Ich wollte ein Video hier verlinken über einen Unfall in der letzten
Woche. Der Link wurde mir zugesandt, aber ich tue es nicht. Was ein
Frontalcrash ist kann sich jeder selbst vorstellen und wie die Autos
nach so einem Crash auf der Landstraße aussehen kann sich auch jeder
vorstellen. Die Insassen mussten von der Feuerwehr befreit werden und
wurden schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht.
Eine 19jährige hat wohl den Unfall verursacht. Man muß das jetzt nicht
unbedingt zeigen.
Zwei Tote und drei schwer verletzte Kinder
nach Geisterfahrerunfall
Hier gibt es keine Bilder. Schwer verständlich, wie so etwas passieren kann.
Die Frau und der Mann müssen es doch bemerkt haben als sie auffuhren, warum
fährt man dann weiter? Spätestens auf der Auffahrt, welche ja dann eine
Abfahrt ist, muß man doch merken, daß etwas nicht stimmt. Tote und bei den
Kindern ist es noch ein Fragezeichen, wenn ich es richtig interpretiere.
Und warum das?
Bin ich doch wieder mit dem Straßenverkehr angefangen, dazu komme ich
bestimmt auch später nochmal.
Unser Gast von gestern und auch heute. Das kleine Mädchen auf welches
wir schon einmal aufgepasst hatten. Da die Eltern zu einer wichtigen
Feier mussten, und auch länger dort bleiben wollten, blieb sie auch
über Nacht bei uns. Die kleine hat Energie, muß man ganz klar sagen.
Das so mancher Babysitter da nicht unbedingt begeistert war/ist kann
ich nachvollziehen. Ivie und ich sind zu zweit und das kleine Kind
ist alleine, daß ist nicht unfair, es ist ausgeglichen.
Aber man kann recht gut mit ihr umgehen. Sie ist fünf aber wir haben
auch schon lesen geübt. Rechnen auch etwas, eben was 1+1 ist und so.
Ein Gefühl für Mengen und wie man es mit Zahlen ausdrückt. Sie geht
noch nicht zur Schule aber sie lernt die Basics schon. Sie ist da
auch recht interessiert und es macht ihr wohl Spaß. Es gibt da ja
keinen Zwang oder Leistungsdruck wie in der Schule.
Am Abend wollte sie nicht schlafen, was auch nachvollziehbar ist.
Es war alles fremd und aufregend und so weiter. Sie blieb dann
nicht im Bett und wir haben sie "eingefangen". Ich, nicht Ivie,
warum weiß ich nicht, sollte ihr dann zum einschlafen etwas vorlesen
und zwar aus ihrem Lieblingsbuch welches sie mitgebracht hatte und
welches wir auch zum lesen üben genutzt hatten. Ich bin nicht so gut
im vorlesen, andere können es sicher besser als ich, aber ich gab mir
Mühe. Es war aber wohl doch zu langweilig, sie schlief dann schnell
ein. Kinder können auch kleine Teufel sein aber wenn sie dann schlafen,
wie ein kleiner Engel. Und diesmal meine ich damit nicht meine beiden
Engel. Sie schlief dann auch tatsächlich durch. Ivie und ich wurden
während der Nacht immer wieder wach. Wir hatten beide einen leichten
Schlaf und haben uns dann wohl auch mal ungewollt gegenseitig aufgeweckt.
Am Morgen weckte Ivie unseren Gast welcher aber nicht aufstehen wollte.
Wir hatten sie schon schlafen lassen aber irgendwann muß sie auch mal
aufstehen. Ivie sagte ihr dann wohl, daß sie ins Bad gehen und sich
anziehen und dann zum frühstücken kommen solle. Sie blieb aber liegen.
Ich habe dann nur mitbekommen wie Ivie ihr die Decke wegzog und ein
"Ins Bad, anziehen, frühstücken, hophop!" im Kommandoton von sich gab.
Hatte funktioniert. Die Kleine testete wohl noch aus wie weit sie bei
uns gehen kann. Aber ansonsten hat es mit ihr Spaß gemacht. So ein
kleines Kind bringt Leben ins Haus, zum Glück nur für zwei Tag.
Sie blieb auch zum Mittagessen zu dem auch Zoya kam. Ich sage nicht
wie alt Zoya ist, sie hat aber keine "1" mehr vorne stehen, und dann
streitet die sich mit einer 5jährigen wer wo sitzen darf. Lächerlich?
Nein, interessant. Ich sage nicht wer gewonnen hat.
Die Kleine, also nicht Zoya, wurde dann abgeholt. Und ja, Zoya bekommt
noch etwas ab. Weil ich die letzte Zeit sehr viel um die Ohren hatte,
und wir leider auch nicht so viel Zeit für uns hatten, wollten wir am
Sonntag noch wo hin fahren und dort Kaffee und Kuchen essen.
Zoya: "Nehmt ihr mich mit?", ich: "Natürlich, wir können dich doch
nicht hier alleine lassen, wer weiß was du dann anstellst.", "Ich bin
keine fünf mehr!", "Bist du da sicher?", "Und das ausgerechnet von
dir?". Aber das Leben meinte es wohl gut mit ihr. Wir waren unterwegs
und vor uns war ein Auto. Die hatten so Aufkleber auf der Heckscheibe,
wenn Kinder im Auto (on Board) sind. Es waren geplottete stilisierte
Bilder von kleinen Kindern, ein Mädchen und ein Junge. Fast in der Höhe
der Scheibe waren sie gut zu sehen. Natürlich standen auch die Namen
darunter und was stand unter dem Mädchen mit den abstehenden Zöpfen?
"Zoe", ich: "Zoya, du sitzt im falschen Auto.", Ivie war auch schon
am lachen. Und Zoya? "Glaubt ihr mir würden Zöpfe stehen?".
Wir hatten zumindest gute Laune und unterhielten uns bei Kaffee und
Kuchen auch noch über unseren Gast, das kleine Mädchen. Meine Meinung
dazu: Wenn diese "Testphase" bei ihr durch ist dann wird das auch alles
etwas ruhiger. Bei ihren Eltern wird sie sicher auch anders sein als
bei einem Babysitter. Und wenn dann nach einer Zeit die Grenzen erkundet
und festgelegt wurden wird es bestimmt auch ruhiger mit ihr.
Wir waren diesmal nicht so lange unterwegs, aber der Kuchen war wirklich
gut. Auf der Rückfahrt dann noch dieses "Mercedes". Die haben irgendwelche
Stoffe im Luftfilter, oder? Steht er mit seinem Mercedes in einer Parkbucht
an der Straße, die Türen weit offen und er steht vor den offenen Türen.
Wir, nicht nur ich sondern auch andere, mussten dann anhalten und auf eine
Lücke im Gegenverkehr warten um seinen fetten faulen Ego-Arsch zu umfahren.
Ich hatte nicht gehupt, aber er hat sicher durchs offene Fenster, welches
Ivie geöffnete hatte, warum wohl, mein "asozialer Idiot" gehört. Der hinter
uns hupte einfach. Warum ist man der Meinung man könne an einer viel
befahrenen Straße so etwas abziehen? Der Verkehr kommt zum Stocken, die
Leute hupen und ärgern sich aber der "hohe Herr" blockiert einfach. Die
Straße gehört ja ihm und alle haben sich nach ihm zu richten. Zoya brachte
einen Spruch mit Körperausscheidungen und nicht umgerührt. Dazu fiel mir
nur eins ein: "Geschüttelt, nicht gerührt.". Was für eine breiige Pampe
bei solchen Leuten wohl im Kopf ist. Ja, es war Sonntag und da sind solche
Leute wohl unterwegs.
Die letzte Zeit war vollgestopft mit allem möglichen Dingen. Ich denke mal,
daß es sich jetzt etwas beruhigt. Dummerweise sagte dann Ivie, als ich es
ansprach, daß es sich ab nächster Woche wieder beruhigt, daß mein Horoskop
das auch sagt. Interessant, oder? Also ich glaube nicht an die Astrologie.
Auch wenn sie der Wegbereiter der Astronomie und der Wissenschaft war so
sehe ich sie höchstens im Bereich der Soziologie oder Psychologie. Texte
welche irgendwie immer mal passen und von dem Leser so interpretiert wird
wie er es gerne lesen möchte, ja, das ist auch eine Kunst.
Man liest eben das heraus was man lesen möchte und den Rest ignoriert man.
Ein Thema über das ich die letzten Tage oft nachgedacht hatte: Die
Vergangenheit und die Erinnerungen und das ich hier oft nur die negativen
Erinnerungen und Teile der Vergangenheit schreibe. Dabei denke ich auch oft
an die positiven Erinnerungen und Ereignisse. Wenn es mir zB nicht gut geht
oder man Stress hat, dann denke ich an etwas positives und plötzlich habe
ich, aus dem Nichts, ein lächeln im Gesicht. Man kann viel Kraft daraus
ziehen wenn man sich daran erinnert, daß es auch immer wieder gute Zeiten
und Erlebnisse gibt. Manche Dinge sind so selbstverständlich, man denkt
nichtmal daran darüber zu schreiben.
Es sind oft Kleinigkeiten und wenn ich da drüber auch schreiben würde, würde
sich hier alles nur noch weiter aufblähen. Mal abgesehen davon, daß das alles
geschrieben werden muß.
Aber ich werde jetzt mal ganz bewusst so eine Erinnerung nehmen und auch ganz
bewusst aus der fernen fernen Vergangenheit über die ich schon so oft negativ
geschrieben habe, die Zeit meiner ersten Ausbildung, obwohl es die zweite
war? Oder die 1.5te? Egal. Eine Erinnerung welche nicht wirklich besonders
ist. Ich sitze auf einem Bordstein in der Sonne und warte. Ja, da kommen
evtl. bei Leuten Fragen auf. Warum erinnere ich mich überhaupt an so eine
allgemeine Lappalie? Ich weiß es nicht, evtl. wegen den Umständen.
Ich fühlte mich damals richtig gut. Es war ein schöner Tag, die Sonne schien
und ich saß da. Die Ausbildungsfirma schickte mich mit einem 7er BMW, ein
Firmenwagen, los damit die Reifen gewechselt werden. Nicht ungewöhnlich, daß
wir Azubis dafür losgeschickt wurden. Aber sie schickten mich los, weiß nicht
warum. Ein 7er war auch damals ein Luxuswagen, sicher nicht alltäglich.
Ich musste dann in die andere Stadt fahren, von BI nach GT und wieder zurück.
Als ich dort ankam sahen mich die Leute schon so an, nicht mal negativ aber
sie schauten. Dort waren mehrere Tore und hinter jedem Tor eine Hebebühne.
So wie heute auch bei diesen Werkstätten wo es um Reifen geht. Ich fuhr den
Wagen auf eine der Bühnen und ging dann wieder aus der Werkstatt heraus. Die
anderen gingen zurück ins Gebäude wo sie dann warteten bis ihre Autos fertig
waren. Ich ging zu dem Parkbereich gegenüber der Tore und setzte mich dort
auf den Bordstein welcher den Parkbereich abgrenzte. Ich saß dort in der Sonne
und schaute durch das geöffnete Tor dabei zu wie an den Wagen gearbeitet wurde.
Ich weiß nicht, warum ich nicht wie die anderen ins Gebäude gegangen und mich
dort auf einen Stuhl gesetzt habe, so wie alle die anderen. Vielleicht weil
ich in der Sonne sitzen wollte. Es war so ruhig und friedlich und die Sonne
wärmte und es war einfach schön. Als ich sah, daß die wohl mit dem Wagen fertig
waren ging ich zurück. Vor mir bezahlte jemand in Bar, war dort auch üblich.
Mein Wagen war ein Firmenwagen und die Firma gab den Auftrag, bei mir ging es
dann anders: "Ihr Wagen ist fertig.", "Dann kann ich wieder los?", "Ja, es
läuft ja über Rechnung. Gute Fahrt.", "Danke, einen schönen Tag noch.".
Als ich aus der Werkstatt fuhr sah ich auch, daß mir Leute hinterher schauten.
Aber ich glaube, ich hatte nicht darüber nachgedacht ob oder was die denken
könnten. Die haben sicher nur dem Wagen nachgeschaut, ich machte nur meinen
Job. Es war sicherlich kein Tag wie jeder andere aber dieser Moment, wo ich
in der Sonne sitze und es sich alles so gut anfühlte, den habe ich in meinen
Erinnerungen. Nicht ungewöhnliches und ich habe sicherlich viele viele male
in der Sonne gesessen und die Ruhe und den Frieden genossen. Aber den Moment
von damals, den habe ich manchmal in meinen Erinnerungen wenn es nicht so gut
läuft.
Damit sind noch andere Erinnerungen an damals verbunden. Nicolai und ich
sollten einen Transporter oder Klein-LKW zu einer Werkstatt in Sennestadt
bringen. Wir fuhren dann mit zwei Wagen, um mit dem zweiten zurück zufahren,
der andere blieb in der Werkstatt. Ich überließ Nicolai die Wahl welches
Fahrzeug er fahren will, mir war es egal. Er wollte den Transporter fahren,
ich fuhr den kleinen Wagen. Da ich mit dem kleinen agiler im Verkehr und
an Ampeln war sollte er dann vorausfahren. Aber er wusste wohl nicht wo
die Werkstatt war wo wir hin mussten. Also sollte ich dann vorfahren, da ich
dort schon mal war. Es gab einen Grund weshalb der Wagen in die Werkstatt
sollte, denke ich mal. Nicolai hatte Probleme mir zu folgen obwohl ich
nicht so schnell fuhr und immer im Rückspiegel schaute wo er ist. Er
beschwerte sich dann später, da der Wagen nicht beschleunigt hätte und
er wäre da durchgeschüttelt worden usw. . Auf der Rückfahrt wollte er dann
meinen Wagen fahren, was er dann auch tat, warum auch nicht. Ja, hatte
schon Spaß gemacht. Ich weiß jetzt gar nicht ob es die Fahrt war, als wir
zurück waren machten die sich über meine "Frisur" lustig. Der Fahrtwind
hatte sie wohl ein klein wenig durcheinander gebracht.
Ja, es gibt auch schöne und lustige Erinnerungen.
Soll ich mal zu denen mit Jaquelin kommen? Habt ihr das auch gehört?
Hat da jemand ganz laut "NEIN!" geschrien? Ja, manchen ist es nicht
peinlich wenn ich erwähne das die Person öfter bei mir in der Badewanne
lag, alleine wohlgemerkt, aber zB ein Vorfall im Kino war ihr so was
von peinlich, das darf ich gar nicht erwähnen. Wir waren zu viert und ...
nein, kommen wir zum Ende der Geschichte. Jaqueline zu mir: "Lachst du etwa?",
"Nein?!", "Was ist das da in deinem Gesicht?", "Was meinst du? Meine Nase?",
"Nein, das andere. Du lachst! Na warte.", ach kommt, da hätte jeder lachen
müssen. Die anderen beiden dann: "Hey ihr zwei Turteltauben, könnt ihr nicht
bis später warten?", ich: "Also das ist jetzt wirklich nicht mehr lustig.",
Jackie: "Echt, glaubst du, man wird die zwei vermissen?", "Wir werden uns
schon eine gute Geschichte einfallen lassen.". Ja, es ging noch etwas weiter
und nein, sie wurden nicht vermisst. Ok, das ist zu doppeldeutig, wir haben
ihnen nichts getan. Zumindest nicht an dem Abend.
Die sollten aber auch wirklich besser auf ihre Schuhe aufpassen, oder Jackie?
Nein, die Schuhe sind ja auf mysteriöser Weise wieder aufgetaucht obwohl die
auch auf Socken nach Hause gegangen wären. Studentenleben eben.
Jetzt bin ich so in Fahrt gekommen. Autos und Erinnerungen. Es gab keine
Verbindung aber trotzdem ist die in meinem Kopf da. Wenn ich an den Golf
denke dann denke ich auch an das andere. Aber es gab keinen Zusammenhang.
Der Golf, weiß nicht welche Version es war. Es war ein Leihwagen den ich
für zwei/drei Tage hatte. Bei dem Wagen war die Kupplung wirklich sehr
schwergängig. Als ich den zuerst fuhr dachte ich es läge an mir, daß ich
zu schwach auf den Beinen sei oder so. Ein neuer Wagen und neue Kupplung,
ist wohl normal und es ist nur für mich zu schwergängig. Dann sagte ich
das mal in einem Gespräch, daß die Kupplung bei dem Wagen so schwer geht.
Er kannte sich aus, hatte KFZ gelernt, und er meinte so etwas wie:
Selbstnachstellende Kupplung, die wären immer etwas schwergängiger. Er
fuhr dann den Wagen mal und ... es lag nicht an mir. Er meinte auch, daß
sei nicht normal. Man musste da wirklich mit Kraft drauf treten. Es war
ein Leihwagen und ich gab ihn sowieso dann wieder ab, es war mir also
egal und ich sagte bei der Abgabe, daß die Kupplung doch sehr schwer geht.
Damit war es für mich erledigt. Es gibt keinen Zusammenhang aber immer
wenn ich an dieses Golf und meine Zweifel, daß es an mir lag, denke
dann kommen auch diese Erinnerungen hoch. Meine Mutter wohnte damals
in einem Haus, ein kleines Haus in der Stadt, im Obergeschoss. Unten
im Erdgeschoss lebte ein älteres Ehepaar. Zuerst dachte ich, die seien
die Eigentümer des kleinen Hauses aber die wohnten dort auch nur zur
Miete, so wie meine Mutter. Allerdings taten sie immer so als wäre es
ihr Haus. Sie waren auch typisch für solche Leute, sie machen alles
richtig und sie sind die besten und alle anderen sind minderwertig.
Übertrieben? Evtl. etwas aber unterm Strich passte es wohl. Mein Schwager
kannte ihn oder wusste wer er ist und er sagte damals auch, der sei ein
hochnäsiges Ekelpaket welchen niemand mag. Er hatte meine Mutter auch
gewarnt, daß sie mit dem Ehepaar nur Ärger haben wird, denn das ist
deren Lebensinhalt.
Hin und wieder hatte ich meine Mutter mal besucht. Von Berlin nach
hier ist keine Weltreise aber doch ein lange Strecke. Also ich war
nicht ständig bei ihr. Das erste mal war ich mit meinem Wagen dort
welcher ein Berliner Kennzeichen hatte. Nun stand mein Wagen vor
der Tür des Hauses und das Ehepaar wusste nicht wem der gehört. Die
waren neugierig. Meine Mutter sah wohl auch aus dem Fenster wie er
immer wieder ums Auto ging und dann da stand als ob er überlegen würde
was er davon halten soll. Keine Ahnung ob er hinter dem Fenster wartete
bis ich dann kam. Aber kaum ging ich zu meinem Wagen kam er auch aus
der Tür. Wer ich war wusste er und er fragte dann ob es mein Wagen sei
und so weiter. Er hätte sich ja gewundert und er wollte möglichst viel
wissen. Ich hatte aber kein Interesse mich mit dem zu unterhalten. Ich
kannte auch schon ein paar Geschichten von meiner Mutter wie dieses
Ehepaar ihr zusetzte. Meine Mutter war teilweise echt eingeschüchtert.
Bei mir waren sie immer nett aber dann gingen sie zu meiner Mutter und
warfen ihr irgendwas vor. Wenn ihr mal unbeabsichtigt etwas auf den Boden
fiel gabs sofort eine Beschwerde, daß sie ja immer so laut sei. War sie
aber sicherlich nicht. Bei mir war er immer nett und höflich und dann
ging er zu meiner Mutter und beschwerte sich bei ihr weil sie ihm nicht
Bescheid gesagt hätte, daß da ein fremdes Auto stehen würde. Er war der
Meinung, daß er über so etwas vorab informiert werden müsse.
Das ist eigentlich nur die Vorgeschichte um die Umstände zu verstehen.
Meine Mutter hatte Geburtstag und ich hatte die Möglichkeit vorbei zu kommen.
Aber nicht wie sonst mit meinem Auto. Ich hatte ein Auto meines Arbeitgebers,
wie gesagt war es die Zeit in Berlin. Der Wagen hatte auch kein Berliner
Kennzeichen sondern etwas spezielleres. Ich sollte aber wieder direkt
an der Tür parken, meine Mutter wollte es so, auch wenn das Ehepaar von
unten immer gerne Ärger macht. Zu der Feier waren noch andere da. Und
natürlich lief dann das Ehepaar wieder herum und schaute sich den Wagen
an. Eigentlich, denke ich, hätten sie sich denken können zu wem der Wagen
gehört. So oft wird meine Mutter nicht Besuch von weit her haben.
Wir oben, oder zumindest ein paar Leute, beobachteten das dann. Wie die
zwei herum liefen und immer wieder schauten. Ich glaube sie konnten damit
nichts anfangen und schauten dann immer wieder.
Bei der Feier machten wir uns dann lustig über das Ehepaar, daß die wohl
vor Neugier platzen oder das meine Mutter wieder Ärger bekommt weil sie
ihn nicht vorher Bescheid gegeben hatte und er nun da steht und nicht
weiß was los ist. Die Leute fanden es lustig, mir war es etwas unangenehm.
Ich hatte aber auch kein Mitleid mit denen, warum auch? Ein Auto mit einem
exotischem Kennzeichen, was solls? Was haben die daraus gemacht? Wegen
meiner Mutter und mir hätte er sich so aufgeregt, daß er einen Herzinfarkt
bekommen hätte. Er hätte wohl auch zum Arzt gemusst, oder so. So zurück
blickend wäre ein Psychologe wohl besser gewesen. Nein, Mitleid hatte ich
nicht mit denen. Die waren ein Ekelpaket welche meiner Mutter zusetzten
nur um deren Ego aufzuplustern. Ich hatte kein Mitleid trotzdem war es
mir unangenehm. Nach dieser Geschichte und da die dann dieses mit dem
Herzinfarkt erzählten, kam ich nochmal dort hin. Es war ein Samstag, daß
weiß ich noch. Ich hatte mir dann gezielt einen Wagen meines Arbeitgebers
ausgeliehen. Als ich dann dort wieder direkt an der Tür parkte wartete
ich extra noch im Wagen. Er kam dann auch aus der Tür, so typisch langsam
mit erhobener Nase. Nur er und ich, so mag ich es und so wollte ich es.
Ja, ich wollte ihn einschüchtern. Ist mir auch gelungen. Meine Mutter
zog dort dann sowieso aus aber er lies sie dann in Ruhe. Und, er war
dann wohl vorsichtiger mit dem was er für Geschichten herumerzählte.
Jetzt bin ich wieder bei so einer Geschichte gelandet obwohl ich nach
Jaqueline meine beiden Engel im Kopf hatte. Obwohl die Geschichte jetzt
nicht negativ war. Ich war nie der Typ der sofort draufhaut. Eher ist es
mir egal. Aber irgendwann ist auch mal genug und dann mache ich keine
halben Sachen.
Meine beiden Engel, daß möchte ich noch loswerden. Das erste mal mit
unserer noch kleinen Tochter in so ein Erlebnisbad oder Abenteuerbad
oder wie es sich auch immer nannte. Mit einem kleinen Kind dorthin
ist sicher nicht die beste Idee aber andere Eltern erzählten davon
und die hatten auch kleine Kinder dabei. Also warum nicht? Es war
schon klar, daß wir nicht alles dort nutzen würden. Wir nutzten nur
die Bereiche welche auch für unsere kleine Tochter geeignet waren.
Es schränkte die Angebote sehr ein aber das störte uns nicht. So
hatten wir keinen Stress um möglichst viele Angebote genutzt zu haben.
Dann seht ihr die anderen Eltern welche gestresst hin und her laufen
oder ihre Kinder wieder einfangen und alles so was. Und unsere Tochter?
Die war so zufrieden, ein bischen im Wasser planschen und so, sie fand
das alles auch so toll. Keine Wasserrutsche oder so, für sie war es
auch so toll. Dann fühlt ihr euch als wäret ihr in einer anderen Welt
und würdet im Fernsehen alle die anderen gestressten Leute sehen.
Manchmal war die Welt für uns schön.
Unsere Tochter war kein Baby mehr aber in einem Alter wo es mit dem
auf Toilette gehen nicht immer klappte. Besonders wenn sie abgelenkt
oder aufgeregt sind. Nun, unsere Tochter machte dann ein Gesicht welches
zeigte, daß ihr da wohl etwas passiert ist. Sie war im Wasser. Jemand
dann: "Ihr Kind sieht aus als hätte es gerade ins Wasser gemacht.",
"Was? Woher wissen sie denn wie sie dann aussieht? Erklären sie mir das.",
"Worauf wollen sie hinaus?", "Oder wollten sie sagen, daß meine Tochter
hässlich sei?". Mein Engel ging dann dazwischen, ich solle mich beruhigen
und einen Gang runter schalten. Dann flüsterte sie mir zu: "Du weist, daß
sie ins Becken gepinkelt hat?", "Ja, aber als ob die paar ml noch irgendwas
ändern würden.". Mein Engel fing dann plötzlich an zu lachen, nur ein oder
zwei Sekunden, um sich dann bei allen für ihren Lachanfall zu entschuldigen,
immer noch halb lachend. Ach Gott, sie war manchmal so niedlich, daß hatte
unsere Tochter wohl von ihr. Ich nutzte dann die Gelegenheit für ein:
"Entschuldigen sie bitte, aber wenn es um meine Prinzessin geht bin ich
sehr empfindlich.". Und ich bekam sogar Zuspruch, würde den anderen Eltern
ja auch so gehen.
Wir gingen dann, ich meine, wer will schon in eine Toilette baden?
War gemein von uns und so "igitt"? Ja, aber ehrlich, bei Kindern passiert
so etwas schon mal. Davon wird man auch nicht krank. Möchte nicht darüber
nachdenken wie viele Erwachsene es machen.
Natürlich ist und war es peinlich, wenn euer Kind ins Becken macht. Aber
man stellt sich dann doch nicht hin und zeigt auf das Kind. Man hält die
Decke vor das Kind, bildlich gesprochen oder auch nicht, und schützt sie.
Wir hatten es damals mit Humor genommen. Sie hatte zumindest keine
vollgepinkelte Hose. War so praktischer für uns.
Doch, ich sehe die Erinnerung an so etwas als positiv. Ereignisse welche
ich nicht missen möchte.
Zuhause wurde es auch nicht langweilig. Ich ging in die Küche und mein
Engel musste mal kurz. Mein Engel und ich kamen dann gleichzeitig ins
Wohnzimmer zurück, ich: "Wo ist Lexi?", mein Engel: "Sie war eben noch
hier. LEXI.", ein leises "Ich bin hier.", ich: "Wo ist hier?", sie:
"An der Wand.", mein Engel: "An der Wand? Warte ....". Sie war hinter
die Couch gerutscht und steckte zwischen Wand und Couch fest. Die Couch
hatte sich verschoben aber sie steckte dann fest. War kein Problem und
sie hat sich auch nichts getan. Aber da lässt man sie zwei Minuten alleine
und dann turnt die da herum und steckt dann fest. Ach, ich hätte sie nicht
anders haben wollen. Den Rest des Abends lag sie dann in den Armen meines
Engels, ob sie wohl doch etwas Angst hatte als sie feststeckte?
Bringen Kinder einen an den Rand der Verzweiflung? Nein, ich denke es sind
nicht die Kinder sondern der Mensch selbst welcher sich in die Verzweiflung
treibt. Ich denke jeder hatte mal so Momente wo man kurz davor war zu
explodieren. Aber dann denkt man, es ist ein Kind, die sind so. Ich denke,
unsere Tochter hat auch immer gemerkt wenn es kurz davor war und sie es
zu weit getrieben hatte.
Ich habe sie nie geschlagen und ich glaube auch nicht, daß ich es hätte tun
können.
Ich schrieb es schon mal im Blog: "Ich weiß ja, daß ich deine Lieblingstochter
bin.", "Du bist meine einzigste Tochter.", "Deswegen ja.".
Damit schließe ich jetzt ab. Es gibt so viele schöne Erinnerungen welche einem
gute Laune machen.