin waren ca 7 Jahre, eine Zeit welche 
einen veränderte. Während Berlin war ich für ca 10 Wochen in den USA und auch, 
meist kurz, in anderen Ländern. Dann, privat, war ich auch für ca 10 Wochen in 
Australien. Dann die 6 Wochen in Südkorea, eigentlich war es zu kurz. Das mit 
Eunjoo, es war sicherlich auch etwas. Sie nahm mich so wie ich war. Sie suchte 
nicht die kleinen negativen Dinge sondern sah mich so wie ich war, als Ganzes. 
Es klingt jetzt blöde und kann auch falsch verstanden werden aber: Vom 
Selbstwert her, vom Gefühl her, war ich dank Eunjoo ein normaler und richtiger 
Mann. Es ist evtl. nicht leicht zu verstehen, aber in Südkorea war ich einfach 
ich. Niemand, besonders Eunjoo, hat es interessiert, ob ich "etwas habe" womit 
man mich abwerten kann. Sie akzeptierten mich so, wie ich war. 
Das Unternehmen startete dann damals auch.

Als ich Freni kennenlernte fiel mir vieles leichter. Auch wenn es am Anfang mit 
uns kompliziert wurde. Meine körperliche Einschränkung interessierte sie nicht. 
Man würde es ja auch kaum bemerken. Ich konnte sie zwar nicht über die 
Türschwelle tragen aber ansonsten war alles normal zwischen uns. Ich brauchte 
keine Pflegekraft, wie manche Frauen dann immer bei Männern wie mir meinen.
Ich konnte meiner Familie alles bieten. Freni hätte nicht arbeiten müssen aber 
sie wollte trotzdem. Damals gab es auch kaum jemanden der mich abwerten wollte 
weil ich die Einschränkung hatte. Das ich als erfolgreich galt war sicher ein 
Grund dafür. Ich war für alle, so wie ich war, normal. Auch wenn es Dinge gab 
die mir nicht leicht fielen so kam dann trotzdem niemand angerannt. Die wussten 
das ich es mache und es war normal so wie ich es machte. Es wurde auch mal 
darüber gelacht, es war in Ordnung und nie verletzend. Ich konnte alles, ob im 
Haus, im Haushalt oder dem Garten, ich war wie alle anderen auch, wenn man mich 
lies.

Das Dokument, welches ich zeigen möchte, ist wohl eines der wichtigsten in 
meinem Leben. Auch wenn es mir nie klar war und es so unscheinbar war, ohne 
dies wäre ich wohl für immer in dem Misthaufen mit den ganzen schlechten 
Menschen hängen geblieben. 
Gerade als ich diesen Text schreibe wird mir klar, ohne dieses Dokument, oder 
wenn die damals zu einem anderen Ergebnis gekommen wären, hätte es alles was 
ich eben geschrieben habe nie gegeben. Mein Leben, mein Weg, es hätte ihn 
nicht gegeben. Aber es ist doch noch mehr.

Als ich das Dokument in meinem Archiv sah, dachte ich nur: Ein guter Aufhänger 
für die Geschichte wie es mir erging. 
Doch es zeigt auch, die anderen hatten mich als dumm eingestuft und es dann 
so erzwungen. Schon als Kind wurde ich so behandelt. Man wollte mich nicht 
auf eine normale Schule lassen, warum nicht? Ich war nicht dumm, ich saß 
nicht im Rollstuhl oder brauchte Betreuung. Also warum? Sie wollten mich 
nicht in ihrer Welt haben, deswegen. Deswegen sollte ich dumm sein, weil die 
es so wollten. Ich sollte nicht die Möglichkeiten haben welche sie den anderen 
gaben, deswegen. Ich sollte das sein, was die wollten das ich bin, deswegen. 
Meine Zukunft interessierte die nicht, nur die Zukunft der anderen, denn die 
waren es ja wert, deswegen. 
Als Kind, als Jugendlicher, als Erwachsener, du kannst leisten und tun was du 
willst, du kannst netter sein, du kannst mehr leisten, es interessiert die 
nicht, die wollen nur, daß du deren Bild von dir entsprichst, deswegen. 
Sie belügen dich, sie betrügen dich, sie nutzen dich aus, weil du ja nicht 
dazu gehörst haben sie auch kein schlechtes Gewissen deswegen. Im Gegenteil, 
sie geben dir die Schuld und alle stimmen dem zu, weil sie wollen, daß es 
so ist. Deswegen. Leute sagten dir, daß sie deine Freunde sind und lachen dich 
hinter deinem Rücken aus. Sie benutzen dich nur, wenn es ihnen schlecht geht 
und du ihnen zuhörst und ihnen gut zuredest und ihnen hilfst, es hat für die 
keine Bedeutung. Du bist für sie da, wenn sie jemanden brauchen, es hat für 
sie keine Bedeutung. Du hilfst ihnen zB beim Umzug, gibst ihnen Geld, welches 
du nicht zurück bekommst, es hat für die keine Bedeutung. Aus deren Sicht 
können sie mit dir alles machen, denn du gehörst ja nicht dazu. Du sollst dann 
dankbar sein und ihr Sklave, weil sie sich ja herabgelassen haben dich 
auszunutzen. Wenn du mal gute Wort brauchst, sind sie nicht da. Wenn du Hilfe 
brauchst lassen die dich hängen, haben nicht mal eine Minute für ein Telefonat. 
Sie haben keine Freundschaft für dich weil sie denken, daß du es nicht wert 
bist. Andere ja aber du nicht. Warum? Weil du nicht dazugehörst und sie mit 
dir machen können was sie wollen, deshalb wollen sie dich in der Rolle, die 
sie für dich vorgesehen haben, zwängen. Du sollst immer nur liefern, für ihr 
Glück und Wohlergehen da sein. Umgekehrt werden sie nichts dergleichen für 
dich haben. Du bist es nicht wert glücklich zu sein, du bist es ihnen nicht 
wert das sie sich um dein Wohlergehen sorgen. 
Deshalb drücken sie dich nach unten. Trampeln auf dir herum und reißen Stücke 
aus dir heraus.
 
Wenn du das Spiel nicht mitmachen willst, dann bestrafen sie dich. Die "gute 
Freundin" will dir zeigen, daß du es nicht wert bist das sie dich auch nur 
wahrnimmt. Freundschaft, so etwas interessiert solche Leute nicht. In ihrer 
Sichtweise hast du nicht den nötigen Wert um auch nur beachtet zu werden. 
Für die bist du nur ein Putzlappen, welche sie benutzen und dann, ohne darüber 
nachzudenken, einfach wegwerfen. Du bist ja nicht wie sie, also brauchen sie 
auch keine Rücksicht nehmen. Bei anderen würden sie sich die Mühe machen, aber 
nicht für jemanden wie dich. 

Bonn war für mich die Chance welche ich mir nahm weil sie mir niemand vorher 
geben wollte. Trotzdem ging ich mit Tränen und Traurigkeit und voller 
Enttäuschung nach Bonn. Diese Menschen damals hatten mir zugesetzt. Sagten, 
sie seien meine Freunde. Sie hatten mich ausgesaugt und auf mir herumgetrampelt 
nur damit es ihnen besser ging. Niemand, wirklich niemand von denen nahm 
Rücksicht auf mich, niemand von ihnen hatte auch nur mal gute Worte für mich.
Erwarten, fordern und nehmen, daß war alles was sie wollten. Wie es mir ging 
war denen egal. Was sie mir angetan haben, wie sie mich behandelt haben, es 
war ihnen egal. Sie waren alle sch...., sie haben mich sch.... behandelt und 
sie haben "Freundachaft" in die Sch... geführt. Deshalb bilden sie den 
Misthaufen von damals. Egal wie sehr sie sich schminken und eine Maske 
aufsetzen, egal wie viel Parfüm sie benutzen, hinter der Maske, hinter der 
Fassade sind sie hässliche und stinkende Kreaturen. Denn so haben sie sich 
damals verhalten. Egoistisch, rücksichtslos, emotionslos, so zeigten die sich. 
Für andere spielen die eine Rolle, für Menschen wie mich geben sie sich nicht 
die Mühe, ich sah ihre wahre Gestalt. Und die war hässlich.
Du kannst dir noch so sehr die Nägel und Haare machen, du kannst dich noch so 
sehr schminken und die teuren Klamotten kaufen, deine hässliche Seele kannst 
du nicht verbergen.

Was hatte ich getan, daß man mich so behandelte?  
ZB sorgte meine "gute Freundin" dafür, daß ich wirklich Angst um sie hatte. 
Im Gegensatz zu ihr war sie mir nicht egal. Nichtmal eine Minute um mich 
anzurufen. Ich war immer für sie da, wenn sie mich brauchte. Ist es wirklich 
zu viel verlangt auch mal berücksichtigt zu werden? Das auch einmal auch 
Rücksicht auf einen genommen wird? Was bedeutet Freundschaft? Immer nur 
geben aber nie auch mal eine Entschuldigung bekommen? Dann noch als der 
welcher ihr schlechte Laune macht hingestellt zu werden weil sie sich jeder 
wirklichen ernsten Aussprache verweigerte? Sie hat dann die Freundschaft, 
ihre Freunde, "verkauft" um ihre soziale Anerkennung zu steigern und ihr 
schönes Leben zu bekommen welches sie ja haben wollte. Alles andere war ihr 
egal. Es ging nicht darum, daß sie verzichten sollte, sie hätte einfach nur 
mal zuhören sollen, einmal nur auch an andere, an ihren Freund, denken sollen. 
Aber rücksichtslose Egoisten können das nicht. Sie fügen anderen Leid zu und 
es ist ihnen egal. Sie wollte nichtmal wissen, was los war. Sie wusste, sie 
hätte mir gegenüber zugeben müssen, daß sie mich sch... behandelt hatte. 
Dazu wollte sie sich nicht herablassen. 
Die Narben, welche sie mir damals zugefügt hatte, die gehen niemals weg. 
Und es freut sie auch noch, andere wegen ihr leiden zu sehen. Aber ich leide 
nicht mehr. Ein anderes Thema, aber jetzt mit Ivie ist das Leben so leicht, 
so geradlinig in die Zukunft. Auch "fester" als noch im letzten Jahr. Ja, 
das gibt es auch.

Was war mit den anderen? Ich war für die da, half ihnen, gab ihnen Geld. 
Bei einem Umzug half ich, auch wenn ich keine Waschmaschine die Treppe 
hoch schleppen kann, so half ich wie ich konnte. Ich stellte den LKW mit 
Hebebühne zur Verfügung und fuhr ihn auch. Ich half und stand nicht in der 
Ecke herum. Ich gab ihnen Geld, welches ich nicht wiedersah. Wir hatten 
oft geredet und ich habe oft einen ausgetan und eingeladen. Evtl. wollte 
ich so ihre Anerkennung gewinnen. Ich zog aus und ging nach Bonn. Ich fragte 
sie, ob sie mir am letzten Tag beim ausräumen der letzten Teile helfen würden. 
Sie sagten sofort zu. Die halbe Wohnung war schon leer, es hätte nicht lange 
gedauert. Ich besorgte Getränke und Brötchen und so weiter. Sie kamen nicht. 
Sie gaben nichtmal Bescheid. So wie TC, nichtmal eine Minute für ein Telefonat. 
Ich war es ihnen nicht wert, allen beide nicht. Ich machte es dann alleine, ich 
hatte keine andere Wahl, die Wohnung musste an dem Tag leer werden.
Niemand meldete sich, keine Erklärungen, keine Abschiedsworte, nichts. 
Die zwei wurden an dem Abend auf einer Party gesehen, also krank waren sie 
nicht. 

Die haben wohl alle nur über mich gelacht. Ich gehörte eben nie dazu.
Auf mir konnte man ja herumtrampeln ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Soll ich noch mit den Zweien mit der Firma anfangen? Die brauchten ein 
Opfer um ihr Geld aus der Firma ziehen zu können welche die selbst Richtung 
Konkurs gewirtschaftet hatten. Sie hatten mich reingelegt. Jeder hätte 
sofort gesagt, es wäre meine Schuld gewesen wenn die Firma in Konkurs geht. 
Warum? Weil sie mich als den Behinderten hinstellen konnten. Behindert ist 
ja gleich geistig Minderbemittelt, so denken die Leute. Also hätte jeder 
sofort in die Richtung gedacht. 

Ich hatte den Spies umgedreht, die Firma ging nicht pleite und durch den 
Verkauf hatte ich sehr viel Geld zur Verfügung. Dadurch konnte ich diesen 
Misthaufen, welche diese ganzen besch.... stinkenden Menschen von damals 
bildeten, verlassen. Ich sprang über die Mauer und lies sie zurück. 

Meine Seele war damals mehr als nur verletzt. Sie war zerfleddert, die Leute 
haben sich Stücke davon herausgerissen. Als ich meine endgültige Fahrt nach 
Bonn antrat hatte ich geheult. Nicht weil ich dem nachtrauerte, ich war 
fertig. Ich hatte den ganzen Tag nichts gegessen, hatte die Wohnung alleine 
leergeräumt. Aber das war es nicht. Nochmal diese Behandlung, hängen gelassen 
zu werden, niemand meldete sich. Nichtmal Worte wie "machs gut", oder so, hatte 
jemand für mich. Nicht nur, daß sie mich ignorierten, sie zeigten nochmal wie 
sch... die mich behandelten. Warum? Evtl. habe ich nicht immer alles richtig 
gemacht aber ich habe mich immer bemüht. Ich war da und habe geholfen, habe 
zugehört und hatte immer gute Worte übrig. Ich habe Geld geliehen, ohne etwas 
dafür haben zu wollen. Ich habe sogar Material aus der Firma damals "abgezweigt"
und damit Leuten bei ihrem Hausbau geholfen. 
Ich habe Arbeiten für sie ausgeführt ohne etwas dafür haben zu wollen oder 
bekommen zu haben. Es war ok, es waren Freundschaftsdienste, so glaubte ich. 
Was hatte ich falsch gemacht? 

Es ging nicht darum was man tat, es ging nur darum was man war.

Auf der Fahrt nach Bonn hielt ich auf einem Parkplatz an der Autobahn an. 
Es war bereits Abend. Ich aß meine Brötchen. 
Wenn die Seele stirbt, weil so viele Leute immer wieder auf sie eingestochen 
haben, dann will der Körper ihr folgen. 
Man hatte so eine Leere in sich, man fühlte gar nichts mehr. Es wäre so 
einfach gewesen. Auf die Autobahn laufen oder von einer der hohen Brücken 
springen. Es hätte niemandem interessiert. Die Menschen hatten mir klar 
gezeigt, denen kümmert es einen sch... wie es mir geht. Niemandem, wirklich 
niemandem, bedeutet ich irgendetwas. "Wir sind Freunde", "Ich bin für andere 
da", "Ich helfe gerne", es waren alles nur Lügen, Schauspiel für die Masse, 
aber nie ernst gemeint. Für die Menschen ist alles nur ein Geschäft, 
Freundschaft, Liebe oder irgendetwas, es muß für die immer einen Mehrwert 
für sie persönlich haben, die anderen sind denen egal, egal was sie sagen. 
Ihre Handlungen zeigen, ihre Worte sind ohne Bedeutung. 
Für die ist alles nur ein Geschäft und in deren Sicht war ich es eben nicht 
wert auch mal als Freund behandelt zu werden. 
Sie behandelten mich alle sch..., ohne Emotionen, ohne Rücksicht. Was hatte 
ich zu erwarten. Die Leute von damals, die mir alle das Leid zugefügt hatten, 
sie hätten fast gewonnen. Sie wären sicherlich Stolz auf sich gewesen, wenn 
sie meine Todesanzeige gelesen hätten. 

Tut mir leid, daß ihr da noch länger darauf warten müsst. 

Tut mir auch leid, daß es wieder in diese Richtung abgedriftet ist. Aber es 
ging um meine Erfahrungen damals und das mich dieser Misthaufen, also die 
Leute damals, mich fast in den Tod getrieben hatte. Warum? Ja, warum.
Evtl. hätten sie mir einen anderen Wert zugeschrieben, wenn ich nicht behindert 
gewesen wäre. Dann hätten sie sich mehr Mühe gegeben und einer Freundschaft 
mit mir auch einen Wert beigemessen, so wie bei anderen? Aber so sahen sie 
in mir nur eine Ressource, welche sie ausquetschen und dann wegschmeißen 
können. Für sie war ich es eben nicht wert beachtet zu werden. Egal wie sehr 
ich mich bemühte, egal wie sehr ich für sie da war, es hatte für diese 
"Leute" keine Bedeutung, weil sie nicht wollten, daß es eine Bedeutung hat.

Übrigens, keiner, nicht eine einzige Person von damals, hat sich bis heute 
getraut mir zB mal "Hi, wie gehts" zu sagen. Niemand von denen hat mal 
positive Worte an mich gerichtet. Die sind alle zu feige. Zuzugeben, daß 
sie sich geirrt haben. Kein "Oh, du hast es ja geschafft, hatte ich mich 
wohl geirrt". Oder vielleicht sogar zugeben, daß sie mich schlecht behandelt 
haben. Keiner von denen. Es ist und bleibt eben ein erbärmlicher, stinkender 
Misthaufen.

Ich fuhr nach Bonn, wenn ich eine Eigenschaft habe, dann: Nicht aufzugeben.

Ja, mein Führerschein. Ein Jahr musste ich dafür kämpfen, mehrere Gutachten 
vorlegen welche alle sagten, daß ich es kann. Teilweise musste ich die sogar 
doppelt vorlegen, also noch mal neu machen, nur damit die dann zu der 
Entscheidung kamen, daß der Prüfer entscheiden solle ob ich fahren kann 
oder nicht. Was macht der eigentlich sonst bei einer Prüfung? Sich 
herumkutschieren lassen um das Taxigeld zu sparen?
Ja, der Führerschein war wichtig. Ohne die Mobilität und Unabhängigkeit 
durch ein Auto wäre es wohl auch anders abgelaufen.

Solche Steine hatte man immer wieder im Weg liegen.
Das Leben selbst setzt einem schon zu, was für andere normal ist ist für 
Menschen wie mich eine Herausforderung. Der Körper funktioniert nicht und 
der Geist versucht trotzdem zu (über)leben. Dann die anderen Menschen und 
die Gesellschaft. Mitleid haben die nur solange wie sie sich dadurch als 
guter Mensch fühlen können. Sobald es um ihr Wohlergehen und Komfort geht 
ist es damit ganz schnell vorbei. Hilfe, wenn man damit Geld verdienen kann.
Menschen welche es besser wissen als die Betroffenen, solche Menschen haben 
keine Ahnung vom Leben, der Gesellschaft, der Arbeitswelt und den Menschen 
an sich. Aber eine Meinung haben sie, und die ist für die natürlich mehr 
wert als alles andere.

Und alle die glauben, daß es Menschen mit Einschränkungen doch gut geht weil 
sie Vorteile bekommen und das alles: Man seid ihr Dumm! Wollt ihr tauschen? 
Nicht nur mal für Momente sondern euer Leben lang? Wollt ihr sicherlich nicht. 
Wenn ihr meint, euer Leben sei schwer und ihr hattet so viel zu kämpfen usw., 
nehmt alles was ihr nennt mal zwei, oder doch noch mehr, und dann denkt nochmal 
darüber nach. Bloß weil man Einschränkungen hat oder im Rollstuhl sitzt oder 
ähnliches wird das Leben eben nicht einfacher sondern nur noch schwerer als 
für die normalen. Alle Lasten welche das Leben bereit hält gelten zusätzlich 
auch für uns, die Menschen mit Behinderung. Das alles kommt noch zusätzlich 
oben drauf. Wer trägt mehr Last? Wer muß mehr leisten? Wer wird dann trotzdem 
nicht als gleichwertig angesehen?

Mitleid hilft nicht. Akzeptanz und die Schubladen des Schubladendenkens einfach 
zu zulassen würde helfen. Ist euch körperliches wirklich so viel mehr wert als 
der Mensch?

Es war jetzt alles sehr auf einen Zeitraum fixiert. Weil es dort alles so 
negativ war und ich darüber herziehen konnte? Natürlich, aber es war auch 
eine wichtige Zeit. Ohne diese "Kleinigkeit" wie das Dokument, und das ich 
damals die Möglichkeit bekam, wäre mein Leben einfach so weitergegangen. 
Und ich glaube nicht, daß ich dem Misthaufen damals noch lange etwas 
entgegenzusetzen gehabt hätte. Irgendwann ist man fertig, irgendwann haben 
diese Kreaturen es geschafft einem alles zu nehmen. Ich würde heute sicherlich 
nicht mehr leben. Klingt schrecklich? 
In Deutschland gibt es keine Studien zu Suizidalität von Menschen mit 
Behinderung. In anderen Ländern schon, ja, warum wohl. Die Suizidrate ist 
weit höher als bei "Normalen". Gerade auch mit dem Alter steigt die Rate.
Die Last, welche man zu tragen hat, sie zerdrückt einen. Die Last, die ihr 
solchen Menschen wie uns aufbürdet, die tötet sogar. 

Damals gab es Menschen welche "helfen" wollten. Warum? Weil sie gutes tun 
wollten und wollten, daß es mir besser geht? Hmmm, sie wollen helfen, oft 
drängen sie sich einem auf. Wenn man sagt, so wird es nicht gehen, dann 
widersprechen sie dir. Dir geht es ja schlecht also hast du keine Ahnung 
und du solltest nur auf die anderen hören, die wissen wie es geht. Nein, 
die wollen nur das tun, was sie können. Doch die haben keine Ahnung von 
so einem Leben. Die "helfen" dann, und es geht schief, ich hatte recht, 
denn ich hatte die Erfahrung. Und die Leute welche ja helfen wollten sind 
weg. Man bleibt dann mit dem, von denen verursachten, Scherbenhaufen zurück. 
Statt Hilfe und Unterstützung bekommt man nur noch mehr Last aufgebürgt. 
Den Leuten interessiert es nicht, die lassen es so zurück. Sie wollten 
ja nur helfen und sie sind doch die guten. Warum lassen sie einem dann 
mit ihrem Scherbenhaufen, dem Leben, zurück? Weil es denen nicht um den 
Menschen geht, nicht darum, daß es ihm wirklich besser geht. Die wollen 
sich nur selbst auf die Schulter klopfen und sich als guter und besserer 
Mensch fühlen können. Der Mensch, den sie mit dem verursachten Schaden 
zurück lassen, der ist denen egal. Es wurde ja später nichtmal nachgefragt.
Ein Mensch mit Einschränkungen, ein perfektes "Opfer" um geholfen zu 
werden. Ich habe so etwas zweimal erlebt, natürlich möchte man auch mal 
Hilfe. Aber jedes mal das selbe, und man bleibt mit noch mehr "Schaden" im 
Leben alleine zurück. Irgendwann hat man dann genug und will dann keine 
"Hilfe" mehr und die sollen einen einfach nur in Ruhe lassen. Und dann 
gilt man als der negative, welcher mürrisch und abweisend ist obwohl die 
doch nur helfen wollen. Nein, ich habe nur die Erfahrung mit euch und 
habe daraus gelernt. Ich habe keine Lust mehr euren Dreck wieder weg 
räumen zu müssen nur weil ihr euch gut fühlen wollt.

Freni war wirklich anders als die anderen. Sie hatte andere Ansichten 
über das Leben, das Miteinander und auch Beziehungen. Sie hatte Probleme 
mit Männern? Nein, die Männer hatten Probleme. Sie war nicht so leicht 
zu beeindrucken und erst recht nicht leicht zu haben. Extreme, wenn ihr 
ein Mann dumm kam oder sie bedrängte, machte sie kurzen Prozess. Aber 
dem "richtigem" Mann war sie treu und verbunden. 
Sie gab mir eine Chance, sie hörte mir zu und sah mich an. Ich glaube ich 
kann sagen: Wir wurden zusammen glücklich. 

Es gab auch damals Menschen welche Vorurteile hatten. Manche fühlten sich 
wohl dadurch überlegen, körperlich und geistig. Nicht wenige haben es 
bereut. Die Leute unterschätzen mich, haben nur ihre Vorurteile im Kopf. 
Schon vor langer Zeit, in Berlin, sagte man mir: Ich sei wie ein Raubtier, 
welches leise im Hintergrund umherschleicht und alles beobachtet um dann 
im richtigem Moment hervorzuspringen und alle zu überraschen.
Wenn sich die Menschen so verhalten, mit ihren Vorurteilen und so, dann 
nützt es mir manchmal. Aber ich zwinge sie ja nicht dazu, sich so zu 
verhalten. Wenn sich das Schaf, in dem Gedanken überlegen zu sein, sich 
direkt vors Maul des Löwen legt und mit dessen Zähnen herumspielt, sollte 
es sich nicht beschweren wenn der Löwe dann zubeißt. 

Freni bekam das ja manchmal mit, wie mich manche, nicht alle, behandelten. 
Sie wusste, daß ich kein rücksichtsloser und egoistischer Typ bin. Und wenn 
ich mal hart war und Leute anging, dann wusste sie, daß die Leute es 
provozierten. Sie selbst war auch so, manchmal erschien sie so hart und wie 
jemand der über Leichen gehen würde. Wenn sie so war, dann weil man ihr keine 
Wahl lies denn so war sie nicht. 

Als ich mit meinem Engel zusammen war hatten die Leute wohl auch einen anderen 
Blick auf uns. Sicher auch, weil ich jetzt ein anderer war und in einer Welt 
lebte in der es ... nunja, Menschen mit Geld und so weiter. Es zählte eben 
etwas anderes. Zudem war das soziale Miteinander ausgeprägter. Man musste 
sich nicht mögen aber man akzeptierte sich. Die Leute sahen ja, daß ich alles 
hatte, so wie die auch. 
Einige wenige sprangen sofort darauf an, wenn sie mitbekamen das bei mir etwas 
anders ist. Um sich selbst zu erhöhen und sich besser fühlen zu können machen 
sie dann andere nieder, oder versuchen es zumindest. Manchmal musste ich aber 
nicht selbst aktiv werden. Es war eine Veranstaltung und Freni und ich waren 
schon ein paar Jahre verheiratet. Es waren Leute dabei, welche uns kannten. 
Irgend so ein Typ., etwas älter und korpulent, sprach meinen Engel an: Ihr 
Begleiter, also ich, hätte ja wohl etwas an den Beinen und ob er ihr nicht 
einen Tanz spendieren könne. Ich holte schon Luft und unterm Tisch legte mein 
Engel ihre Hand auf meine. Sie gab ihm Konter und das ist etwas, was man ihr 
nicht zutraute aber die konnte Leute fertigmachen. Sie nahm dann auch keine 
Rücksicht auf die Gefühle von so einem Typen. Nun, sie nahm mich nicht in 
Schutz, sie wusste, ich kann mich selbst verteidigen und Leute fertigmachen 
konnte ich auch. Aber wenn sie es machte, machte es mir mehr Spaß. Als mein 
Engel fertig war, holte ich wieder Luft um dann selbst was dazu zu sagen. 
Dann fingen die anderen an, was dem Typen eigentlich einfiele und er sei 
wohl so ein versoffener Typ und so etwas. Ich saß da und genoss das alles. 
Als der Typ zu mir schaute hatte ich wohl ein Lächeln im Gesicht und zuckte 
nur mit den Schultern, was hätte ich noch dazu sagen sollen. Als er gehen 
wollte, er sagte nichts mehr und zog so ein Gesicht, sagte ich dann doch 
noch etwas: Manche haben vielleicht was an den Beinen aber andere sicher 
was am Kopf. Ehrlich, als er mich dann ansah hatte ich etwas Mitleid mit 
ihm. Er wurde fertig gemacht und das wusste er dann auch. 

Ich könnte jetzt sagen, wie alt ich damals war um zu zeigen wie lange es 
gedauert hatte, damit es so wird. Aber jeder ist anders, jeder geht seinen 
eigenen Weg und jeder wird es früher oder später schaffen.
Zudem muß man die richtigen Menschen treffen. Vor Bonn waren es die 
falschen, eher wie dieser Typ damals. Später kamen dann die anderen in 
mein Leben. 

Nein, Jaqueline habe ich nicht vergessen. Ach, sie merkte wohl schon 
früh, auf mich musste sie keine Rücksicht nehmen. Wie gesagt, manchmal 
nahm man es mit Humor ohne das es verletzend wirkte. Sie: "Steigen wir auf 
den Berg.", "Nehmen wir den Hubschrauber!", "Wenn Gott gewollte hätte, daß 
wir dort hoch fliegen und nicht gehen, dann hätte er dir Flügel gegeben.", 
"Er gab uns Hubschrauber, also?", "Er gab uns auch Zelte und Schlafsäcke, 
falls der Weg länger dauert.", "Ist nicht dein ernst?", "Komm, ich trage 
dich auch, wenn du nicht mehr kannst.", "Alleine das zu sehen wäre es wert.", 
"Als Gentleman wirst du mein Angebot jawohl ablehnen!", "Wie kommst du denn 
jetzt darauf?!". Ja gut, es war kein "Berg" aber es ging schon weit hoch. 
Andere Leute überholten uns schon mal, Jaqueline: "Immer diese Bergraser, 
wird hier auch geblitzt?". Runter geht es einfacher? Nein. Aber ich konnte 
und kann. Sie hatte ja recht, nicht immer anstrengendes und unbequemes 
vermeiden. Ich glaube es waren zwei Stunden, hin und zurück. Oh ja, mein 
T-Shirt. Ich: "Jetzt habe ich mein Shirt durchgeschwitzt.", "Dann ziehe es 
doch aus.", "Sag mal, fängst du an zu sabbern?", "Nein, du hast ja dein 
T-Shirt noch nicht ausgezogen.", "Also mir tun die Füße weh aber ich glaube 
du hast einen Sonnenstich.", "Soll ich mein T-Shirt auch ausziehen?", 
"Klar!", ach, ihr kennt ja den Stinkefinger. 

Mein Engel nahm es auch oft mit Humor. Es machte auch nichts, wenn sie 
Sprüche los lies. ZB dies "denk daran, ich kann schneller laufen als du", 
wie oft sie es nutzte, mal als Warnung und mal aus Spaß. 
Die andere Seite: "Erzähl jetzt nicht es würde dir zu schwer fallen. Ich 
weiß, daß du es kannst. Soll ich dir erst in den Hintern treten?!". Den 
Rest lasse ich weg, "nicht vor dem Kind, warte bis heute Nacht". 
Aber sich hinter einer Behinderung zu verstecken funktioniert nicht mit 
Menschen die dich kennen. Wieder ein Vorteil weniger. 

Wenn die Menschen Witze über so etwas machen, dann kommt es immer auf 
den Zusammenhang und die Intention dahinter an. Je nachdem ist es beleidigend 
oder einfach witzig. 

"Du hast was an den Beinen? Aber du gehst doch. Ansonsten könntest du doch 
auf den Händen gehen. Wäre doch möglich?", "Hast du schon mal Socken und 
Schuhe für Hände gesehen?", "Ja, nennt sich Handschuhe!", "Ähm, dazu fällt 
mir jetzt auch nichts ein. Vielleicht sollte ich es mal üben.". Und ja, 
da wurde gelacht, warum auch nicht. 

Ivie, auch sie kennt mich ja nun. Auch sie sieht keine Probleme damit. 
Weil es keine gibt? Doch, aber es ist nicht so wie sich manche so etwas 
vorstellen. ZB Wandern im Teuto, Baumwurzeln, Unebenheiten, es geht hoch 
und runter, daß sind erhöhte Anforderungen für mich. Die Koordination, 
Sensomotorik und Muskelakkutatoren sind bei mir geschwächt. Ich muß also 
aufmerksamer sein und manches geht dann langsamer. Nicht im Schneckentempo 
aber so wie andere zB hoch sprinten kann ich nicht. Und manchmal liege ich 
dann auf dem Boden, allerdings selten, alle paar Monate mal. Der Witz dabei 
ist, ich stehe sofort wieder auf und mache weiter. Das war jetzt nicht 
bildlich als Lebensweisheit gedacht sondern im wahrsten Sinne der Wortes. 
Die Hose wird dann schon mal dreckig. Ich hatte das mit dem T-Shirt, daß mit 
der Hose im Auto lasse ich. Ich lebe mit Ivie zusammen also alles in Ordnung. 
Nicht das jetzt jemand die Sittenpolizei ruft. 
Und ja, im Bett geht es auch. 
Letztes Jahr war es natürlich zuerst so eine Sache. Das Eis musste erst 
brechen, was Ivie übernahm. Als sie das erste mal bei mir blieb, sind wir 
ja nicht sofort übereinander hergefallen. Nein, erst in der zweiten. Aber 
ich weiß noch wie sie so etwas sagte wie: Du siehst ja besser aus als man 
denken könnte. Die Hemmungen, oder Angst, daß sie enttäuscht sein könnte, 
die war unbegründet. 
Nun, ich bin falsch abgebogen. Ja, Sex kann man auch haben. Und bei uns ist 
es wohl so, Ivie wird mich sicher berichtigen wenn ich es falsch sehe, daß 
es passt und erfüllend und schön ist. Wir haben nicht täglich aber doch 
öfter. Sie ist mit meinem Körper und alles zufrieden und alles andere spielt 
keine Rolle. Der Alltag ist wie bei allen anderen auch. Müll weg bringen, 
Garten machen, Küche neu streichen, nein Küche ist noch völlig in Ordnung, 
wir spritzen ja auch das Ketchup nicht durch die Gegend. 
OK, auf der Leiter stehen. Ich nehme gerne längere Leitern, weil ich dann 
noch oben Griffmöglichkeiten habe. Frei stehen möchte ich in der Höhe nicht. 
Das wäre mir zu unsicher. Ich werde nicht zugeben, daß ich leichte Höhenangst 
habe. Nein, werde ich nicht. 

So, "behindert ist man nicht, behindert wird man", diesen Spruch gibt es. 
Er fasst wirklich vieles zusammen. Es ist kein Spruch, es ist die Beschreibung 
des Lebens und des sozialen Miteinanders wenn man eine Einschränkung hat. 
Die Einschränkung ist natürlich vorhanden, die kann man auch nicht weg bekommen 
indem man sie einfach nur ignoriert. Aber der Umgang damit ist oft das größere 
Problem. Wie die Betroffenen damit umgehen können hängt eben auch von den 
Menschen in ihrem Umfeld ab. 

Es ist lange her und ich hatte sie nur mal so gesehen, getroffen klingt so 
nach Verabredung. Sie saß im Rollstuhl, schon seit längerem. Ihr Vater fragte 
mich, ob ich ihnen nicht bei Problemen mit dem Computer und dem Internet 
helfen könnte. War so typisch, man kennt sich damit aus, die Leute wissen es 
und man wird ständig gefragt. Ich machte es aber meist gerne, ohne Bezahlung.
Das seine Tochter im Rollstuhl sitzt wusste ich nicht. Die Situation war 
dann etwas anders. Ich hatte keine genaue Uhrzeit angegeben sondern mehr so 
zwischen so und so. Neben dem Internetanschluss ging es um den PC der Tochter. 
Sie war kein Kind mehr aber noch recht jung. Sie war gutaussehend und schlank. 
Sie saß im Rollstuhl und ihre Beine hatten keine Muskulatur mehr. Die waren 
sehr dünn. Es war etwas, was sie störte und sie schämte sich dafür. Das bekam 
ich dann mit. Als ich ankam saß sie in ihrem Zimmer in ihrem Rollstuhl mit 
nassen Haaren und leicht bekleidet. T-Shirt und kurze Hose. Sie war unter der 
Dusche und ihre Mutter war auch dabei als ich ankam. Ihr Vater meckerte, er 
hätte doch gesagt, daß ich komme. Der Mutter war es wohl etwas peinlich aber 
die Tochter sah aus als wolle sie im Boden versinken. Nun, mir war es egal. 
Ich machte auch leichte Kommentare, sie war jung und attraktiv, ich beschwere 
mich dann ja nicht. Ich ging es locker an. Sie verschwand dann auch erst, 
trocknete wohl ihre Haare und ich war dann bei den Dingen zugange. Sie kam 
dann wieder, es war ja ihr Zimmer wo der PC stand. Nun, ich hatte die Ansicht, 
ich bin selbst behindert, ich gehe mit "meinesgleichen" normal um. So nach dem 
Motto: Ich bin selbst behindert also erzähl mir nichts vom Pferd. 
Ich behandelte sie also ganz normal, kein "Oh Gott was mache ich jetzt". 
Sie kam zurück und sagte nichts. Ich wusste nicht was sie wollte also fragte 
ich sie ob ich raus gehen solle. Nein, wollte sie nicht. Sie sagte auch kaum 
etwas aber stellte eine kurze Frage und war dann wieder still. Sie wollte 
zB wissen ob ich mich denn überhaupt damit auskenne und so weiter. Die Pausen 
zwischen ihren Fragen wurden kürzer und ihre Fragen wurden persönlicher. 
Als sie mit "bist du verheiratet oder hast du eine Freundin" anfing, fing ich 
an zu lächeln. Ich fragte sie dann direkt, ob sie etwa bestimmte Absichten 
hätte. Ob ich denn dann auch dazu bereit wäre? Es ging in die Richtung, ob 
ich sie schön finden würde. Natürlich fand ich das. Aber sie verwies auf 
ihre Beine, die seien doch hässlich. Nein, hässlich sicherlich nicht. 
Nun, wir hatten nichts, sage ich gleich. Ihre Eltern kamen auch immer wieder 
ins Zimmer, aber deswegen nicht. Sie war eine Frau und wollte Bestätigung. 
Die gab ich ihr, was auch nicht schwer war denn lügen musste ich nicht. 
Als wiedermal ihre Mutter ins Zimmer schaute und fragte ob alles ok sei 
oder ob jemand etwas benötigte, machte ich einen Witz als die Mutter wieder 
weg war. Der Tochter war es unangenehm, daß ständig ihre Eltern nachsahen. 
Ich sagte dann, daß die nur sicher gehen wollen, daß ich nicht über sie 
herfalle. Ihre Reaktion? Ob ich denn wollen würde. 
Die Antwort war nicht einfach. Sie wollte wohl ein Ja hören und ehrlich 
gesagt war da auch ein halbes Ja. Aber nicht wegen dem Rollstuhl sondern 
weil ich nicht der Typ bin der sofort mit ihr ins Bett springt. Wenn wir
uns besser kennen würden, wäre die Antwort sicher Ja. Ihre Beine, ihr 
Rollstuhl, würde es mich nicht abschrecken? Nein, warum auch? Wo ein 
Wille ist, ist auch ein Weg. Ihre Behinderung wäre kein Hindernis, es 
sei denn man macht eines daraus. Als ich dort ankam war sie so, als wolle 
sie sich verstecken. Am Ende redeten wir schon fast über Stellungen im Bett. 
Warum auch nicht, es war recht sachlich. Warum sollte eine Frau im Rollstuhl 
nicht können? Man, oder Frau, muß ja nicht umherspringen, zudem gibt es 
zig Stellungen, manche haben sogar Seile an der Decke hängen. Also warum 
nicht? Sie fand es erfrischend, mit ihren Eltern könne sie ja über so 
etwas nicht reden. Am Ende lachte sie sogar, laut. Ihre Mutter kam sofort 
herein und wollte sehen was los sei. Ihre Tochter sagte, ich sei nicht über 
sie hergefallen, sie, die Mutter, bräuchte nicht ständig aufpassen. Die 
Mutter fand es wohl nicht so lustig wie wir. Ich ging dann auch wieder, 
meine Arbeit mit dem PC war erledigt. Ich sagte ihr: Die Leute sehen nicht 
den Rollstuhl an, auch nicht ihre Beine sondern die wunderschöne junge Frau 
die sie nunmal sei. 
Nun, ich habe sie nie wiedergesehen, ich ging dann auch irgendwann nach Bonn.
Mit ihrem Vater hatte ich natürlich noch Kontakt und er fragte auch, was denn 
da los gewesen wäre, die Mutter wäre wohl besorgt gewesen. Natürlich kann man 
nachvollziehen, daß sich Eltern sorgen um ihr Tochter machen. Insbesondere 
wenn sie hilfloser ist als andere. Ihre Mutter machte sich Sorgen weil sie 
dachte, ich würde mit ihrer Tochter Spielchen spielen. Ich fragte ihn dann, 
ob er wirklich glauben würde, daß ich so etwas tun würde. 
Manchmal wollen Eltern es nicht hören aber ich sagte ihm, wie ich es sah. 
Seine Tochter ist nicht dieses schüchterne und hilflose kleine Mädchen. 
Man kann sich wunderbar mit ihr unterhalten und sogar über Erwachsenendinge. 
Sie ist keine hilflose Behindert, sie ist eine attraktive junge Frau mit 
Wünschen und Bedürfnissen wie jede andere Frau auch. Sie zu ihrem Schutz 
einzusperren ist sicher der falsche Weg. Sie benötigt Hilfe und Unterstützung, 
ja. Aber die sollte nicht so aussehen, daß man sie festhält und in eine 
Richtung zwingt. Sondern man sollte sie auf dem Weg, der Richtung, begleiten, 
welchen sie gehen möchte. Die Welt da draußen ist gefährlich, besonders für 
Frauen wie sie. Es gibt sehr sehr viele Menschen welche sie nur benutzen 
und ausnutzen wollen. Sie kann ja nicht weglaufen, sie ist abhängig, viele 
werden das ausnutzen wollen. Doch deshalb sollte man nicht sie einsperren.

Es gibt aber auch so Fälle. Frauen mit Behinderung werden sehr oft Opfer 
von Übergriffen und Vergewaltigungen. Man will ihnen ja nur helfen und 
Mitleid? Nein, sehr viel öfter ist es eben das Gegenteil. Doch manche Frauen 
sind eben verzweifelt, nehmen jeden der zur Verfügung steht. Immer nach 
dem Motto: Ich kann nicht wählerisch sein und wenn er will dann ... .
Man kann sie warnen und alles, aber wenn sie nicht hören kann. Er behandelte 
sie arrogant, als wäre sie ein kleines Mädchen. Ihr war es egal. Sie wurde 
dann auch schnell schwanger, mit 17 Jahren. Er war sofort weg, nicht mehr 
auffindbar. Weiß nicht wie das in Deutschland möglich ist, evtl. ging er 
ins Ausland. Sie war "kaputt", nicht nur das sie emotional fertig war, auch 
die Schwangerschaft machte es für sie nicht einfacher. Sie war fertig mit 
der Welt. Ausgenutzt, benutzt und weggeschmissen, mit einem Kind im Bauch.
Was würdet ihr als Eltern dieses Mädchens tun? Damals war ich schon mit 
meinem Engel zusammen, und wir boten unsere Hilfe an, wenn wir helfen 
könnten. Das Kind wurde abgetrieben und das Mädchen ging in eine Therapie. 
Ich weiß nicht, was heute aus ihr geworden ist. Damals sah man sie nie 
lachen. Glaubt ihr, es war ihre Schuld? Glaubt ihr, es war richtig sie 
so zu behandeln? Was ich damals dachte, sage ich lieber nicht. Lexi war 
damals bereits geboren und der Gedanke, daß jemand so mit ihr umgehen 
würde, ich würde mich nicht fragen müssen, wer das Geschwür ist welches 
man aus der Gesellschaft entfernen sollte. 

Mein Weg war nicht einfach. Andere hatten es sicher viel schwerer. Wieder 
andere haben aufgegeben und sich das Leben genommen weil sie es nicht mehr 
ertragen konnten. 

Viele Menschen da draußen, die Normalen, sie nehmen keine Rücksicht, im 
Gegenteil, sie nutzen es aus. Jemand mit Beeinträchtigung wird als schwach 
wahrgenommen und so jemanden kann man benutzen. Egal ob Frauen oder Männer, 
die sind alle gleich. Menschen wie wir haben für solche Kreaturen keinen 
Wert und deshalb behandeln die uns auch so. Menschen wie ich haben dann 
irgendwann die Möglichkeit aus diesem Gefängnis auszubrechen und sich 
gegen solche Leute zu wehren. Nicht alle haben diese Möglichkeit. 
Das Recht normal leben zu können, ohne das andere es einem nicht gönnen, 
es ist nicht selbstverständlich.

Komme ich jetzt mal zu einem Schluss. Aber noch kurz zu den Bildern des 
Dokuments. Viele Stellen sind geschwärzt, ne, geweißt. Alle anderen hätten 
Schwarz genommen um zu signalisieren das dort etwas war. Ich nahm Weiß, weil 
es mir so besser gefällt. Zuviel Schwarz gibt so ein negatives Feeling.

Seiten fehlen, zB die erste, weil dort Daten sind welche ich lieber 
nicht zeige weil es andere betrifft. ZB das Institut welches den Test 
machte, ich weiß nicht ob die es toll finden würden wenn deren Dokumente 
und Daten gezeigt werden. Namen sowieso, bei meinem habe ich den ersten 
Buchstaben gelassen denn es werden sicher einige kommen und sagen: Das 
geht dort um jemand anderen und ich hätte es nur "geklaut". Gut, die 
werden es trotzdem behaupten, ist nur Zufall mit dem ersten Buchstaben. 
Dann kann ich euch auch nicht helfen.
Teilweise habe ich größere Stellen geweißt, manchmal geht es um medizinische 
Aussagen bezüglich mich und da gehe ich lieber auf Nummer sicher. Auch wird 
hier und da Bezug zu anderen genommen, daß sollte wohl auch besser nicht 
gezeigt werden. Es ist nichts schlimmes aber es werden auch andere genannt 
und Bezug zu anderen Instituten genommen. 
Und natürlich muß ich meine Überheblichkeit ausleben und alles was mich 
negativ dastehen lässt herauslöschen. Nein, habe ich nicht. Aber zB eine 
Auflistung von Diagnosen und meinen damaligen Ärzten, welche auch 
teilweise einen Arztbrief zur Verfügung gestellt hatten, ist nicht für 
alle gedacht. 

Den Teil mit der Feinmotorik sollte ich wohl auch löschen, sonst sehe ich 
so negativ aus. Nun, ich zittere nicht, aber diese mini mini SMD Komponenten 
löten ist sicher nicht meine Stärke. Obwohl, wenn es sein muß würde ich es 
evtl. hinbekommen aber sicherlich nicht toll. Als Beispiel, ein Garn durch 
ein Nadelöhr einfädeln kann ich, meistens. Ja, ich habe auch schon genäht, 
auch gestrickt und gehäkelt. Was war noch dieses Liesel, Strickliesel? 
Ich? Als Junge und als Mann? Handwerk ist Handwerk, ein Mann kann stricken, 
eine Frau kann einen Nagel in die Wand hauen. Und wenn sie sich dabei auf 
den Finger haut: Willkommen im Club. Mir sind auch beim Stricken Maschen 
heruntergefallen, und die findet man nie wieder. Etwas mit den Händen machen, 
ob jetzt mit Holz oder Stoff, es trainiert die Hand und alles. 
Die körperlichen Einschränkungen werden genannt aber auch, daß ich die durch 
meine anderen Fähigkeiten kompensieren kann. 
Man bot mir dann den Platz an. 

Ich weiß nicht wie knapp es damals war oder ob nicht doch der eine oder die 
andere doch Mitleid hatten. Es hatten sich sicherlich viele auf die Plätze 
beworben. Ich war auch nicht einer der Besten sondern eher besserer 
Durchschnitt. Aber andere hatten das Studium/Ausbildung nicht geschafft.

Die Aussage, daß ich durch Leistung/Arbeit Anerkennung suche steht übrigens 
auch dort drin. Aber in Stellen welche ich gelöscht habe und nur diese Aussage 
stehen lassen, dazu ist es nicht wichtig genug. Ist auch nur ein Nebensatz. 
Dinge zu meinen damaligen Familienverhältnissen habe ich auch gelöscht, Namen 
und Co. muß da nicht gezeigt werden.

Da Texte einfach nur als Bilder einzustellen eigentlich keinen Sinn macht, 
zumal dies hier ein Blog und kein Vlog ist, habe ich die OCR drüber laufen 
lassen und den Text auch als Text eingestellt. Erst das Bild, als Quelle und 
das man sieht das der Text davon ist, und dann der Text aus dem Bild.

Nur nochmal so: Hätte ich die Texte selbst geschrieben, es würde vieles 
sicherlich positiver und angeberischer dargestellt worden sein. Ihr wisst 
schon, meine Überheblichkeit usw. . 
Eigentlich hätte ich es fälschen können, mit Briefkopf von einem Institut. 
Eine alte Schriftart und dann ausdrucken und etwas schief einscannen, damit 
man es als Scann erkennt, und schon hätte ich .... . Warum habe ich es nicht 
gemacht? Warum habe ich das Original genommen und so viel gelöscht? Weil ich 
dumm bin. Oder weil ich euch glauben lassen will, daß ich dumm bin und es 
nicht gefälscht habe? Vielleicht sollte ich das vergilbte Frontblatt auch noch 
einscannen. Da müsste ich aber fast alles löschen, macht also keinen Sinn und 
ich hätte es ja mit dem Gelbstich so ausdrucken können. Man kann heutzutage 
wirklich niemandem mehr trauen, nichtmal sich selbst. Ja, auch einer meiner 
Sprüche. Denkt was ihr wollt. Solltet ihr sowieso.

So, da ist es:
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2.1. Rechnen

In allen ..... konnte Herr L..... sämtlichen 
mathematischen Anforderungen in hohem Maße entsprechen. Auch 
alle komplexen Aufgaben in der Fachmathematik stellten für 
ihn keine Überforderung dar. Es liegt bei ihm zweifellos ein 
hohes mathematisches Leistungsvermögen vor, das sich darüber 
hinaus noch steigern lassen dürfte.


2.2. Sprache

Die Rechtschreibung von Herrn L..... ist als etwas unsi- 
cher zu bezeichnen. Da er jedoch durch gute Übungserfolge 
schnell dazu lernt, ist eine weitere Steigerung zu erwarten. 
Die sprachlichen Möglichkeiten, die besonders in der 
schriftlichen Form hervortreten, sind gut. Er konnte Texte 
gut formulieren, und er ist in der Lage, Dinge und Vorgänge 
anschaulich darzustellen,

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2.3. Fachkunde/Aufgabenverständnis

In der Fachtheorie war Herr L..... in den Berufsfeldern 
allen Anforderungen gewachsen. Die Lernzielkontrollen zeig- 
ten ausnahmslos gute Ergebnisse. Herr L..... verfügt über 
ein hohes Maß an Theorieverständnis, wobei sich dieses Er- 
gebnis in allen Berufsfeldern gleichermaßen zeigte.

Entsprechend dem Vorbeschriebenen ist auch das Aufgabenver- 
ständnis von Herrn L..... erheblich. Er ist meistens zu 
einem völlig selbständigen Erkennen der Anforderungen in der 
Lage, gliedert sich seine Arbeit folgerichtig durch und ver- 
gißt auch kleine Einzelschritte nicht. Treten bei der Aus- 
führung der Arbeit Schwierigkeiten auf, so ist er in der 
Lage, diese weitgehend selbständig zu beheben, bzw. sich 
durch gezielte Zusatzfragen die notwendigen Informationen zu 
verschaffen. Selbständiges Einarbeiten in neue Stoffgebiete 
und Arbeitsweisen sind im weitestgehend möglich.


3. Arbeitsergebnisse: Praxis

3.1. Grunderprobung

Herr L..... verhielt sich während dieser Phase reserviert 
und abwartend. Er erledigte alle Aufgaben schnell und si- 
cher, auch wenn diese nicht unbedingt seinen beruflichen 
Interessen entsprachen. Schon in der Grunderprobungsphase 
konnte festgestellt werden, daß Herr L..... in jedem der 
angebotenen Bereiche über ein enormes Leistungsvermögen 
verfügt, so daß eine erfolgversprechende Fachvertiefung in 
allen Berufsfeldern gegeben war.


3.2. Elektronik

In diesem Bereich konnte Herr L..... stets den Anforde- 
rungen entsprechen, obwohl hier eindeutige behinderungsbe- 
dingte Schwächen zu erkennen waren. Er verfügt über ein noch 
ausreichendes Handgeschick, arbeitet motiviert und mit Er- 
folg an den gestellten Aufgaben.

Bei allen Anforderungen erfaßt er die Aufgabenstellungen 
schnell und sicher und lernt ohne jede Schwierigkeit neue 
Vorgänge. Falls notwendig, läßt er gegebene Unterstütungen 
und Anregungen mit in seine Arbeit einfließen. Auch die 
Aufgaben, zu deren Bewältigung ein sehr hohes Theoriever- 
ständnis erforderlich war, entsprachen den Anforderungen 
einer Ausbildung in diesem Bereich. Das Arbeitstempo war 
durchschnittlich, und das Projekt erfüllte die Anforderungen 
einer Ausbildung in diesem Bereich.

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Herr L..... zeigte hier viele gute, oft völlig fehler- 
freie Arbeitsergebnisse auf allen Arbeitsgebieten dieses
Berufsfeldes.




Das Form- und Materialgefühl ist durchschnittlich und auf- 
grund seines guten Theorieverständnisses war Herr L..... 
stets in der Lage, die Anforderungen der Arbeit zu erkennen 
sowie die Werkzeuge sachgerecht einzusetzen. Hinsichtlich 
der Maßgenauigkeit kam es mitunter zu Einschränkungen. Herr 
L..... war dann zwar bereit, die Arbeiten zu wiederholen 
und verbesserte sie auch im Ergebnis, jedoch muß von einem 
nicht sonderlich ausgeprägten feinmotorischen Geschick ge- 
sprochen werden. Letztendlich wurde jedoch das Projekt in 
ausreichender Qualität angefertigt. Es sollten aber für 
eventuelle Ausbildungen in diesem Bereich bessere körper- 
liche Voraussetzungen gegeben sein.


4. Belastbarkeit

Die körperliche Belastbarkeit ist behinderungsbedingt einge- 
schränkt. Außerdem wurden feinmotorische Schwächen beobach- 
tet.

Die psychische Belastungsfähigkeit von Herrn L..... ist 
ausreichend gegeben. Er erwies sich in Streßsituationen als 
voll leistungsfähig. Seine anfängliche große Zurückhaltung 
in Gruppensituationen kann überwiegend als Eingewöhnungspro- 
blem in neue Situationen gewertet werden, ließ sich jedoch

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bildung bietet in Verbindung mit den guten theoretischen 
Begabungsvoraussetzungen eine gewisse Gewähr dafür, daß die 
praktisch-handwerklichen Schwächen ausreichend kompensiert 
werden können.

Im Rahmen der testpsychologischen Nachuntersuchung, die zur 
Absicherung der theoretischen Begabungsvoraussetzungen 
durchgeführt wurde, zeigte Herr L..... eine aufgabenbezo- 
gene und bemühte Arbeitshaltung. Aufgabenverständnis, Kon- 
zentration und Ausdauer sowie Arbeitstempo entsprachen ohne 
Einschränkungen den Anforderungen der Gruppenuntersuchung. 
Aufgrund der erzielten Ergebnisse in den verschiedenen psy- 
chometrischen Testverfahren lassen sich folgende Einzeler- 
gebnisse bezüglich der berufsrelevanten Begabungsdimensionen 
unterscheiden:

Bei einer visuellen Aufmerksamkeitsaufgabe, bei der unter 
verstärktem Zeitdruck die rasche und zuverlässige Unter- 
scheidung ähnlicher Details verlangt wird, arbeitete Herr 
L..... mit gut durchschnittlicher Geschwindigkeit und 
hoher Sorgfalt. Von einer mindestens befriedigend entwickel- 
ten Fähigkeit zu kurzzeitig erhöhter konzentrativer Anspan- 
nung kann demnach ausgegangen werden.

Das logisch-schlußfolgernde Denkvermögen bezogen auf sprach- 
freie Aufgabenstellungen, wie es beim Erkennen und folge- 
richtigen Anwenden logischer Regeln zum Ausdruck kommt, ist 
überdurchschnittlich sicher ausgeprägt. Herr L..... ver- 
fügt über ein ausgesprochen gutes theoretisches Lernpoten- 
tial.

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Das zeigt sich auch, wenn auch nicht ganz in derselben Aus- 
prägung, bei Anforderungen an das sprachgebundene Denkvermö- 
gen. Sprachverständnis sowie sprachliches Abstraktionsvermö- 
gen entsprechen mindestens gut durchschnittlichen bis über- 
durchschnittlichen Anforderungen.

Numerische Aufgabenstellungen löst Herr L..... mit insge- 
samt gut durchschnittlichem Erfolg. Das gilt sowohl für Auf- 
gaben zur Überprüfung der theoretisch-rechnerischen Denk- 
fähigkeit als auch für die Lösung angewandter Textaufgaben.

überaus sicher geht Herr L..... bei allen anschauungsge- 
bundenen Denkaufgaben vor. Räumliches Vorstellungsvermögen 
sowie visuelle Differenzierungsfähigkeit genügen deutlich 
überdurchschnittlichen Maßstäben.

Insgesamt verfügt Herr L..... über eine ausgewogene Bega- 
bungsstruktur auf mindestens gut durchschnittlichem bis 
teilweise überdurchschnittlichem Leistungsniveau. Insbeson- 
dere die ausgeprägte Fähigkeit zu logisch-schlußfolgerndem 
Denken, aber auch das gute sprachliche Begabungspotential 
weisen auf ein hohes theoretisches Lernvermögen hin, auf- 
grund dessen Herr L..... auch für anspruchsvolle Ausbil-
dungsgänge geeignet ist. So kann ..... 
..... sicher nicht mit intellektueller Überforderung
erklärt werden.

Zusammenfassend verfügt Herr L..... vom theoretischen 
Begabungspotential sowie von der Motivationslage her über 
ausgesprochen günstige Voraussetzungen für eine Ausbildung 
..... . Die leichten Schwächen im praktisch- 
handwerklichen Bereich sollten sich dadurch ausreichend 
kompensieren lassen.

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..... daß Herr 
L..... über eine hohe theoretische Leistungsfähigkeit 
verfügt, die eindeutig höher einzuschätzen ist, als es das 
bisher erreichte Schulbildungsniveau erwarten läßt. Leichte 
Schwächen waren dagegen im praktisch-handwerklichen Bereich 
festzustellen. Diese sind aber nicht so erheblich, daß eine 
entsprechende Ausbildung auszuschließen wäre.

In der Abschlußbesprechung, an der Vertreter aller .....

sowie Frau ..... teilnahmen,
wurde festgestellt, daß Herrn L..... eine Ausbildung im 
..... werden kann. Insbesondere das 
theoretische Leistungsvermögen bietet günstige Voraussetzun- 
gen für einen entsprechenden Ausbildungsgang, das praktisch- 
-handwerkliche Geschick ist noch ausreichend.

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