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16012026



Es ist Freitag und ich sitze noch auf der Arbeit. Also pssst, verratet 
mich nicht. Aber hier sitze sowieso nur ich. 
Ich habe im Moment wenig Zeit, oder anders gesagt, ich habe die selbe 
Menge an Zeit wie immer aber sie reicht nicht für alles was ansteht.

Hatte ich schon erwänt, daß ich Freitage nicht mag? Ich glaube ich 
erwähnte es ein oder auch zweimal. Nein, der Grund ist nicht lustig. 

Bei uns gibt es eigentlich nichts neues. Wir leben eben so, ist auch 
nicht schlecht. 

Was positives, wobei ich ja letztens die Videos nicht mehr nur verlinkt 
sondern in die Webseite eingebunden habe. Bin mir nicht sicher was 
besser ist. 

Ich binde aber nochmal ein. Dabei fiel mir zweierlei auf: Erstens, ich 
mag den Winter nicht. Ja, weiße Landschaften usw. sind durchaus schön 
und romantisch. Zudem an einem kalten und feuchten Winterabend mit 
jemanden im warmen auf der Couch, evtl. gemeinsam unter der Decke, zu 
liegen ist schön. Leider haben wir keinen offenen Kamin, der würde gut 
dazu passen. 
Aber alle lieben den Frühling, oder? Ich denke schon, daß alle den 
Frühling mögen. Und warum? Weil er den Winter vertreibt. Damit ist 
meine Beweisaufnahme abgeschlossen.
Als zweites fiel mir auf, daß in dem Video fast niemand unterwegs war. 
Es ist eine der größten Städte der Welt, meist sind da auch nachts 
Leute unterwegs. Aber da, nur vereinzelt welche. 

Worum gehts?
Dazu passend:
222 Prozent mehr Buchungen: Dieses Land ist bei Deutschen aktuell besonders beliebt
Es freut mich natürlich, daß so viele hier mitlesen und meine Empfehlung 
bezüglich Südkorea so gut angenommen wurde. Ihr werdet es bestimmt 
nicht bereuen.

Jetzt lasst mir doch meine Träume. 

Es wurde mir auch geschrieben, daß es doch auch in Deutschland schöne 
Städte und Orte gebe. Stimmt, da stimme ich zu. Ich habe in Südkorea 
wohl ein Stück meines Herzens verloren. Das Land hat mich einfach 
beeindruckt. Amerika war nicht so toll. Ja, auch dort gibt es gutes 
und sehenswertes. Und bisher habe ich den besten Burger in NewYork 
gegessen. Leute, auf einen Burger gehört einfach auch ein Spiegelei.
Habe ich ausserhalb NewYork nur einmal erlebt, daß es auch einen 
Burger mit Spiegelei gab. Dieses McD und Co Zeugs ist doch kein 
richtiger Burger.

Eine deutsche Stadt und ein Beweis, daß es sie doch gibt:
Es gibt sicher schönere Städte um mit Seoul zu konkurieren. 
Ich hatte das Video nur ausgewählt um mal eine deutsche Stadt zu 
haben und es ist BI, die Stadt hier in der Gegend und wo wir damals 
gelebt hatten. Aber nicht in der Innen-/Altstadt wir wohnten etwas 
am Rand der Stadt.

Dann das nächste, ich bekomme echt nicht alles mit. 
"Fremde" Militärkonvois auf der Autobahn, da denkt man schon "hat es 
jetzt begonnen?", und dann lese ich das:
Deutschland ist Gastgeber der Nato-Großübung Steadfast Dart 26
Warum hat mich den keiner informiert? Also echt jetzt.
Und im Mai, war es glaube ich, haben wir dann die Briten hier mit 
ihrer Großübung. 
Früher hatten wir hier den Militärflughafen, da war man einiges 
gewohnt.


Soooo, daß war jetzt nur zum aufwärmen.

Jetzt geht es los.

Vor einer Woche ging ich auf Mails ein und da ging es um die Firma 
oder die Firmen, meine Firmen. 

Man könnte jetzt sagen: Selbst schuld, hättest es ja ignorieren können.
Sorry aber das ist dumm. Ignorieren ist dumm, feige und ein Zeichen 
von Faulheit. Kein Problem oder anderes geht durch ignorieren und 
wegschieben weg. Man kann den Kopf in den Sand stecken und sich 
dabei gut fühlen weil man sich allem verweigert. Nun, ich habe es 
anders gelernt.

"Beim Auto leuchtet das Motorsymbol rot. Was machen wir jetzt?", 
"Wir ignorieren es. Habe keine Lust mich damit zu beschäftigen", 
"Wäre das nicht dumm? Geht dann nicht etwas kaput?", 
"Ja, wahrscheinlich.", "Und was machen wir dann?", "Du kaufst ein 
neues Auto?", "Das klingt jetzt aber wirklich dumm!"

Zudem wäre es asozial und unhöflich, da macht sich jemand die Mühe 
und interessiert sich dafür und dann ignoriert man ihn einfach? 
Was für eine (piep) Erziehung. 
Nun, es war nicht nur einer und bevor Verschwörungstheorien und 
so weiter aufkommen werde ich nochmal etwas dazu schreiben.

Fangen wir mit dem wichtigsten an: Es gibt kein Familienkartell welches 
Firmen in der Gegend kontrolliert. Ich weiß, es wäre doch so viel 
interessanter aber es ist quatsch. Die Eigentümer treffen sich nichtmal 
auf Familienfesten. Jeder führt seine Firma für sich und ich denke 
ich spreche auch für die anderen wenn ich sage: Wir lassen uns nicht 
von jemanden sagen wie wir eine Firma zu führen haben.

Also so ist das nicht. 

Gehen wir nun zu der "Baustoff und Logistik" Firma in der Stadt in der 
ich früher gewohnt habe. Es gibt in Suchdiensten hier und da einen 
Eintrag der meine alte Adresse und Telefonnummer zeigt. Ich betone: 
Alte! Damit meine ich sehr sehr alt. Die ist uralt. Leider wird der 
Eintrag nicht entfernt obwohl ich auf das Alter der Informationen 
hingewiesen habe. Also bitte: Ruft dort nicht an, es ist nicht mehr 
meine Telefonnummer. Ich schrieb im Blog, daß ich noch eine Nummer 
von damals per VoIP nutze, aber es ist nicht diese, es ist eine 
fünfstellige Nummer. Also bitte terrorsiert nicht irgendwelche 
Leute.
Jetzt wurde natürlich eins und eins zusammengezählt aber dabei 
vergessen durch zwei zu teilen. Meine Adresse und dann die Firma, 
da muß doch ein Zusammenhang sein. Nein, der Zeitfaktor trennt es. 
Also: Ich hatte nichts mit der Firma zutun. 
Ich nutze die Vergangenheitsform weil es die Firma nicht mehr gibt. 
Sie wurde vor ein paar Jahren liquidiert also aufgelöst. Ja, jetzt 
wird es leider nicht einfacher. Aber doch, es ist Zufall. Wer hat 
die Firma abgewickelt? "Das kann doch kein Zufall sein", doch ist 
es. Unsere Namen ähneln sich zu 95 Prozent, sie hat einen Buchstaben 
mehr in ihrem Vornamen und macht ihn zur weiblichen Form des Namens. 
Es ist kein Schreibfehler, daß bin und war nicht ich. Sie gibt es 
wirklich. Ich hatte nie etwas mit der Firma zu tun, es sind Zufälle.

Ich sollte es nicht schreiben, weil mir dann niemand das "Zufall" 
glaubt aber sie und ich haben sogar mal in der selben Straße gewohnt. 
Natürlich im selben Ort und die Postboten brachten es immer 
durcheinander. Ja, eine kleine Verbindung besteht, wir kennen uns, 
wir haben fast den selben Namen aber ich hatte trotzdem nichts mit 
der Firma zu tun.

So, die nächste. 
Die Imobilien GmbH, damit habe ich nicht viel zu tun. Wir nutzen 
ihre Dienste bzw. nutzen die Resourcen aber die Firma gehört zum 
Sägewerk. Die Imobilien GmbH beinhaltet und verwaltet die 
Imobilien die zB zum Sägewerk und andere gehören. Warum dafür 
eine eigene Firma gegründet wurde werde ich nicht darlegen. 
Nur so viel, das Sägewerk und andere decken die GmbH aber eben 
nicht umgekehrt. Mehr sage ich dazu nicht.
Auch hier, die "Zufälle". Diejenige welche die Imobilien GmbH 
führt hat einen sehr ähnlichen Namen wie meine Mutter, zumindest 
der Vorname. Meine Mutter führt schon sehr lange nicht mehr den 
Familiennamen den ich trage, sie hat vor Jahren wieder geheiratet. 
Trotzdem sehen die Leute da eine Verbindung, also das quasi meine 
Mutter diese Firmen führte. Das ist quatsch. 
Meine Mutter hatte nie etwas mit einer Firma zu tun. Ja, die 
Ähnlichkeiten sind auch hier Zufälle. 

So, die Stadt bzw. die Stadtverwaltung. Auch damit habe ich nichts 
zu tun, der dort ist Tobias und er hat auch nichts mit den Firmen 
zu tun. Also "wir" haben da niemanden sitzen, er macht da seine 
Arbeit wie alle anderen auch.

Also nein, es ist kein Kartell.

So, die Firma um die es eigentlich geht. Sie wird unter zwei Namen 
geführt, also Firmennamen. Dafür gibt es einen Grund den ich aber 
nicht darlegen werde. Auch hier, die Ähnlichkeit unserer Namen ist 
.... Zufall. Man könnte jetzt von einem Schreibfehler ausgehen aber 
nein, daß ist es nicht. 
Leute haben Probleme mit meinem Namen, keine Ahnung warum, so schwer 
ist er nun wirklich nicht. Aber manche verunstalten ihn. So wie 
letztes Jahr bezüglich der Beerdigung. Natürlich ärgert es mich, 
gerade wenn es um solche Dinge geht wo man doch besonders darauf 
achten sollte. Ich habe keine Ahnung was die Leute für Probleme 
mit meinem Vornamen haben. Kleine Kinder können ihn nicht aussprechen, 
deshalb habe ich meinen "Spitznamen", man lässt einfach das "r" weg.
Als meine Oma älter wurde, sprach sie mich auch hin und wieder mal 
mit der weiblichen Form meines Namens an. Sie wurde eben tüdelig. 
Hat mich nie gestört. 

Aber hier ist es kein Fehler oder Verwechslung. Sie führt ihren 
Vornamen im Firmenname, ich jedoch nicht. Ja, ich habe die Abkürzung.

Den Rest lasse ich offen. Es soll ja noch etwas Spannung bleiben. 

Wer sich Gedanken dazu machen möchte: Die Firma hat zwei Bereiche 
welche sie bedient. 

Aber doch noch, jemanden ist es aufgefallen. Irgendwie schmeichelt 
es mir natürlich. Ich schrieb es im Blog, war mir nicht sicher ob 
aber ja, ich schrieb es.
Als ich damals meine erste Firma verkauft hatte nutze ich einen Teil 
davon um mein Leben zu ändern. Ich wollte weg von diesen Leuten und 
dem Leben damals. Sie haben mich nur ausgesaugt und niedergemacht, 
niemand von ihnen war auch nur einmal für mich da. Also ging ich. 
Ich schrieb, daß ich nur ein Teil des Geldes nutzte um zu studieren 
usw. . Ich bin stolz darauf keine Almosen vom Staat oder sonst wem 
angenommen zu haben. Es war ich und es war mein Geld. Der andere 
Teil wurde langfristig angelegt, als Reserve für später. Jahre später 
bin ich zurück in diese Gegend gekommen, danach wurde die Firma 
gegründet. Was ist mit meinem Geld passiert, war dann die Frage an 
mich. Die Antwort? Nun, es war nicht meine Idee, nur die Ausrichtung 
auf den Industriebereich. "Wie sieht es aus? Machst du mit?", wie die 
Antwort damals war, lasse ich offen. Die Spannung usw. , sonst macht 
es ja keinen Spaß.

Noch was, daß eine lokale Firma Arbeiten für das Auswärtige Amt in 
Botschaften und Konsulate sogar im Ausland durchführt hat nicht damit 
zu tun, daß ich meine "Kontakte" benutzt hätte. Es wurde als Indiz 
genannt, daß es meine Firma sei, da ich ja in Berlin mit genau sowas 
zu tun hatte. Nun, nicht genau mit "sowas". Nein, es gab keine geheimen 
Hinterzimmer Deals. Die Aufträge wurden nach Recht und Gesetz und den 
Vorschriften vergeben. 


Es gibt dann noch dieses "du machts den Leuten etwas vor um deren 
Mitleid zu bekommen". 
Es bezog sich wohl auf meine Vergangenheit. Die Familie mit all dem 
und überhaupt .... . Nun ich bin mit nichts angefangen. Das ist keine 
Lüge. Meine Mutter hat drei Kinder alleine großgezogen sie ging als 
Verkäuferin arbeiten. Was glaubt ihr denn was da für Reichtümer waren?
Mein Vater gab nur, was der Gerichtsvollzieher ihm wegnahm. Aber auch 
er hatte keine Firma oder so etwas. So war es nunmal. Wenn ich schrieb, 
daß wir es damals nicht einfach hatten, dann weil es so war. Wir waren 
keine Familie, die sich faul hinsetzt und dann erwartet das jemand 
dafür sorgt, daß es uns gut geht. Meiner Mutter war es immer wichtig, 
daß auch wir Kinder Leistung bringen. Wir mussten eben früh selbstständig 
sein. Andere Kinder haben uns beneidet, weil wir so viele Freiheiten 
hatten. Ich habe sie beneidet, sie hatten Eltern die für sie da sind 
und zB bei den Hausaufgaben helfen. Das war damals so, es ist keine 
Erfindung. 

Ich bin sicher nicht der einzigste dem sowas passiert ist. Auf der 
Suche nach einer Ausbildungsstelle ging ich zufuß zu einer Firma. 
Warum nicht mit dem Fahrrad? Ich hatte da keines. Es war auch sonst 
niemand da. Ich ging also und es fing an zu regnen. Es kam wie aus 
Eimern herunter. Als ich dort war, war ich durchnässt. Kam nicht gut 
an, man wollte schließlich einen herausgeputzen Bewerber sehen. 
Ja, ich war enttäuscht deswegen.
Leute mit Elterntaxi hatten wohl bessere Chancen. 

Führerschein, so wie viele damals mit 18 machen? Nein, ich musste 
den selbst bezahlen und musste erstmal das Geld dafür haben. 
Mein Auto musste ich auch selbst bezahlen, es war kein Geschenk.
Mit so einem schönen neuen Wagen von den Eltern hatte man sicher 
bessere Chancen bei den Mädchen. 
Aber es war MEIN Wagen. Vielleicht war es nicht der schönste und 
beste aber es war meiner, von mir bezahlt. 

Das Auto brauchte ich für meine Ausbildung, um zu der Firma zu 
kommen. Bus und Bahn war unmöglich. Natürlich finazierte ich es 
teilweise. Wie ich schon schrieb ging ich wärend der Ausbildung 
noch nebenher Arbeiten. Ich erzählt es nicht rum, denn ich wollte 
nicht der "arme" sein, der noch Tellerwaschen oder so gehen muß.
Wie wohl viele andere auch musste ich etwas von der 
Ausbildungsvergütung zuhause abgeben. Meine Mutter und ich konnten 
uns so wenigstens eine gute Wohnung leisten. 

Ich beneidete die anderen, die es so leicht im Leben hatten und 
als ob ihnen alles auf dem Tablet serviert würde. Leider gehörte 
ich nicht dazu.  

Auch schrieb ich, daß ich noch nie etwas geerbt hätte. Bis auf letztes 
Jahr von meiner Mutter. Das war aber nicht viel weil sie nicht viel 
hatte. 
Nein, ich habe nichts bekommen. Als mein Vater starb habe ich nichts 
bekommen, ich wurde auch nicht informiert. Seine Frau hat alles bekommen, 
die Pflichteile galten da nicht. Musste googeln: Berliner Testament. 
Seine Frau, nicht meine Mutter, erbte alles und wenn sie stirbt würden 
wir wohl erben. Wenn dann noch was übrig ist. So war die Regelung. Und 
nein, weder ich noch meine Schwester wollten irgendetwas einfordern. 
Wir wollten nichts mit ihm zu tun haben, auch nicht nach seinem Tod.
Mein Bruder? Nun er war das Lieblingskind meines Vaters, er hatte da 
keine Probleme mit. Ist mir auch egal, ob mein Bruder inoffiziell 
etwas bekommen hat. Ich denke nicht und selbst wenn, es ist deren 
Gewissen, nicht meines.

Die Firma damals war auch kein Geschenk oder Erbe. Ich wurde reingelegt, 
ich bin nicht stolz darauf, darauf reingefallen zu sein. Aber wäre es 
anderen besser ergangen? Es wurde belogen und betrogen und trotzdem gab 
es keine rechtliche Handhabe dagegen. Ich war das Opfer welches in den 
heißen Vulkan geworfen wurde und ich hatte nur die Wahl unter diesen 
Bedingungen schwimmen zu lernen oder unter zu gehen und mein Leben zu 
ruinieren. Es war nunmal so. 

Ich weiß jetzt nicht wo ich im Blog Mitleid erhaschen wollen würde. 
Wegen meinen Engeln? Weil ich um sie trauere, immer noch? Ist das 
Mitleid erhaschen? 
Oder wegen Ivie? Weil ich auf ihre Vergangenheit hingewiesen habe? 
Soll man sie verschweigen? Täter schützen und Frauen in solchen 
Situationen nicht zeigen, daß sie nicht alleine sind?

Ich weiß es nicht. Ich wollte nie Mitleid haben, wollte immer stark 
sein. War das falsch?

Oder weil ich mich im Blog nicht als "Unternehmer" geoutet hatte? Nur 
von der alten Firma sprach? Dafür gibt es mehrere Gründe. 
Auch persönliche aber auch wegen meiner Arbeit, damit ist nicht die 
Firma gemeint.


Dann gab es noch dieses eine Wort: "Kapitalist". 
Es wurde nicht im beleidigendem Zusammenhang benutzt. Nur, daß ich 
einer sei. Es kann ja jeder für sich entscheiden, wie er das Wort 
deutet. Nun, für mich ist es kein positives Wort. Deshalb "trifft" 
es mich auch so.

Was denkt man bei "Kapitalist"? Nun, ich denke an egoistische, 
rücksichtslose und über Leichen gehende Menschen welche dem Geld 
und Luxus usw. hinterher rennen.

War oder bin ich so? Man benötigt Geld zum leben, ist nunmal so. 
Aber ich habe immer die Menschen an erster Stelle gesehen. 
Meine ersten "Kontakte" mit Leuten die ihre eigene Firma hatten, da 
war ich noch sehr jung: Pit F. . Er hies Peter aber alle nannten ihn 
Pit. Ein Freund meiner Mutter, also schon Richtung Beziehung. Leider 
starb er. In der Augenklinik war jemand, er gab mir immer Tipps, wie 
ich sein sollte und so weiter. Er war auch schon älter und suchte 
einen Nachfolger für seine Firma. Nein, nicht mich, ich war noch in 
der Schule. Aber er lies kein gutes Haar an den jungen Managern. Er 
hatte seine Firma wohl nach dem Krieg aufgebaut und fand niemanden 
dem er sie übergeben wollte. Er hat oft über dieses Thema, Firma und 
Manager, gesprochen. Sicher nicht nur mit mir. Ich weiß noch, ihm 
gefiel, daß ich zuhörte und hier und da nachfragte. Wie gesagt, er 
gab mir Tipps wie ich mich ändern sollte und anders auftreten usw. . 
Ich fand es damals nicht wirklich ernstzunehmend. Trotzdem habe ich 
es nicht vergessen, evtl. weil er mich ernst nahm? Ich weiß es nicht, 
vielleicht projiziere ich da jetzt zuviel hinein denn damals war es 
mir nicht so klar. Aber die anderen trauten mir nichts zu. Sie sahen 
nur den "defekten" in mir. Er behandelte mich anders. Aber wie gesagt, 
ich bilde mir das wohl nur ein.

Es gab noch andere. An einen erinnere ich mich noch gerne. Sie hatten 
einen wirklichen Familienbetrieb, er bei den Kunden und seine Frau und 
auch seine Tochter im Büro usw. . Sie hatten es nicht leicht den 
Betrieb am laufen zu halten aber die ganze Familie machte mit. 
Ich hatte hier und da mit ihnen zu tun und auch Aufträge gegeben. 
Ich hatte oft mit ihm gesprochen. Wenn was war hatte ich immer seine 
Tochter am Telefon, die wusste dann immer sofort, daß ich dran war. 
Warum? Die Telefonnummer wurde angezeigt? Kann sein.

Jemand anderes, er hatte auch seine eigene Firma und auch Angestellte. 
Wir hatten auch hier und da zusammen gearbeitet.
Er wollte dann in den Ruhestand gehen und er dachte, daß sein Sohn den 
Betrieb weiter führt. Sein Sohn war aber eine faule Socke, ja sorry, 
war aber so. Hat er dann auch eingesehen und den Betrieb verkauft. 
Sein Sohn hätte es sicherlich nicht hinbekommen.

"Meine" Firma damals, hätte mir vorher jemand gesagt, daß ich eine 
Firma leiten werde, ich hätte ihm "den Vogel" gezeigt. Hätte es wohl 
als Witz empfunden. 
Ich hatte das nicht geplant und auch nicht als Ziel gehabt. 
Zudem war es keine wirklich gute oder glückliche Zeit als Unternehmer.
War ich der Kapitalist? Weil ich die Firma nicht aufgab? Oder waren es 
nicht die anderen beiden, weil sie das alles erst geplant und verursacht 
haben um das Geld mitzunehmen? Sie nahmen keine Rücksicht und wollten 
nur das Geld haben. 
Als ich verkaufte gab ich den Mitarbeitern etwas von dem Geld ab. Als 
Prämie denn ohne sie hätte ich es sicherlich nicht geschaft. 

Nun, um die Verwirrung noch zu verstärken: Ich bin bei einer großen 
Firma angestellt. Ich schrieb es ja schon, sie boten mir schon damals 
ein sechsstelliges Gehalt und heute ist es natürlich noch mehr als 
damals. Sicher war das Geld ein guter Grund das Angebot anzunehmen. 
Aber es war nicht der beste Grund. Die andere Firma war damals noch 
nicht gegründet und mein Job war meine Arbeit. 

Aber dieses hohe Gehalt wird einem auch nicht geschenkt. 

Ich bin froh, daß die Firmen, bei denen ich involviert bin, sich an 
Sozialstandards halten und sozial eingestellt sind. Es sind alles 
keine Aktiengesellschaften welche dem Kapital hinterherhecheln. 
Es sind Eigentümer geführte Firmen bei denen die Eigentümer Rücksicht 
auf andere nehmen und an die langfristige Zukunft denken. 

Die Firma bei der ich angestellt bin ist sogar nach SA8000 Zertifiziert.
Was das ist? SA8000 bedeutet, daß eine Firma sich an Sozialstandards 
hält, im Grunde den Schutz und die Rechte der Arbeitnehmer sicherstellt 
und die Menschen respektiert. Zertifiziert heißt, daß externe Stellen 
dies durchgehend prüfen und dann eben bestätigen, daß es nicht nur ein 
PR-Stunt ist sondern es auch wirklich umgesetzt wird. 
Es bedeutet aber auch, daß die Firma dafür verantwortlich ist, daß auch 
die Zulieferer und Auftragsnehmer sich ebenfalls an die Standards halten. 
Mal ein Beispiel, was ich noch aus persönlichen Gründen im Kopf habe. 
Eine Firma verkauft Werkzeuge und lässt diese in einem nicht EU-Land 
herstellen. In dem Land werden Menschenrechte nicht unbedingt besonders 
hoch gehalten. Arbeitsbedingungen sind mal so und mal so. Ein Land in 
dem die Leute mit guten Kontakten zu den Preveligierten recht viel 
dürfen und die anderen eben nicht. Die Löhne sind auch nicht mit denen 
hier zu vergleichen. Diese Firma "wirbt" sogar damit, daß sie in dem 
Land herstellen lassen. Warum? Sie geben den Leuten dort Arbeit? Oder 
weil man dort billig produzieren kann und dank der Handelsverträge 
leicht in die EU importieren kann? Hier wird das Zeug dann teuer 
verkauft und die Firmenschefs stecken sich die Gewinne ein. 
Sie feiern sich selbst dafür, solche Leute sind eben "erfolgreich".
Auf wessen Kosten interessiert solche Menschen ja nicht. Deren Opfer 
sollen gefälligst dankbar sein.

Wenn ich jetzt bei meinem Arbeitgeber sage, ich möchte Werkzeuge von 
eben dieser Firma bestellen, was passiert dann? Der Einkauf sagte "Nein". 
Solche Firmen können eben nicht den geforderten Sozialstandard nachweisen, 
deshalb machen wir keine Geschäfte mit solchen Firmen. Würden wir doch, 
würde dies die Zertifizierung gefährden und unser Chef würde es wohl 
nicht toll finden, wenn wir mit solchen Leuten Geschäfte machen. 

Ein: "Wir haben eine weiße Weste, es sind ja die Zulieferer welche ..." 
funktioniert eben nicht. 

Viele Firmen behaupten dies und das, doch unsere sagen es nicht nur, 
wir nehmen es ernst. 

Kapitalist? 

Wir produzieren hier in Deutschland, geben den Menschen hier Arbeit und 
Lohn. Beide Firmen tun dies sozial und trotzdem erfolgreich. 

Ich bin froh das "meine" Firmen so sind und nicht wie diese anderen. 

Ich bin nicht über Leichen gegangen, habe nicht anderen geschadet, habe 
niemanden betrogen oder Omas um ihre Rente erleichtert. Für mich waren 
immer die Menschen wichtig. Nicht nur die eigene Familie sondern alle. 

Sich auf Kosten anderer bereichern, daß ist vieles aber nicht stark oder 
erfolgreich. 

Viele denken evtl., daß Leute, die zu Geld gekommen sind und eine Firma 
haben, rücksichtslose Kapitalisten sind. 
Ich denke nicht nur sondern ich hoffe auch, daß ihr euch irrt.

Vielleicht rede ich deshalb nicht so gerne über die Firma. Schon meine 
erste Firma war mir irgendwie peinlich. Ich weiß, daß sollte es nicht 
und das muß es auch nicht. Aber so sind eben die Emotionen.

Firmen, bei denen ich involviert bin, sie sind erfolgreich. Ach, da 
könnte ich mir jetzt etwas darauf einbilden. Aber es ist so, oder?
Meine erste Firma, der Kurs ging mit Vollgas gegen die Wand. Ich konnte 
den Kurs ändern und ging mit der Entlohnung daraus hervor. Die Firma 
bei der ich angestellt bin, sie hat einen sicheren Stand und steht 
gut da. So schnell wird die nicht untergehen. Die andere Firma, seit 
Jahren stabil und erfolgreich. Es gab Auf und Abs aber sie hat ein 
gutes und festes Fundament. 


So, jetzt werden wohl viele enttäuscht sein. Die einen, weil sie 
dachten sie seien da etwas großem auf der Spur. Und die anderen, 
welche von mir enttäuscht sind. 
Ja, daß ist jetzt ein bischen jammern. 

Ist wohl wieder viel oberflächliches emotionales Zeug. Aber dies ist 
mein privater Blog, hier ging es um meine Emotionen und Gedanken. 
Es geht nicht um Wirtschaft und wie mache ich mich selbsständig oder 
wie führe ich eine Firma. 
Dafür wäre ich sowieso der falsch Ansprechpartner denn jeder muß 
seinen eigenen Weg finden und alles andere auch.


Zum Abschluß: Ivie liest gerne, also schreibt ihr und nicht mir.
Natürlich könnt ihr auch mir schreiben. Nochmals vielen Dank für 
die Mails und die Mühe. Es gab auch Mails mit anderen Themen, da 
werde ich dann evtl. später etwas zu schreiben, wenn ich Zeit habe.

Ivie hatte auch schon Mails direkt beantwortet, ich hoffe also, daß 
sich niemand ignoriert fühlt. Wir ignorieren niemanden, versprochen.
Ja, sorry, fast niemanden.