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18032026



Eigentlich fange ich ja oft mit den Dokus üder die Gesellschaft an. 
Also dem Straßenverkehr.

Heute drehe ich es mal um, zuerst das interessante und danach der Rest.

Womit fange ich an?
Internetplattformen und Frauen welche mich anschreiben. Ich hatte die 
Geschichte mit dem vermeintlichen "Love Scam" geschrieben. Angebliche 
Frauen schreiben einen an und finden einen natürlich ganz toll und 
wollen dich dann treffen. Und es ist kein Tinder. Nein, ich habe 
keine Erfahrung mit Tinder, ist wirklich nur hören-sagen. Doch, 
wirklich. Aber glaubt ihr, ich hätte dort Chancen? Nein, lassen wir 
das.

Ich wurde schon wieder von einer fremden Frau angeschrieben. Wieder 
so ein Scam? Bin ich da jetzt irgendwo auf einer Liste?
Nein, diesmal ist es anders. Sie scheint echt zu sein und findet mich 
auch nicht toll sondern nur interessant. Wir haben bisher nur über 
allgemeine Sachen geschrieben. Ich bin bei solchen Dingen auch ehrlich 
und direkt, finden manche nicht gut oder als zu "rude" also unhöflich 
oder sie erwarten das man ihnen irgendwelche Geschichten erzählt um 
sie rumzukriegen. Ich sage zB direkt am Anfang: Ich habe eine Freundin 
und ich liebe sie. Ich würde sie nie betrügen, also falls sie etwas 
in der Richtung möchte tut es mir leid aber es wird nicht funktionieren.
Auch das Thema, man wird als Mann angeschrieben und umgarnt und es 
wird ein "Treffen" versprochen nur um dann nach Geld gefragt zu werden.
Nun, sie hatte Verständnis dafür, daß ich skeptisch ihr gegenüber bin. 
Sie hätte als Frau auch schon öfter unschöne Mails bekommen, weshalb 
sie zB mich angeschrieben hat. Sie schreibt die Männer an welche sie 
sich ausgesucht hat und ignoriert diese dummen Mails von Männern die 
nur das eine wollen. 
Interessantes Thema, sie ignoriert die Männer welche sie anschreiben 
und schreibt selbst Männer an welche sie nicht belästigt haben um zu 
sehen ob sie mit dennen in Kontakt kommen kann. 
Nun, was solls. Ich habe kein Problem damit wenn Frauen die Initiative 
ergreifen und den Mann ansprechen oder anschreiben. Und falls sie doch 
ein Scam oder anderes ist, ja dann hatte ich eine kleine Unterhaltung 
und das wars dann. 


Weiter gehts, eine schöne Geschichte. Ivie schenkte mir zu Weihnachten 
einen Besuch in einem Flugsimulator. Wir waren am Montag dort. 
Nur eine Stunde in einem Bell UH1D, ja gut in einem Simulator eines 
Bell UH1D. War nicht schlecht, ein richtiges Cockpit aber ohne Heck. 
Eine gebogene Leinwand drumherum auf die dann alles projiziert wird.
Ein Pilot gab einem die Einweisung und war auf dem Copilotsitz. 

Wie habe ich mich geschlagen? Natürlich super, wirklich. Ich habe 
nur fünf Helikopter zerstört. Also wirklich ... super.
Man muß wirklich ein Gefühl dafür bekommen. Die ganze Bedienung und 
die Koordination von Pedalen und Hebeln und Steuer. Es sind ja keine 
Gas und Bremse Pedalen, damit steuert man, zusätzlich zum Steuer. 

Gleich beim ersten Start den ersten Crash hingelegt, eigentlich auf 
die Seite gelegt. Einmal im Flug abgeschmiert, runter kommt er dann 
ganz von alleine. Eine Kollision, mir ist doch echt ein Baum vor 
den Heli gesprungen, unfassbar. Ein Crash war wirklich nicht meine 
Schuld, ein simulierter technischer Defekt "jetzt müssen wir eine 
Notlandung machen", ich glaube der Computer hatte etwas gegen mich. 
Ich hatte ihn schon aufgesetzt und er rutschte noch etwas, fast 
am Stillstand kippte das Ding rüber. Der "Copilot" war trotzdem 
zufrieden, wir hätten es wohl zumindest überlebt. 
Der letzte Crash? Darüber möchte ich nicht sprechen. Ist aber auch 
idiotisch, wieso kann man während des Fluges den Motor ausschalten? 
Und wieso dauert es so lange bis der wieder voll da ist? Vergessen 
wir das lieber wieder. 
Eine Person durfte mit ins "Cockpit", natürlich war Ivie dabei. 
Sie saß hinter uns und schaute zu und hatte ihren Spaß. 
Die letzten 10/15 Minuten, Ivie wollte erst nicht aber wir haben 
sie beide überredet, sie nahm den Platz am Steuer ein und flog 
dann einen Hubschrauber. Warum ist sie nicht abgestürzt? Weil sie 
nicht an den Schaltern herumspielte? Pah!

Es hat wirklich Spaß gemacht und war eine nette Erfahrung. Ich 
habe vorher nie in einem Helikoter gesessen und schon garnicht 
am Steuer. Auch Ivie hatte dann ihren Spaß. Wir werden evtl. 
noch öfter auf die Möglichkeit zurückgreifen. 
 

Nächste Woche am Freitag ist ein besonderer Tag. Wer es nicht weiß: 
Durchgefallen, den ganzen Blog nochmal von vorne lesen.

Ivie wollte keinen besonderen Tag daraus machen sondern jeder Tag 
solle ein besonderer Tag sein. Auch keine Feier sondern nur wir zwei.

Ich habe zumindest den zweiten Teil aufgegriffen. Es ist doch ein 
besonderer Tag und es ist ein Jahr. Und nur sie und ich, sonst 
niemand der stört. 
Vielleicht wirds ein Reinfall, dann muß ich Ivie um Entschuldigung 
bitten. Zudem werde ich es hier ignorieren. Wenn nicht werde ich 
darüber schreiben, wenn es soweit war.


Ja, mal wieder eine Dokumentation über die Gesellschaft. Manche 
meinen, ich sehe es oft zu eng. Nein tue ich nicht. Regeln haben 
nicht immer etwas mit dem eigentlichem Geschehen zu tun. Ich habe 
auch schon, unter den Augen der Polizei, gegen Regeln verstoßen. 
Gab es Ärger? Nein, im Gegenteil, es war aufgrund der Situation 
die beste Wahl. Sowas gibt es mal. Manchmal ist es eben auch 
"sch... egal, was solls, lass sie doch". Wozu aufregen und dann 
noch als "Oberlehrer" einen gefährlichen Eingriff in den 
Straßenverkehr begehen? 
Aber dieses dumme und rücksichtslose gefährden anderer, daß ist 
verachtenswert. Es sind keine Helden, sie sind nicht cool, sie 
können nicht besser Autofahren sondern sie strapazieren ihr 
Glück und profitieren vom Können der anderen Autofahrer. 
Und diese Kurven- und Kreuzungsschneider sind die Pest, hoffe 
es gibt bald eine Impfung gegen dieses idiotische nichtkönnen 
von Kurvenfahren.

Jeder macht Fehler, ich auch. Ich glaube ich hatte das schonmal 
geschrieben. Ich hatte nicht richtig gekuckt oder so, es hätte 
fast gekracht wenn der andere nicht so schnell reagiert hätte. 
Er regte sich natürlich auf und seine Freundin oder Frau wollte 
ihn beruhigen. Ich: "Ist in Ordnung, er hat allen Grund über mich 
zu meckern. Ich habe sch... gebaut und er hat einen Unfall verhindert. 
Da darf er auch meckern, er soll es ruhig raus lassen.". 
Am Ende gaben wir uns die Hand und alle waren zufrieden. Man muß 
daraus keinen Balztanz machen. Er hatte wegen mir einen guten Grund 
sich aufzuregen also soll er es auch rauslassen.

Ich: "A....loch.", "Ich glaube nicht, daß er es gehört hat.", "Egal, 
ich habe es gesagt, damit ist es für mich erledigt.".
Kommt, euch geht es doch manchmal auch so.

Dieses Rage hat im Straßenverkehr nichts zu suchen. Schlimmer als 
im Kindergarten.

Fehler passieren aber etwas extra, zB nur wegen dem Kick, dem 
Adrenalien, zu machen und dabei andere gefährden oder sogar töten, 
daß ist nicht cool, daß ist Abschaum. Darunter fallen auch diese 
"ich bin was besseres"-kaputtes-Ego-Typen.
"ob der Angeklagte seinen Tötungsvorsatz schon zu einem Zeitpunkt fasste,
als der Unfall noch vermeidbar war"
Das Gericht sagte, er kannte die Strecke da es sein Arbeitsweg war. 
In dem Moment wo er zum Überholen ansetzte hatte er die Entscheidung 
getroffen Verkehrs-Lotto zu spielen und sich auf sein Glück zu verlassen, 
so das Gericht. Ich verstehe die Begründung des BGH nicht. Es war kein 
Unfall, es war seine Entscheidung, deshalb die Verurteilung. 
Nachdem er die Entscheidung traf konnte der Unfall nicht verhindert 
werden, davor schon. 

Er hat eine 21-Jährige getötet, wofür? Was hatte er davon? 
Und jetzt jämmerlich und kriechend auf ein milderes Urteil hoffen.
Wirklich erbärmlich. Findet ihr solche Menschen gut? Weil er ein 
tolles Auto fuhr?
21 Jahre alt, am Beginn ihres Lebens. Einen Mann und die Liebe finden, 
eine Familie gründen, ein oder zwei Kinder oder mehr? 
Das alles ausgelöscht weil jemand mit niedrigem IQ seinen Spaß haben 
wollte. Mit wem habt ihr Mitleid? 
Fehler passieren, daß war kein Fehler, es war absichtlich in Kauf 
genommen um diesen "Kick" zu haben.

Nicht um die Ecke aber nicht weit weg:
schwangere 18-Jährige ums Leben gekommen
18 Jahre und schwanger und nun ist sie nicht mehr. Grenzwertig, Unfälle 
passieren. Aber die Verantwortung trägt der Fahrer. Er ist 19 Jahre alt, 
ob er sie und das ungeborene Kind vergessen wird? Es hieß: PS-Starkes 
Auto. Ich denke mal, es hätte nicht passieren müssen. Balzgehabe und 
nun ist sie mitsamt des Kindes tot.

Er wird bestimmt den tollen Ratgebern folgen und nicht zurück blicken, 
nicht an vergangenes denken sondern in die Zukunft schauen. Die junge 
Frau und das ungeborene Kind haben es ja auch nicht verdient nicht 
vergessen zu werden und stattdessen mit Ignoranz und Vergessen gestraft 
zu werden. Wer ist nochmal verantwortlich für ihren Tod?

Aber er lebt ja, er muß an seine Zukunft denken. Viele werden ihm da 
zustimmen denn nur mit ihm, den lebenden, kann man ja Spaß haben und 
nicht mit seinen toten Opfern. Die Opfer werden ignoriert, immer nur 
lächeln und Glitzer drauf. Manchmal möchte ich kotzen wenn ich an 
die menschliche Gesellschaft denke und wie viele davon so ekelhafte 
Charaktere haben.
Der 18-jährige VW-Fahrer kam von hinten angerast und erfasste den 36-jährigen
Dortmunder. Die Windschutzscheibe sei zerstört und das Opfer "nach innen
eingequetscht worden", hieß es in der Anklage.
Ob die Ehefrau und die beiden Kinder den 18-Jährigen wohl auch so 
cool finden wie andere?
Der 18-Jährige hat 4 Jahre bekommen, die anderen Lebenslang.
Wenn er selber Kinder haben sollte, ob er sich an seine Opfer 
erinnern wird wenn er seinen Kindern in die Augen sieht?


Es gibt zB Musik-Titel die einen an bestimmte Momente oder Personen 
erinnern. Oder auch Filme und Serien. "Futurama" verbinde ich mit meinem 
Engel, es war die Serie die wir uns ansahen. "Die Profis" war ihre 
Lieblingsserie. Nicht ständig aber hin und wieder schaute sie die oder 
auch wir zusammen. Ich habe die schon lange nicht mehr gesehen. Auch 
Futurama sehe ich nicht mehr oft. Ich mag den Film "Reise ins Labyrinth", 
ich kann nichtmal sagen warum. Vielleicht wegen dem Thema, wegen der 
Musik oder weil es schönes Phantasy ist. Meine Tochter liebte den Film 
auch. Wie oft der bei uns lief, ich kann es nicht zählen. Den Film 
schaue ich immer noch gerne, trotz oder wegen den Erinnerungen an meine 
Tochter. Man kennt ihn auswendig und trotzdem schaut man ihn sich immer 
wieder an. Ivie übrigens auch. 

Wie gehen andere mit den Erinnerungen um? Könnt ihr sie ignorieren? 
Tut ihr es auch? Versteinert dann euer Herz um den Schmerz einzusperren?

Oder haltet ihr euer Herz offen und akzeptiert das Leid?

Ich habe mich schon oft gefragt, wie Ivie es schaft bei allen ihren 
Erlebnissen ihre Herzlichkeit und Wärme bewahrt zu haben.