Heiß, das Wetter? Ja, das Wetter ist auch warm. Mein Außenthermometer
sagt 26 Grad zur Mittagszeit. Das ist warm, aber wisst ihr was heiß
ist? Nein, diesmal nicht die Drummerin. Wenn es der Frau die ihr liebt
und mit der ihr zusammen lebt so warm ist, daß sie sehr sehr sehr leicht
bekleidet duch die Wohnung läuft und auf der Couch liegt. Dann merke
selbst ich: Es ist kein Gerücht, daß ich ein Mann bin. Mein Gott, sie
ist wirklich göttlich. Ein Photo davon? Nein, es wäre so heiß, daß
alle es sehen wollen und dann bricht das ganze Internet zusammen.
Heute könnte ich eine Menge schreiben, tue ich ja sonst auch. Aber es
gibt viele Themen der letzten Tage. Nicht unbedingt schöne.
Was war heute? Heute am Vormittag waren wir nochmal Möbel aufbauen.
Weiß nicht was andere damit für Probleme haben aber wenn man nett
gefragt wird hilft man natürlich. Dank Akkuschrauber ging es auch
recht schnell und einfach. Was haben wir früher blos ohne Akkuschrauber
gemacht? Ja, alles per Hand reingedreht. Das gab kräftige Hände von
denen die Frauen begeistert waren, oder wurden sie davon begeistert?
Fragt die Frauen.
Ja, dann kommen sie an: "Du hast das doch bei dir so gemacht, du kannst
das, würdest du für mich auch?", "Du möchtest das auch so haben?", "Ja.",
"Bist du dir auch sicher?", "Ja!", "Kennst du die Gefahren davon?",
"Welche Gefahren?", "Weiß nicht, deshalb dachte ich, daß du sie evtl.
kennst. Ja, ich komme vorbei.".
Ivie war natürlich dabei und ich muß sagen: Sie waren gemein zu mir.
Ich: "Habt ihr meinen Schraubendreher gesehen?", eine Person dessen
Namen ich nicht nenne: "Ivie, ich glaube er wird jetzt langsam alt.",
ich: "Was? Wieso?", Ivie: "Er liegt doch direkt vor deiner Nase.",
ich: "Oh, daß wusste ich, ich wollte euch nur testen ob ihr auch
aufpasst.". Haben die mir bestimmt geglaubt, oder?
Wenn ich das mal so sagen darf, diese schwedischen Möbel von der
Firma mit vier Buchstaben sind nun wirklich nicht wirklich gut.
Kleinigkeiten, im Großen passte ja alles, aber wenn das Holz so
wenig Masse hat, daß eine Frau per Hand die Schraube eindreht
und die Schraube keinen Halt hat und durchdreht, dann passt doch
was nicht. Das Problem hatte ich schnell gelöst aber für weniger
handwerkliche Leute die sich diese Möbel kaufen ist es eben
erstmal eine Katastrophe und die denken dann an zurück bringen.
"Es ist kaputt.", "Was ist passiert?", und dann geht das Jammern
los, weil es nicht hält.
Mein Stiefvater brachte heute auch die Photosammlung meiner Mutter
vorbei. Er hatte mich gefragt ob ich die haben wollte. Er hätte sie
durchgesehen und dachte ich würde die haben wollen. Ja, warum nicht.
Mal durchsehen und dann mal sehen. Das es aber so viele sind? Hätte
ich nicht gedacht. Dachte meine Mutter wäre eher so, daß sie altes
entsorgt. Auch was solche Sachen anging hatte sie immer mal wieder
"Platz gemacht". Ich habe noch nicht alle durchgesehen, es sind
wirklich viele. Teilweise aus ihrer Kindheit und von ihrer Familie.
Bisher wenige noch mit Uniformen aus dem 2. Weltkrieg. Bilder und
Dinge von ihr, die ich nicht kannte. Alte Bilder aus Stiepelse
auch von dem Haus damals. Ich schrieb schon, daß wir in der damaligen
DDR Verwandte hatten. Viele Bilder aus der Kindheit meiner Mutter.
Menschen an die ich nicht mehr gedachte hatte aber auf den Bildern
sofort wiedererkannte. Von Pit, oder Peter, gibt es auch Bilder,
sogar mit mir. Die Hochzeit meiner Eltern, bei dem ersten Bild dachte
ich, wer die sind. Dachte noch, daß sind die nicht. Aber doch, ein
paar Bilder weiter steht es auf der Rückseite.
Ich könnte da jetzt viel schreiben. Bilder von Reisen bevor wir, ihre
Kinder, überhaupt geboren waren. Bei manchen Bildern frage ich mich,
wie meine Mutter damals, als junges Mädchen/Frau, war. Es gibt Bilder
mit ihr und Männern, da könnte man fast denken ... .
Die Bilder sind nicht nur eine Reise in die Vergangenheit meiner Mutter,
es zeigt hier und da etwas, was ich bisher nicht wusste.
Das sie überhaupt so viele und teils sehr alte Photos so lange aufbewahrt
hat, es verwunderte mich. Ich hätte eher Bilder von uns und Kindern und
Enkelkindern usw. erwartet. Aber da sind so viel mehr Bilder, die mehr
von ihr und ihrer Vergangenheit zeigen.
Sie war mit mehr als einem Mann zusammen, daß kann man sagen. Von vieren
weiß ich, mit denen war sie in ihrem Leben zusammen. Waren da noch mehr?
Man glaubt man kenne seine Mutter, man hat schliesslich sehr viel Zeit
zusammen verbracht und war ein Teil des Lebens des anderen. Und dann
sieht man die Bilder und sieht auch andere Seiten von ihr. Bei einigen
Bildern wurden Beschreibungen oder Kommentare auf die Rückseite geschrieben.
Bei manchen ging es ums Vergessen. Das der jüngere Bruder meiner Mutter
noch sehr jung mit einem Motorad verunglückte und starb wusste ich. Ich
hatte aber nie ein Bild von ihm gesehen und nie den Kommentar hinter dem
Bild.
Bilder von jemanden, der wohl die Freundin meiner Mutter als Kind/Jugendliche
war. Auch später noch Bilder von der Heirat dieser Freundin. Bei manchen
Bildern sind eben Kommentare geschrieben worden.
Hochzeitsbilder nicht nur von meinen Eltern, von meinen Onkeln und Tanten.
Auch von der Hochzeit meiner Cousine, meine Mutter war ihre Patentante,
und eben von Kindern und Enkelkindern und Patenkindern usw. .
Ein Bild, da musste ich etwas schmunzeln. Meine Schwester als kleines
Kind macht wohl am Tisch Hausaufgaben. Hinter dem Photo ein Kommentar,
wie fleissig sie für die Schule lernt. Hat sich später wohl geändert.
Meine Schwester ist älter und hatte wohl am meisten Zeit mit der "heilen
Familie" verbracht. Die Trennung hat ihr sicher sehr zugesetzt. Ich war
noch recht jung aber sie war ein paar Jahre mit der Familie aufgewachsen.
Zudem musste sie als die ältere auch Verantwortung für ihre Geschwister
übernehmen.
Bilder von mir gibt es eher wenige. Meine Geschwister sind ja auch älter
und da gab es schon vorher mehr Zeit und Möglichkeiten Bilder von ihnen
zu machen. Ich bin dann meist in den Gruppenbildern dabei.
Bilder aus der Achtermannstraße, die Häuser gibt es heute dort nicht mehr.
Meine Oma väterlicherseits hatte also ein Lieblingskind, so steht es auf
der Rückseite des Bildes. Ich war es nicht, hätte mich auch gewundert.
Es gibt so ein Photobuch vom 90. Geburtstag meiner, unserer, Oma und zwar
mütterlicherseits. Ich könnte mir vorstellen, daß meine Cousine es gemacht
und an Leute verschenkt hatte. Es würde zu ihr passen. Ich war bei der
Feier ja auch dabei, so wie andere auch. Was mich wunderte, und zwar in
mehrfacher Weise, am Ende ist ein Kapitel "Bilder der Familie", oder so.
Aber nicht nur, daß da nicht alle dabei sind, eher wenige, ausgerechnet
ein Bild von mir ist am Anfang dieses Kapitels. Kein gutes Bild von mir
aber warum ich? Andere fehlen ganz, da hätten Bilder von den anderen der
Familie zu gehört. Warum setzt man ein Bild von mir an den Anfang?
Warum nicht meine Mutter und Onkel? Vermutlich bedeutungslos aber ich
fand es "komisch" mein Bild am Anfang zu sehen während andere ganz
fehlen.
Zu der Feier könnte ich noch etwas anderes schreiben, tue ich aber nicht.
Ich fand es nicht schön.
Nagut, tue ich es doch. Schon als ich jung war hatte ich einen
Lieblingskuchen. Kaum jemand machte ihn weil er sehr aufwendig zu machen
war aber meine Oma hatte den oft gemacht. Er war eben etwas besonderes
und er schmeckte einfach, zumindest mir. Jedesmal wenn der Kuchen auf
dem Tisch stand brauchte man mich nicht fragen, was für einen Kuchen
ich möchte. Es war eine große Torte und wenn etwas davon übrig blieb
wurde es uns mitgegeben. Sie wussten damals, ich esse den gerne. Selbst
wenn er zwei Tage alt ist, ich mochte den Kuchen. Schon als Jugendlicher,
vielleicht sogar schon als Kind, war es mein Lieblingskuchen.
An dem 90. Geburtstag gab es ihn. Jemand hatte ihn gemacht, weil meine
Oma den früher immer bei Feiern usw. gemacht hatte.
Das ich kein Stück mitbekommen habe war nicht das Problem. Ich war
"erwachsen" und man bekommt eben nicht immer was man möchte. Was
das Problem war, waren die Kommentare. Als das letzte Stück verteilt
wurde und ich noch so ein bischen die Hoffnung hatte mal wieder diesen
Kuchen essen zu können, da kam der Kommentar, daß ich den ja sowieso
nicht mögen würde, oder eben so in die Richtung. Du isst den ja nicht
gerne, oder so etwas. Von wem kam der Kommentar? Von meiner Mutter und
meiner Oma. Eigentlich meine Mutter aber meine Oma sagte so etwas wie
"stimmt". Die welche es wissen sollten, oder? Ja, sie haben es wohl
vergessen. Ich war und bin kein Kuchenesser selbst mit Süssigkeiten
konnte man mich auch als Kind nicht locken. Aber den Kuchen gaben sie
uns damals mit nach Hause, damit ich den später noch essen könne. Hatten
sie wohl alle vergessen. Ich dachte, mein Lieblingskuchen sie werden
sicher daran denken, daß ich ein Stück abbekomme. Und dann kam das.
Runterschlucken und gute Miene zum Spiel machen.
Aber mein Photo ist in dem Kapitel das erste.
Ich hatte geschrieben, daß ich mal darüber nachdachte ein oder zwei
Bilder meiner Mutter einzustellen. Ich hatte mich dagegen entschieden.
Als ich die ersten Photos so durchsah dachte ich nochmal daran ein
paar Bilder zu digitaisieren und einzustellen. Ich habe noch nicht
alle durchgesehen und auch noch keine dafür aussortiert aber ich
denke, es wird später welche von ihr geben. Damit die Leute sehen
wer sie war und sie nicht vergessen wird.
Evtl. finde ich auch noch Photos von mir als Kind, meist sind wir
als Gruppe zu sehen. Mein Bruder lebt nicht mehr aber ich weiß nicht
ob meine Schwester es gut finden würde wenn sie mit auf den Photos
ist. Mal sehen ob es noch Photos nur mit mir gibt. Und welche die
nicht peinlich sind. Sind sie vermutlich alle.
"Ivie, schaue dir mal das Photo von mir an. ...... Ok, das ist nicht
gut.", "Doch, ist doch niedlich.", "Du hast sofort gelacht also kann
ich es nicht verwenden.".
Es gibt Photos die könnten schon historisch sein. Vielleicht werde ich
die auch mit einstellen.
Hier war/ist ein Break.
Das Obere hatte ich am Samstag Nachmittag geschrieben. Dann kam kurz
etwas dazwischen und etwas anderes und dann wollte ich auch nicht mehr
schreiben oder es soweit fertig machen, daß ich es online setze.
Ich hätte es löschen oder jetzt in anderem Kontext neu schreiben können.
Aber dieser Blog fing deswegen an, um die Sachen niederzuschreiben und
meine Gedanken einen anderen Weg laufen zu lassen um sie besser sortieren
zu können. Es wurde auch ein bischen wie ein Tagebuch um Gedanken und
Ereignisse festzuhalten.
Ich mache mir kein Script oder plane was ich schreiben werde. Oft gibt
es ein Thema oder Ereignis und dann fange ich einfach an zu schreiben
und komme dann von einem zum anderem. Ich schreibe quasie frei nach
Schnauze, wie die Berliner sagen würden.
Deshalb habe ich es so gelassen.
Es geht mit den Photos weiter. Am Samstag schrieb ich schon über die
Feier und warum mein Photo als "Familie" dort war.
Ivie hat den Vorteil dies schon lesen zu können bevor ich überhaupt
fertig bin, also mit dem Schreiben fertig bin. Sie macht mich auch
fertig und das kann sie jederzeit immer wieder gerne. Sie ist eben
eine Wildkatzte auch im .... ähm anderen Dingen.
Das Bild wäre vielleicht nicht das beste aber auch nicht schlecht.
Da sie das Buch sowieso nochmal angesehen hatte, habe ich es spontan
auf den Scanner gelegt.
Das Bild ist unbearbeitet, auch die Schrift ist so in dem Photo-Buch.
Es war November 2011, so sieht ein Vater aus. Meine "wilde" Zeit hatte
ich da hinter mir.
Ich trage keinen Anzug oder so, es war nicht die offizielle Feier wo
Leute aus dem Rathaus kamen um ihr zu gratulieren. Das war die
"gemütliche Familienfeier", so gut wie keiner hat einen Anzug oder
so getragen. Auf den Bildern sind auch eher karrierte Hemden und
Jeans oder eben Pullover zu sehen. Wenn ich mich recht erinnere
hatte ich eine Stoffhose also keine Jeans.
Dies halbe Lächeln bei mir ist irgendwie sinnbildlich für die Feier.
Die Stimmung wurde immer schlechter und das war nicht nur bei mir so.
Es gibt ein Bild von meinem Schwager von dem Abend. Nicht in dem
Photo-Buch aber bei denen von meiner Mutter. Und seinen Ausdruck
solltet ihr mal sehen, es schreit geradezu "lasst mich endlich gehen".
Meine Cousine, welche wohl das Photo-Buch gemacht hat, vermute ich,
war am Ende auch nicht so begeistert. Keine Ahnung ob am Ende der
Feier überhaupt jemand begeistert war.
Es wurden Leute einfach ignoriert. Anders kann man es nicht sagen.
Sogar die Urenkel der Gastgeberin wurden ignoriert. Stellt euch das
vor, die kleinen Kinder, die Kinder der Kinder eurer Kinder, und
ihr ignoriert sie. Auch viele der anderen, daran erinnere ich mich,
ignorierten sie, als gehörten sie nicht zur Familie.
Auch wir saßen am weitesten von unserer Oma weg, wir saßen mit meiner
Schwester und mein Bruder noch etwas enfernt. Meine Cousine saß
auch am Ende eines der U-Seiten, so wie wir nur eben an der andere
U-Seite. Die Enkelkinder des Sohnes meiner Oma saßen dagegen rechts
und links neben ihr, inkl. deren Partnerinnen. Es war eine "komische"
Sitzordnung. Kleinigkeiten, ja, aber die Menge drückte die Stimmung
immer weiter. Das ich überhaupt ein "halbes" Lächeln im Gesicht hatte
war die "Schuld" meiner Engel.
Meine Mutter machte so ein bischen die Managerin, auch sie saß nicht
bei unserer Oma. Sie redete dann oft mit der Bedienung und auch der
Chefin dort, als ob die nicht wüssten was die zu tun hätten und als
ob es nicht vorher alles besprochen wurde. Aber meine Mutter wollte
eben alles orchestrieren, es war wohl ihre Art damit umzugehen und
nicht als weggeschoben zu gelten. Sie organisierte eben, auch wenn
es nichts zu organisieren gab, so gab es wenigstens einen Grund weshalb
sie nicht bei unserer Oma saß und kam sich nicht so nutzlos vor.
Sie ging auch rum und fragte dann zB nach extra Pudding für die Kinder.
Welches Kind sagt schon zu einer extra Portion nein?
In dem Photo-Buch ist mein Bild als "Einführung" für "Jetzt noch ein
paar Bilder von der Familie", dann kommen Bilder von meiner Mutter
mit meinem Stiefvater und mein Onkel mit seiner Frau, meine Tante, und
dann noch ein Bild meiner Oma welches nicht von der Feier ist.
"Familie"? Wo sind die anderen? Meine Oma mit ihren noch lebenden
Kindern, ja, macht Sinn. Aber was mache ich dann dabei?
Sollte es ein Seitenhieb sein?
Was auch traurig ist, es gibt keine Bilder von zB meinen Engeln.
Mein Bruder nur mal bei einem Bild zufällig seitlich mit erwischt.
Meine Schwester und Schwager einmal im Hintergrund. Von den anderen
gibt es Bilder, sogar teilweise mehrere. So waren wohl die Prioritäten.
Und, ich werde hier wohl jetzt doch aufhören. Alleine dieses Photo-Buch,
welches ich übrigens nicht kannte, bringt so viel hervor.
Ich habe am Samstag Abend noch die Photos meiner Mutter durchgesehen
und gelesen was sie alles dazu geschrieben hatte. Ich hätte es wohl
nicht tun sollen. Man glaubt seine Mutter zu kennen, man kennt sie
sein Lebenlang, man glaubte und vertraute ihr. Ja, sie war auch nur
ein Mensch aber sie war unsere Mutter. Würde sie noch leben hätte
ich nun ein paar unbequeme Fragen an sie.
Man kann sagen, es ist Vergangenheit, es ist geschehen und lässt sich
nicht mehr ändern. Aber genau das ist das schlimme, ich kann es nicht
mehr ändern, unsere Familie, unser Vater, daß alles. Ich kann nicht
hingehen und sagen: Tut mir leid, ich hatte vielleicht eine falsche
Sichtweise, lasst uns bitte nochmal darüber sprechen.
Ich muß jetzt damit leben, ich hatte deswegen so ein Leben. Der
Gedanke ist nicht schön. Vielleicht wussten es andere und waren deshalb
so gegen sie. Ich bin auch nicht so begeistert von dem, was die Photos
und Texte sugerieren.
Später.