Heute Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, wieder mal die ach so klugen und
sozialen Mitmenschen auf der Straße erleben dürfen.
Es ist schon blöd, wenn man morgens gegen die aufgehende Sonne fahren
muß und hier und da mal geblendet wird. Sonnenbrille hilft, zudem sehe
ich damit cool aus. Glaubt ihr nicht? Ach, wenn ihr wüsstet.
Sah heute morgen schon cool aus, also nicht ich, doch ich auch, aber
die Nacht war regelrecht kalt, fast runter auf 10 Grad, und überall
auf den Feldern und teilweise auch Straßen war der Dunst. Teilweise
schon fast wie Nebel. Und dann die aufgegangene Sonne, welch alles
in einem rötlichem Licht bestrahlte.
Dann fällt einem schon der Lieferwagen hinter einem auf.
Beim beschleunigen konnte er nicht mithalten, und wo ich 100 fuhr
konnte er nicht mithalten. Aber wo 70 war kam er von hinten an und
fuhr sehr dicht auf.
Gut, da rege ich mich nicht auf, knallt der mir hinten rein hetze ich
ihm die Anwälte auf den Hals. Da rege ich mich nicht auf. Ich schlage
mich da auch nicht mit Versicherungen herum. In anderen Bereichen habe
ich da Erfahrung, zum Anwalt geben und wenn die merken, daß wird
offizielle mit evtl. Gericht, dann haben die auch ganz schnell einen
netteren Gesprächston drauf. Da rege ich mich nicht auf, lohnt nicht.
Er dann wieder, 100 und er fiel wieder zurück. Die Karre wird ja wohl
100 fahren können? Evtl. der Fahrer nicht. Ein Stück wo nur 50 erlaubt
ist weil es ein Wohngebiet ist. Der kommt wieder angepfiffen und fährt
wieder dicht auf. So ganz langsam fängt man dann an, sich Gedanken zu
machen. Es wurde wieder 100 und er konnte wieder nicht folgen. Es kamen
die 70 und eine Kreuzung, und natürlich, er kommt von hinten angedüst
als ob er mich auf die Kreuzung schieben wollte. Danach kam eine Ampel,
die war rot und es standen schon Wagen davor. Der hält nicht an, geht
links über die Sperrfläche, welche zu der Linksabbiegerspur des
Gegenverkehrs gehörte, fährt an allen vorbei und über die Ampel. Wirklich
vorbildhaft, er hat es so eilig zur Arbeit zu kommen das er einen Unfall
in Kauf nimmt, für den er dann verantwortlich gemacht würde, und er opfert
sogar seinen Führerschein dafür. Wie er dann später zur Arbeit kommen will,
weiß er wohl selber nicht. Ihr meint, er wollte gar nicht schnell zur Arbeit?
Ja, gut, streiten wir nicht darüber.
Es ist an der Stelle eine Hauptstrecke, Autobahnzufahrten und mehr.
Polizei fährt dort öfter aber solche Idioten haben natürlich immer
Glück, bis etwas passiert und andere zahlen dann den Preis für solche
Idioten.
Noch nicht lange her, die selbe Straße nur ein paar Meter weiter an
einer anderen Ampelkreuzung. Polizeiwagen steht zwei/drei Wagen vor
mir an der Ampelkreuzung. Die Ampel zeigte Grün aber ein Wagen kam
noch aus der Querstraße geschossen und bog in die Richtung ab, von
der wir kamen, also fuhr dann an uns vorbei. Nun, unsere Ampel zeigte
bereits Grün als er über die Kreuzung fuhr. Das hatte sich wohl die
Polizei auch gedacht, schaltete das Blaulicht ein und machte eine
Wendung und fuhr demjenigen hinterher. Karma gibt einem manchmal
ein Glücksgefühl. Mein Gott, man weiß doch, daß die Polizei dort
öfter herumgurkt. Ist eben ein zentraler Verkehrsknoten. Dann
dort so zu fahren ist schon unverantwortlich genug aber dann das
hohe Risiko eingehen geschnappt zu werden, man muß wohl wirklich
sehr dumm sein um so eine Sch.... abzuziehen.
Die anderen, vorne an der Ampel, haben sich dann heute morgen auch so
richtig über den Idioten "gefreut". Gut, daß ich den los war. War aber
nicht mehr weit für mich bis zum Tor 2 unserer Firma.
Manche mögen evtl. denken, daß ich mich immer aufrege, weil ich auch
hier darüber schreibe usw. . Nein, eigentlich nicht. Am Steuer bin
ich eher ruhig, ich hupe auch nicht, ich konzentriere mich lieber
aufs bremsen, und so, als an die Hupe zu denken. Ich werde auch nicht
aggressiv, daß sind mir diese Idioten nicht wert. Es entfleucht mir
dann zwar schon mal ein "blöder Idiot", oder so etwas, aber das war es
dann auch. Wenn man nicht alleine ist, ist es natürlich blöd. Bei
meinem Engel dann oft, ich: "Entschuldige, ist mir so raus gerutscht.",
"Ist ok, du hast ja recht.". Und Ivie? Man, kennt die Schimpfwörter,
da geht mein "Idiot" dann auch mal unter. Wildkatze eben, sie fährt
die Krallen aus.
Wie ich zu dem Thema stehe ist wohl bekannt. Er findet es ok wieder dem
Alkohol einen Platz in seinem Leben zu geben. Er war damals zu den
Anonymen Alkoholikern gegangen um Hilfe und Unterstützung zu bekommen.
Er trinkt wieder und nichtmal die Kinder eines berühmten Mannes wollen
noch seinen Namen tragen. Frau und Kinder geschlagen? Bei einem Alkoholiker
ist die Wahrscheinlichkeit hoch. Ich würde also seiner Familie eher glauben
als einem Junkie. Ja, ich bin da wohl parteiisch, durch meinen Vater. Wie
sich seine Frau, oder Exfrau, und seine Kinder fühlen kann ich eben
nachvollziehen. Mein Vater hatte sich wenigstens schon früh tot gesoffen. Das
hätte ich jetzt wohl lieber nicht schreiben sollen. Es sind aber nicht nur
die Alkoholiker welche unter dem Alkohol leiden, es sind ihre Familien und
auch andere Menschen welche dann wegen ihm, oder ihr, ebenfalls leiden müssen.
Nun, ich schrieb es auch schon und es ist eben kein Geheimnis wenn man
die Augen nicht verschließt. Die Trumps waren nie eine Familie, es war
schon immer eine Firma. Liebe, wo soll die da sein? Woher sollen deren
Kinder, von verschiedenen Müttern, denn mitbekommen haben was Liebe ist?
Seht zB Musk, wie viele Kinder er mit verschiedenen Frauen hat. Glaubt ihr
so jemand liebt? Wie oft hat er seine Kinder, nicht nur mal eines, in den
Arm genommen wenn es traurig war? Wie oft hat er seine Kinder als Babys
gefüttert? Wie oft hat er die Kinder ins Bett gebracht? Wie oft war er da
als die Kinder Angst hatten und hat die Monster unterm Bett vertrieben?
Und ich meine keine dieser PR-Aktionen für die Kameras.
Liebe? Oder doch nur Positionen in einer Bilanz?
Viele sehen nur das Geld was solche Leute haben. Also sind die Kinder ja
gut versorgt. Bilanz eben. Deshalb gibt es die Epstein-Files, weil so viele
dabei mitmachten und wegsahen und den Opfern sagten, sie sollen sich nicht
so anstellen. Liebe ist für solche Leute nur ein Witz, die wissen nicht was
das ist. Alles ist ein Geschäft, selbst ihr Leben bieten sie zum verkauf an.
Kinder, ein guter Übergang.
Ich hatte mir viele ihrer Mathe-Videos angesehen. Ich wollte auch ihr Video
über ihre Reise nach Thailand mal verlinken. Hatte ich nicht. Passte nie
zum Blog-Thema.
Das Video ist doch sehr persönlich, umso mehr zeigt es, welchen Mut sie
doch hat.
Wochenbettdepression und andere Dinge. Nicht alle lieben ihre Kinder bloß
weil sie die Mutter, oder Vater, sind. Bei ihr ist es sicher eher eine
Art Depression und das sie sich Hilfe gesucht hat ist sicher gut.
Ich kenne ihr Leben nicht, ich sah nur die Videos.
Aber in dem Video fiel mir wieder etwas auf. Wisst ihr was? Habt ihr es
auch bemerkt?
Was ist mit dem Vater? Wo ist er? Hilft er? Warum muß sie sich Hilfe holen?
Ist ein Kind wirklich so eine Belastung für die, daß Vater und Mutter zusammen
es nicht hinbekommen? Warum wird nicht einmal der Vater erwähnt? Kein "wir"?
Ein Babysitter muß kommen um zu helfen?
Wie gesagt, ich kenne die Situation von ihr nicht und ob sie in einer Beziehung
mit dem Vater des Kindes ist. Klingt für mich aber nicht so, als ob der Vater
da wäre. Er wird nicht einmal erwähnt, kein "wir", nur sie.
Als Mann hat man keine Ahnung und lass mal die Frau machen. Nein!
Ich kenne mich sicherlich nicht damit aus. Da gibt es zB Hebammen oder andere
welche durch ihren Beruf sehr oft mit solchen Situationen konfrontiert werden.
Ich kann nur von Freni und Lexi und mir reden. Ja, Lexi war bei der Geburt ja
auch dabei.
Ja, "... wie war das denn bei meiner Geburt?", "Du warst doch dabei, erinnerst
du dich nicht mehr?", "Häm, nein.". Ja, unsere Tochter hatte es nicht immer
leicht mit uns.
Die Schwangerschaft ist ja schon etwas, was mit der Zeit und dickerem Bauch,
auch schon die Belastung steigert. Manche Frauen merken es weniger als andere.
Mit fortschreitender Schwangerschaft wurde es auch für Freni nicht leichter.
Trotzdem ist da die Vorfreude und es ist auch noch recht einfach zu managen.
Die Frau soll sich eben schonen und manches fiel ihr dann auch schwerer, aber
alles keine großen Einschnitte ins Leben. Man nimmt ihr eben Dinge und Lasten
ab. Sie selbst "kämpfte" eben mit den Veränderungen ihres Körpers.
Die Geburt ist dann aber doch noch etwas anderes. Die schmerzenden Wehen sind
nur die Vorreiter. Auch hier ist es wohl so, daß jeder es anders empfindet oder
damit umgeht. In dem Video sagte sie, daß sie sich hilflos fühlte. Man hat es
eben nicht unter Kontrolle, es kommt so wie es kommt, egal was man, oder Frau,
will. Für manche kann es sogar ein traumatisches Erlebnis sein. Ich kann mir
vorstellen, wenn die Frau alleine ist dann ist es für sie wirklich schlimm.
Man hat kaum Kontrolle über die Geburt, die Schmerzen sind da und werden evtl.
sogar mehr. Es werden zwar Schmerzmittel gegeben aber so wie ich es verstanden
habe gibt es dort auch Grenzen. Die Frau muß ja dabei sein, man kann sie auch
nicht narkotisieren. Das alles durchzumachen ist sicherlich nicht angenehm.
Das Bild von Freni, als unsere Tochter dann auf der Welt war, wie Freni wirklich
fertig und erschöpft und verschwitzt da lag aber trotzdem ein Lächeln für das
kleine Etwas in ihrem Arm hatte, so ein Bild vergisst man, also Mann, nicht.
Auch ich als Mann fühlte mich hilflos, man sieht wie sehr es sie mitnimmt,
welche Schmerzen sie hat aber man kann nichts weiter tun als bei ihr sein und
ihr meine Hand geben damit sie was zum zerquetschen hat. Nein, das ist nicht
lustig gemeint. Wenn sie mir die Hand gebrochen hätte, es wäre mir egal gewesen.
Ihr meine Hand zu geben war die einzigste Möglichkeit ihr zu zeigen und spüren
zu lassen, daß sie nicht alleine ist. Das ich so eng wie es eben in der
Situation ging bei ihr bin. Ich konnte ihr den Schmerz und das alles nicht
abnehmen, so gerne ich es ihr abgenommen hätte oder zumindest einen Teil
davon auf mich genommen hätte. Aber man kann nur dabei stehen oder sitzen
und einfach nur für sie da sein. Ich weiß, daß es ihr sehr viel bedeutet
hatte, sie hatte es ja danach gesagt. Für die Frau ist es wohl etwas einfacher
wenn sie merkt, da ist jemand der auf sie aufpasst und für sie da ist.
Ich kann nur jedem sagen: Seid dabei, seid an der Seite der Mutter eures
Kindes wenn sie euer Kind zur Welt bringt.
Ich kann mir nicht vorstellen im Wartezimmer zu sitzen bis jemand kommt und
sagt: Sie sind Vater. Oder evtl. dann einem das Kind in den Arm legt. So als
ob gerade ein Paket an der Tür angeliefert wurde.
Es ist mein persönliches Empfinden aber bei der Geburt dabei gewesen zu sein,
es stärkt die Verbindung innerhalb der Familie. Nicht nur zwischen Mutter und
Vater sondern auch zu dem Kind. Es alles miterlebt zu haben, es zusammen
erlebt zu haben. Dabei gewesen zu sein und gesehen zu haben wie das Kind auf
die Welt gekommen ist, es ist ein Erlebnis welches so viel prägt. Ich weiß
nicht wie es unsere Tochter gesehen oder empfunden hatte als sie dann mal
irgendwann wusste, daß ich bei der Geburt dabei war und eben nicht nur ihre
Mutter. Ich glaube nicht, daß sie es negativ aufgenommen hatte. So etwas
definiert ob man eine Familie ist oder nur Leute welche zusammen leben.
In dem Video geht es um die Zeit nach der Geburt. Ja, da geht es dann erst
richtig los. Manche Frauen stehen wohl einen Tag nach der Geburt schon wieder
in der Küche und machen so weiter als wäre nichts gewesen. Zumindest Freni
gehörte nicht dazu. Die blieb erst mal im Bett. Die ersten zwei oder drei
Tage war sie wirklich fertig aber sie wollte sich natürlich um das Kind
kümmern. Teilweise mussten wir sie dann dazu zwingen sich noch zu schonen
und es noch langsam anzugehen. In der Zeit, nicht nur die paar Tage, lernte
ich viel dazu. Es war mein Kind und ich kümmerte mich darum. Ja, es waren
für mich stressige Tage, da ich Freni auch noch schonen wollte und mich auch
um sie gekümmert hatte. Dann das Kind, das Kind kennt keine Pause. "Das Kind
schläft doch ständig, daß kann doch nicht so stressig sein.", doch kann es.
Man kann nichts wirklich planen, man weiß nicht was in der nächsten Stunde ist.
Es bildet sich Stress, und da muß man dann mit umgehen können. Man kann dann
das Kind nicht einfach zur Seite legen und sich eine Auszeit nehmen. Da muß
man durch, egal wie geschafft oder müde man noch ist, weil das Kind einem
nicht schlafen lässt. Wenn das Kind schläft, bedeutet es eben nicht, daß man
dann selber schlafen kann. Zudem hat so ein Baby einen, sie nannte es Chaos,
anderen Schlafrhythmus.
Aber so etwas verbindet. In dem Video geht es eben darum. Wir haben uns
gemeinsam um unser gemeinsames Kind gekümmert. Zu zweit lässt es sich besser
aufteilen und nach einiger Zeit hat man dann auch so den "Stundenplan"
gefunden mit dem es recht gut läuft.
Wenn man das alles alleine managen soll, dann denke ich auch, daß es sehr
belastend ist. Der Alltag ist ja auch noch da und das Kind verschwindet
nicht mal für ne Stunde. Es sei denn, jemand kommt und kümmert sich. Die
Großeltern waren schon immer eine Hilfe, auch bei uns. Ich schrieb schon
mal, kaum zu glauben wie viele Leute so ein kleines Ding auf Trab halten
kann. Wir haben es uns immer geteilt. Dieses: Die Mutter kümmert sich um
Kind und Haushalt und der Vater geht arbeiten und bringt das Geld nach
Hause, diese Einstellung hatten wir nicht. Ja, ich ging arbeiten und
brachte das Geld nach Hause aber damit war es nicht getan. Kind und Familie
geht nicht nach Stempelkarte. Und ich hätte es auch übel genommen wenn man
mich nicht unterrichtet hätte wenn etwas war bloß weil ich auf der Arbeit
war und ja Geld verdienen sollte. Wenn etwas war, was nicht alltäglich war,
dann wollte ich es auch wissen, auch wenn es evtl. hätte warten können.
Ich habe mich gerne um unsere Tochter gekümmert. Auch wenn die Arbeit stressig
war, der Familienstress war da eher beruhigend. Zudem, auch hier würde ich
sagen: So etwas verbindet. Keine Trennung von: Du das Kind und ich ... . Wir
waren ein Team, wir gehörten zusammen und wir kümmerten uns zusammen. Da gab
es auch kein "ich mache mehr wie du" weil es unnötig war. Ich komme von der
Arbeit nach Hause und Freni drückte mir unsere Tochter in den Arm und wollte,
daß ich mich um sie kümmere? Ja, warum nicht? Ein schreiendes Kind, Stress?
Nein, die Möglichkeit mit dem Kind zu interagieren und wenn es dann nicht
mehr schreit und evtl. sogar lacht dann ist das besser als irgend etwas.
Ein kleines Kind in eurem Arm und es "umarmt" euren Hals und drückt sich
fest an euch, gibt es etwas schöneres? Die Belohnung durch das Kind weil
man sich um sie kümmerte. Wie soll man solche Momente erfahren, wenn man
sich nicht auch um das Kind kümmert? Ja, man wird auch mal vollgespuckt
und noch anderes, was bei kleinen Kindern mal vorkommen kann. Aber was
solls? Man kann es ihnen dann wenigstens später vorhalten: "Weißt du noch,
wie du mich vollgekotzt hast?", "Nein ... aber ich habe es bestimmt nicht
extra gemacht.", "Bist du sicher?", "Nein? Hatte es mir Spaß gemacht?".
Wenn sie älter werden wird es einfacher. Na ja. Zumindest machte es dann
Spaß wenn sie dann auch freche Antworten oder so gab. Ja, sie war sicher
nicht dumm.
Wie soll man eine enge Bindung zu dem Kind bekommen wenn man nur der
"Versorger für die Familie" ist aber nicht der Versorger und noch mehr für
das Kind und die Mutter?
Ja, bei uns gab es da keine Trennung. Wir haben alles zusammen erlebt und
auch gemacht. Ja, auch viel Blödsinn mit unserer Tochter.
Die ersten zwei Monate der Schwangerschaft waren wir getrennt, oder wir
hatten uns getrennt. Doch als wir wieder zusammen waren da gab es keine
Mauer und nichts, wir waren eine Einheit.
Da gab es dann auch sehr ernste und sachliche Diskussionen: "Ist dir
schlecht? Du kotzt mir jetzt nicht ins Auto, oder?", "Wenn, dann nicht
ich sondern unser Kind!", "Du meinst es ... und dann du ... ? Nee,
wie? Ach lassen wir das.", "Und wenn ich mich jetzt im Auto übergeben
muß?", "Hmmm, klingt nach einer Org.. . Nee, daß kann ich nicht sagen.",
"Warum nicht?", "Nicht vor unserem Kind!", da lachte sie.
Als eure Frau Schwanger war, habt ihr noch ...? Ihr wisst schon was.
Am Anfang hatten wir. Aber es fühlte sich dann irgendwie nicht mehr
"richtig" an. Also nicht körperlich sondern weil eben ein Kind dabei
war. Und später bekam sie ihren Bauch. Später als gedacht, wusste nicht,
daß es so lange dauerte. Wir haben Zärtlichkeiten ausgetauscht aber eben
nicht "das". Nach der Geburt hatte mein Engel wohl auch keine Lust auf
so etwas. Zudem waren wir, in der Zeit nach der Geburt, schon froh wenn
wir mal Arm in Arm lagen ohne das wir einschliefen. Der Gedanke war auch
nicht so da, man hatte so viele andere Dinge um die Ohren und im Kopf.
Ich weiß gar nicht mehr, wie lange es gedauert hatte. Mehrere Wochen waren
es bestimmt bevor wir wieder dazu übergingen. Das Kind war ja auch da und
es sollte da auch nicht zusehen. Weiß nicht ob ein Kind es dann schon
mitbekommt aber für uns war es ein noGo, es fühlte sich nicht richtig an
also taten wir es nur wenn wir sicher gehen konnten, daß wir auch alleine
und ungestört waren. Dementsprechend war es dann erst mal seltener.
Ja, das Video und ihre Situation.
Glaubt ihr, der Vater ist da und kümmert sich um sie und das Kind? Vielleicht
bin ich dumm und höre da etwas heraus was nicht so ist. Evtl. kümmert er sich
um alles und so. Sie sagt aber nicht einmal "wir". Oder?
Vielleicht wollte ich nur wieder die Erinnerungen von Damals hervor holen.