Es ist Freitag und ich sitze noch auf der Arbeit. Also pssst, verratet
mich nicht. Aber hier sitze sowieso nur ich.
Ich habe im Moment wenig Zeit, oder anders gesagt, ich habe die selbe
Menge an Zeit wie immer aber sie reicht nicht für alles was ansteht.
Hatte ich schon erwänt, daß ich Freitage nicht mag? Ich glaube ich
erwähnte es ein oder auch zweimal. Nein, der Grund ist nicht lustig.
Bei uns gibt es eigentlich nichts neues. Wir leben eben so, ist auch
nicht schlecht.
Was positives, wobei ich ja letztens die Videos nicht mehr nur verlinkt
sondern in die Webseite eingebunden habe. Bin mir nicht sicher was
besser ist.
Ich binde aber nochmal ein. Dabei fiel mir zweierlei auf: Erstens, ich
mag den Winter nicht. Ja, weiße Landschaften usw. sind durchaus schön
und romantisch. Zudem an einem kalten und feuchten Winterabend mit
jemanden im warmen auf der Couch, evtl. gemeinsam unter der Decke, zu
liegen ist schön. Leider haben wir keinen offenen Kamin, der würde gut
dazu passen.
Aber alle lieben den Frühling, oder? Ich denke schon, daß alle den
Frühling mögen. Und warum? Weil er den Winter vertreibt. Damit ist
meine Beweisaufnahme abgeschlossen.
Als zweites fiel mir auf, daß in dem Video fast niemand unterwegs war.
Es ist eine der größten Städte der Welt, meist sind da auch nachts
Leute unterwegs. Aber da, nur vereinzelt welche.
Worum gehts?
Es freut mich natürlich, daß so viele hier mitlesen und meine Empfehlung
bezüglich Südkorea so gut angenommen wurde. Ihr werdet es bestimmt
nicht bereuen.
Jetzt lasst mir doch meine Träume.
Es wurde mir auch geschrieben, daß es doch auch in Deutschland schöne
Städte und Orte gebe. Stimmt, da stimme ich zu. Ich habe in Südkorea
wohl ein Stück meines Herzens verloren. Das Land hat mich einfach
beeindruckt. Amerika war nicht so toll. Ja, auch dort gibt es gutes
und sehenswertes. Und bisher habe ich den besten Burger in NewYork
gegessen. Leute, auf einen Burger gehört einfach auch ein Spiegelei.
Habe ich ausserhalb NewYork nur einmal erlebt, daß es auch einen
Burger mit Spiegelei gab. Dieses McD und Co Zeugs ist doch kein
richtiger Burger.
Eine deutsche Stadt und ein Beweis, daß es sie doch gibt:
Es gibt sicher schönere Städte um mit Seoul zu konkurieren.
Ich hatte das Video nur ausgewählt um mal eine deutsche Stadt zu
haben und es ist BI, die Stadt hier in der Gegend und wo wir damals
gelebt hatten. Aber nicht in der Innen-/Altstadt wir wohnten etwas
am Rand der Stadt.
Dann das nächste, ich bekomme echt nicht alles mit.
"Fremde" Militärkonvois auf der Autobahn, da denkt man schon "hat es
jetzt begonnen?", und dann lese ich das:
Warum hat mich den keiner informiert? Also echt jetzt.
Und im Mai, war es glaube ich, haben wir dann die Briten hier mit
ihrer Großübung.
Früher hatten wir hier den Militärflughafen, da war man einiges
gewohnt.
Soooo, daß war jetzt nur zum aufwärmen.
Jetzt geht es los.
Vor einer Woche ging ich auf Mails ein und da ging es um die Firma
oder die Firmen, meine Firmen.
Man könnte jetzt sagen: Selbst schuld, hättest es ja ignorieren können.
Sorry aber das ist dumm. Ignorieren ist dumm, feige und ein Zeichen
von Faulheit. Kein Problem oder anderes geht durch ignorieren und
wegschieben weg. Man kann den Kopf in den Sand stecken und sich
dabei gut fühlen weil man sich allem verweigert. Nun, ich habe es
anders gelernt.
"Beim Auto leuchtet das Motorsymbol rot. Was machen wir jetzt?",
"Wir ignorieren es. Habe keine Lust mich damit zu beschäftigen",
"Wäre das nicht dumm? Geht dann nicht etwas kaput?",
"Ja, wahrscheinlich.", "Und was machen wir dann?", "Du kaufst ein
neues Auto?", "Das klingt jetzt aber wirklich dumm!"
Zudem wäre es asozial und unhöflich, da macht sich jemand die Mühe
und interessiert sich dafür und dann ignoriert man ihn einfach?
Was für eine (piep) Erziehung.
Nun, es war nicht nur einer und bevor Verschwörungstheorien und
so weiter aufkommen werde ich nochmal etwas dazu schreiben.
Fangen wir mit dem wichtigsten an: Es gibt kein Familienkartell welches
Firmen in der Gegend kontrolliert. Ich weiß, es wäre doch so viel
interessanter aber es ist quatsch. Die Eigentümer treffen sich nichtmal
auf Familienfesten. Jeder führt seine Firma für sich und ich denke
ich spreche auch für die anderen wenn ich sage: Wir lassen uns nicht
von jemanden sagen wie wir eine Firma zu führen haben.
Also so ist das nicht.
Gehen wir nun zu der "Baustoff und Logistik" Firma in der Stadt in der
ich früher gewohnt habe. Es gibt in Suchdiensten hier und da einen
Eintrag der meine alte Adresse und Telefonnummer zeigt. Ich betone:
Alte! Damit meine ich sehr sehr alt. Die ist uralt. Leider wird der
Eintrag nicht entfernt obwohl ich auf das Alter der Informationen
hingewiesen habe. Also bitte: Ruft dort nicht an, es ist nicht mehr
meine Telefonnummer. Ich schrieb im Blog, daß ich noch eine Nummer
von damals per VoIP nutze, aber es ist nicht diese, es ist eine
fünfstellige Nummer. Also bitte terrorsiert nicht irgendwelche
Leute.
Jetzt wurde natürlich eins und eins zusammengezählt aber dabei
vergessen durch zwei zu teilen. Meine Adresse und dann die Firma,
da muß doch ein Zusammenhang sein. Nein, der Zeitfaktor trennt es.
Also: Ich hatte nichts mit der Firma zutun.
Ich nutze die Vergangenheitsform weil es die Firma nicht mehr gibt.
Sie wurde vor ein paar Jahren liquidiert also aufgelöst. Ja, jetzt
wird es leider nicht einfacher. Aber doch, es ist Zufall. Wer hat
die Firma abgewickelt? "Das kann doch kein Zufall sein", doch ist
es. Unsere Namen ähneln sich zu 95 Prozent, sie hat einen Buchstaben
mehr in ihrem Vornamen und macht ihn zur weiblichen Form des Namens.
Es ist kein Schreibfehler, daß bin und war nicht ich. Sie gibt es
wirklich. Ich hatte nie etwas mit der Firma zu tun, es sind Zufälle.
Ich sollte es nicht schreiben, weil mir dann niemand das "Zufall"
glaubt aber sie und ich haben sogar mal in der selben Straße gewohnt.
Natürlich im selben Ort und die Postboten brachten es immer
durcheinander. Ja, eine kleine Verbindung besteht, wir kennen uns,
wir haben fast den selben Namen aber ich hatte trotzdem nichts mit
der Firma zu tun.
So, die nächste.
Die Imobilien GmbH, damit habe ich nicht viel zu tun. Wir nutzen
ihre Dienste bzw. nutzen die Resourcen aber die Firma gehört zum
Sägewerk. Die Imobilien GmbH beinhaltet und verwaltet die
Imobilien die zB zum Sägewerk und andere gehören. Warum dafür
eine eigene Firma gegründet wurde werde ich nicht darlegen.
Nur so viel, das Sägewerk und andere decken die GmbH aber eben
nicht umgekehrt. Mehr sage ich dazu nicht.
Auch hier, die "Zufälle". Diejenige welche die Imobilien GmbH
führt hat einen sehr ähnlichen Namen wie meine Mutter, zumindest
der Vorname. Meine Mutter führt schon sehr lange nicht mehr den
Familiennamen den ich trage, sie hat vor Jahren wieder geheiratet.
Trotzdem sehen die Leute da eine Verbindung, also das quasi meine
Mutter diese Firmen führte. Das ist quatsch.
Meine Mutter hatte nie etwas mit einer Firma zu tun. Ja, die
Ähnlichkeiten sind auch hier Zufälle.
So, die Stadt bzw. die Stadtverwaltung. Auch damit habe ich nichts
zu tun, der dort ist Tobias und er hat auch nichts mit den Firmen
zu tun. Also "wir" haben da niemanden sitzen, er macht da seine
Arbeit wie alle anderen auch.
Also nein, es ist kein Kartell.
So, die Firma um die es eigentlich geht. Sie wird unter zwei Namen
geführt, also Firmennamen. Dafür gibt es einen Grund den ich aber
nicht darlegen werde. Auch hier, die Ähnlichkeit unserer Namen ist
.... Zufall. Man könnte jetzt von einem Schreibfehler ausgehen aber
nein, daß ist es nicht.
Leute haben Probleme mit meinem Namen, keine Ahnung warum, so schwer
ist er nun wirklich nicht. Aber manche verunstalten ihn. So wie
letztes Jahr bezüglich der Beerdigung. Natürlich ärgert es mich,
gerade wenn es um solche Dinge geht wo man doch besonders darauf
achten sollte. Ich habe keine Ahnung was die Leute für Probleme
mit meinem Vornamen haben. Kleine Kinder können ihn nicht aussprechen,
deshalb habe ich meinen "Spitznamen", man lässt einfach das "r" weg.
Als meine Oma älter wurde, sprach sie mich auch hin und wieder mal
mit der weiblichen Form meines Namens an. Sie wurde eben tüdelig.
Hat mich nie gestört.
Aber hier ist es kein Fehler oder Verwechslung. Sie führt ihren
Vornamen im Firmenname, ich jedoch nicht. Ja, ich habe die Abkürzung.
Den Rest lasse ich offen. Es soll ja noch etwas Spannung bleiben.
Wer sich Gedanken dazu machen möchte: Die Firma hat zwei Bereiche
welche sie bedient.
Aber doch noch, jemanden ist es aufgefallen. Irgendwie schmeichelt
es mir natürlich. Ich schrieb es im Blog, war mir nicht sicher ob
aber ja, ich schrieb es.
Als ich damals meine erste Firma verkauft hatte nutze ich einen Teil
davon um mein Leben zu ändern. Ich wollte weg von diesen Leuten und
dem Leben damals. Sie haben mich nur ausgesaugt und niedergemacht,
niemand von ihnen war auch nur einmal für mich da. Also ging ich.
Ich schrieb, daß ich nur ein Teil des Geldes nutzte um zu studieren
usw. . Ich bin stolz darauf keine Almosen vom Staat oder sonst wem
angenommen zu haben. Es war ich und es war mein Geld. Der andere
Teil wurde langfristig angelegt, als Reserve für später. Jahre später
bin ich zurück in diese Gegend gekommen, danach wurde die Firma
gegründet. Was ist mit meinem Geld passiert, war dann die Frage an
mich. Die Antwort? Nun, es war nicht meine Idee, nur die Ausrichtung
auf den Industriebereich. "Wie sieht es aus? Machst du mit?", wie die
Antwort damals war, lasse ich offen. Die Spannung usw. , sonst macht
es ja keinen Spaß.
Noch was, daß eine lokale Firma Arbeiten für das Auswärtige Amt in
Botschaften und Konsulate sogar im Ausland durchführt hat nicht damit
zu tun, daß ich meine "Kontakte" benutzt hätte. Es wurde als Indiz
genannt, daß es meine Firma sei, da ich ja in Berlin mit genau sowas
zu tun hatte. Nun, nicht genau mit "sowas". Nein, es gab keine geheimen
Hinterzimmer Deals. Die Aufträge wurden nach Recht und Gesetz und den
Vorschriften vergeben.
Es gibt dann noch dieses "du machts den Leuten etwas vor um deren
Mitleid zu bekommen".
Es bezog sich wohl auf meine Vergangenheit. Die Familie mit all dem
und überhaupt .... . Nun ich bin mit nichts angefangen. Das ist keine
Lüge. Meine Mutter hat drei Kinder alleine großgezogen sie ging als
Verkäuferin arbeiten. Was glaubt ihr denn was da für Reichtümer waren?
Mein Vater gab nur, was der Gerichtsvollzieher ihm wegnahm. Aber auch
er hatte keine Firma oder so etwas. So war es nunmal. Wenn ich schrieb,
daß wir es damals nicht einfach hatten, dann weil es so war. Wir waren
keine Familie, die sich faul hinsetzt und dann erwartet das jemand
dafür sorgt, daß es uns gut geht. Meiner Mutter war es immer wichtig,
daß auch wir Kinder Leistung bringen. Wir mussten eben früh selbstständig
sein. Andere Kinder haben uns beneidet, weil wir so viele Freiheiten
hatten. Ich habe sie beneidet, sie hatten Eltern die für sie da sind
und zB bei den Hausaufgaben helfen. Das war damals so, es ist keine
Erfindung.
Ich bin sicher nicht der einzigste dem sowas passiert ist. Auf der
Suche nach einer Ausbildungsstelle ging ich zufuß zu einer Firma.
Warum nicht mit dem Fahrrad? Ich hatte da keines. Es war auch sonst
niemand da. Ich ging also und es fing an zu regnen. Es kam wie aus
Eimern herunter. Als ich dort war, war ich durchnässt. Kam nicht gut
an, man wollte schließlich einen herausgeputzen Bewerber sehen.
Ja, ich war enttäuscht deswegen.
Leute mit Elterntaxi hatten wohl bessere Chancen.
Führerschein, so wie viele damals mit 18 machen? Nein, ich musste
den selbst bezahlen und musste erstmal das Geld dafür haben.
Mein Auto musste ich auch selbst bezahlen, es war kein Geschenk.
Mit so einem schönen neuen Wagen von den Eltern hatte man sicher
bessere Chancen bei den Mädchen.
Aber es war MEIN Wagen. Vielleicht war es nicht der schönste und
beste aber es war meiner, von mir bezahlt.
Das Auto brauchte ich für meine Ausbildung, um zu der Firma zu
kommen. Bus und Bahn war unmöglich. Natürlich finazierte ich es
teilweise. Wie ich schon schrieb ging ich wärend der Ausbildung
noch nebenher Arbeiten. Ich erzählt es nicht rum, denn ich wollte
nicht der "arme" sein, der noch Tellerwaschen oder so gehen muß.
Wie wohl viele andere auch musste ich etwas von der
Ausbildungsvergütung zuhause abgeben. Meine Mutter und ich konnten
uns so wenigstens eine gute Wohnung leisten.
Ich beneidete die anderen, die es so leicht im Leben hatten und
als ob ihnen alles auf dem Tablet serviert würde. Leider gehörte
ich nicht dazu.
Auch schrieb ich, daß ich noch nie etwas geerbt hätte. Bis auf letztes
Jahr von meiner Mutter. Das war aber nicht viel weil sie nicht viel
hatte.
Nein, ich habe nichts bekommen. Als mein Vater starb habe ich nichts
bekommen, ich wurde auch nicht informiert. Seine Frau hat alles bekommen,
die Pflichteile galten da nicht. Musste googeln: Berliner Testament.
Seine Frau, nicht meine Mutter, erbte alles und wenn sie stirbt würden
wir wohl erben. Wenn dann noch was übrig ist. So war die Regelung. Und
nein, weder ich noch meine Schwester wollten irgendetwas einfordern.
Wir wollten nichts mit ihm zu tun haben, auch nicht nach seinem Tod.
Mein Bruder? Nun er war das Lieblingskind meines Vaters, er hatte da
keine Probleme mit. Ist mir auch egal, ob mein Bruder inoffiziell
etwas bekommen hat. Ich denke nicht und selbst wenn, es ist deren
Gewissen, nicht meines.
Die Firma damals war auch kein Geschenk oder Erbe. Ich wurde reingelegt,
ich bin nicht stolz darauf, darauf reingefallen zu sein. Aber wäre es
anderen besser ergangen? Es wurde belogen und betrogen und trotzdem gab
es keine rechtliche Handhabe dagegen. Ich war das Opfer welches in den
heißen Vulkan geworfen wurde und ich hatte nur die Wahl unter diesen
Bedingungen schwimmen zu lernen oder unter zu gehen und mein Leben zu
ruinieren. Es war nunmal so.
Ich weiß jetzt nicht wo ich im Blog Mitleid erhaschen wollen würde.
Wegen meinen Engeln? Weil ich um sie trauere, immer noch? Ist das
Mitleid erhaschen?
Oder wegen Ivie? Weil ich auf ihre Vergangenheit hingewiesen habe?
Soll man sie verschweigen? Täter schützen und Frauen in solchen
Situationen nicht zeigen, daß sie nicht alleine sind?
Ich weiß es nicht. Ich wollte nie Mitleid haben, wollte immer stark
sein. War das falsch?
Oder weil ich mich im Blog nicht als "Unternehmer" geoutet hatte? Nur
von der alten Firma sprach? Dafür gibt es mehrere Gründe.
Auch persönliche aber auch wegen meiner Arbeit, damit ist nicht die
Firma gemeint.
Dann gab es noch dieses eine Wort: "Kapitalist".
Es wurde nicht im beleidigendem Zusammenhang benutzt. Nur, daß ich
einer sei. Es kann ja jeder für sich entscheiden, wie er das Wort
deutet. Nun, für mich ist es kein positives Wort. Deshalb "trifft"
es mich auch so.
Was denkt man bei "Kapitalist"? Nun, ich denke an egoistische,
rücksichtslose und über Leichen gehende Menschen welche dem Geld
und Luxus usw. hinterher rennen.
War oder bin ich so? Man benötigt Geld zum leben, ist nunmal so.
Aber ich habe immer die Menschen an erster Stelle gesehen.
Meine ersten "Kontakte" mit Leuten die ihre eigene Firma hatten, da
war ich noch sehr jung: Pit F. . Er hies Peter aber alle nannten ihn
Pit. Ein Freund meiner Mutter, also schon Richtung Beziehung. Leider
starb er. In der Augenklinik war jemand, er gab mir immer Tipps, wie
ich sein sollte und so weiter. Er war auch schon älter und suchte
einen Nachfolger für seine Firma. Nein, nicht mich, ich war noch in
der Schule. Aber er lies kein gutes Haar an den jungen Managern. Er
hatte seine Firma wohl nach dem Krieg aufgebaut und fand niemanden
dem er sie übergeben wollte. Er hat oft über dieses Thema, Firma und
Manager, gesprochen. Sicher nicht nur mit mir. Ich weiß noch, ihm
gefiel, daß ich zuhörte und hier und da nachfragte. Wie gesagt, er
gab mir Tipps wie ich mich ändern sollte und anders auftreten usw. .
Ich fand es damals nicht wirklich ernstzunehmend. Trotzdem habe ich
es nicht vergessen, evtl. weil er mich ernst nahm? Ich weiß es nicht,
vielleicht projiziere ich da jetzt zuviel hinein denn damals war es
mir nicht so klar. Aber die anderen trauten mir nichts zu. Sie sahen
nur den "defekten" in mir. Er behandelte mich anders. Aber wie gesagt,
ich bilde mir das wohl nur ein.
Es gab noch andere. An einen erinnere ich mich noch gerne. Sie hatten
einen wirklichen Familienbetrieb, er bei den Kunden und seine Frau und
auch seine Tochter im Büro usw. . Sie hatten es nicht leicht den
Betrieb am laufen zu halten aber die ganze Familie machte mit.
Ich hatte hier und da mit ihnen zu tun und auch Aufträge gegeben.
Ich hatte oft mit ihm gesprochen. Wenn was war hatte ich immer seine
Tochter am Telefon, die wusste dann immer sofort, daß ich dran war.
Warum? Die Telefonnummer wurde angezeigt? Kann sein.
Jemand anderes, er hatte auch seine eigene Firma und auch Angestellte.
Wir hatten auch hier und da zusammen gearbeitet.
Er wollte dann in den Ruhestand gehen und er dachte, daß sein Sohn den
Betrieb weiter führt. Sein Sohn war aber eine faule Socke, ja sorry,
war aber so. Hat er dann auch eingesehen und den Betrieb verkauft.
Sein Sohn hätte es sicherlich nicht hinbekommen.
"Meine" Firma damals, hätte mir vorher jemand gesagt, daß ich eine
Firma leiten werde, ich hätte ihm "den Vogel" gezeigt. Hätte es wohl
als Witz empfunden.
Ich hatte das nicht geplant und auch nicht als Ziel gehabt.
Zudem war es keine wirklich gute oder glückliche Zeit als Unternehmer.
War ich der Kapitalist? Weil ich die Firma nicht aufgab? Oder waren es
nicht die anderen beiden, weil sie das alles erst geplant und verursacht
haben um das Geld mitzunehmen? Sie nahmen keine Rücksicht und wollten
nur das Geld haben.
Als ich verkaufte gab ich den Mitarbeitern etwas von dem Geld ab. Als
Prämie denn ohne sie hätte ich es sicherlich nicht geschaft.
Nun, um die Verwirrung noch zu verstärken: Ich bin bei einer großen
Firma angestellt. Ich schrieb es ja schon, sie boten mir schon damals
ein sechsstelliges Gehalt und heute ist es natürlich noch mehr als
damals. Sicher war das Geld ein guter Grund das Angebot anzunehmen.
Aber es war nicht der beste Grund. Die andere Firma war damals noch
nicht gegründet und mein Job war meine Arbeit.
Aber dieses hohe Gehalt wird einem auch nicht geschenkt.
Ich bin froh, daß die Firmen, bei denen ich involviert bin, sich an
Sozialstandards halten und sozial eingestellt sind. Es sind alles
keine Aktiengesellschaften welche dem Kapital hinterherhecheln.
Es sind Eigentümer geführte Firmen bei denen die Eigentümer Rücksicht
auf andere nehmen und an die langfristige Zukunft denken.
Die Firma bei der ich angestellt bin ist sogar nach SA8000 Zertifiziert.
Was das ist? SA8000 bedeutet, daß eine Firma sich an Sozialstandards
hält, im Grunde den Schutz und die Rechte der Arbeitnehmer sicherstellt
und die Menschen respektiert. Zertifiziert heißt, daß externe Stellen
dies durchgehend prüfen und dann eben bestätigen, daß es nicht nur ein
PR-Stunt ist sondern es auch wirklich umgesetzt wird.
Es bedeutet aber auch, daß die Firma dafür verantwortlich ist, daß auch
die Zulieferer und Auftragsnehmer sich ebenfalls an die Standards halten.
Mal ein Beispiel, was ich noch aus persönlichen Gründen im Kopf habe.
Eine Firma verkauft Werkzeuge und lässt diese in einem nicht EU-Land
herstellen. In dem Land werden Menschenrechte nicht unbedingt besonders
hoch gehalten. Arbeitsbedingungen sind mal so und mal so. Ein Land in
dem die Leute mit guten Kontakten zu den Preveligierten recht viel
dürfen und die anderen eben nicht. Die Löhne sind auch nicht mit denen
hier zu vergleichen. Diese Firma "wirbt" sogar damit, daß sie in dem
Land herstellen lassen. Warum? Sie geben den Leuten dort Arbeit? Oder
weil man dort billig produzieren kann und dank der Handelsverträge
leicht in die EU importieren kann? Hier wird das Zeug dann teuer
verkauft und die Firmenschefs stecken sich die Gewinne ein.
Sie feiern sich selbst dafür, solche Leute sind eben "erfolgreich".
Auf wessen Kosten interessiert solche Menschen ja nicht. Deren Opfer
sollen gefälligst dankbar sein.
Wenn ich jetzt bei meinem Arbeitgeber sage, ich möchte Werkzeuge von
eben dieser Firma bestellen, was passiert dann? Der Einkauf sagte "Nein".
Solche Firmen können eben nicht den geforderten Sozialstandard nachweisen,
deshalb machen wir keine Geschäfte mit solchen Firmen. Würden wir doch,
würde dies die Zertifizierung gefährden und unser Chef würde es wohl
nicht toll finden, wenn wir mit solchen Leuten Geschäfte machen.
Ein: "Wir haben eine weiße Weste, es sind ja die Zulieferer welche ..."
funktioniert eben nicht.
Viele Firmen behaupten dies und das, doch unsere sagen es nicht nur,
wir nehmen es ernst.
Kapitalist?
Wir produzieren hier in Deutschland, geben den Menschen hier Arbeit und
Lohn. Beide Firmen tun dies sozial und trotzdem erfolgreich.
Ich bin froh das "meine" Firmen so sind und nicht wie diese anderen.
Ich bin nicht über Leichen gegangen, habe nicht anderen geschadet, habe
niemanden betrogen oder Omas um ihre Rente erleichtert. Für mich waren
immer die Menschen wichtig. Nicht nur die eigene Familie sondern alle.
Sich auf Kosten anderer bereichern, daß ist vieles aber nicht stark oder
erfolgreich.
Viele denken evtl., daß Leute, die zu Geld gekommen sind und eine Firma
haben, rücksichtslose Kapitalisten sind.
Ich denke nicht nur sondern ich hoffe auch, daß ihr euch irrt.
Vielleicht rede ich deshalb nicht so gerne über die Firma. Schon meine
erste Firma war mir irgendwie peinlich. Ich weiß, daß sollte es nicht
und das muß es auch nicht. Aber so sind eben die Emotionen.
Firmen, bei denen ich involviert bin, sie sind erfolgreich. Ach, da
könnte ich mir jetzt etwas darauf einbilden. Aber es ist so, oder?
Meine erste Firma, der Kurs ging mit Vollgas gegen die Wand. Ich konnte
den Kurs ändern und ging mit der Entlohnung daraus hervor. Die Firma
bei der ich angestellt bin, sie hat einen sicheren Stand und steht
gut da. So schnell wird die nicht untergehen. Die andere Firma, seit
Jahren stabil und erfolgreich. Es gab Auf und Abs aber sie hat ein
gutes und festes Fundament.
So, jetzt werden wohl viele enttäuscht sein. Die einen, weil sie
dachten sie seien da etwas großem auf der Spur. Und die anderen,
welche von mir enttäuscht sind.
Ja, daß ist jetzt ein bischen jammern.
Ist wohl wieder viel oberflächliches emotionales Zeug. Aber dies ist
mein privater Blog, hier ging es um meine Emotionen und Gedanken.
Es geht nicht um Wirtschaft und wie mache ich mich selbsständig oder
wie führe ich eine Firma.
Dafür wäre ich sowieso der falsch Ansprechpartner denn jeder muß
seinen eigenen Weg finden und alles andere auch.
Zum Abschluß: Ivie liest gerne, also schreibt ihr und nicht mir.
Natürlich könnt ihr auch mir schreiben. Nochmals vielen Dank für
die Mails und die Mühe. Es gab auch Mails mit anderen Themen, da
werde ich dann evtl. später etwas zu schreiben, wenn ich Zeit habe.
Ivie hatte auch schon Mails direkt beantwortet, ich hoffe also, daß
sich niemand ignoriert fühlt. Wir ignorieren niemanden, versprochen.
Ja, sorry, fast niemanden.