Ja Jacky, ja wirklich! Ich werde darüber schreiben. Bekomme ich jetzt
meine Nase wieder?
Das wichtigste zuerst: Jacky, Jaqueline, ist eine richtige und
wahrhaftige gutaussehende und nette Frau. Und ich werde nicht sagen,
daß ich gezwungen wurde dies zu schreiben.
So, dafür brauchen die Frauen in der Küche also die großen Messer.
Wenigstens habe ich meine Nase wieder bekommen. Wenn ihr dieses Spiel
mit Kindern macht: "Ich habe deine Nase.", denkt daran, einmal die Nase
gestohlen wächst sie nie wieder richtig fest.
Jaaa, glaubt mir, ständig wird sie einem gestohlen. Schrecklich.
Mein Engel hat das oft bei unserer Tochter gemacht, ich habe mich sofort
auf die Seite unserer Tochter gestellt: "Du kannst nicht die Nasen anderer
Leute klauen, daß ist unfair.", "Haa, jetzt habe ich deine auch!", "Ich
sagte doch: Es iiiisssst uuuunfair.".
Jetzt wo ich meine Nase wieder habe: Jacky ist gemein. So.
Aber nicht nur immer Spaß, manchmal kommt auch was ernstes dabei heraus.
Siehst du dich als Mann?
Ich sehe und fühle mich als Mann. Ich liebe Frauen und nicht Männer.
Womit ich nichts anfangen kann ist die gesellschaftliche Definition
eines Mannes, ich bin lieber ich, egal was andere denken.
Die klassische Rollenverteilung der Geschlechter? Nein, nicht wirklich.
Ich sehe mich eher als Beschützer der Frau, ja, aber deshalb muß ich
keine John Wayne Rolle als Cowboy spielen. Der Beschützer und die
Stütze zu sein bedeutet nicht, nicht auch mal weinen zu dürfen.
Gespielte Stärke, als Teil einer Rolle, wird im Ernstfall versagen.
Wahre Stärke kommt aus Emotionen, Liebe und Hingabe. Man hat sie nicht
weil man sich als Cowboy aufspielt.
Puuuh, ja. Eigentlich will ich nicht wieder so viel schreiben. Aaaaber,
mal sehen.
Zum Samstagabend schon wieder zum Grillen eingeladen. Hmmm, manchmal möchte
man nicht unbedingt aber man tut es. Es gehört sich so.
Es brannte ja in den letzten Tagen überall. Feuerwehrleute von hier waren
zB auch im Sauerland eingesetzt. Die Leute sind mittlerweile wieder zurück,
daher bekommt man es jetzt mit, wo die waren. Grenzen, Regionen, Feuer kennt
so etwas nicht. Deshalb ist es auch schön und gut wenn Leute überall helfen
und nicht nur zuhause.
Es gibt dann so nebensächliche Meldungen. In der Stadt, im Schwanenteich,
sind Blaualgen. Die Stadt hat es bestätigt. Das Zeug ist Giftig und der
Kontakt mit Blaualgen kann gesundheitsschädlich sein. Besonders für Kinder
und Tiere. Solche Meldungen nimmt man nicht wichtig, aber wenn zB eure Kinder
dort am Wasser spielen und dann Krank werden, dann könnte sich das ändern.
Dann gibt es Eilmeldungen, "Bereiche der Stadt bitte umfahren". Verkehrsunfall,
nicht lustig, sicher nicht. Beide male sind Streifenwagen oder zumindest
Fahrzeuge der Polizei darin verwickelt, Zitat: "Es entstand Verkehrschaos.".
Nun, zwei Unfälle auf der selben Straße aber in etwas Entfernung.
Die Meldung sagt, ein Auffahrunfall, zwei zusätzliche Polizisten kamen und
sicherten die Unfallstelle ab. An einer weiteren Kreuzung kam es dann zu einem
weiteren Unfall in dem eine Zivilstreife verwickelt war. Mehr wissen wir nicht.
Wer hat wohl Schuld? In der Meldung stand nichts von Einsatzfahrten, also.
Aber ehrlich, die fahren heute auch wieder ..., schrecklich. Liegt es an mir?
Ich fuhr schon über 50, fast 60, für die Straße im Wohngebiet eigentlich viel
zu schnell. Da kriecht dir aber trotzdem so ein Postwagen fast in den
Kofferraum. Ob der eine Expresszustellung für mich hatte? Vorfahrtsregeln,
sind den Leuten egal. Auch nett, eine größere Straße, einer zieht aus einem
Parkplatz, direkt vor einem Haus, heraus, fährt dann rückwärts so halb auf meine
Fahrspur und steht dann halb auf dem Bürgersteig und halb auf meinem Fahrstreifen
im Grunde verkehrt herum auf meinem Fahrstreifen. Es war Gegenverkehr, ich
konnte also nicht an ihm vorbei fahren und er konnte nicht auf die Gegenfahrbahn
fahren, wo er ja hin wollte. Ja, was soll das? Er konnte sehen, daß Verkehr
ist, er hätte es sogar sehen müssen, und setzte dann trotzdem zurück und
blockiert dann alles. Die Autos hinter mir mussten ja auch warten. Und warum
zog er vor mir raus? Warum nicht bei denen die vor mir fuhren oder die hinter
mir waren? Ich gab meinen Unmut mit Handgesten und dem Kopfschütteln kund.
Als der Gegenverkehr vorbei war fuhr er los und machte wenigstens eine Handgeste
der Entschuldigung. Immerhin.
Wer jetzt denkt, daß wäre im laufe eines Tages so passiert, nein, nur die Fahrt
von der Arbeit nach Hause, etwa 20 bis 30 Minuten. Und nein, es hat sich nicht
auf der Strecke verteilt, es war alles nur in der Stadt, wo die Firma ist. Ich
fahre da durch und dann viele Kilometer Landstraße und dann zuhause. Gibt es
wirklich solche Städte? Wo man dann immer wieder froh ist wenn man da weg ist?
Oder liegt es doch an mir?
Worüber wollte ich eigentlich schreiben?
Die Gedanken sind sowieso wieder halb weg. Wann hatte ich den über Bodyshaming
und so geschrieben? Ivie sprang mir natürlich, oder vom Herzen, auch gleich
zur Seite. Klar, wenn man mich heute kennt dann sieht es anders aus. Man hat
zB noch dieses ungute Gefühl wenn man seinen Körper zeigt aber da sind dann
andere Gedanken oder man macht sich eher weniger Gedanken darüber.
Es beherrscht einen nicht mehr. Das Selbstwertgefühl ist stabiler.
Ich hinterfrage mich und mein Handeln sehr oft, aber eher um daraus zu
lernen, um mich zu verbesser. Nicht weil ich mich unsicher fühle, was ich
sicherlich auch mal tue. Wer erwartet, daß man eine Rolle spielt weil die
von einem erwartet wird, der ist bei mir falsch. Ich bin ich und ich muß
niemandem etwas vorspielen.
Wenn die positiven Rückmeldungen die negativen Gefühle in der Menge
übertrumpfen, dann hat man eher positive Gefühle.
Darum geht es aber gar nicht. Du bist fett, du bist hässlich, du kannst
nichts, du bist ein Versager, so etwas hört man nicht von Freunden. Die
geben sich wenigstens Mühe und umschreiben es höflich.
Nein, denn von ihnen kommen dann gute und aufbauende Worte, wie sie sagten:
Gute Worte und gute Taten und ein gutes Wesen kommen zu einem zurück.
Von Ivie kamen viele gute Worte, eigentlich schon immer und nicht nur weil
ich etwas im Blog geschrieben hatte. Bezüglich meines Körpers könne sich
wohl niemand beschweren, ich hätte mich mehr als gut gehalten. Der Vergleich
mit anderen lässt immer so ein ungutes Gefühl zurück. Andere Menschen sind
ja nicht hässlich oder gebrechlich, deshalb ist es irgendwie falsch zu meinen,
man sehe besser aus, oder so, als andere. Man bekommt natürlich mit, wie sich
andere dann mit dem Alter verändern. Ich weiß nicht, ob ich das Recht habe
den Spieß umzudrehen und denen welche mich in der Vergangenheit als hässlich
oder eben minderwertig ansahen oder es sogar sagten, eben nun als das zu
bezeichnen. Nein, das Recht habe ich nicht. Was oder wer ist denn hässlich?
Alt zu werden ist ein Privileg welches nicht alle Menschen haben oder hatten.
Graue Haare machen nicht hässlich, sie sind eine Auszeichnung dafür, es
überhaupt so weit geschafft zu haben. Alter macht nicht weise, aber früher
wurde das Alter anerkannt. Menschen welche ein Leben gelebt haben, welche
viel erlebt haben, welche etwas aufgebaut haben und reich an Erfahrungen
sind. Man muß kein Haus haben, keinen Baum gepflanzt haben, kein teures Auto
oder eine Jacht in irgendeinem Hafen haben, diese Menschen haben sich, viele
Jahrzehnte lang. Sie haben so viele Erinnerungen, so viele Emotionen durchlebt
und manche wurden vom Leben auch körperlich gezeichnet. Solche Menschen sind
interessant und sicher nicht hässlich bloß weil sie alt geworden sind. Der
körperliche Vergleich ist nur oberflächlich und deshalb eben nur oberflächlich.
Ich achte auf meinen Körper, zB jetzt gibt es für mich keinen Kuchen weil ich
am Wochenende etwas mehr gegessen hatte. Die Waage habe ich nicht gefragt, ich
gehe da nach Gefühl. Wenn die Hose eng sitzt dann kann man auch mal etwas
weniger essen. Ich bin kein Modelltyp, war ich nie, aber so hässlich bin ich
ja dann auch wieder nicht. Ich meine, Ivie ist eine schöne Frau und auch mein
Engel war nicht hässlich, die Männer bemerkten sie, so wie sie auch Ivie
hinterherschauen. Die Leute werden sicher nicht offen sagen: "Was will die
schöne Frau mit diesem hässlichen Kerl", aber die Reaktionen zeigen wohl, daß
ich zu diesen schönen Frauen passe. Ja, evtl. bilde ich es mir nur ein aber
eine abwertende oder abweisende Reaktion würde man wohl irgendwann wahrnehmen.
Was braucht es mehr? Oder was brauche ich mehr?
Ich vertraue Ivie und wenn sie sagt, daß sie mich attraktiv usw findet dann
bedeutet es alles.
Ja, Ivie kann ich da nicht heraus lassen denn sie gibt mir soviel positive
Energie.
Aber es ging eigentlich um Jaqueline. Auch sie wollte mir nochmal aufzeigen,
daß ich kein Versager oder so sei. Eigentlich brauchte sie das nicht und es
ging auch erst um ein anderes Thema.
Also fangen wir mit dem anderen Thema an. Studium und lernen usw. . Was war
das schwierigste am Studium? Man wird das oft gefragt. Das lernen? Nicht
wirklich. Die Praktika? Nein, sie machten sogar Spaß. Es gab Tests oder eben
Fortschrittsabfragen. Kennt man ja, gibt es überall. In der Schule schreibt
man Arbeiten, Zwischenprüfungen und so weiter. Der Endgegner, der welcher
einem Angst macht und alles von einem fordert, daß waren die Abschlussexamen,
die Abschlussprüfungen. Dort geht es um alles, dort gibt es keine Tricks.
Dort bekommst du den Stress zu spüren, die Angst zu versagen. Und trotzdem
musst du voll dabei und konzentriert sein.
Einige scheitern nicht an der Prüfung, sondern an der Prüfungsangst. Wenn
sie sich selbst Druck machen, sogar während des Examens, dann schaffen sie
es oft nicht.
Auch ich hatte "Magenschmerzen", tatsächlich machte sich bei mir der Magen
bemerkbar. Doch dann nimmt man die Herausforderung an und konzentriert sich
darauf.
Doch was macht es dann mit einem? Wenn man es geschafft hat, bestanden hat,
dann hat man mehr als nur den Abschluss, man hat das Gefühl und das Wissen,
es geschafft zu haben. Ein Blatt Papier welches sagt, daß man das Examen
bestanden hat. Die Note ist dann der zweite Punkt. Aber man bekommt viel
mehr. Das Wissen und Können war ja schon vorher da, es ist nicht während
des Examens vom Himmel gefallen. Das ist es also nicht. Das Selbstvertrauen,
das Selbstwertgefühl, das Glück und die Freude, und noch viel mehr. Doch
dafür muß man durch das Examen, nicht nur durch das Studium.
Wie war es bei euch?
Bei mir ging es dann weiter. Ich schrieb schon, wie sehr man geprüft wurde
bevor man überhaupt den Job angeboten bekam. War wie ein Bewerbungsgespräch
mit Tests welches sich über eine Woche zog. Am Anfang war es die Neugier.
Es hatte keine große Bedeutung, Einstellungstest waren jetzt nichts
unbekanntes. Doch es wurde aussortiert. Immer mehr kamen am nächsten Tag
nicht mehr wieder. Wir wurden immer weniger und man merkte: Hier ist mehr
los als man denkt. Man wird ehrgeizig, man gehörte zu denen, die wiederkommen
konnten. Die welche nicht aufgaben und nicht aussortiert wurden. Ich denke,
es war der Ehrgeiz, zu sehen was kommt, was man kann. Anders als beim Examen
ging es nicht um alles oder nichts. Es ging um einen Job, irgendeinen. Es gab
noch viele andere, also war es nicht wichtig.
Als man dann durch war und im Grunde über die Ziellinie ging, da fühlt man
sich natürlich richtig gut. Das Selbstwertgefühl bekommt wieder richtig
Energie zugeführt. Die Tests waren interessant. Als dann das Angebot für die
Einstellung kam, da kamen andere Gefühle. Trifft man die richtige Entscheidung?
Kann ich den Job und was ist wenn ich versage? Ja, Zweifel und Ängste welche
auftauchen wenn man etwas entscheiden soll.
Tatsächlich fiel mir die Entscheidung eher schwer. Um so mehr bemühten die
sich um mich, was wiederum den Selbstwert stärkt und man die Herausforderung
dann annimmt.
Der Job war kein normaler Job. Für den Fall, daß im Blog ein falscher
Eindruck entstand, ich war nicht ständig im Außendienst. Auch nicht wöchentlich.
Es zog sich über die Jahre. Manchmal gab es mehrere in kurzer Zeit und mal auch
zwei Monate nichts. Wenn man im Außendienst war, trugen wir auch keine Uniformen
oder so. Wir waren keine Soldaten. Eigentlich liefen wir meist sogar ohne
sichtbare Identifikation herum. Man kannte sich und alle anderen mussten nicht
wissen, daß man dazu gehörte. Doch wenn es mal die Situation gab, daß man mit
sichtbarem Abzeichen/Ausweis herumlief, damit alle Leute wissen, der gehört zu
uns, der ist nicht zu seinem Vergnügen hier, dann gab es einem schon dieses
Gefühl etwas besonderes zu sein. Ich denke mal, allen würde es so gehen. Für
dieses Gefühl hat man gearbeitet und einen Job gemacht. Wie ich ja dann selbst
feststellen/erfahren musste war der Job auch nicht ganz ungefährlich. Mal
abgesehen davon, was einem alles abverlangt wurde.
Ich bin mir nicht sicher aber ich glaube ich erwähnte es mal. Wir hatten mit
Leuten zu tun die "Schutzwürdig" waren. Nun für uns waren alle vor Ort
"Schutzwürdig" aber es gab eben die VIPs. Es waren keine Schauspieler oder
Musiker, die meisten würden deren Namen nichtmal kennen. Aber für uns waren
es die "hohen Tiere". Und wenn dann welche von denen euren Namen kennen und
euch bei Namen nennt, dann ist das schon etwas besonderes, oder? Für mich war
es das. Ein kleines Rädchen, eigentlich ohne Bedeutung und man kannte mich.
Nicht nur meinen Namen, sondern sie konnten ihn mir zuordnen.
Ich muß da an zB Laura Branigan denken, als ich sie mal persönlich erleben
durfte. Kennenlernen oder so wäre sicher übertrieben. Wir begegneten uns
hinter der Bühne, es war kein Konzert von ihr, es war etwas anderes. Evtl.
war sie deshalb so locker und nicht gestresst. Immerhin wechselten wir ein
paar Worte, sie fragte auch nach meinem Namen, welcher natürlich für sie
schön klang. Sie war älter als ich, damals sicher schon 50 Jahre alt. Aber
sie war eine tolle Frau und sie hinterließ bei mir Eindruck. Sie war ja
damals schon berühmt, kann man wohl sagen. Als Sängerin war sie bekannt,
viele kannten ihre Lieder, selbst ihre Covers waren oft bekannter als das
Original. In Serien spielte sie auch mal Rollen, also war sie auch mal
Schauspielerin. Für manche mag es normal sein sich mit Berühmtheiten zu
unterhalten, sie also nicht nur zu sehen. Für mich war es das nicht und
es war etwas besonderes. Vielen anderen würde es wohl auch so gehen.
Da war ja nicht nur Laura. Ich schrieb schon von ihr, jemand aus Australien.
Ich könnte ihren Namen schreiben, die meisten werden mit ihm nichts anfangen
können aber die Suchmaschinen würden dann was ausspucken. Ich gebe mal die
Kürzel: R.B. . In Deutschland war sie damals evtl. durch eine Serie bekannt.
Ich selbst kannte sie nicht, obwohl ich die Serie kannte, zumindest wusste
ich um welche Serie es ging. Sie ist Schauspielerin, Sängerin, war in Musicals
und Theaterstücken auf der Bühne. In TV-Shows war sie sicher auch mal zu
sehen, evtl. hat sie sogar mal moderiert. In Australien kannte man sie, hier
eher nicht. Wir hatten damals Kontakt und sie gab mir gute Worte, positive
Energie. Mal die andere Seite, sie wurde nicht gezwungen mit mir Kontakt zu
haben. Es war auch rein privat. Aber wir hatten Kontakt. Glück? Evtl., es
war ja eher Zufall und zuerst flogen die Fetzen zwischen uns aber dann kam
es anders.
Jemanden, denn sicher viele kennen, wir schrieben hin und her und es waren
keine PR-Fan-Abwimmeln-Mails. Sie hatte wohl immer persönlich geantwortet.
Sie ging auch auf das geschrieben ein, also wurde es dann eben schon
persönlich, wir unterhielten uns, wenn auch nur per Mail.
Nick Mancuso, ich weiß nicht ob ich da von persönlich/privat schreiben soll.
Es ging eher ums "Geschäft" aber während unseren Kontaktes wurde auch viel
privates ausgetauscht. Das Leben, Familie usw. . Er gab mir auch Tipps und
Lebensweisheiten mit. Der Kontakt kam damals durch Stephen J. Cannell zustande,
bzw. durch seine Produktionsfirma.
Wenn ich jemals ein Vorbild hatte, zumindest ein wenig, dann wohl Nick.
So ein bischen inspirierte er mich.
Ich sage dann immer, ich hatte eben das Glück. ZB Laura Branigan treffen und
mit ihr sogar reden zu können. Und auch die anderen. Berühmtheiten, bekannte
Menschen, und mit mir "unterhielten" sie sich, einfach so.
Dann kommen Leute und sagen: Das war nicht Glück, das warst du.
Nun, ich denke schon, daß man auch Glück dazu braucht.
Viele werden zB auf professioneller Ebene, zB Beruf oder so, Kontakt mit
berühmten Menschen haben. War bei mir ja auch. Cannell kontaktierte ich
auch wegen geschäftlichen und rechtlichen Dingen. Ich hätte nie gedacht,
daß es dann so lief. Nick wusste nichtmal, warum sie mich zu ihm "geschickt"
hatten, er hätte damit nichts zu tun. Evtl. rutschte es deshalb ins private
ab. Viele berühmte oder auch nicht berühmte Menschen antworten oder reagieren
auf professioneller Ebene. Standard Vorgänge, Standard Antworten, Geschäft
eben. Die kenne ich auch, wobei ich es auch verstehen kann, man möchte das
Privatleben eben auf Abstand halten. Bei den oben genannten war es, zumindest
bei mir, aber anders. War es Glück? Lag es an mir?
Ich schrieb schon mal, daß man mich öfter im Außendienst einsetzte, aber
der Teil ist wohl in dem, der nicht mehr online ist. Man setzte mich wohl
gerne ein weil "jemand" wie ich, mit meiner "Grunderkrankung" (was aber
keine Krankheit ist), weniger verdächtig wirkt.
Ich wurde also wohl öfter als andere vor Ort eingesetzt. Es gab auch Frauen
welche öfter vor Ort eingesetzt wurden, auch Frauen waren weniger verdächtig.
Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich weiß von ein paar anderen, daß sie
so gut wie nie oder kaum im Außendienst waren. Auch sagten mir mal welche,
daß ich wohl viel öfter auch außerhalb Berlin und auch Deutschland eingesetzt
wurde. Meist innerhalb der EU oder am Rand Europas. Ich bin nun mal so, ich
mache meinen Job so gut ich kann. Es war eben kein Job nach Stempelkarte
und auch nach 10 Stunden sagte man nicht "tschüss". Ich hatte auch kein
wirkliches Privatleben, keine Familie und so, deshalb war ich auch immer
sofort abrufbar oder eben auch bereit weg zu fahren.
Diese Leistungs- und Einsatzbereitschaft wurde evtl. anerkannt, oder einfach
nur ausgenutzt. Was?! Ich bin eben Realist.
Aber man bekommt dann evtl. eine "besondere" Position und hat dann auch mehr
Chancen wenn man öfter im Außendienst ist.
Ich vergesse das nicht, es war eine besondere Situation und keiner wusste
genau was wir tun sollten. Ich stand, wie so oft, eher am Rand und nicht
in der Mitte. Ich sagte nichts, ich pupste auch nicht. Doch plötzlich schauten
dann alle zu mir, ich sollte entscheiden was wir machen. Das tat ich dann auch.
Ich hatte mir natürlich Gedanken dazu gemacht, wie man es machen könnte oder
sollte. Aber es waren nur meine Gedanken und die müssen nicht das Non plus
ultra gewesen sein. Doch niemand sonst sagte, was wir tun sollten. Warum also
dann nicht das, was ich mir überlegt hatte? Es klappte, alles war in Ordnung.
Und wenn nicht? Dann hätten sie mir die Schuld gegeben. Es gibt Leute, zumindest
nach meiner Erfahrung, die sich davor "drücken" Entscheidungen zu treffen. Evtl.
aus Angst Verantwortung zu übernehmen. Ich habe mich nie in den Vordergrund
gedrängt. Aber wenn Entscheidungen getroffen werden müssen dann müssen eben
Entscheidungen getroffen werden. Man analysiert dann, nimmt die Informationen
welche man hat und geht nach Wahrscheinlichkeiten, damit habe ich wohl immer
oder oft gute Entscheidungen getroffen. Zumindest habe ich keine Angst davor.
Notfalls kann man danach jammern, daß man etwas falsch gemacht hat.
Btw., Headsets wurden erfunden damit man Selbstgespräche führen und die anderen
glauben lassen kann man würde mit jemand anderen reden. Glaubt ihr nicht? Also
ich bin mir sicher, dafür wurden sie erfunden.
Ich war nie jemand, der gerne nach Stempelkarte arbeitet. Wenn Arbeit da ist
wird sie getan. Es hat mich schon immer gestört wenn man sah wie die Leute
an der Stempeluhr standen und bereit waren ihre Karte stempeln zu lasse. Sie
standen dort und warteten, daß die Uhr auf, was auch immer, sprang damit sie
dann in der Sekunde stempeln konnten und sofort nach Hause gingen. Es war für
mich irgendwie unnatürlich.
Für die Leute war die Arbeitszeit wichtig und nicht die Arbeit. Für mich war
es eher umgedreht.
Ich schrieb schon, nach der Ausbildung in dem neuen Job, Spätschicht, Freitags
bis 22:30 Uhr und dann am Samstag um 06:00 Uhr wieder in der Abteilung. Die
Arbeitszeitgesetze haben mich nicht interessiert. Für mich war es ok.
Was nicht ok war, als ich den Grund dafür erfuhr. Miese ... .
In meiner eigenen Firma, damals, gab es für mich keinen Feierabend. Ich machte
sogar die Nächte durch. Auf Dauer nicht gut, der Körper macht so etwas eine
Zeitlang mit aber irgendwann merkt man es. War mir aber egal, bis der Körper
aufgibt hatte ich Zeit und nutzte sie. Die Arbeit musste getan werden, ich
hatte keine wirkliche Wahl, außer aufzugeben.
In Berlin ging es auch so, mir war es egal ob wir 10 oder 14 Stunden
arbeiteten. Manchmal bekamen wir nur zwei Stunden Schlaf, reichte. Man holte
den Rest später nach.
Für mich war es immer wichtig auch Leistung zu bringen. Und das tat ich.
Evtl. hatten die recht welche sagten, daß ich dadurch Anerkennung suchte.
Etwas was ich früher nie bekam. Aber das Problem dabei, man Leistet viel,
evtl. mehr als andere und mehr als nötig. Doch wo ist das Limit? Man machte
immer mehr, man leistete immer mehr und man verschob dadurch die Messlatte
auch immer weiter. Es gab kein Ende, kein Ziel. Man wurde gut bezahlt aber
das war nicht das Ziel. Was war das Ziel? Das war das Problem, es gab keines.
Erfolg, Zuspruch, Anerkennung, doch kein Ziel, kein "nun ist es genug".
Man legte immer noch eine Schippe drauf, bis das Leistungsniveau als
normal angesehen wird und dann legt man wieder nach und wieder und wieder.
Eine Sucht? Kann sein.
Ich hatte kein Privatleben, keine Partys, nichtmal Urlaub. Ich war sowieso
manchmal in anderen Ländern oder Gegenden. War natürlich nicht das selbe.
Ich schrieb es schon mal, die Entscheidung damals trafen andere. Als ich
den Job in Berlin verließ, war es wirklich eine enorme Veränderung meines
Lebens.
Als ich damals meine Firma verkaufte, da fiel ich in ein Loch. Ich war lange
Zeit unter enormen Druck und musste 150 oder 200% geben. Zum Ende wurde es
etwas besser aber der Druck und alles war da. Dann der Verkauf und plötzlich
ist alles anders. Viele werden sagen: Ist doch toll, Geld und Freiheit. Es
war aber anders.
Das was einem trieb, ob gewollt oder nicht, es war weg. Der Sinn für alles,
er war weg. Ich war am Ende, nicht nur körperlich ausgezerrt sondern auch
sonst. Also was tun? Welchen Sinn hatte es jetzt noch.
Ich ging den Weg über das Studium aber als ich mich bewarb ging ich davon
aus, daß man mich nicht annimmt. Doch sie nahmen mich. Wieder wurde viel
gefordert und der Alltag war voll mit "Arbeit". Doch so bekommt das Leben
einen Sinn. Aber ich hatte keine Pläne, ein Ziel auf das ich hinarbeitete.
Bei mir war es wohl eher: Der Weg ist das Ziel.
Nach Berlin war da auch ein "Loch", ich glaube viele können es sich nicht
vorstellen, wenn man plötzlich wieder ein "normales" Leben führt. Aber
diesmal war es anders. Ich hatte dann auch den Job, gut bezahlt und er bot
Herausforderungen. Also wieder rein in die Arbeit. Aber alles war anders,
ich hatte ein Leben. Aber ich verausgabte mich nicht mehr. Ich hatte es
nicht mehr nötig irgendjemandem irgendetwas zu beweisen. Ich war glücklich
und voller Energie. Alles fiel mir so leicht.
Ich ging nach Australien, ja, wir alle wissen: Ich ging nicht, ich flog.
Nein, ich flog nicht raus, ich flog rein. Aber ich setzte andere Prioritäten,
in Australien war ich mit den Leuten dort zusammen. Dort waren sie alle direkt
aber ehrlich, es war so erfrischend.
Dort ging es nicht darum, daß die etwas von mir wollten. Es ging auch nicht
um Arbeit. Es ging um nichts als die Leute und etwas Spaß haben und Zeit
miteinander zu verbringen, einfach nur so. Keiner stellte Forderungen, keiner
verlangte, keiner war gleich beleidigt wenn ich mal "Nein" sagte. Es ging
nur um "lach doch mal". Diese Welt gab es und sie dort zeigten sie mir.
Nach Australien war ich gestärkt und nicht mehr so blind. Die Leute dort
mochten mich, nicht weil ich etwas für sie tat oder sie von mir profitieren
konnten, nein, einfach so. Evtl. bin ich manchmal überheblich, aber evtl.
gibt es Gründe dafür? Wenn sich Menschen mir gegenüber in bestimmter Weise
verhalten, dann denke ich daran, was die eigentlich glauben wer die sind.
Südkorea kam dann, ich schrieb oft, es war wie eine Familie dort. Und so
war es wohl auch. Ich lebte mit und unter den Menschen dort. Sie akzeptierten
mich und oft fühlte es sich so an, als würde ich einfach dazu gehören.
Gastfreundschaft, nicht nur das sondern die Menschen nicht nur als Gast
sehen. Ein bischen davon habe ich wohl "mitgenommen".
Eunjoo vergesse ich natürlich nicht. Sie und ich sprengten Ketten, unsichtbare
natürlich, wir haben nichts in die Luft gejagt.
Nach Korea lebte ich noch immer alleine aber ich war nicht einsam.
Zu der Zeit kam dann das Unternehmen dazu. Es ging nicht darum, daß große
Geld zu machen, das war es ja auch nicht. So etwas muß erst aufgebaut werden,
aber genau das war es. Herausforderung, sich einbringen und Leistung bringen.
Das dumme dabei war ja: Da waren die Menschen um mich herum. Sogar ein
Unternehmen wollten sie mit mir zusammen gründen. Wie gesagt, ich war zwar
alleine aber nicht einsam.
Ich fühlte mich gut, warum auch nicht. Erfüllung in der Arbeit finden, warum
auch nicht.
Ja, mein Engel kam dann in mein Leben, sie gab mir nicht nur eine Chance
sondern noch so viel mehr. Ich lernte, die Prioritäten anders zu setzten.
Herausforderungen, sie machen uns manchmal Angst. Doch wir wachsen auch mit
ihnen. Manchmal versagt man und es gibt einem dann einen Rückschlag.
Jaqueline: Ich wäre jemand, der immer weiter gemacht hat. Hatte ich eine andere
Wahl? Ich meine außer alles zu beenden. Ja, Jaqueline ging es darum.
Die Schule, ja wir sind jetzt wieder im Mittelalter. Als das mit den Augen war,
ach ich weiß nicht. Es ist so lange her. Es gab ja gar nicht die Frage oder die
Wahl, sie mussten Teile des Auges entfernen. Zum Glück war es nicht so schlimm,
wie sie befürchtet hatten. Der Rest konnte drin bleiben. Wenn man so nahe dabei
ist keine Zukunft mehr zu sehen, was dann? Blind sein ist schon eine Hürde, ich
hatte noch die "Altlast" mit zu tragen. Blind im Rollstuhl, und dann? Nun, es
ging weiter. Später kamen die weiteren Operationen, auf meinem Risiko. Ich ging
das Risiko ein. Klingt so einfach, Nachkorrekturen, Laserbehandlung und noch
ein paar Kleinigkeiten. Man lies es über sich ergehen, Alles oder Nichts, es
blieb nur die Hoffnung. Warum ging ich nach Hannover? Weil mir hier niemand
eine Chance geben wollte. Gute Zeugnisse interessiert niemanden wenn sie ihre
Vorurteile haben. Leistung lohnt nicht. Ein intakter Körper ist den Menschen
wichtiger, egal ob ihr faul oder dumm seid Hauptsache euer Körper ist gut.
Kommen wir nochmal zu den grauen Haaren zurück. Nicht jeder bekam die
Gelegenheit sie zu bekommen. Ich glaube, ich habe sie noch nicht hier erwähnt.
Wir kannten uns auch nicht lange. Sie war auch in Hannover kam aber auch aus
unserer direkten Gegend hier. Sie war nicht dort in Hannover wo ich war. Aber
wir lernten uns dort kennen, in der S-Bahn. "Ich kenn dich doch, kommst du
nicht aus ... .", sie kannte mich nicht und der Ort war knapp daneben. Evtl.
hatte sie mich mal gesehen? So lernt man sich kennen. Mel oder Melanie war
ihr Name. War, sie hatte keine Zukunft und keine Chance. Leukämie, sie hatte
den Kampf verloren als ich in der Ausbildung in BI war. Sie freute sich damals
für mich weil ich eine Ausbildungsstelle gefunden hatte, für mich würde es
weitergehen. Wir kannten uns nicht gut aber ..., ich wäre gerne bei ihr
gewesen als ... . Damals, an einem Wochenende und ich auf der Polizeiwache.
Die haben mich nicht eingesperrt, ich hatte nichts schlimmes getan. Ein junger
Mann mit einer Schlägervisage, oder was es war. Man, war ich damals down. Ich
erzählte es damals meinen "Freunden" aber niemandem interessierte es. Ja, so
waren die damals, keine Worte, kein Trost. Eben "gute Freunde", aus ihrer Sicht.
Es ging eben immer nur um sie und nie um mich. Ja, ich jammer wieder.
Die Ausbildung in BI. Ich weiß jetzt gar nicht. Bei der Zwischenprüfung
müsste TC und NB dabei gewesen sein. Das war die theoretische Zwischenprüfung.
Ich bin mir nicht sicher aber ich glaube, ich hatte TC danach noch mit nach
BI gefahren. Obwohl dort die Straßenbahn fuhr aber sie fuhr oft bei mir mit.
Die theoretische Zwischenprüfung, sie war in der Schule und ich weiß noch, es
wurde Frühling. Es war noch etwas kalt aber der Himmel war blau und die Sonne
schien. Wir parkten auf dem Parkplatz der Schule. Wie so oft sind solche
Parkplätze immer schnell voll. Wir parkten auch oft in einer Seitenstraße,
im Grunde auf der anderen Seite der Schule. Nach der Prüfung sammelte es
sich auf dem Parkplatz. Man fuhr nicht einfach weg, man wartete noch auf die
anderen. Man tauschte sich aus, über die Aufgaben und wie es so lief. Jemand
hatte sich auf den Weg gestellt und Autos zugeparkt. Die konnten so nicht weg.
Man kennt das ja, mehrere Leute fassen an den Seitenkästen an und im Gleichtakt
schaukelt man den Wagen auf und versetzt ihn so cm für cm. So konnten die dann
aus dem Parkplatz fahren. An die Prüfung selbst erinnere ich mich nicht, aber
an das danach, wo man sich noch traf und sich austauschte. Komisch.
Es ging immer weiter, der Fluss des Lebens nimmt euch mit und ihr treibt eben
den Fluss hinunter. Dann kommt Jaqueline: Du hast doch immer nur gepaddelt und
mit den Armen gerudert um eben nicht einfach nur zu treiben.
Es gibt immer verschiedene Sichtweisen. Man selbst ist sein strengster
Kritiker, so heißt es. Man selbst denkt, man hatte ja keine Wahl und der Fluss
des Lebens hat einen eben geführt. Doch die anderen sehen ein anderes Bild.
Ich habe das Thema verloren, so wie meine Nase. Das ist Jackies Schuld.
Man hat eigentlich keine wirkliche Wahl, daß Leben läuft eben und man tut,
was man tun muß. Wartet, jetzt muß ich nachsehen .... "Zuerst tat ich das,
was man tun muß und dann das, was man tun soll.", daß schrieb ich bezüglich
meinem Aufenthalt in Bonn beim Max Planck Institut für Radioastronomie.
Trotzdem nicht "das, was man tun will", aber ich tat es weil ich es wollte.
Ich wäre nicht nur immer weiter gegangen, ich wäre sogar den schwierigeren
Weg gegangen. Jaqueline sah mich damals als den starken und jemanden, der
sich vom Leben nicht vors Schienbein treten lässt.
Der Spruch von R., die aus Australien, "Du kannst stolz auf das sein, was
du trotz allem alles erreicht hast.", ich bin nicht stolz.
Einige heben mich auf so ein hohes Podest, etwas was Ivie auch letztes
Jahr sagte dann aber auch selbst machte.
Stolz, zumindest noch nicht. Evtl. wird mal der Zeitpunkt kommen wo ich
dann in dem Schaukelstuhl auf der Veranda, ne, in dem Gartenstuhl auf der
Terrasse sitze und mich glücklich zurücklehne und mit einem Lächeln so
etwas wie Stolz verspüre. Aber bis jetzt war der Moment noch nicht da.
Ich wüsste jetzt nicht worauf ich wirklich stolz sein könnte. "Du hast
es geschafft", was denn? Ich sehe nicht, daß ich an irgendeinem Ziel
angekommen wäre.
Tut mir leid Jacky und auch Ivie, ihr seht mich so und aus eurer Sicht mag
es auch so aussehen. Aber aus meiner Sicht sieht es anders aus. Vielleicht
stimmt der Spruch, daß man sich selbst am kritischsten sieht oder beurteilt.
Ich bin einfach nur meinen Weg gegangen. Irgendwann habe ich nicht mehr auf
diese Egoisten gehört und habe sie hinter mich gelassen. Das Leben gab mir
einen Weg, mehr war es nicht. Ich war Einzelkämpfer, der keine Unterstützung
hatte und auch keine "Starthilfe", ja, man könnte es so sagen.
Aber später gab es auch Menschen welche mir positive Energie gaben, welche
einfach da waren und nicht ausrechneten, welche Vorteile sie haben können.
Sie gaben mir die Zuversicht und das Selbstvertrauen. Und selbst die anderen
Menschen, welche nur immer etwas für sich haben wollten und mich schlecht
behandelten, selbst aus denen habe ich den Ansporn gewonnen weiter zu machen
und sie nicht gewinnen zu lassen, mich von solchen Kreaturen nicht kaputt
machen zu lassen: "Jetzt erst recht, euch zeige ich es.".
Ich bin dankbar für die Chancen die ich hatte. Das Leben lies mich alles aus
einer anderen Perspektive sehen als aus der vieler anderer Menschen. Manchmal
war es schlecht und manchmal war es gut.
Ich bin dankbar eine wirkliche gute Freundin haben zu dürfen. Jemand für den
Freundschaft nicht nur ein Wort ist sondern etwas von Bedeutung. Eigentlich
gab es nie schlechte Zeiten zwischen uns. Wir haben uns auch mal angeschrien,
es gehörte eben dazu. Danke Jaqueline, daß ich die Ehre haben darf dein guter
Freund zu sein. Wir haben viele Jahre Seite an Seite gestanden, ich hoffe,
es bleibt so.
Ich bin auch besonders dankbar für die Zeit mit meinen Engeln. Nicht jedem
ist oder war soviel Glück und Liebe in einer Beziehung gegönnt. Selbst wenn
man sagen würde, ich hätte meinen Teil dazu beigetragen, ohne meine Engel
wäre es bedeutungslos gewesen. Sie machten es zu der schönen Zeit.
Ich bin auch dankbar für alle die vielen anderen Menschen, meine Mutter und
auch die anderen Menschen welche mich unterstützten und an meiner Seite waren.
Ich bin auch dir dankbar, Ivie. Du hast mir einen besonderen Platz in deinem
Leben gegeben, daß war und ist nicht selbstverständlich. Wir tragen uns
gegenseitig durchs Leben und an deiner Seite erscheint alles so einfach und
leicht. Mein Leben begann in Traurigkeit. Nun sorgst du dafür, daß wir so oft
fröhlich sind und lachen können.
Ja, ist wieder sehr viel Text geworden und ich habe den eigentlichen Punkt,
um den es ging, nicht getroffen. Es fällt mir auch schwer, da bin ich wohl
wie viele andere auch. Da sagen dir Menschen, daß du viel geleistet und alles
so gut gemacht hast und alles so etwas, und man selbst steht nur da mit "Hä?
Wovon reden die? Worum gehts?".
Ich bin nicht unglücklich aber ich habe nicht das Gefühl, daß ich quasi am
Ende bin wo man dann ein Fazit über sein Leben ziehen kann. Da wartet noch
so viel.
Ich schließe mit Musik ab. Es kam mir gerade so in den Sinn. Buck Rogers,
der typische Frauenheld. Und doch gibt es für ihn nur die eine.
Ich bin kein Frauenheld, ich flirte auch nicht. Mein Engel meinte mal, da
gebe es aber durchaus Parallelen zwischen der Figur und mir. Ja, ich würde
mir auch so ein Korsette um den Bauch wickeln. Das sie den Vergleich zog
bezog sich auf etwas anderes. Ja, gehe ich später evtl. mal darauf ein.
Wer kennt die Serie noch? Der Film ist wohl bekannter aber in der Serie
entwickelt sich alles, erst zum besseren und dann hatte jemand eine bessere
Idee und die Serie wurde so, daß sie abgesetzt wurde. Schade um das Potential
der Serie. Man hätte quasi eine Mischung aus Star Trek und Star Wars machen
können, best of both Worlds im Grunde.
Nun ja.
Die Titelmelodie, um die ging es mir:
Far beyond the world I've known, far beyond my time
What am I, who am I, what will I be?
Where am I going and what will I see?
Searching my mind for some truths to reveal
What thoughts are fantasy, what memories real?
Long before this life of mine, long before this time
What was there, who cared to make it begin?
Is it forever or will it all end?
Searching my past for the things that I've seen
Is it my life or just something I dreamed?
Übersetzt, ich habe es selbst übersetzt, die automatische fand ich nicht
so passend. So könnte man es sogar auf Deutsch mitsingen, oder? Ich habe
es nicht probiert, ich darf nicht singen, Gerichtsbeschluss.
Aber probiert es mal auf deutsch zu der Melodie zu singen:
Weit entfernt von der mir bekannten Welt, weit entfernt von meiner Zeit.
Was bin ich, wer bin ich, was werde ich sein?
Wohin gehe ich und was werde ich sehen?
Ich durchforste meine Gedanken auf das sich die Wahrheit offenbart,
welche Gedanken sind Fantasie, welche Erinnerungen sind wahr?
Lange vor diesem Leben von mir, lange vor dieser Zeit,
was gab es da, wer hat dafür gesorgt, dass es begann?
Ist es für immer oder wird alles enden?
Durchforste meine Vergangenheit nach den Dingen, die ich sah.
Ist es mein Leben oder nur etwas was ich geträumt hab(e)?