Index

12092026



Ich möchte zurück nach Frankreich, die Menschen hier in Deutschland 
sind wirklich schrecklich. Aber ich muß wieder zur Arbeit. Mein 
Nachbar ist auch wieder zurück, er war ein paar Wochen in der Welt 
unterwegs. Warum kommt der immer wieder zurück?

Heute ist Samstag und ich war schon im Garten, eine Ecke fertig gemacht.
Eine Reihe an Einsatzfahrzeugen war auch mal wieder unterwegs während ich 
im Garten war. Die Straße ist direkt hinterm Garten.

Die letzte Woche war nicht so wie gewollt, wie üblich eben. Das Leben 
folgt nicht den Wünschen eines Menschen. Letzten Sonntag hatte ich noch 
so einiges im Kopf über das ich dann noch im Blog schreiben wollte. 
Der Blog war am Anfang so etwas wie eine Therapie für mich. Ich glaube 
mit Ivie wäre es nicht so gut gelaufen wenn ich dieses "Ventil" nicht 
geöffnet hätte. Lockere Sprüche und sich jemandem annähern, dazu muß 
man offen sein und sich nicht zurückziehen, etwas wozu ich nunmal 
geneigt war. 
Mittlerweile ist es eher so ein kleines Hobby geworden. Festhalten was 
passiert und was einem bewegt. Leider hat man dann nicht immer die Zeit 
dafür. 
So wie früher, daß ich dann nachts nicht schlafen konnte und stattdessen 
dann alles aufgeschrieben hatte, so ist es jetzt nicht mehr, was ja auch 
gut ist.

Selbstständigkeit, oft wird man dazu befragt oder darauf angesprochen. 
Die Leute sehen dieses Bild von Unabhängigkeit, den Mercedes und Porsche 
und an jeder Seite eine modelmäßige Frau in den Armen. Sie meinen dann, 
sie seien unabhängig und könnten sich auf das Leben und Familie konzentrieren.
Nun, Selbstständigkeit kennt keinen Feierabend und keinen Urlaub. Man geht 
nicht pünktlich nach Hause und sagt: Jetzt geht mich das alles nichts mehr 
an. Man sollte auch Grenzen ziehen, ja. Doch oft werden die Grenzen durch 
das Unternehmen und die Geschäfts- und Wirtschaftslage verschoben. Man kann 
nicht immer bestimmen, man muß auch reagieren. Ich hatte auch mal einen 
Urlaub abgebrochen, weil ich zurück zum Unternehmen musste. Manchmal ist 
man doch nur der Sklave der Selbstständigkeit.

Ich schrieb ja von dem "Vorfall" am Freitag, also nicht gestern sondern die 
Woche davor. Am Freitag Abend, das betone ich immer, nicht am Nachmittag, 
bekam ich die Mail mit der Bestätigung welche ich schnell unterschreiben und 
bestätigen sollte. Die Angaben entsprachen aber nicht der Wahrheit. Am 
Samstag Vormittag ging es noch etwas zwischen der Person und mir hin und her.
Am späten Mittag hatte ich genug, ich wollte dann auch nicht nochmal mit der 
Person telefonieren, ich wollte alles nur noch schriftlich, für die Unterlagen.

Warum? Das fragte ich mich auch. Der Druck welcher aufgebaut wurde, damit ich 
die falschen Angaben bestätige gab mir zu denken. Wenn es ein Fehler war, was 
es wohl war, dann kann man doch eben nachsehen. Ich habe mehr als einmal auf 
die bisherige Korrespondenz verwiesen, weshalb schaut man nicht eben nach und 
sagt: Oh, mein Fehler, ich schicke die korrigierte Fassung. Nein, die Person 
beharrte darauf, daß die Angaben korrekt sind. Dann kann ich es so nicht 
bestätigen.

Mir kann es egal sein, ich brauche die nicht. Wir haben Verträge, die gelten. 
Ich habe die geänderten Absprachen, welche von denen im Vertrag abweichen, 
Schwarz auf Weiß. Mein Anwalt würde sich totlachen wenn ich damit zu ihm gehe. 

Dann Ivie: "Sag Bescheid wenn du dich aufregst, ich halte mir dann die Ohren 
zu.". Nein, ich habe mich nicht aufgeregt. Es ärgert einen nur, warum sind die 
Menschen so? 
Am Montag Nachmittag bekam ich dann eine Mail von einer Kanzlei, die schickten 
mir eine Kopie von dem Schreiben an ihre Auftragsgeberin. Die hätten sich wohl 
alles nochmal angesehen und bestätigten meine Angaben. Von der Person selbst 
habe ich nichts mehr gehört. Die Bestätigung? Ja, jemand benötigte die. Nicht 
ich, aber jemand anderes. Täglich steigende Zinsen usw. daher kam der 
Zeitdruck. Am Dienstag Abend hatte ich dann Kontakt mit der anderen dort 
involvierten Person, ich sollte sie anrufen, was ich mit Hinweis auf das "nur 
noch schriftlich" abwies. Wir tauschten dann Mails aus, ob ich die Bestätigung 
schon unterschrieben hatte usw. . Ich wusste ja nicht was die Personen im 
Hintergrund alles besprochen oder abgesprochen hatten. Das war auch der Punkt, 
ich wollte niemandem Schaden zufügen oder so, ich hätte eine korrekte Fassung 
sofort bestätigen können. Ich hätte es ihnen auch sofort vorbeigebracht oder 
so. Aber ich wusste nicht, was die da im Hintergrund machen und was die mit 
mir vorhaben. Deshalb musste ich mich absichern. Auch den Vorschlag die bereits 
von der anderen Person unterschrieben Bestätigung, welche ich ja unterschreiben 
sollte, abzuändern und die wahren Daten einzusetzen lehnte ich natürlich ab. 
So etwas wäre rechtlich ein Desaster, für mich. Nun, ich hatte dann mit der 
Kopie des Schreibens der Kanzlei eine Bestätigung gemacht. Die hatten ja im 
Namen ihrer Mandantin die Daten bestätigt und ich habe dann noch einen Text 
darunter gesetzt in dem ich die Angaben ebenfalls bestätige. Ich hatte noch 
den Verweis auf die Abweichung von dem Vertrage vom ... mit herein genommen, 
es sollte rechtlich möglichst passen und solche Angaben gehören dazu.
Nun, daß machte ich am Dienstag gegen 23:00 Uhr, damit den Leuten schnell 
geholfen wird. Man hat eben keinen Feierabend. 
Ich habe jetzt keine genauen Angaben aber das Volumen, mit dieser Person in 
den letzten Jahren, war sicherlich im sechsstelligem Eurobereich. Wenn nicht, 
dann doch sehr sehr nahe daran. Hunderttausend Euro, eine schöne Summe für 
eine Privatperson. 
Warum bekommen solche Leute, welche wohl Geld haben, es nicht hin einen 
korrekten Geschäftsablauf hinzulegen? Warum sind die so? 
Ja, ich der Besserwisser. Aber ich hatte mir die Daten nochmal angesehen, 
warum ist das für andere eine Überforderung? Nimmt deren Ego dann einen 
Knacks wenn sie zugeben müssten etwas falsch gemacht zu haben? 
Ebenso die Verwunderung darüber wie ich die Texte schreibe. Als wäre ich 
ein Anwalt. Nein, bin ich nicht aber ich habe schon früh entsprechende 
Erfahrungen gemacht ebenso habe ich gelernt auf was man achten muß und wie 
man etwas formuliert. Gerade im Geschäftsleben sollte man das können, 
rechtlich einwandfreie und den Anforderungen entsprechende Schriftstücke 
erstellen. Angaben vergessen oder etwas falsch formuliert und es kann dir 
rechtlich und wirtschaftlich um die Ohren fliegen. 

So, kein Feierabend. Am Montag waren wir, Ivie und ich, auch Nachmittags bis 
zum Abend unterwegs, geschäftlich. Ivie kam als meine Assistentin mit, warum 
soll sie alleine zuhause herumsitzen. Zudem können wir so Zeit zusammen 
verbringen und sie bekommt etwas davon mit, was ich so mache. Sie kann dann 
auch mal meine Geliebte kennenlernen. Oh man, manches sollte ich wirklich 
lassen. Ivie: "Das meinst du jetzt nicht ernst?! Wer ist sie? Wer ist das 
Miststück?!", "Moment, sie ist eine wunderbare und nette Frau. Sie heißt 
Ivie, du kennst sie doch.", "Du meinst mich? Das soll ich dir glauben?", 
"Jetzt mal ehrlich, würdest du mir eine Geliebte zutrauen und ich würde 
sie dir dann auch noch vorstellen?", "Das war trotzdem nicht witzig, daß 
war nicht toll von dir.", "Ja stimmt, tut mir leid. War dumm von mir.", 
"Du meintest doch mich? Oder heißt die nur so wie ich?", "Wenn, dann 
müsste die so heißen wie du und sie müsste eine Maske mit deinem Bild 
tragen damit ich heiß auf die werde. Aber warum mit einer billigen Kopie 
wenn das Original mich mag und auf mich steht?! Du magst mich doch noch?
.... Ivie?", "Ich überlege noch!". 
Nun, daß lasse ich jetzt nicht offen, nach dem Termin gingen wir zurück 
zum Auto und Ivie gab mir einen Kuß. Ich: "Du magst mich als noch.", 
"Hmm, vielleicht.", ach, sie hat ein so schönes Lächeln. 

Der Termin, es ging um Umbauarbeiten. Die Leute, Privatleute, sind dann 
auch froh wenn man Nachmittags vorbei kommt wenn die dann Feierabend haben. 
Sonst müssten die sich freinehmen oder so. Was sie nicht wissen, ich arbeite 
ja auch und komme deshalb erst später. Die Angestellten machen eben Feierabend 
und dann gehe ich eben selbst los. Was in diesem Fall sowieso nötig war. 
Der Chef kommt extra am Abend vorbei und bringt sogar seine Freundin/Frau 
mit, da fühlen die Kunden sich dann als etwas besonderes. Denke ich mal. 
Es wirkt eben privater und die Stimmung war dann eben auch so. Nicht so 
offiziell und kalt. VIP Behandlung durch den Chef auf privater Ebene, so 
in etwa. Es war nicht so gedacht aber guten Kunden kann man auch mal dieses 
Gefühl geben, daß man sie wie VIPs behandelt. Die schlechten und nervenden 
Kunden wird man am besten gleich wieder los, macht das Leben angenehmer. 
Ja, muß man sich auch leisten können, auf Kunden zu verzichten.
Wir mussten für den Termin aber länger fahren. Durch zwei Städte und viel 
Verkehr, nicht im Auto, Straßenverkehr!, dadurch dauerte es länger. Dank 
Ivie wurde es aber nicht langweilig, nochmal: Straßenverkehr!
An der Ampel stehend will Ivie was vom Rücksitz holen, Fußgänger stehen 
an der Kreuzung während Ivie ihren knackigen Hintern hebt. Natürlich haben 
die geguckt. Ich gebe ihr einen leichten Klaps auf ihren Hintern, sie: "Was?", 
"Die Leute gucken schon.", "Was gibt es denn zu sehen?", "ZB deinen knackigen 
Hintern, den du ihnen entgegen streckst.", "Dann nimm doch Eintritt.", 
"Anschnallen, es geht weiter!". Ja, wurde etwas später, bis wir wieder zu 
Hause waren. War es wohl schon fast 20:00 Uhr. 
Am Dienstag hatte ich noch mal einen anderen Termin, der war aber nicht so 
aufwendig, da war ich dann auch früher wieder zuhause. Dafür war dann diese 
andere Sache mit der Bestätigung, 23:00 Uhr, ja, wurde später.
Was war denn am Mittwoch? Ach, der Termin bei uns zuhause, war nichts großes. 
Ging bis ca 19:00 Uhr. 
Den Donnerstag hatten wir dann doch wieder für uns, zumindest den Nachmittag 
und Abend. Am Freitag hatte ich meinen Termin bei der Kosmetikerin, wurde auch 
wieder ca 19:00 weil ich noch jemanden dort zufällig getroffen hatte und dann 
wird noch gequatscht. 

Zugegeben, die Wochen sind nicht immer so. Aber manchmal muß man eben ran. 
Selbstständig, Unternehmer, ist man 24 Stunden am Tag an 7 Tagen in der Woche 
und 365 Tage im Jahr. Im Schaltjahr kann man sich auch nicht freinehmen.
Man versucht Geschäft und Privat zu trennen doch das geht nicht immer. Es sei 
denn, man lässt das Unternehmen vor die Wand fahren. 
Man versucht der Familie, zB jetzt Ivie, die Zeit zu geben welche sie verdient. 
Doch man kann es nicht immer so steuern. 

Ivie geht recht gut damit um, sie beschwert sich auch nicht. Ich nehme sie auch 
gerne mit wenn solche Termin sind und es länger dauern kann. Ob ihr das so 
dauerhaft Spaß macht, weiß ich nicht. Sie wird es dann sicherlich sagen, wenn 
sie keine Lust auf so etwas hat.

Meine Engel, da war es etwas schwieriger für mich. Ich wollte möglichst viel 
Zeit mit meiner Familie verbringen und manchmal war mir das Unternehmen sowas 
von egal. Der Vorteil war, es ist ein Gemeinschaftsprojekt und ich muß nicht 
alles alleine machen. Ich sagte damals klar: Mein normaler Job und die Familie 
haben Vorrang. Es war auch alles locker, das Unternehmen war nicht groß und 
meine Engel waren integriert. Unsere Tochter war die kleine Chefin und mein 
Engel konnte gut mit allen Leuten dort. Alle dort wussten, die beiden sind 
mein Lebensmittelpunkt und mit allem anderen brauchen die mir nicht kommen.

Nachdem die beiden gehen mussten, habe ich mich voll auf die Arbeit 
konzentriert. Wenn ich in meinem normalen Job Urlaub hatte, dann war ich 
nicht weggefahren. Vielleicht mal eine Tagestour. Ich war dann im Unternehmen 
und war der Unternehmer.

Geld und Freiheit oder doch eher Geld oder Freiheit?

Mir ging es nicht ums Geld, ich bekomme in der Firma, wo ich angestellt bin, 
einen sechsstelligem Betrag, doppelt oder dreifach soviel wie andere. Aber 
als meine Engel weg waren, war das Unternehmen ein willkommener Fluchtpunkt.

Und jetzt? Hatte ich Gedanken ob es nicht Zeit wird Dinge zu ändern und die 
Prioritäten in meinem Leben neu zu ordnen. Es ist nicht alleine mein Unternehmen 
deshalb fühlt es sich auch nicht Hundertprozentig wie meins an. Aber es steckt 
ein Stück von mir dort drin. In den letzten Jahren gab es mir Halt und war eine 
Stütze für mein Leben. Welchen Sinn hätte das Leben ohne das Unternehmen gemacht, 
wenn meine Engel auch nicht mehr da waren.
Es gäbe Möglichkeiten, mal sehen.


Noch etwas anderes. Am Mittwoch war der 09/11 oder eben der 11 September. Der 
25. Jahrestag des Angriffs auf die USA und dem Zusammensturz des World Trade 
Centers. 
Die Medien haben es natürlich aufgegriffen, ein Ereignis welches die Welt 
veränderte. Auch mein Leben wurde dann dadurch verändert. 
Eine Frage welche an dem Tag oft zu lesen war oder gestellt wurde, wo waren 
sie an dem Tag, wie haben sie den Tag erlebt. 
Ich war damals beim DSC der Botschaft der USA in Berlin. Die Zeitverschiebung 
war spürbar, für uns war es Mittags und für die anderen in den USA war es 
Morgens. Die Bilder liefen im Grunde live über den Fernseher, neben den 
Meldungen welche bei uns eintrafen. 
Wir bekamen die Meldungen und Daten aber hatten keinen Einfluss auf irgendetwas. 
Wir hatten die Aufgabe Leute zu schützen. Doch das war eine Nummer zu groß für 
uns. Trotzdem wünschte man sich etwas tun zu können um den Menschen zu helfen.
Die Menschen in den Flugzeugen, uns, dem Sicherheitsapparat, war schnell klar, 
daß es sich nicht einfach um eine Entführung handelte. Es gab klare Indizien 
dafür, daß es um etwas anderes ging. Wir hatten Daten, Meldungen und 
Informationen welche die Medien damals nicht hatten. Menschen wie mich, die 
analysieren und Empfehlungen geben, gab es viele. In den USA saßen sicherlich 
überall welche wie wir. Wir waren in Deutschland und bekamen die Informationen 
und Meldungen um uns auf die Situation einstellen zu können. Auch wir machten 
Analysen und versuchten die möglichen Szenarien zu erkennen. Aber wir waren 
nicht dafür verantwortlich. Ich muß sagen: Zum Glück. Alleine schon die Frage, 
die Flugzeuge abzuschießen, wäre nicht leicht gefallen. Man muß auch sagen, 
durch die kurzen Zeiträume wurde nicht wirklich gehandelt. Es wurden Jets los 
geschickt aber die wussten wohl nicht, was los war. Ich glaube niemandem war 
wirklich klar, was passieren würde. 
Danach gab es viele Vorwürfe und Schuldzuweisungen. Es ist tatsächlich einiges 
schiefgelaufen. Die Behörden, die Zusammenarbeit mit NORAD, der Luftverteidigung, 
und noch andere Dinge waren eine Katastrophe. Doch ich würde niemandem, keiner 
Person, einen Vorwurf machen. Alle wollten Schaden verhindern. Es wurden sofort 
Jets losgeschickt aber niemand wusste wie, was oder wer. Es war einfach System 
bedingt. Es wäre an den Behörden gewesen so ein Szenario im Vorfeld zu bedenken, 
doch die Schwachstellen treten eben erst dann auf, wenn sie belastet werden.
Die vierte Maschine wurde nicht abgeschossen, zu dem Zeitpunkt gab es den 
Befehl noch nicht. Die Passagiere blieben nicht untätig und das war der Grund, 
daß die Maschine das Weiße Haus nicht erreichte. 
Am Ende konnten auch wir nur untätig dabei zusehen wie dann die Türme in sich 
zusammenfielen. Wussten die TV-Zuschauer was sich in den Türmen abspielte und 
wie viele Menschen und Rettungskräfte noch dort waren? Wir wussten es. Dank 
der TV-Übertragung waren alle live dabei. Im Pentagon waren Militärangehörige. 
In den Türmen waren Zivilisten. Rettungskräfte, welche Leben retten wollten, 
sie verloren ihr eigenes Leben. 
Es gab so "Zufälle", zB das die Katastrophen-Schutz-Organisation eben auch im 
World-Trade-Center ansässig war und nicht arbeiten konnte. Die Koordination 
der Rettungskräfte war also gestört. 
Ich war selbst in so einem Bereich tätig. Ich kannte die Menschen und wusste 
wie dort gearbeitet wird. Alle nahmen ihren Job und ihre Verantwortung ernst. 
Ich bin sicher jeder einzelne hat alles getan was er konnte um so einen Vorfall 
zu verhindern. Doch jeder einzelne hat Grenzen, nicht die persönlichen sondern 
eben auch die organisatorischen. Diese Grenzen stoßen aneinander und bilden 
hier und da Lücken. Menschen, die Schaden anrichten und anderen Leid zufügen 
wollen, werden immer diese Lücken suchen und ausnutzen. Nichts kann und wird 
Hundertprozentig sicher sein. 
Es war keine Naturkatastrophe, kein Erdbeben oder ähnliches. Es waren Menschen 
die das taten, aus Hass und Aggression und Empathielosigkeit. 
Ja, es war ein Schock. Wer es anders sieht hat es nicht miterlebt oder hat 
keine Emotionen. 
An dem Tag gingen wir nicht nach Hause. Es gab auch keine Pizza oder Cola 
oder so. Es lief auch niemand hektisch umher. In Hollywood wäre da irgendeine 
aufregende Action Scene daraus gemacht worden, im realen Leben sah es anders 
aus. Ich glaube, wir hatten garnichts mehr gegessen. Ich war irgendwann früh 
Morgens zuhause und schlief ein. Es war ein Dienstag, daß weiß ich noch, mitten 
in der Woche. Am Mittwoch waren wir um 08:00 Uhr wieder in den Büros. Die Welt 
drehte sich weiter und es gab mehr zu tun als je zuvor. So einen Tag vergisst 
man nicht.

Wir bekamen dann später auch Daten darüber. Ich kann mich noch an die 
geologischen und seismischen Karten von der Stelle wo die Türme in sich 
zusammengefallen sind erinnern. Keine Ahnung was die dachten was wir damit 
sollen aber wir bekamen solche Daten. Für uns waren sie nicht wichtig, wir 
mussten uns auf die veränderte Bedrohungslage konzentrieren. Alle bisherigen 
Planungen wurden verworfen. Wir hatten ein erweitertes und verstärktes 
Bedrohungspotential. Ja, man sah plötzlich überall eine Gefahr. 
Die Entscheidung wurde dann gefällt, Leute wie wir, welche nicht Amerikaner 
waren, sollten nicht mehr in den kritischen Bereichen tätig sein. Wir wurden 
nicht sofort rausgeschmissen aber der Weg war beschlossen. 
Ich schrieb schonmal davon. Man wollte uns behalten, wir machten wohl gute 
Arbeit und ... nunja. Für die, welche die Entscheidung trafen, war es nicht 
wichtig. Ich wollte auch nicht die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen. 
Der mittlere Part meines Lebens fand durch 09/11 ein Ende und das nächste 
Kapitel wartete bereits auf mich. Für mich hat 09/11 eine Bedeutung, weil 
ich es anders miterlebt habe, weil es mein Leben änderte. Vielleicht sogar 
zum besseren? 
Menschen die vor Ort waren, es muß schrecklich gewesen ein. Wer die Türme 
mal in Real gesehen hatte, ich hatte es, weiß wie groß und hoch die waren. 
Der Lärm, die Schockwelle und der Staub welcher sich durch die Straßen 
wälzte, für die Menschen die es vor Ort miterlebt hatten sicher etwas was 
man nie wieder vergessen wird. 
Ich weiß nicht ob den Menschen heute klar ist was da passierte. Die Toten 
wurden nicht geborgen, im Grunde hat man DNA-Spuren in den Trümmern gesucht 
um die Opfer zu identifizieren. Von den Körpern ist nicht viel übrig geblieben.
Menschen sprangen aus den oberen Stockwerken aus den Fenstern oder Öffnungen, 
hättet ihr es getan? Zu verbrennen ist eine schreckliche Art zu sterben.
Viele haben ihre Angehörigen verloren. Kinder ihren Vater oder Mutter oder 
sogar beide. Auch Kinder starben dort. Viele Menschen welche anderen helfen 
wollten verloren dort ihr Leben. Viele Angehörige blieben ohne die geliebten 
Menschen zurück. 
Für viele Menschen endete damals ihr Leben. Für sehr viele veränderte es 
sich und war nicht mehr so wie vorher. Da kann man auch den Glauben an die 
Menschheit verlieren.
Doch ich fand dann ein Leben mit meinen Engeln. 




Zurück zum letzten Wochenende.

Der Sonntag war noch sonnig, wir nutzen das dann um nach dem Mittag in 
Richtung Kassel zu fahren. Wir waren nicht in der Stadt, nur in der 
Gegend. Waren aber schöne Plätze dort. Ist doch eine schöne Gegend 
dort. Die Landschaft ist eben vorhanden.

In der Gegend von Kassel war eigentlich nicht viel los, also nichts 
zu berichten. Außer, nun da komme ich noch zu, wegen Ivie. 
Wir hatten uns wohl nicht die interessantesten Orte ausgesucht. Wir 
sind mehr Spazieren gegangen. Wandern wäre übertrieben.

Die Hinfahrt war mehr so zum aufwärmen. Leichte Gespräche, Ivie zog 
sich während der Fahrt die Schuhe und Socken aus, ja, daß muß ich 
erwähnen weil: So etwas macht man nicht während der Fahrt. War aber 
trotzdem "interessant". Ich habe es schon länger nicht erwähnt: Ivie 
hat sehr schöne Beine und Füße. Und der Rest erst.

Mir ist da aber der Gedanke gekommen, wo wir noch(mal) hinfahren 
könnten, zum Steinhuder Meer. Das werden wir wohl noch auf die 
To-Do-Liste setzen. Wir waren schon mal dort aber ist doch egal.

Die Rückfahrt war interessant, in mehrfacher Hinsicht.
Die Gegend, Berge, oder sind es doch nur große Hügel, und das flache 
Land. Man fährt den Berg herunter und oft sieht man nicht so viel 
von der Umgebung. Doch dann kommt der Moment wo man noch erhöht ist 
und aufs Tal und das weite flache Land schauen kann. Ein schöner Blick 
auf ein schönes Land. Ja, Deutschland kann schön sein. Als wir dann 
soweit waren, daß man ganz am Horizont, wie einen Schatten, den 
Teutoburger Wald sehen konnte und davor das flache Land. So eine 
Sicht hat man eben nur, wenn man einen anderen Berg/Hügel herunter 
fährt und dann von Oben herab diesen Blick aufs Land hat. Es ist 
einfach schön. Schon alleine für so einen Moment lohnt sich so eine 
Fahrt. Das Wetter muß aber auch mitspielen sonst sieht man nicht 
soweit.
Ich sagte dann so: Wir sind fast wieder in der Heimat. Dann begann so 
eine kleine Diskussion, bis zu unserer Stadt war es noch etwas weiter 
zu fahren. Deswegen wunderte sich Ivie, aber was ist Heimat? Das Haus 
wo man Unterschlupf gefunden hat? Die Stadt wo es steht? Für mich ist 
es eben diese Gegend hier. Manchmal gibt es einem ein gutes Gefühl, 
wenn man zurück kommt und das eigene Haus sieht: Endlich wieder zuhause. 
Oder wenn man zur Stadt kommt, in der man Wohnt: Fast geschafft. 
Aber immer wenn ich weg war und den Teuto schon aus der Ferne sah, dann 
war da dieses "Heimat, ich bin zurück". 
So weit ist Kassel jetzt nicht weg und wir waren nur ein paar Stunden 
weg, aber wenn ich den Teuto sehe, gerade so aus der Entfernung, dann 
kommt eben dieses Heimat-Gefühl auf. 

Ja, Diskussionen. Ich: "Es könnte an meiner femininen Seite liegen.", 
Ivie: "Dann lass uns mal über deine feminine Seite reden!", "Klar, fang 
an.", "Das war es schon!", ach, sie versteht es mich gleichzeitig fertig 
zu machen und zum lachen zu bringen. 

Eifersucht, oder auch nicht. Wie drückt man es anders aus, damit es nicht 
negativ oder aggressiv wirkt? Es ist gut, finde ich zumindest, daß Ivie 
es mittlerweile direkt anspricht wenn es ihr nicht gefällt wie mich zB 
andere Frauen ansehen. Sie ist nicht mehr so aggressiv und manchmal zieht 
sie es etwas ins humorvolle. Ich denke sie weiß, daß ich nichts mit einer 
anderen Frau anfangen und sie, Ivie, betrügen würde. Trotzdem hat sie 
die Gefühle und Empfindungen und es ist doch gut wenn sie es dann auch 
sagt und zeigt und wir dann darüber sprechen können ohne das es zu 
Vorwürfen kommt. Sie sieht es ja auch, daß es nicht immer von mir 
ausgeht oder das es eben eine harmlose einmalige Begegnung ist. Ja, 
ich lächle auch mal anderen Frauen zu, daß bedeutet aber nicht, daß 
ich etwas von denen will. Außer ich habe etwas gekauft, dann hätte ich 
meine Sachen doch gerne ausgehändigt. So wie in Frankreich. Ivie, an 
dich: Das war gemein von euch. Eine Frauenverschwörung!

Wie kam es jetzt überhaupt zu dieser Diskussion. Auf der Autobahn, diesmal 
in Deutschland, wir waren auf dem Rückweg und wir hatten es jetzt nicht 
eilig, wir fuhren ja kein Rennen gegen irgendwas oder jemanden. Also mit 
100 oder 120 auf der rechten Spur, viel Verkehr war nicht. Ein anderes 
Auto überholte uns oder eben nicht. Es fuhr dann wieder neben uns. Ivie 
schaute zu denen und auch ich schaute dann. In dem Wagen neben uns waren 
zwei Frauen, ich würde sagen junge Frauen. Sicherlich keine 40/50 Jahre 
alt. Die Beifahrerin von denen schaute die ganze Zeit zu uns. Ich schaute 
auch zu denen. Ivie fragte was die wollen, ich wusste es nicht. Ich machte 
dann mit der Hand so Zeichen alla du (Ivie) und die? Ich fragte dann ob 
Ivie die kennt. Nein, und ich machte dann nur so ein Schulterzucken als 
ich wieder zu denen im anderem Wagen sah. Dann winkte die Beifahrerin, 
wir winkten zurück und die fuhren dann weiter. 
Ivie fragte dann, was die von MIR wohl wollten. Nun, ich: "Zwei Frauen 
im Auto, evtl. stehen die auf Frauen und fanden DICH interessant?", Ivie 
dann: Ich wolle nur ablenken. Dann kam so etwas wie: Bevor wir los fuhren 
hat dich die Frau auch so angesehen und gegrüßt und du hast sie lächelnd 
zurück gegrüßt. Ja, aus Höflichkeit, gerade wenn mich die Leute ansehen 
dann grüßt man die auch. Ivie meinte, es wäre mehr als nur eben im 
vorbeigehen gegrüßt. Die hätte sich sogar noch nach mir umgedreht. Habe 
ich aber nicht mitbekommen. Ich: "Sah die denn gut aus?", diesen 
vorwurfsvollen Blick hat Ivie gut drauf. Man hat sofort ein schlechtes 
Gewissen. 

Ich hätte keine Ahnung, wie ich auf Frauen wirke. Ist das denn wichtig? 
Evtl. sind diese Frauen nur neugierig. Evtl. liegt es sogar an Ivie, sie 
ist gutaussehend und wirkt jünger, evtl. denken die Frauen dann: Wieso 
ist so eine attraktive junge Frau mit dem Kerl zusammen, was wohl mit dem 
ist. Ja, sind eben nur neugierig. Oder Frauen spielen auch gerne mal nur. 
Austesten ob sie Erfolg haben würden. Oder eben so etwas. 

Ich denke wichtig ist: Ich halte mich zurück. Ich will nichts mit einer 
anderen Frau. Und diese Spielchen mache ich auch nicht mit. Ist ja wie 
Kindergarten. 

Moment, Stichwort!

Nein, daß werde ich jetzt nicht mehr mit herein nehmen. Kommt später.
Ivie möchte das ich nochmal das Stichwort" Buck Rogers" und "Frauenheld" 
aufnehme. Sie möchte sehen was ich dazu zu schreiben habe. Und wie sie 
das möchte. Es passt auch gut, denn heute haben wir noch etwas von der 
Post geholt. Ivie ist auch nicht den ganzen Tag zuhause und hatte die 
Post nicht angenommen. Ein Einwurfeinschreiben für mich. Ja, warum haben 
die es dann nicht eingeworfen? Hatte ich mich auch gefragt. Nun, es passte 
nicht in den Briefkasten. Ich schrieb letztens ja über Buck Rogers. Jemand 
aus den UK, also England, den ich kenne, schickte mir etwas ohne es mir 
vorher zu sagen. Ich weiß nicht ob es wertvoll ist, aber es ist gut gemacht 
und sieht gut aus. Was ist es? Ein Bilderrahmen mit einem Photo und den 
Autogrammen von Erin Gray und Gil Gerard. Das ganze auch noch mit einer 
Aluplatte und den Signaturen versehen. Zusätzlich noch auf einer Metallplatte 
ein Kinoposter auf der Größe von A4 mit den Autogrammen der beiden.
Sieht wirklich gut aus, werde einen Platz dafür suchen.
Nun, ich sammle keine Autogramme oder bin Buck Rogers Fan, aber trotzdem 
freut es mich. Ein paar Autogramme habe ich. Eines hat sogar ein COA. 
Das schöne an den Autogrammen ist, sie sind persönlich und für mich. 
Ja, machen die auf Autogrammstunden öfter. Aber diese sind nicht von 
Autogrammstunden. Zwei wurden auf einer Konvention in Bonn unterschrieben. 
Marina Sirtis und Mira Furlan taten mir den Gefallen. Marina wusste, daß 
ich zu dem Marburger Club gehörte und schrieb eine persönliche Widmung 
für mich. Mira traf ich sogar hinter der Bühne, die Photos davon signierte 
sie mir noch später. War ein Wettlauf mit der Zeit, es waren keine digitalen 
Photos sondern ein Photograf machte die auf Filmen, wie damals üblich. Er 
entwickelte die aber selber und so standen die relativ schnell zur Verfügung. 
Ich hatte die Gelegenheit dann genutzt. Es waren oder sind eher kleine Photos, 
nicht A4 oder A5 eher so kleine fürs Photoalbum. Aber ich habe die noch.
Auch zwei Autogramme auf die ich Stolz bin. Melissa Joan Hart und eine 
persönliche Widmung mit meinem Namen von ihr. Und eine Berühmtheit, jemand 
dem das Leben nicht die Möglichkeit gab ohne Probleme alt zu werden und 
ein ruhiges und normales Leben bis zum Ende zu leben. Bei dem Stichwort 
"Dumpfbacke" werden einige wissen um wen es geht. So dumm war und ist sie 
aber nicht. Sie hat andere Filme und Serien gemacht. Den Film "Streets" 
wird wohl niemand hier kennen. Man sollte sich den Film mal ansehen. Ist 
nicht Hollywood gerecht, aber ein schöner Film. Christina Applegate, sie 
hatte auch neben dem Film ein Leben. Das Leben ist nicht fair, daß sie sich 
jetzt so quälen muß ist unfair.
Ein nettes Autogramm von ihr, sie hat es nicht in meiner Anwesenheit 
unterschrieben, sie sendete es mir später zu, mit einem COA. Ja, ich bin 
Stolz darauf, liebe Worte und eine persönliche Widmung mit meinem Namen. 
Die Hintergründe lasse ich weg, es wird jetzt schon wieder zu viel. Sie 
bedankte sich so bei mir aber eigentlich musste ich mich bei ihr bedanken 
für diese Geste, sie hätte es nicht tun müssen, deshalb ist es so wertvoll.

So, Schluß für heute. Ist viel geworden und ich habe noch anderes ausgelassen.
Es wird also in dem Blog weitergehen. Sonntag? Nächste Woche? Wir werden es 
sehen, was das Leben so vor hat.

Für Ivie: Ja, die Stichworte kommen noch. Du weißt, ich warte da noch auf 
etwas. Und nein, du hast nicht recht. Darf ich das sagen/schreiben? Die 
Frau hat unrecht? Ist das möglich? 
Als ob man bei einer Granate den Sicherungsstift zieht um dann mit ihr zu 
jonglieren.