Eigentlich fange ich ja oft mit den Dokus üder die Gesellschaft an.
Also dem Straßenverkehr.
Heute drehe ich es mal um, zuerst das interessante und danach der Rest.
Womit fange ich an?
Internetplattformen und Frauen welche mich anschreiben. Ich hatte die
Geschichte mit dem vermeintlichen "Love Scam" geschrieben. Angebliche
Frauen schreiben einen an und finden einen natürlich ganz toll und
wollen dich dann treffen. Und es ist kein Tinder. Nein, ich habe
keine Erfahrung mit Tinder, ist wirklich nur hören-sagen. Doch,
wirklich. Aber glaubt ihr, ich hätte dort Chancen? Nein, lassen wir
das.
Ich wurde schon wieder von einer fremden Frau angeschrieben. Wieder
so ein Scam? Bin ich da jetzt irgendwo auf einer Liste?
Nein, diesmal ist es anders. Sie scheint echt zu sein und findet mich
auch nicht toll sondern nur interessant. Wir haben bisher nur über
allgemeine Sachen geschrieben. Ich bin bei solchen Dingen auch ehrlich
und direkt, finden manche nicht gut oder als zu "rude" also unhöflich
oder sie erwarten das man ihnen irgendwelche Geschichten erzählt um
sie rumzukriegen. Ich sage zB direkt am Anfang: Ich habe eine Freundin
und ich liebe sie. Ich würde sie nie betrügen, also falls sie etwas
in der Richtung möchte tut es mir leid aber es wird nicht funktionieren.
Auch das Thema, man wird als Mann angeschrieben und umgarnt und es
wird ein "Treffen" versprochen nur um dann nach Geld gefragt zu werden.
Nun, sie hatte Verständnis dafür, daß ich skeptisch ihr gegenüber bin.
Sie hätte als Frau auch schon öfter unschöne Mails bekommen, weshalb
sie zB mich angeschrieben hat. Sie schreibt die Männer an welche sie
sich ausgesucht hat und ignoriert diese dummen Mails von Männern die
nur das eine wollen.
Interessantes Thema, sie ignoriert die Männer welche sie anschreiben
und schreibt selbst Männer an welche sie nicht belästigt haben um zu
sehen ob sie mit dennen in Kontakt kommen kann.
Nun, was solls. Ich habe kein Problem damit wenn Frauen die Initiative
ergreifen und den Mann ansprechen oder anschreiben. Und falls sie doch
ein Scam oder anderes ist, ja dann hatte ich eine kleine Unterhaltung
und das wars dann.
Weiter gehts, eine schöne Geschichte. Ivie schenkte mir zu Weihnachten
einen Besuch in einem Flugsimulator. Wir waren am Montag dort.
Nur eine Stunde in einem Bell UH1D, ja gut in einem Simulator eines
Bell UH1D. War nicht schlecht, ein richtiges Cockpit aber ohne Heck.
Eine gebogene Leinwand drumherum auf die dann alles projiziert wird.
Ein Pilot gab einem die Einweisung und war auf dem Copilotsitz.
Wie habe ich mich geschlagen? Natürlich super, wirklich. Ich habe
nur fünf Helikopter zerstört. Also wirklich ... super.
Man muß wirklich ein Gefühl dafür bekommen. Die ganze Bedienung und
die Koordination von Pedalen und Hebeln und Steuer. Es sind ja keine
Gas und Bremse Pedalen, damit steuert man, zusätzlich zum Steuer.
Gleich beim ersten Start den ersten Crash hingelegt, eigentlich auf
die Seite gelegt. Einmal im Flug abgeschmiert, runter kommt er dann
ganz von alleine. Eine Kollision, mir ist doch echt ein Baum vor
den Heli gesprungen, unfassbar. Ein Crash war wirklich nicht meine
Schuld, ein simulierter technischer Defekt "jetzt müssen wir eine
Notlandung machen", ich glaube der Computer hatte etwas gegen mich.
Ich hatte ihn schon aufgesetzt und er rutschte noch etwas, fast
am Stillstand kippte das Ding rüber. Der "Copilot" war trotzdem
zufrieden, wir hätten es wohl zumindest überlebt.
Der letzte Crash? Darüber möchte ich nicht sprechen. Ist aber auch
idiotisch, wieso kann man während des Fluges den Motor ausschalten?
Und wieso dauert es so lange bis der wieder voll da ist? Vergessen
wir das lieber wieder.
Eine Person durfte mit ins "Cockpit", natürlich war Ivie dabei.
Sie saß hinter uns und schaute zu und hatte ihren Spaß.
Die letzten 10/15 Minuten, Ivie wollte erst nicht aber wir haben
sie beide überredet, sie nahm den Platz am Steuer ein und flog
dann einen Hubschrauber. Warum ist sie nicht abgestürzt? Weil sie
nicht an den Schaltern herumspielte? Pah!
Es hat wirklich Spaß gemacht und war eine nette Erfahrung. Ich
habe vorher nie in einem Helikoter gesessen und schon garnicht
am Steuer. Auch Ivie hatte dann ihren Spaß. Wir werden evtl.
noch öfter auf die Möglichkeit zurückgreifen.
Nächste Woche am Freitag ist ein besonderer Tag. Wer es nicht weiß:
Durchgefallen, den ganzen Blog nochmal von vorne lesen.
Ivie wollte keinen besonderen Tag daraus machen sondern jeder Tag
solle ein besonderer Tag sein. Auch keine Feier sondern nur wir zwei.
Ich habe zumindest den zweiten Teil aufgegriffen. Es ist doch ein
besonderer Tag und es ist ein Jahr. Und nur sie und ich, sonst
niemand der stört.
Vielleicht wirds ein Reinfall, dann muß ich Ivie um Entschuldigung
bitten. Zudem werde ich es hier ignorieren. Wenn nicht werde ich
darüber schreiben, wenn es soweit war.
Ja, mal wieder eine Dokumentation über die Gesellschaft. Manche
meinen, ich sehe es oft zu eng. Nein tue ich nicht. Regeln haben
nicht immer etwas mit dem eigentlichem Geschehen zu tun. Ich habe
auch schon, unter den Augen der Polizei, gegen Regeln verstoßen.
Gab es Ärger? Nein, im Gegenteil, es war aufgrund der Situation
die beste Wahl. Sowas gibt es mal. Manchmal ist es eben auch
"sch... egal, was solls, lass sie doch". Wozu aufregen und dann
noch als "Oberlehrer" einen gefährlichen Eingriff in den
Straßenverkehr begehen?
Aber dieses dumme und rücksichtslose gefährden anderer, daß ist
verachtenswert. Es sind keine Helden, sie sind nicht cool, sie
können nicht besser Autofahren sondern sie strapazieren ihr
Glück und profitieren vom Können der anderen Autofahrer.
Und diese Kurven- und Kreuzungsschneider sind die Pest, hoffe
es gibt bald eine Impfung gegen dieses idiotische nichtkönnen
von Kurvenfahren.
Jeder macht Fehler, ich auch. Ich glaube ich hatte das schonmal
geschrieben. Ich hatte nicht richtig gekuckt oder so, es hätte
fast gekracht wenn der andere nicht so schnell reagiert hätte.
Er regte sich natürlich auf und seine Freundin oder Frau wollte
ihn beruhigen. Ich: "Ist in Ordnung, er hat allen Grund über mich
zu meckern. Ich habe sch... gebaut und er hat einen Unfall verhindert.
Da darf er auch meckern, er soll es ruhig raus lassen.".
Am Ende gaben wir uns die Hand und alle waren zufrieden. Man muß
daraus keinen Balztanz machen. Er hatte wegen mir einen guten Grund
sich aufzuregen also soll er es auch rauslassen.
Ich: "A....loch.", "Ich glaube nicht, daß er es gehört hat.", "Egal,
ich habe es gesagt, damit ist es für mich erledigt.".
Kommt, euch geht es doch manchmal auch so.
Dieses Rage hat im Straßenverkehr nichts zu suchen. Schlimmer als
im Kindergarten.
Fehler passieren aber etwas extra, zB nur wegen dem Kick, dem
Adrenalien, zu machen und dabei andere gefährden oder sogar töten,
daß ist nicht cool, daß ist Abschaum. Darunter fallen auch diese
"ich bin was besseres"-kaputtes-Ego-Typen.
Das Gericht sagte, er kannte die Strecke da es sein Arbeitsweg war.
In dem Moment wo er zum Überholen ansetzte hatte er die Entscheidung
getroffen Verkehrs-Lotto zu spielen und sich auf sein Glück zu verlassen,
so das Gericht. Ich verstehe die Begründung des BGH nicht. Es war kein
Unfall, es war seine Entscheidung, deshalb die Verurteilung.
Nachdem er die Entscheidung traf konnte der Unfall nicht verhindert
werden, davor schon.
Er hat eine 21-Jährige getötet, wofür? Was hatte er davon?
Und jetzt jämmerlich und kriechend auf ein milderes Urteil hoffen.
Wirklich erbärmlich. Findet ihr solche Menschen gut? Weil er ein
tolles Auto fuhr?
21 Jahre alt, am Beginn ihres Lebens. Einen Mann und die Liebe finden,
eine Familie gründen, ein oder zwei Kinder oder mehr?
Das alles ausgelöscht weil jemand mit niedrigem IQ seinen Spaß haben
wollte. Mit wem habt ihr Mitleid?
Fehler passieren, daß war kein Fehler, es war absichtlich in Kauf
genommen um diesen "Kick" zu haben.
Nicht um die Ecke aber nicht weit weg:
18 Jahre und schwanger und nun ist sie nicht mehr. Grenzwertig, Unfälle
passieren. Aber die Verantwortung trägt der Fahrer. Er ist 19 Jahre alt,
ob er sie und das ungeborene Kind vergessen wird? Es hieß: PS-Starkes
Auto. Ich denke mal, es hätte nicht passieren müssen. Balzgehabe und
nun ist sie mitsamt des Kindes tot.
Er wird bestimmt den tollen Ratgebern folgen und nicht zurück blicken,
nicht an vergangenes denken sondern in die Zukunft schauen. Die junge
Frau und das ungeborene Kind haben es ja auch nicht verdient nicht
vergessen zu werden und stattdessen mit Ignoranz und Vergessen gestraft
zu werden. Wer ist nochmal verantwortlich für ihren Tod?
Aber er lebt ja, er muß an seine Zukunft denken. Viele werden ihm da
zustimmen denn nur mit ihm, den lebenden, kann man ja Spaß haben und
nicht mit seinen toten Opfern. Die Opfer werden ignoriert, immer nur
lächeln und Glitzer drauf. Manchmal möchte ich kotzen wenn ich an
die menschliche Gesellschaft denke und wie viele davon so ekelhafte
Charaktere haben.
Ob die Ehefrau und die beiden Kinder den 18-Jährigen wohl auch so
cool finden wie andere?
Der 18-Jährige hat 4 Jahre bekommen, die anderen Lebenslang.
Wenn er selber Kinder haben sollte, ob er sich an seine Opfer
erinnern wird wenn er seinen Kindern in die Augen sieht?
Es gibt zB Musik-Titel die einen an bestimmte Momente oder Personen
erinnern. Oder auch Filme und Serien. "Futurama" verbinde ich mit meinem
Engel, es war die Serie die wir uns ansahen. "Die Profis" war ihre
Lieblingsserie. Nicht ständig aber hin und wieder schaute sie die oder
auch wir zusammen. Ich habe die schon lange nicht mehr gesehen. Auch
Futurama sehe ich nicht mehr oft. Ich mag den Film "Reise ins Labyrinth",
ich kann nichtmal sagen warum. Vielleicht wegen dem Thema, wegen der
Musik oder weil es schönes Phantasy ist. Meine Tochter liebte den Film
auch. Wie oft der bei uns lief, ich kann es nicht zählen. Den Film
schaue ich immer noch gerne, trotz oder wegen den Erinnerungen an meine
Tochter. Man kennt ihn auswendig und trotzdem schaut man ihn sich immer
wieder an. Ivie übrigens auch.
Wie gehen andere mit den Erinnerungen um? Könnt ihr sie ignorieren?
Tut ihr es auch? Versteinert dann euer Herz um den Schmerz einzusperren?
Oder haltet ihr euer Herz offen und akzeptiert das Leid?
Ich habe mich schon oft gefragt, wie Ivie es schaft bei allen ihren
Erlebnissen ihre Herzlichkeit und Wärme bewahrt zu haben.