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10072026



Nein, keine Werbung. Ich finde solche Anlagen einfach schön. Nicht nur 
die Technik auch die ganze Steuerung. Viele sehen nicht was da alles an 
Steuerung und Programmierung drin steckt. Ich mag es immer wenn es 
selbst regelnd ist und auch auf Abweichungen selbst reagiert. Ja, die 
Arbeit kann auch Spaß machen. 
Dann das Busfahren. Ob ich auch mal hätte fahren dürfen? Bus bin ich 
tatsächlich noch nicht gefahren, also selbst gefahren nicht als Passagier.
Ich denke aber mal, da ging es eher um die Nachwuchsförderung. 
Ostwestfalen trotzt der Krise
Die Firmengründungen sind auf dem Rekordhoch. Aber ist das wirklich gut?
Wie viele davon werden bestehen? Wie viele davon sind Leute welche sich 
als Einmannbetrieb selbstständig machen weil sie keinen Job gefunden haben 
und hoffen so weiter zu kommen? Natürlich werden auch viele Firmen dabei 
sein welche eine Zukunft haben. Bei solchen Zahlen sollte man evtl. 
vorsichtig sein. Die Wirtschaft ist nicht im Aufschwung so das viel 
Nachfrage vorhanden ist und deshalb viele Firmen entstehen. Im Moment 
sehe ich eher eine Verschiebung im Markt. Firmen gehen Pleite und andere 
werden groß. Trotzdem sind solche Meldungen positiv denn sie geben Hoffnung.
Evtl. gibt es auch eine Verschiebung hin zu den Orten wo Wirtschaft und 
Firmen noch stark sind und deshalb kommen die Firmengründer hier her? 

Da ich schon bei den Themen hier am Ort bin bleiben wir mal bei Ivie. 
Oder mache ich doch erst Zoya fertig? Ja, sie fertig machen macht immer 
Spaß. Ich nenne sie jetzt hier Zoya und nicht mehr Zoe. In der Vergangenheit 
hatten wir das Thema schon mal, als sie von so einem Braunen wegen ihres 
Namens blöde angemacht wurde und dann auf mich sauer wurde weil ich ihren 
Namen in anderer Form schreibe und so ihre wahre Herkunft verleugne. Es 
war aber nicht meine Absicht. Zoe und Zoya ist im Grunde der selbe Name 
nur in unterschiedlichen Regionen anders geschrieben. Dies wusste ich aber 
nicht, was keine Entschuldigung ist da ich ja Google und Co hätte fragen 
können. Ich ging eher nach dem Klang und wollte nicht ihren wahren Namen 
nutzen, da lag Zoe für mich eben nahe. Wir haben das unter uns geklärt 
aber ich nutzte hier weiterhin Zoe für sie. Sie meinte aber dann, daß 
ich ihren Namen nutzen könne. Es ist ja nur ein Teil ihres Namens und 
sie steht dazu. Also werde ich jetzt Zoya nutzen. Bei Ivie ist es ähnlich.
Im Grunde könnte ich unsere Vornamen nutzen. Werde ich aber nicht. 
Ivie ist Ivie und mein Vorname? Ich schrieb schon, die Leute haben ein 
Problem damit. Es ist ein berühmter Name, jeder kennt ihn. In Südkorea 
ist ein Einkaufszentrum, evtl. sogar mehrere, nach mir benannt worden. 
Ja gut, nicht nach mir persönlich, aber das Einkaufszentrum gibt es dort. 
Und wie geht das dann? "Das sind (Ivies richtiger Name) und (mein 
Vorname in der weiblichen Form).", ich: "Und ich dachte du wärst mit 
mir hier.", Ivie: "Sie meinte doch dich.", "Ach so, dabei habe ich 
doch keine so langen Haare.". Ja, im Grunde stört es mich nicht, ist 
eben schnell falsch ausgesprochen. Aber manchmal, können sich die Leute 
nicht auch mal Mühe geben?

Ivie, kommen wir zu ihr. Sie fing ja an ihr Englisch wieder aufzufrischen 
oder eben neu zu lernen. Sie ist da schon richtig gut drin. Sie geht nicht 
zur VHS oder so etwas, sie macht es für sich alleine. Hin und wieder spricht 
sie dann mit mir Englisch oder nutzt ein paar englische Sprüche welche sie 
toll findet. Mit Englisch hat man auch im Internet mehr Quellen und 
Informationen. Sie gibt sich Mühe und merkt auch welchen Vorteil es hat. 
Sie denkt schon darüber nach weitere Sprachen zu lernen. Es schadet ja 
nicht und gerade Englisch hilft einem überall weiter. 
Für sie ist es ein Erfolg, oder? Ich finde schon. Ohne Druck und ohne Not 
wollte sie es tun und sie tat es. Weil sie es wollte. Ich habe öfter hier 
im Blog geschrieben, daß sie sich verändert hat. Und das sieht sie auch 
selbst so. 
Wenn ein Mensch schon sehr früh unterdrückt und gebrochen wird, körperlich 
geschunden und geistig gebrochen, dann zieht dieser Mensch sich zurück. Sie  
sucht Schutz und wenn die Person diesen nicht woanders findet sucht sie ihn 
in der Einsamkeit und vermeidet alles was sie aus diesem Schutz holen könnte.
Die Person wird immer und immer wieder fertig gemacht und immer wieder wird 
sie klein gehalten. Denn so kann man die Person besser kontrollieren und aus- 
und benutzen. 
Jahrzehnte hatte Ivie keine Perspektive und zog sich zum Schutz zurück. 
Niemand, oder fast niemand, wollte dann etwas ernstes mit ihr anfangen. 
Zum Spaß haben war sie gut genug und man hielt sie dann auch klein, weil 
man sie so haben wollte und sie so kontrollieren konnte. Man fügte ihr 
Schmerzen zu, weil die es konnten. 
Diese Geschichten und Märchen, vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan. 
Der Frosch welcher zum Prinzen geküsst wird, warum nicht auch zu einer 
Prinzessin? Aschenputtel und alle diese Geschichten und was sie uns sagen 
wollen. Kein Ahnung, was die uns sagen wollen. Habt ihr schon mal einen 
Frosch geküsst? Und natürlich ist es immer ein Prinz, kann ja nicht anders 
sein, daß sich die junge Schönheit nicht sofort in einen Prinzen "verliebt".

Doch die Realität sieht anders aus. Man will nicht die Prinzessin oder den 
Schwan, man will die gebrochene und leicht zu kontrollierende welche man 
benutzen kann. Notfalls zwingt man sie dazu und fügt ihr Schmerzen zu damit 
sie zurück in diese "Rolle" findet. 
Zwischen Ivie und mir war es von Anfang an anders. Sie hatte vor Jahren schon 
daran gedacht wie es wäre mit mir zusammen zu sein. Doch sie sah nicht die 
Chance, daß es dazu kommen würde. Letztes Jahr war ich nicht begeistert davon 
sie mit in den Urlaub zu nehmen. Die Situation zwischen uns war anders. 
Kein "den/die will ich", es war anders. Sie ging mit der Kröte mit, welche 
kein Prinz war. Es waren dann die Ereignisse welche uns zusammen brachten. 
Es war nicht der erste Eindruck, es war nicht dieses oberflächliche "Liebe 
auf den ersten Blick". Es waren zwei Puzzleteile welche plötzlich 
zusammensteckten und merkten: "Wir passen perfekt zusammen". 
Sie versteckt sich nicht mehr, sie traut sich wieder etwas. 
Hmmm, es musste wohl doch erst eine Kröte kommen damit die Prinzessin zum 
Vorschein kommt. 

Ich schrieb letztens, ob es übertrieben wäre wenn wir öfter weg oder unterwegs 
sind. Ich mag es unterwegs zu sein und nicht zuhause herumzusitzen und auf die 
Dinge zu warten. 
Und Ivie mag es auch. Es mag für andere dumm sein, wenn ich zB nach der Arbeit 
nach Hause komme und dann: "Ich sollte noch an der Tankstelle vorbei. Hast 
du noch was vor oder kommst du mit?". Sie kommt mit und wir fahren noch etwas 
herum und wenn uns danach ist halten wir bei irgendeinem Restaurant oder etwas 
in der Art und Essen dann zu Abend. Manche öffnen ja erst später und manchmal 
hatten die gerade geöffnet und dann hören wir ein: "Unsere ersten Gäste für 
heute.". 

Ja, Ivie hat sich verändert aber auch sie hat mich aus meiner Einsiedlerhöhle 
geholt. 

Es ging eigentlich um Sprachen und wie sie uns den Weg in die Welt öffnen. 
Nicht nur den Weg, sondern auch die Menschen und Kulturen anderer Länder. 
Wenn ich in ein anderes Land fahre dann möchte ich die Menschen und das 
Land kennenlernen. In einem Hotel sitzen, in dem alle Deutsch sprechen, finde 
ich grässlich. 
ZB mein Koreanisch war auch damals ein Verbrechen trotzdem hatten alle Spaß 
dabei wie ich es versuchte und die dort versuchten es mir beizubringen. 
Schon alleine durch das Lernen öffnen sich schon andere Türen. Man muß es 
nicht perfekt können. Schon zu zeigen, daß man bereit ist die Sprache zu 
lernen und damit auch der Kultur und den Menschen näher zu kommen, lässt 
die Menschen oft ganz anders reagieren als wenn da ein "warum spricht hier 
den niemand Deutsch?" ankommt.

Mit Englisch kommt man eigentlich überall weiter. Irgendjemand spricht immer 
etwas Englisch, gerade junge Leute sind da meist hilfreich. Oft spricht 
jemand nicht perfekt Englisch aber selbst mit einem geringem Wortschatz 
kann man sich dann oft verständigen. 

Nicht ohne Grund wird in den Schulen seit Jahrzehnten Englisch gelehrt. 

Als ich in der Schule war waren Sprachen nicht meine Stärke. Es war alles 
so trocken und man sprach doch, also wozu dieses ganze lernen? Hat es euch 
auch genervt? Ist es nicht wichtig, daß man verstanden wird und nicht ob 
etwas groß oder klein geschrieben wird? Ich habe das Kommata lieben gelernt 
um damit Sätze zu verstümmeln und ausdrucksvoller zu machen. So manche 
Lehrkraft wird sich dabei wohl an den Kopf fassen. 
Im Englischen mache ich viel nach Gefühl. Wenn man jahrelang damit umgegangen 
ist hat man irgendwann so ein Gefühl ob es richtig oder falsch klingt. 
Man wird geschult, ja. Ob Business oder Science English, man kann es lernen. 
Doch erst wenn man es nutzt wird man auch sicher darin. 

In der weiterführenden Schule hatte ich dann noch zusätzlich Spanisch als 
Fremdsprache. Wir hatten ja spanische Freunde also passte das auch so. 

Es gibt aber eine Sprache welche ich schon immer faszinierend fand. Eine 
sehr alte Sprache. Sie wurde seit tausenden von Jahren entwickelt und auch 
immer genutzt. Eine Sprache die überall auf der Welt genutzt wird und ohne 
die unsere heutige Welt nicht funktionieren würde. 
Eine Sprache welche Regeln und Vokabeln hat und eine Art Grammatik und 
Zeichensetzung. Sie ist einfach und logisch aufgebaut und doch kann sie 
so komplexe Vorgänge beschreiben die wir kaum noch verstehen.
Es ist die Mathematik.

Viele stöhnen dann, dabei ist Mathe überall in unserem Alltag. Vom einfachem 
addieren und multiplizieren bis hin zur Statik des Hauses in dem ihr lebt. 
Die Elektrik mit der ihr zB kocht oder Wäsche wascht und das alles, ohne 
Mathematik würde die Installation und Nutzung ein reines Glücksspiel mit 
dem Hauptgewinn eines zerstörten Hauses. 
Mathematik beschreibt die Vorgänge um uns herum. Wie wollt ihr wissen wie 
viel Farbe ihr für eine Wand braucht oder wie viele Tapetenrollen benötigt 
werden. Wie wollt ihr mit Längen und Flächen umgehen oder euren Finanzen?
Jeder spricht diese Sprach, überall auf der Welt: Mathematik. 
Nicht nur seit Jahrhunderten sondern seit Jahrtausenden. 

Geometrie, etwas ist gezeichnet, evtl. sogar nach einem realen Vorbild.
Wenn man es sehen kann, dann existiert es, zumindest die gezeichneten 
Formen. Es sind aber keine oder nur wenige Maße angegeben. Die Leute 
denken dann, die Maße fehlen und deshalb kann man zB die Fläche oder 
anderes nicht bestimmen. Doch bloß weil wir die Maße nicht kennen 
bedeutet es nicht, daß die nicht da sind. Die Linie ist da und muß eine 
Länge haben. Wir sind unwissend weil niemand die Werte in die Zeichnung 
geschrieben hat. Doch die Mathematik beschreibt, und mit ihr sehen wir 
dann auch die Werte welche wir brauchen. Man analysiert und nimmt passende 
Formeln und die Werte kommen aus dem dunkeln hervor. 
Es ist manchmal wirklich faszinierend, man denkt "Da sind keine Werte, wie 
soll man da dies und dies bestimmen." und die Mathematik dann: "Die Werte 
existieren und wenn du sie wissen willst dann zeige ich sie dir.". 
Die meisten würden wohl einfach anfangen eine Linie abzumessen. Fürs Grobe 
reicht es oft, doch nicht selten wird es zu ungenau und die Toleranzen 
addieren sich und dann hat man die Sch.... .

In der Schule war Mathe und Physik meine Fächer. Ich schrieb, glaube ich, 
schon mal, daß ich es damals gerne studiert hätte. Aber ich sollte nicht 
und ich war so dumm und habe immer auf andere gehört. 

Ich weiß noch, es war Physikunterricht und wir schrieben eine Arbeit/Test. 
Ich erinnere mich noch an den Namen des Lehrers, ich hatte damals ja auch 
den Computer/Informatik Unterricht und der Lehrer interessierte sich auch 
für das Thema. Ich war mit dem Test fertig und alle anderen schrieben noch. 
Man nutzt die Zeit dann und geht die Aufgaben nochmal durch ob man einen 
Fehler gemacht oder etwas übersehen hat. Aber ich war dann eben fertig 
und wohl der erste gewesen, alle anderen schrieben noch. Der Lehrer sah 
dann, daß ich dann da herumsaß und fragte dann ob ich fertig sei. Ich sagte 
dann ja und er nahm dann meine Arbeit/Test mit. Dann kam er zurück und 
schmiss, wirklich, eine Computerzeitschrift auf meinen Tisch. Alle bekamen 
es mit und es war etwas peinlich aber ich schaute dann in die Zeitschrift 
während die anderen noch schrieben. So einen Lehrer musste man auch erst mal 
haben. Und nein, ich habe nicht zu viele "dann"s geschrieben.

Nach der Schule verlor man sich aus den Augen. Jeder geht seinen eigenen Weg 
ins Leben, ist ganz normal. Manche hatte man ja dann noch hier und da getroffen 
oder gesehen. Da war zB die kleine H. welche in der Schule während der Pause 
mit L. herumknutschte. Ganz ehrlich H.: Ich fand damals schon, daß er der 
falsche für dich war. Aber das hast du ja dann selbst herausgefunden. Ich weiß 
noch wo ich H. das letzte mal sah, in der Innenstadt von GT. Sie machte dort 
eine Ausbildung, das selbe was auch meine Mutter beruflich machte. B. hatte ich 
noch öfter gesehen. Er hat einen Laden und hin und wieder war ich auch mal dort.
Ich brauchte mal dringend Passbilder, weiß jetzt nicht wann das war und worum 
es ging aber ich brauchte den Personalausweis. Wisst ihr so aus dem Kopf wann 
euer abläuft? Ich nicht. Bitte nicht lachen, ich hatte damals echt deswegen 
Stress. Ja, selber schuld. Ich brauchte den Ausweis und nahm ihn in die Hand 
damit er auch da ist. Dann schaut man drauf und "oh, wie lange ist der denn 
noch gültig? Ach bis vor zwei Monaten. Was?! Ich brauch den jetzt!". Schnell 
zum Amt und einen neuen beantragen und einen vorläufigen Ausweis mitnehmen. 
War auch gültig und alles war in Ordnung. Aber es war knapp. War, glaube ich, 
sogar auf einem Freitag. Schnell Bilder besorgen und zum Amt. Die Bilder hatte 
B. gemacht. 
Alexandra, sie sah ich später in der Post, damals. Sie stand in der Schlange 
und ich kam rein. Ich sah sie und ich hatte es sofort im Gefühl das sie es 
ist. Ich bin mir nicht sicher aber ich hörte mal, daß sie nach GT gezogen sei. 

Jeder machte damals sein eigenes Ding. Jeder dachte nur an sich und seine 
Ziele zu erreichen. Ich hatte keine. Nein, wirklich. Ihr habt Wünsche und 
etwas was ihr gerne machen würdet aber alle arbeiten gegen euch und zerren 
euch in die andere Richtung. Keiner von damals dachte mal an mich sondern 
sie dachten immer nur an sich und was sie von mir bekommen können. Wir 
hatten nicht das Geld und bei einer Ausbildung verdient man ja auch was 
und danach dann arbeiten gehen und Geld nach Hause bringen. Gerade Vicky, 
die spanischen "Familienfreunde", sagte damals öfter, daß ich mich um meine 
Mutter kümmern sollte oder würde. Meinen Geschwistern sagte sie das wohl 
nicht. Sie meinte es sicher gut, aber es zeigte auch die Erwartungen an 
mich. Niemand in unserer engsten Familie hatte Studiert. Studieren galt 
als "dumm". Sie trauten es mir wohl auch nicht zu, die Ausbildung welche 
ich dann machte trauten sie mir auch nicht zu. Meine Ziele und Wünsche lagen 
hinter all den Menschen die wie ein Mauer um mich standen und immer wieder 
einen Teil von mir herausrissen um sich damit ihr eigenes Leben zu bauen. 
Was mit mir war interessierte niemanden. Ich sollte nur so funktionieren 
wie sie es wollten oder brauchten, egal wie sehr sie mir damit Leid zufügten. 
Wie ich mich fühlte oder was ich wollte hat niemanden interessiert. Auch 
meine Mutter, sie wollte bestimmt nur das Beste für mich aber im Grunde 
wollte sie nur, daß ich immer weiter gehe. Meine Träume und Wünsche waren 
für sie dumm, sie verstand so etwas nicht. Arbeiten und Geld verdienen, 
daß waren für sie die Prioritäten. Es ist nur meine Sicht aber zurück 
blickend habe ich damals viel gegeben und zwar auf verschiedenen Ebenen. 
Sie alle nahmen und forderten und verlangten aber niemand gab auch mal 
etwas zurück. Sie profitierten von mir und dann warfen sie mich einfach 
weg. Sie hatten was sie wollten und brauchten mich nicht mehr. 

Als ich die Firma verkaufte hatte mein Leben keinen Sinn mehr. Der Druck, 
der Stress und dieses "euch zeig ich es" war der Ansporn, doch dann war 
das alles nicht mehr da. Ich war alleine und ich war ausgelaugt und gebrochen 
und ich sah keinen Sinn mehr. Ich hatte das Geld, das war alles was ich 
hatte. 

Physik und Mathematik, Technik und Computer/IT, ich bewarb mich in Bonn. 
Andere wären evtl. mit dem Geld in der Welt herum gereist. Ich wollte 
etwas anderes. 
Es waren nur ein paar Jahre zwischen dem Ende meiner Ausbildung in BI und 
dem Weg nach Bonn. Ich wünschte, ich hätte auf diese Jahre verzichten 
können. Das Studium und Ausbildung hatte ich mir ausgesucht. Ehrlich 
gesagt hatte ich keine Hoffnung, das Leben meinte es nicht gut mit mir 
und die Menschen erst recht nicht. Die Tests waren hart und fordernd, 
ich musste vorher viel auffrischen und nachholen. Der Tag als der Brief 
kam, den werde ich nicht vergessen. Es war bewölkt, richtig dunkel. 
Der Brief lag im Briefkasten. Mit dem Gedanken "sicher ne Absage" öffnete 
ich ihn. "Wir freuen uns ihnen mitteilen zu können ...", ich war drin. 
Wenn alles von einer Sekunde auf die andere kippt. Wenn euch plötzlich 
die Freude erfüllt und alles was war egal wird. 

Fast 10 Jahre vorher wollte ich studieren. Doch dann tat ich es, weil 
ich es wollte, schon immer. Es war mir egal was die anderen sagten. 
Physik, Mathematik, IT und Technik ist so eine klare und logische und 
friedliche Welt. Eine Welt wo Egoismus und Rücksichtslosigkeit keine 
Auswirkung hatten. Eine Welt wo nicht die Dummheit dir dein Leben kaputt 
machen will um sich selbst zu bereichern. 
Eine Welt in der Leistung und Fleiß zu Ergebnissen führen. Eine Welt in 
der nicht die welche große Reden schwingen als erfolgreich gelten sondern 
die welche Ergebnisse liefern. 

Eine Welt in die man flüchten kann.

Eine Welt durch die man viele nette und gute Menschen kennengelernt hat. 
Eine Welt des Miteinanders und der Gegenseitigkeit.
Es war für mich tatsächlich eine Welt in die ich flüchten konnte.
Aber diese Welt öffnete die Türen zu einem Leben mit guten Menschen. 
Menschen denen ich nicht egal war. Menschen denen es nicht nur um sich 
selbst und deren Wohlergehen ging. 

Das Studium war nicht speziell auf Mathematik oder Physik ausgerichtet, 
es waren aber Schwerpunkte davon. IT und ein bischen Ingenieurswesen 
rundeten alles ab. Es gab Doktoren und Professoren der Mathematik und 
Physik. Es gab Ingenieure und natürlich IT-Spezialisten. Wir waren eher 
wie das Kaugummi welches alles zusammen halten sollte. Oder die Lücken 
dazwischen füllen sollten. Es war sehr fordernd alle diese Bereich 
abzudecken. Aber es hatte auch den Vorteil eine breitgefächerte Basis 
zu haben und viele Wege dann gehen zu können. Jaqueline ging dann in 
einen anderen Bereich wo solche Allrounder mit dann Spezialisierung 
sehr gefragt waren und sind. Ich selbst wäre gerne in der Wissenschaft 
geblieben aber landete dann in Berlin beim DSC. Nicht wirklich verwandt 
aber sie suchten Leute wie uns welche gewisse Fähigkeiten und Können 
hatten. Dadurch wurde ich dann auf die Analyse und Auswertung und Planung 
spezialisiert. 

Hier habe ich in den letzten Wochen jemanden auf YouTube gefunden. Sie 
hat ein Video wo sie ihr Studium erklärt, allgemein gehalten. Ich fand 
die Beschreibung sehr gut. Ich habe nicht wie sie direkt Mathe Studiert 
sondern bei uns war es eben eher Mathematisch-Technisch ausgelegt. Also 
schon ein bischen wie ihre Wahl nur das eben bei uns auch Physik dabei 
war. 
Ich schrieb auch schon im Blog, es war sehr hart. In der Schule fiel mir 
vieles leicht aber das Studium fordert wirklich viel von einem. Aber es 
machte auch Spaß. Bei uns war eben auch der praktische Teil, man könnte 
es wie ein Praktikum während des Studiums sehen, sehr ausgeprägt. 
Wir hatten wirklich kein Partyleben als Studenten. Wir hatten auch abends 
noch zusammen gelernt und uns vorbereitet. Selbst am Wochenende haben wir 
zusammen gelitten, also gelernt. Wir waren auch öfter länger im Institut 
und nutzen die Ressourcen dort. Man lies uns auch, es war wohl eine 
Anerkennung für unsere Leistung. Das normale Leben gab es ja auch noch. 
Also diese typische Sicht auf das Studentenleben mit viel Zeit und so, 
daß war bei uns nicht so. Es half sicherlich, daß man zusammen mit anderen 
gelernt hat. Man spornt sich gegenseitig an, man hilft sich gegenseitig 
und man freut sich zusammen wenn jemand viele Punkte bekommen hatte. 
So etwas schweißt zusammen.
Aber auch die Beschreibung der Mathe im Studium. Es geht nicht um Zahlen 
oder Formeln hin und her schieben. Es geht ums analysieren und Erkennen 
von Strukturen. Es geht nicht um das Ergebnis sondern das ihr es beweisen 
könnt. Um was handelt es sich und welche Informationen finde ich. Wie 
finde ich ein Ergebnis. 
Logik und Analysieren. In der Schule haben viele die Sachaufgaben gefürchtet. 
Im Studium geht es aber genau um so etwas. Eine Formelsammlung hilft euch 
wenig wenn ihr nicht erkennt worum es geht und wie ihr vorgehen könnt. 
Manchmal gibt es nicht nur eine feste Lösung, sondern mehrere. Die Punkte 
gibt es nicht für die Lösung sondern für den Weg und den Beweis zu der 
einen Lösung. 
Hatte ich schon geschrieben, daß ich es faszinierend fand?
Schaut euch ihr Video an.
Wie kommt man von Mathematisch-Technisch zum Diplomatischen-Sicherheit-
Corp der USA? Weil sie die Fähigkeiten dieser Menschen nutzten. Weil 
hinter den Kulissen alles analysiert und bewertet wurde. 
Ich schrieb schon mal, die Tests damals dauerten eine Woche. Jeden Tag 
wurde getestet und aussortiert. Sie gaben Menschen wie uns die Chance 
dort zu arbeiten weil sie solche Menschen suchten. Ein guter Job, kein 
gewöhnlicher Bürojob. Wäre ich nicht einer derjenigen gewesen die am 
Ende noch übrig blieben, es wäre mir egal gewesen. Wir wussten damals 
nicht wirklich was auf uns zu kommen würde. Wenn man den Job nicht 
bekommen hätte wäre man einfach zum nächsten Angebot gegangen. Ich war 
mir damals auch nicht sicher ob es das richtige für mich wäre. Aber 
ich sagte dann zu und dann zog ich es auch durch. Es war auch kein 
einfaches Leben aber es war auch nicht langweilig. Die Zeit ging schnell 
um und als dann der Moment kam wo sich alles änderte und die USA keine 
Nicht-Amerikaner in so einem sensiblen Bereich haben wollten war es 
schon schade. 
Wobei ich evtl. sonst selbst gekündigt hätte. Viele denken bei so etwas 
an James Bond oder ähnliches, cool und Abenteuer und all das. So war es 
aber nicht. Routine, Vorgaben und Regeln bestimmten. Die Verantwortung 
und der hohe Druck keine Fehler zu machen und nichts zu übersehen und 
der Stress dabei, daß hatte nichts mit diesem Bild aus Hollywood zu 
tun. Der Job bestimmte auch euer Leben. Damit meine ich nicht nur das 
permanente Screening wegen der Sicherheitsfreigabe sondern wirklich 
den Job. Wenn zB eine Veranstaltung um 18:00 oder 20:00 Uhr war dann 
waren wir schon drei/vier Stunden vorher dort. Und so etwas ging dann 
auch mal bis nach Mitternacht. Zwölf Stunden Schichten waren nicht 
sehr selten. Es war eben oft sehr über den Tag verteilt. Selbst wenn 
wir im Büro und nicht vor Ort waren gab es keine festen Arbeitszeiten. 
Auch am Wochenende wurde oft gearbeitet. 
Euer Leben wird davon bestimmt und Familie und Co hat es damit sicherlich 
sehr schwer. Immer wenn ich einen Film sah wo der einsame Agent oder 
ex Agent oder so etwas glorifiziert wurde hatte ich über meine eigene 
Situation nachgedacht. Die Entscheidung wurde mir ja abgenommen aber 
evtl. wäre ich auch so gegangen. 

In den letzten Tagen, oder Wochen, habe ich mehrere Videos zu Mathematik 
und Logik-Rätseln gesehen. Sie machten mir gute Laune und es machte Spaß. 
Manche Aufgaben sind einfach und schnell im Kopf gelöst. Die wirklichen 
Herausforderungen wären wohl nicht für die Masse geeignet und deshalb gibt 
es keine Videos dazu. Trotzdem machte es mir Spaß die Videos zu sehen. 
So etwas hebt die Laune und bringt einem in diese Welt zurück. 

Denkt über mich was ihr wollt. Mathe-Rätsel zu lösen macht Spaß.








Zum Schluß den Bogen zum Anfang. Ich schrieb damals, daß wir auch dort 
drüber gegangen sind. Und auch wenn ich das Video sehe, so richtiges 
Kirmes-Feeling kam nicht auf. Ich weiß nicht aber irgendwas fehlte, es 
war keine Feierlaune dort. Wenn ich bedenke wie voll es früher oft war 
und dann heute, man kam nicht in Stimmung. 
Die Photo-Box, als ich es im Video sah kam es wieder hoch. "Smile" steht 
da mehrmals. Ich: "Ich lasse mir von so einer Kiste doch nicht sagen was 
ich tun soll.", Ivie: "Komm, lache doch mal für mich.", "Ok.", ja ich habe 
dann gelacht, Ivie auch. 
Entenangeln, haben wir beide gemacht. Ivie: "Ich glaube meine Angel ist 
krumm.", "Ist doch egal, sind sowieso keine echten Enten.". Es war eine 
Frau in dem Stand und die sagte dann etwas in die Richtung, daß sie lieber 
nichts dazu sagt. Ne, also echt, Entenangeln ohne echte Enten?