Ich möchte zurück nach Frankreich, die Menschen hier in Deutschland sind wirklich schrecklich. Aber ich muß wieder zur Arbeit. Mein Nachbar ist auch wieder zurück, er war ein paar Wochen in der Welt unterwegs. Warum kommt der immer wieder zurück? Heute ist Samstag und ich war schon im Garten, eine Ecke fertig gemacht. Eine Reihe an Einsatzfahrzeugen war auch mal wieder unterwegs während ich im Garten war. Die Straße ist direkt hinterm Garten. Die letzte Woche war nicht so wie gewollt, wie üblich eben. Das Leben folgt nicht den Wünschen eines Menschen. Letzten Sonntag hatte ich noch so einiges im Kopf über das ich dann noch im Blog schreiben wollte. Der Blog war am Anfang so etwas wie eine Therapie für mich. Ich glaube mit Ivie wäre es nicht so gut gelaufen wenn ich dieses "Ventil" nicht geöffnet hätte. Lockere Sprüche und sich jemandem annähern, dazu muß man offen sein und sich nicht zurückziehen, etwas wozu ich nunmal geneigt war. Mittlerweile ist es eher so ein kleines Hobby geworden. Festhalten was passiert und was einem bewegt. Leider hat man dann nicht immer die Zeit dafür. So wie früher, daß ich dann nachts nicht schlafen konnte und stattdessen dann alles aufgeschrieben hatte, so ist es jetzt nicht mehr, was ja auch gut ist. Selbstständigkeit, oft wird man dazu befragt oder darauf angesprochen. Die Leute sehen dieses Bild von Unabhängigkeit, den Mercedes und Porsche und an jeder Seite eine modelmäßige Frau in den Armen. Sie meinen dann, sie seien unabhängig und könnten sich auf das Leben und Familie konzentrieren. Nun, Selbstständigkeit kennt keinen Feierabend und keinen Urlaub. Man geht nicht pünktlich nach Hause und sagt: Jetzt geht mich das alles nichts mehr an. Man sollte auch Grenzen ziehen, ja. Doch oft werden die Grenzen durch das Unternehmen und die Geschäfts- und Wirtschaftslage verschoben. Man kann nicht immer bestimmen, man muß auch reagieren. Ich hatte auch mal einen Urlaub abgebrochen, weil ich zurück zum Unternehmen musste. Manchmal ist man doch nur der Sklave der Selbstständigkeit. Ich schrieb ja von dem "Vorfall" am Freitag, also nicht gestern sondern die Woche davor. Am Freitag Abend, das betone ich immer, nicht am Nachmittag, bekam ich die Mail mit der Bestätigung welche ich schnell unterschreiben und bestätigen sollte. Die Angaben entsprachen aber nicht der Wahrheit. Am Samstag Vormittag ging es noch etwas zwischen der Person und mir hin und her. Am späten Mittag hatte ich genug, ich wollte dann auch nicht nochmal mit der Person telefonieren, ich wollte alles nur noch schriftlich, für die Unterlagen. Warum? Das fragte ich mich auch. Der Druck welcher aufgebaut wurde, damit ich die falschen Angaben bestätige gab mir zu denken. Wenn es ein Fehler war, was es wohl war, dann kann man doch eben nachsehen. Ich habe mehr als einmal auf die bisherige Korrespondenz verwiesen, weshalb schaut man nicht eben nach und sagt: Oh, mein Fehler, ich schicke die korrigierte Fassung. Nein, die Person beharrte darauf, daß die Angaben korrekt sind. Dann kann ich es so nicht bestätigen. Mir kann es egal sein, ich brauche die nicht. Wir haben Verträge, die gelten. Ich habe die geänderten Absprachen, welche von denen im Vertrag abweichen, Schwarz auf Weiß. Mein Anwalt würde sich totlachen wenn ich damit zu ihm gehe. Dann Ivie: "Sag Bescheid wenn du dich aufregst, ich halte mir dann die Ohren zu.". Nein, ich habe mich nicht aufgeregt. Es ärgert einen nur, warum sind die Menschen so? Am Montag Nachmittag bekam ich dann eine Mail von einer Kanzlei, die schickten mir eine Kopie von dem Schreiben an ihre Auftragsgeberin. Die hätten sich wohl alles nochmal angesehen und bestätigten meine Angaben. Von der Person selbst habe ich nichts mehr gehört. Die Bestätigung? Ja, jemand benötigte die. Nicht ich, aber jemand anderes. Täglich steigende Zinsen usw. daher kam der Zeitdruck. Am Dienstag Abend hatte ich dann Kontakt mit der anderen dort involvierten Person, ich sollte sie anrufen, was ich mit Hinweis auf das "nur noch schriftlich" abwies. Wir tauschten dann Mails aus, ob ich die Bestätigung schon unterschrieben hatte usw. . Ich wusste ja nicht was die Personen im Hintergrund alles besprochen oder abgesprochen hatten. Das war auch der Punkt, ich wollte niemandem Schaden zufügen oder so, ich hätte eine korrekte Fassung sofort bestätigen können. Ich hätte es ihnen auch sofort vorbeigebracht oder so. Aber ich wusste nicht, was die da im Hintergrund machen und was die mit mir vorhaben. Deshalb musste ich mich absichern. Auch den Vorschlag die bereits von der anderen Person unterschrieben Bestätigung, welche ich ja unterschreiben sollte, abzuändern und die wahren Daten einzusetzen lehnte ich natürlich ab. So etwas wäre rechtlich ein Desaster, für mich. Nun, ich hatte dann mit der Kopie des Schreibens der Kanzlei eine Bestätigung gemacht. Die hatten ja im Namen ihrer Mandantin die Daten bestätigt und ich habe dann noch einen Text darunter gesetzt in dem ich die Angaben ebenfalls bestätige. Ich hatte noch den Verweis auf die Abweichung von dem Vertrage vom ... mit herein genommen, es sollte rechtlich möglichst passen und solche Angaben gehören dazu. Nun, daß machte ich am Dienstag gegen 23:00 Uhr, damit den Leuten schnell geholfen wird. Man hat eben keinen Feierabend. Ich habe jetzt keine genauen Angaben aber das Volumen, mit dieser Person in den letzten Jahren, war sicherlich im sechsstelligem Eurobereich. Wenn nicht, dann doch sehr sehr nahe daran. Hunderttausend Euro, eine schöne Summe für eine Privatperson. Warum bekommen solche Leute, welche wohl Geld haben, es nicht hin einen korrekten Geschäftsablauf hinzulegen? Warum sind die so? Ja, ich der Besserwisser. Aber ich hatte mir die Daten nochmal angesehen, warum ist das für andere eine Überforderung? Nimmt deren Ego dann einen Knacks wenn sie zugeben müssten etwas falsch gemacht zu haben? Ebenso die Verwunderung darüber wie ich die Texte schreibe. Als wäre ich ein Anwalt. Nein, bin ich nicht aber ich habe schon früh entsprechende Erfahrungen gemacht ebenso habe ich gelernt auf was man achten muß und wie man etwas formuliert. Gerade im Geschäftsleben sollte man das können, rechtlich einwandfreie und den Anforderungen entsprechende Schriftstücke erstellen. Angaben vergessen oder etwas falsch formuliert und es kann dir rechtlich und wirtschaftlich um die Ohren fliegen. So, kein Feierabend. Am Montag waren wir, Ivie und ich, auch Nachmittags bis zum Abend unterwegs, geschäftlich. Ivie kam als meine Assistentin mit, warum soll sie alleine zuhause herumsitzen. Zudem können wir so Zeit zusammen verbringen und sie bekommt etwas davon mit, was ich so mache. Sie kann dann auch mal meine Geliebte kennenlernen. Oh man, manches sollte ich wirklich lassen. Ivie: "Das meinst du jetzt nicht ernst?! Wer ist sie? Wer ist das Miststück?!", "Moment, sie ist eine wunderbare und nette Frau. Sie heißt Ivie, du kennst sie doch.", "Du meinst mich? Das soll ich dir glauben?", "Jetzt mal ehrlich, würdest du mir eine Geliebte zutrauen und ich würde sie dir dann auch noch vorstellen?", "Das war trotzdem nicht witzig, daß war nicht toll von dir.", "Ja stimmt, tut mir leid. War dumm von mir.", "Du meintest doch mich? Oder heißt die nur so wie ich?", "Wenn, dann müsste die so heißen wie du und sie müsste eine Maske mit deinem Bild tragen damit ich heiß auf die werde. Aber warum mit einer billigen Kopie wenn das Original mich mag und auf mich steht?! Du magst mich doch noch? .... Ivie?", "Ich überlege noch!". Nun, daß lasse ich jetzt nicht offen, nach dem Termin gingen wir zurück zum Auto und Ivie gab mir einen Kuß. Ich: "Du magst mich als noch.", "Hmm, vielleicht.", ach, sie hat ein so schönes Lächeln. Der Termin, es ging um Umbauarbeiten. Die Leute, Privatleute, sind dann auch froh wenn man Nachmittags vorbei kommt wenn die dann Feierabend haben. Sonst müssten die sich freinehmen oder so. Was sie nicht wissen, ich arbeite ja auch und komme deshalb erst später. Die Angestellten machen eben Feierabend und dann gehe ich eben selbst los. Was in diesem Fall sowieso nötig war. Der Chef kommt extra am Abend vorbei und bringt sogar seine Freundin/Frau mit, da fühlen die Kunden sich dann als etwas besonderes. Denke ich mal. Es wirkt eben privater und die Stimmung war dann eben auch so. Nicht so offiziell und kalt. VIP Behandlung durch den Chef auf privater Ebene, so in etwa. Es war nicht so gedacht aber guten Kunden kann man auch mal dieses Gefühl geben, daß man sie wie VIPs behandelt. Die schlechten und nervenden Kunden wird man am besten gleich wieder los, macht das Leben angenehmer. Ja, muß man sich auch leisten können, auf Kunden zu verzichten. Wir mussten für den Termin aber länger fahren. Durch zwei Städte und viel Verkehr, nicht im Auto, Straßenverkehr!, dadurch dauerte es länger. Dank Ivie wurde es aber nicht langweilig, nochmal: Straßenverkehr! An der Ampel stehend will Ivie was vom Rücksitz holen, Fußgänger stehen an der Kreuzung während Ivie ihren knackigen Hintern hebt. Natürlich haben die geguckt. Ich gebe ihr einen leichten Klaps auf ihren Hintern, sie: "Was?", "Die Leute gucken schon.", "Was gibt es denn zu sehen?", "ZB deinen knackigen Hintern, den du ihnen entgegen streckst.", "Dann nimm doch Eintritt.", "Anschnallen, es geht weiter!". Ja, wurde etwas später, bis wir wieder zu Hause waren. War es wohl schon fast 20:00 Uhr. Am Dienstag hatte ich noch mal einen anderen Termin, der war aber nicht so aufwendig, da war ich dann auch früher wieder zuhause. Dafür war dann diese andere Sache mit der Bestätigung, 23:00 Uhr, ja, wurde später. Was war denn am Mittwoch? Ach, der Termin bei uns zuhause, war nichts großes. Ging bis ca 19:00 Uhr. Den Donnerstag hatten wir dann doch wieder für uns, zumindest den Nachmittag und Abend. Am Freitag hatte ich meinen Termin bei der Kosmetikerin, wurde auch wieder ca 19:00 weil ich noch jemanden dort zufällig getroffen hatte und dann wird noch gequatscht. Zugegeben, die Wochen sind nicht immer so. Aber manchmal muß man eben ran. Selbstständig, Unternehmer, ist man 24 Stunden am Tag an 7 Tagen in der Woche und 365 Tage im Jahr. Im Schaltjahr kann man sich auch nicht freinehmen. Man versucht Geschäft und Privat zu trennen doch das geht nicht immer. Es sei denn, man lässt das Unternehmen vor die Wand fahren. Man versucht der Familie, zB jetzt Ivie, die Zeit zu geben welche sie verdient. Doch man kann es nicht immer so steuern. Ivie geht recht gut damit um, sie beschwert sich auch nicht. Ich nehme sie auch gerne mit wenn solche Termin sind und es länger dauern kann. Ob ihr das so dauerhaft Spaß macht, weiß ich nicht. Sie wird es dann sicherlich sagen, wenn sie keine Lust auf so etwas hat. Meine Engel, da war es etwas schwieriger für mich. Ich wollte möglichst viel Zeit mit meiner Familie verbringen und manchmal war mir das Unternehmen sowas von egal. Der Vorteil war, es ist ein Gemeinschaftsprojekt und ich muß nicht alles alleine machen. Ich sagte damals klar: Mein normaler Job und die Familie haben Vorrang. Es war auch alles locker, das Unternehmen war nicht groß und meine Engel waren integriert. Unsere Tochter war die kleine Chefin und mein Engel konnte gut mit allen Leuten dort. Alle dort wussten, die beiden sind mein Lebensmittelpunkt und mit allem anderen brauchen die mir nicht kommen. Nachdem die beiden gehen mussten, habe ich mich voll auf die Arbeit konzentriert. Wenn ich in meinem normalen Job Urlaub hatte, dann war ich nicht weggefahren. Vielleicht mal eine Tagestour. Ich war dann im Unternehmen und war der Unternehmer. Geld und Freiheit oder doch eher Geld oder Freiheit? Mir ging es nicht ums Geld, ich bekomme in der Firma, wo ich angestellt bin, einen sechsstelligem Betrag, doppelt oder dreifach soviel wie andere. Aber als meine Engel weg waren, war das Unternehmen ein willkommener Fluchtpunkt. Und jetzt? Hatte ich Gedanken ob es nicht Zeit wird Dinge zu ändern und die Prioritäten in meinem Leben neu zu ordnen. Es ist nicht alleine mein Unternehmen deshalb fühlt es sich auch nicht Hundertprozentig wie meins an. Aber es steckt ein Stück von mir dort drin. In den letzten Jahren gab es mir Halt und war eine Stütze für mein Leben. Welchen Sinn hätte das Leben ohne das Unternehmen gemacht, wenn meine Engel auch nicht mehr da waren. Es gäbe Möglichkeiten, mal sehen. Noch etwas anderes. Am Mittwoch war der 09/11 oder eben der 11 September. Der 25. Jahrestag des Angriffs auf die USA und dem Zusammensturz des World Trade Centers. Die Medien haben es natürlich aufgegriffen, ein Ereignis welches die Welt veränderte. Auch mein Leben wurde dann dadurch verändert. Eine Frage welche an dem Tag oft zu lesen war oder gestellt wurde, wo waren sie an dem Tag, wie haben sie den Tag erlebt. Ich war damals beim DSC der Botschaft der USA in Berlin. Die Zeitverschiebung war spürbar, für uns war es Mittags und für die anderen in den USA war es Morgens. Die Bilder liefen im Grunde live über den Fernseher, neben den Meldungen welche bei uns eintrafen. Wir bekamen die Meldungen und Daten aber hatten keinen Einfluss auf irgendetwas. Wir hatten die Aufgabe Leute zu schützen. Doch das war eine Nummer zu groß für uns. Trotzdem wünschte man sich etwas tun zu können um den Menschen zu helfen. Die Menschen in den Flugzeugen, uns, dem Sicherheitsapparat, war schnell klar, daß es sich nicht einfach um eine Entführung handelte. Es gab klare Indizien dafür, daß es um etwas anderes ging. Wir hatten Daten, Meldungen und Informationen welche die Medien damals nicht hatten. Menschen wie mich, die analysieren und Empfehlungen geben, gab es viele. In den USA saßen sicherlich überall welche wie wir. Wir waren in Deutschland und bekamen die Informationen und Meldungen um uns auf die Situation einstellen zu können. Auch wir machten Analysen und versuchten die möglichen Szenarien zu erkennen. Aber wir waren nicht dafür verantwortlich. Ich muß sagen: Zum Glück. Alleine schon die Frage, die Flugzeuge abzuschießen, wäre nicht leicht gefallen. Man muß auch sagen, durch die kurzen Zeiträume wurde nicht wirklich gehandelt. Es wurden Jets los geschickt aber die wussten wohl nicht, was los war. Ich glaube niemandem war wirklich klar, was passieren würde. Danach gab es viele Vorwürfe und Schuldzuweisungen. Es ist tatsächlich einiges schiefgelaufen. Die Behörden, die Zusammenarbeit mit NORAD, der Luftverteidigung, und noch andere Dinge waren eine Katastrophe. Doch ich würde niemandem, keiner Person, einen Vorwurf machen. Alle wollten Schaden verhindern. Es wurden sofort Jets losgeschickt aber niemand wusste wie, was oder wer. Es war einfach System bedingt. Es wäre an den Behörden gewesen so ein Szenario im Vorfeld zu bedenken, doch die Schwachstellen treten eben erst dann auf, wenn sie belastet werden. Die vierte Maschine wurde nicht abgeschossen, zu dem Zeitpunkt gab es den Befehl noch nicht. Die Passagiere blieben nicht untätig und das war der Grund, daß die Maschine das Weiße Haus nicht erreichte. Am Ende konnten auch wir nur untätig dabei zusehen wie dann die Türme in sich zusammenfielen. Wussten die TV-Zuschauer was sich in den Türmen abspielte und wie viele Menschen und Rettungskräfte noch dort waren? Wir wussten es. Dank der TV-Übertragung waren alle live dabei. Im Pentagon waren Militärangehörige. In den Türmen waren Zivilisten. Rettungskräfte, welche Leben retten wollten, sie verloren ihr eigenes Leben. Es gab so "Zufälle", zB das die Katastrophen-Schutz-Organisation eben auch im World-Trade-Center ansässig war und nicht arbeiten konnte. Die Koordination der Rettungskräfte war also gestört. Ich war selbst in so einem Bereich tätig. Ich kannte die Menschen und wusste wie dort gearbeitet wird. Alle nahmen ihren Job und ihre Verantwortung ernst. Ich bin sicher jeder einzelne hat alles getan was er konnte um so einen Vorfall zu verhindern. Doch jeder einzelne hat Grenzen, nicht die persönlichen sondern eben auch die organisatorischen. Diese Grenzen stoßen aneinander und bilden hier und da Lücken. Menschen, die Schaden anrichten und anderen Leid zufügen wollen, werden immer diese Lücken suchen und ausnutzen. Nichts kann und wird Hundertprozentig sicher sein. Es war keine Naturkatastrophe, kein Erdbeben oder ähnliches. Es waren Menschen die das taten, aus Hass und Aggression und Empathielosigkeit. Ja, es war ein Schock. Wer es anders sieht hat es nicht miterlebt oder hat keine Emotionen. An dem Tag gingen wir nicht nach Hause. Es gab auch keine Pizza oder Cola oder so. Es lief auch niemand hektisch umher. In Hollywood wäre da irgendeine aufregende Action Scene daraus gemacht worden, im realen Leben sah es anders aus. Ich glaube, wir hatten garnichts mehr gegessen. Ich war irgendwann früh Morgens zuhause und schlief ein. Es war ein Dienstag, daß weiß ich noch, mitten in der Woche. Am Mittwoch waren wir um 08:00 Uhr wieder in den Büros. Die Welt drehte sich weiter und es gab mehr zu tun als je zuvor. So einen Tag vergisst man nicht. Wir bekamen dann später auch Daten darüber. Ich kann mich noch an die geologischen und seismischen Karten von der Stelle wo die Türme in sich zusammengefallen sind erinnern. Keine Ahnung was die dachten was wir damit sollen aber wir bekamen solche Daten. Für uns waren sie nicht wichtig, wir mussten uns auf die veränderte Bedrohungslage konzentrieren. Alle bisherigen Planungen wurden verworfen. Wir hatten ein erweitertes und verstärktes Bedrohungspotential. Ja, man sah plötzlich überall eine Gefahr. Die Entscheidung wurde dann gefällt, Leute wie wir, welche nicht Amerikaner waren, sollten nicht mehr in den kritischen Bereichen tätig sein. Wir wurden nicht sofort rausgeschmissen aber der Weg war beschlossen. Ich schrieb schonmal davon. Man wollte uns behalten, wir machten wohl gute Arbeit und ... nunja. Für die, welche die Entscheidung trafen, war es nicht wichtig. Ich wollte auch nicht die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen. Der mittlere Part meines Lebens fand durch 09/11 ein Ende und das nächste Kapitel wartete bereits auf mich. Für mich hat 09/11 eine Bedeutung, weil ich es anders miterlebt habe, weil es mein Leben änderte. Vielleicht sogar zum besseren? Menschen die vor Ort waren, es muß schrecklich gewesen ein. Wer die Türme mal in Real gesehen hatte, ich hatte es, weiß wie groß und hoch die waren. Der Lärm, die Schockwelle und der Staub welcher sich durch die Straßen wälzte, für die Menschen die es vor Ort miterlebt hatten sicher etwas was man nie wieder vergessen wird. Ich weiß nicht ob den Menschen heute klar ist was da passierte. Die Toten wurden nicht geborgen, im Grunde hat man DNA-Spuren in den Trümmern gesucht um die Opfer zu identifizieren. Von den Körpern ist nicht viel übrig geblieben. Menschen sprangen aus den oberen Stockwerken aus den Fenstern oder Öffnungen, hättet ihr es getan? Zu verbrennen ist eine schreckliche Art zu sterben. Viele haben ihre Angehörigen verloren. Kinder ihren Vater oder Mutter oder sogar beide. Auch Kinder starben dort. Viele Menschen welche anderen helfen wollten verloren dort ihr Leben. Viele Angehörige blieben ohne die geliebten Menschen zurück. Für viele Menschen endete damals ihr Leben. Für sehr viele veränderte es sich und war nicht mehr so wie vorher. Da kann man auch den Glauben an die Menschheit verlieren. Doch ich fand dann ein Leben mit meinen Engeln. Zurück zum letzten Wochenende. Der Sonntag war noch sonnig, wir nutzen das dann um nach dem Mittag in Richtung Kassel zu fahren. Wir waren nicht in der Stadt, nur in der Gegend. Waren aber schöne Plätze dort. Ist doch eine schöne Gegend dort. Die Landschaft ist eben vorhanden. In der Gegend von Kassel war eigentlich nicht viel los, also nichts zu berichten. Außer, nun da komme ich noch zu, wegen Ivie. Wir hatten uns wohl nicht die interessantesten Orte ausgesucht. Wir sind mehr Spazieren gegangen. Wandern wäre übertrieben. Die Hinfahrt war mehr so zum aufwärmen. Leichte Gespräche, Ivie zog sich während der Fahrt die Schuhe und Socken aus, ja, daß muß ich erwähnen weil: So etwas macht man nicht während der Fahrt. War aber trotzdem "interessant". Ich habe es schon länger nicht erwähnt: Ivie hat sehr schöne Beine und Füße. Und der Rest erst. Mir ist da aber der Gedanke gekommen, wo wir noch(mal) hinfahren könnten, zum Steinhuder Meer. Das werden wir wohl noch auf die To-Do-Liste setzen. Wir waren schon mal dort aber ist doch egal. Die Rückfahrt war interessant, in mehrfacher Hinsicht. Die Gegend, Berge, oder sind es doch nur große Hügel, und das flache Land. Man fährt den Berg herunter und oft sieht man nicht so viel von der Umgebung. Doch dann kommt der Moment wo man noch erhöht ist und aufs Tal und das weite flache Land schauen kann. Ein schöner Blick auf ein schönes Land. Ja, Deutschland kann schön sein. Als wir dann soweit waren, daß man ganz am Horizont, wie einen Schatten, den Teutoburger Wald sehen konnte und davor das flache Land. So eine Sicht hat man eben nur, wenn man einen anderen Berg/Hügel herunter fährt und dann von Oben herab diesen Blick aufs Land hat. Es ist einfach schön. Schon alleine für so einen Moment lohnt sich so eine Fahrt. Das Wetter muß aber auch mitspielen sonst sieht man nicht soweit. Ich sagte dann so: Wir sind fast wieder in der Heimat. Dann begann so eine kleine Diskussion, bis zu unserer Stadt war es noch etwas weiter zu fahren. Deswegen wunderte sich Ivie, aber was ist Heimat? Das Haus wo man Unterschlupf gefunden hat? Die Stadt wo es steht? Für mich ist es eben diese Gegend hier. Manchmal gibt es einem ein gutes Gefühl, wenn man zurück kommt und das eigene Haus sieht: Endlich wieder zuhause. Oder wenn man zur Stadt kommt, in der man Wohnt: Fast geschafft. Aber immer wenn ich weg war und den Teuto schon aus der Ferne sah, dann war da dieses "Heimat, ich bin zurück". So weit ist Kassel jetzt nicht weg und wir waren nur ein paar Stunden weg, aber wenn ich den Teuto sehe, gerade so aus der Entfernung, dann kommt eben dieses Heimat-Gefühl auf. Ja, Diskussionen. Ich: "Es könnte an meiner femininen Seite liegen.", Ivie: "Dann lass uns mal über deine feminine Seite reden!", "Klar, fang an.", "Das war es schon!", ach, sie versteht es mich gleichzeitig fertig zu machen und zum lachen zu bringen. Eifersucht, oder auch nicht. Wie drückt man es anders aus, damit es nicht negativ oder aggressiv wirkt? Es ist gut, finde ich zumindest, daß Ivie es mittlerweile direkt anspricht wenn es ihr nicht gefällt wie mich zB andere Frauen ansehen. Sie ist nicht mehr so aggressiv und manchmal zieht sie es etwas ins humorvolle. Ich denke sie weiß, daß ich nichts mit einer anderen Frau anfangen und sie, Ivie, betrügen würde. Trotzdem hat sie die Gefühle und Empfindungen und es ist doch gut wenn sie es dann auch sagt und zeigt und wir dann darüber sprechen können ohne das es zu Vorwürfen kommt. Sie sieht es ja auch, daß es nicht immer von mir ausgeht oder das es eben eine harmlose einmalige Begegnung ist. Ja, ich lächle auch mal anderen Frauen zu, daß bedeutet aber nicht, daß ich etwas von denen will. Außer ich habe etwas gekauft, dann hätte ich meine Sachen doch gerne ausgehändigt. So wie in Frankreich. Ivie, an dich: Das war gemein von euch. Eine Frauenverschwörung! Wie kam es jetzt überhaupt zu dieser Diskussion. Auf der Autobahn, diesmal in Deutschland, wir waren auf dem Rückweg und wir hatten es jetzt nicht eilig, wir fuhren ja kein Rennen gegen irgendwas oder jemanden. Also mit 100 oder 120 auf der rechten Spur, viel Verkehr war nicht. Ein anderes Auto überholte uns oder eben nicht. Es fuhr dann wieder neben uns. Ivie schaute zu denen und auch ich schaute dann. In dem Wagen neben uns waren zwei Frauen, ich würde sagen junge Frauen. Sicherlich keine 40/50 Jahre alt. Die Beifahrerin von denen schaute die ganze Zeit zu uns. Ich schaute auch zu denen. Ivie fragte was die wollen, ich wusste es nicht. Ich machte dann mit der Hand so Zeichen alla du (Ivie) und die? Ich fragte dann ob Ivie die kennt. Nein, und ich machte dann nur so ein Schulterzucken als ich wieder zu denen im anderem Wagen sah. Dann winkte die Beifahrerin, wir winkten zurück und die fuhren dann weiter. Ivie fragte dann, was die von MIR wohl wollten. Nun, ich: "Zwei Frauen im Auto, evtl. stehen die auf Frauen und fanden DICH interessant?", Ivie dann: Ich wolle nur ablenken. Dann kam so etwas wie: Bevor wir los fuhren hat dich die Frau auch so angesehen und gegrüßt und du hast sie lächelnd zurück gegrüßt. Ja, aus Höflichkeit, gerade wenn mich die Leute ansehen dann grüßt man die auch. Ivie meinte, es wäre mehr als nur eben im vorbeigehen gegrüßt. Die hätte sich sogar noch nach mir umgedreht. Habe ich aber nicht mitbekommen. Ich: "Sah die denn gut aus?", diesen vorwurfsvollen Blick hat Ivie gut drauf. Man hat sofort ein schlechtes Gewissen. Ich hätte keine Ahnung, wie ich auf Frauen wirke. Ist das denn wichtig? Evtl. sind diese Frauen nur neugierig. Evtl. liegt es sogar an Ivie, sie ist gutaussehend und wirkt jünger, evtl. denken die Frauen dann: Wieso ist so eine attraktive junge Frau mit dem Kerl zusammen, was wohl mit dem ist. Ja, sind eben nur neugierig. Oder Frauen spielen auch gerne mal nur. Austesten ob sie Erfolg haben würden. Oder eben so etwas. Ich denke wichtig ist: Ich halte mich zurück. Ich will nichts mit einer anderen Frau. Und diese Spielchen mache ich auch nicht mit. Ist ja wie Kindergarten. Moment, Stichwort! Nein, daß werde ich jetzt nicht mehr mit herein nehmen. Kommt später. Ivie möchte das ich nochmal das Stichwort" Buck Rogers" und "Frauenheld" aufnehme. Sie möchte sehen was ich dazu zu schreiben habe. Und wie sie das möchte. Es passt auch gut, denn heute haben wir noch etwas von der Post geholt. Ivie ist auch nicht den ganzen Tag zuhause und hatte die Post nicht angenommen. Ein Einwurfeinschreiben für mich. Ja, warum haben die es dann nicht eingeworfen? Hatte ich mich auch gefragt. Nun, es passte nicht in den Briefkasten. Ich schrieb letztens ja über Buck Rogers. Jemand aus den UK, also England, den ich kenne, schickte mir etwas ohne es mir vorher zu sagen. Ich weiß nicht ob es wertvoll ist, aber es ist gut gemacht und sieht gut aus. Was ist es? Ein Bilderrahmen mit einem Photo und den Autogrammen von Erin Gray und Gil Gerard. Das ganze auch noch mit einer Aluplatte und den Signaturen versehen. Zusätzlich noch auf einer Metallplatte ein Kinoposter auf der Größe von A4 mit den Autogrammen der beiden. Sieht wirklich gut aus, werde einen Platz dafür suchen. Nun, ich sammle keine Autogramme oder bin Buck Rogers Fan, aber trotzdem freut es mich. Ein paar Autogramme habe ich. Eines hat sogar ein COA. Das schöne an den Autogrammen ist, sie sind persönlich und für mich. Ja, machen die auf Autogrammstunden öfter. Aber diese sind nicht von Autogrammstunden. Zwei wurden auf einer Konvention in Bonn unterschrieben. Marina Sirtis und Mira Furlan taten mir den Gefallen. Marina wusste, daß ich zu dem Marburger Club gehörte und schrieb eine persönliche Widmung für mich. Mira traf ich sogar hinter der Bühne, die Photos davon signierte sie mir noch später. War ein Wettlauf mit der Zeit, es waren keine digitalen Photos sondern ein Photograf machte die auf Filmen, wie damals üblich. Er entwickelte die aber selber und so standen die relativ schnell zur Verfügung. Ich hatte die Gelegenheit dann genutzt. Es waren oder sind eher kleine Photos, nicht A4 oder A5 eher so kleine fürs Photoalbum. Aber ich habe die noch. Auch zwei Autogramme auf die ich Stolz bin. Melissa Joan Hart und eine persönliche Widmung mit meinem Namen von ihr. Und eine Berühmtheit, jemand dem das Leben nicht die Möglichkeit gab ohne Probleme alt zu werden und ein ruhiges und normales Leben bis zum Ende zu leben. Bei dem Stichwort "Dumpfbacke" werden einige wissen um wen es geht. So dumm war und ist sie aber nicht. Sie hat andere Filme und Serien gemacht. Den Film "Streets" wird wohl niemand hier kennen. Man sollte sich den Film mal ansehen. Ist nicht Hollywood gerecht, aber ein schöner Film. Christina Applegate, sie hatte auch neben dem Film ein Leben. Das Leben ist nicht fair, daß sie sich jetzt so quälen muß ist unfair. Ein nettes Autogramm von ihr, sie hat es nicht in meiner Anwesenheit unterschrieben, sie sendete es mir später zu, mit einem COA. Ja, ich bin Stolz darauf, liebe Worte und eine persönliche Widmung mit meinem Namen. Die Hintergründe lasse ich weg, es wird jetzt schon wieder zu viel. Sie bedankte sich so bei mir aber eigentlich musste ich mich bei ihr bedanken für diese Geste, sie hätte es nicht tun müssen, deshalb ist es so wertvoll. So, Schluß für heute. Ist viel geworden und ich habe noch anderes ausgelassen. Es wird also in dem Blog weitergehen. Sonntag? Nächste Woche? Wir werden es sehen, was das Leben so vor hat. Für Ivie: Ja, die Stichworte kommen noch. Du weißt, ich warte da noch auf etwas. Und nein, du hast nicht recht. Darf ich das sagen/schreiben? Die Frau hat unrecht? Ist das möglich? Als ob man bei einer Granate den Sicherungsstift zieht um dann mit ihr zu jonglieren.