Alkohol ist in Deutschland billiger als fast überall in Europa
Was bringt ein Monat ohne Alkohol
Was wir gewinnen, wenn wir auf Alkohol verzichten
Das ist zwar nicht der Grund für diesen Eintrag aber die Meldungen
tauchten so auf und es ist ja auch ein Thema, welches einen/mich
beschäftigt.
Passend zu dem letzten Eintrag, aber eines möchte ich klar stellen,
Ivie ist sicher keine Alkoholikerin. Schon alleine deswegen, weil es
für sie kein Tabuthema ist und sich meiner Sorgen auch annimmt.
Süchtige wollen sich nicht mit ihrer Sucht befassen und schon garnicht
wollen sie darüber nachdenken damit aufzuhören.
Mal zu den Meldungen auf Spiegel online. Alkohol ist also hier billiger
als in vielen anderen Ländern. Die Volksdroge wird unters Volk gebracht
damit die sich glücklich saufen können?
Eine Party ohne Alkohol? Also ohne hemmungslose ... sexuelle Übergriffe?
Ohne Fremdgehen und Beziehungen zerstören? Ohne Vergewaltigung, für die
ja niemand etwas kann weil ja der Alkohol ... ? Ohne agressive Leute,
welche durchaus auch grundlos zuschlagen? Ohne Vandalismus? Ohne
Trunkenheitsfahrten mit Toten?
Achso, diese Seite der Medaile wollen die Leute ja nicht sehen, da
trinken sie sich die Welt dann eben nochmal extra schön.
Wer trinken muß um glücklich zu sein ist es wohl garnicht.
Die gesundheitlichen Aspekte werden ja gerne unter den Teppich gekehrt.
Leber und Niere sind ja nicht alles. Alkohol ist ein Nervengift und
greift auch die Nerven an. Gefühlsstörungen bis hin zu Behinderung
ist alles drin. Da war mal jemand, ich kannte ihn nicht gut, eines
seiner Beine musste amputiert werden. Er war Alkoholiker, keiner
wollte es wirklich zugeben aber alle wussten wohl, der Alkohol hatte
wohl etwas damit zu tun, daß sein Bein am Absterben war. Nein, ich
weiß es nicht ob es so war. Da er aber dann später wegen Organversagen
gestorben ist, könnte da eine Verbindung sein.
Schädigungen des Gehirns bei Alkohlkonsum sind ja auch bekannt.
Aber das stört die Menschen nicht, um sich für ein paar Stunden
glücklich fühlen zu können nehmen sie alles in Kauf.
Der Alkohol gilt als Partydroge weil er zB enthemmend wirkt. Als
Nervengift wirkt es auf die Funktion des Gehirns, was zu den
Verhaltensveränderungen führt. Bis hin zur Vergiftung und Koma.
Aber auch die "beliebten" Blackouts, wenn man oder Frau nicht
mehr weiß was man alles getan hat. Nach neun Monaten dann die
Frage, wer von den ganzen Männern mit denen sie auf der Party
ihren Spaß hatte ist denn jetzt der Vater?
Kann euch nicht passieren? Ihr habt alles unter Kontrolle?
Wieviele Süchtige das wohl von sich behaupten nur um dann doch
wieder die Kontrolle an die Droge zu übergeben.
Sucht, einen Monat lang kein Alkohol. Wer hält das durch? Die meisten
haben eine falsche Vorstellung von Sucht.
Das abendliche Bier, weil man sich daran "gewöhnt" hat. Sucht. Der
Verzicht führt zu der Erwartung bald wieder etwas zu bekommen. Das
ist Sucht, man verzichtet aber kann nicht ohne. Man denkt daran und
kann es kaum erwarten wieder etwas zu bekommen. Das ist Sucht.
Das Glas Wein, am Abend zum entspannen oder zum Essen, weil es so
besser schmeckt. Wenn man dann das Glas Wein "braucht" weil man so
besser mit dem Streß umgehen kann oder weil man sich geärgert hat,
dann ist es Sucht. Man braucht das Zeug, deshalb ist es Sucht.
Auf Parties werden Drogen genommen, ob in Tabletenform oder gespritzt,
sie tun es um sich besser zu fühlen und um glücklich sein zu können
um dem schlechten Alltag zu entkommen. Würdet ihr die Tableten nehmen?
Euch etwas spritzen? Warum nicht, Alkohol ist das selbe, aus dem
selben Grund, nur in flüssiger Form. Man trinkt eben mehr und es
dauert deshalb länger aber es ist eine Droge. Die Partydroge No. 1 .
Ihr nehmt sie, oder? Könntet ihr zwei oder drei Monate ohne Alkohol?
Nein? Weil ihr ja auf Parties geht? Ihr habt sicher noch andere
Ausreden um auch weiterin eurer Sucht nachzugehen. Aber dann schaut
nicht auf die Heroinsüchtigen herab, oder auf die anderen Süchtigen,
denn ihr gehört in die Gruppe.
Wieviele Krebstote man zB verhindern könnte, wenn man die Volksdroge
Alkohol nicht so bagatellisieren und heroisieren würde.
Bevor jetzt die Angriffe auf mich losgehen, weil ich den Süchtigen
ihre Sucht aufzeige und sie das nicht mögen, ich bin nicht radikal
gegen Alkohol. Ich hatte es auch oft geschrieben, es stört mich nicht
wenn andere trinken. Ich trinke nicht, wegen gesundheitlicher Bedenken
und den schlechten Vorbildern in meinem Leben. Ich habe gesehen und
selbst erlebt was der Alkohol aus Menschen macht. Ich wollte nie so
werden wie mein Vater.
Mein Engel trank auch nicht. Wahrscheinlich wegen mir, weil sie meine
Einstellung dazu unterstützte. Aber ich hätte nichts dagegen gehabt.
Auch bei Ivie stört es mich nicht, nur die Angst, daß sie es übertreiben
könnte, ist da.
Ich selbst habe auch kein Problem damit zB den Verdauungsschnaps nach
dem Essen zu trinken. Ein kleines Gläschen schadet nicht, dachte auch
ich. Was war es? 125ml bei Frauen und 250ml bei Männern kann der Körper
vertragen? Wäre dann noch die Frage der Konzentration, also in welcher
Zeit, oder?
Nun, ich muß es nicht trinken, ich lasse es auch mal stehen. Es ist
unhöflich den Schnaps nach dem Essen nicht zu trinken? Komischerweise
fanden die Gastgeber es nicht unhöflich. Jemanden unter Druck zu setzen,
damit er trinkt, daß wäre unhöflich.
Wenn man, also zB ich, sagt, daß das Essen hervorragend war und man die
Geste mit dem Schnaps dankend anerkennt man ihn aber aus persönlichen
Grunden nicht trinken möchte, dann wurde es nie übel genommen.
Und wenn mich auf Parties Leute bedrängen, doch was zu trinken, dann
sage ich ihnen, daß sie aufdringlich und unhöfflich sind. Warum kann
ich nicht mit zB einem Glas Cola anstoßen? Weil es kein Alkohol ist?
Was ist dann der Zweck des ganzen? Wenn die Leute nur mit einem
bestimmten Level an Alkohol im Blut gut drauf sein können, dann
stimmt doch etwas nicht.
Mehr zu dem Thema als ich wollte. Aber wenn es jemanden zum nachdenken
anregt, dann war es ja auch gut darüber zu schreiben.
Es ging noch um Fragen an mich. Die Leute wollen wohl mehr über mich
wissen, warum?
Eine Frage war: Was macht Ivie den ganzen Tag wenn ich zB arbeiten bin.
Es klingt etwas vorwurfsvoll, oder? Es muß ja nicht so gemeint sein,
aber es klingt so herausfordernd.
Nun, sie kümmert sich ums Haus und putzt und macht die Wäsche und
sowas. Sie fährt einkaufen, oft mit dem Fahrrad, also bekommt sie
nicht viel mit weshalb sie fast täglich fährt. Wir fahren aber auch
mit dem Auto einkaufen, eben für die größeren Dinge und Mengen.
Natürlich macht sie auch andere Dinge, sie ist nicht meine Putzfrau
die den ganzen Tag putzen soll. Sie geht auch mal ins Caffee in der
Stadt, trifft sich dort mit zB ihrer Freundin. Im Moment liest sie
viel, Bücher, Romane, am liebsten Krimies.
Sie geht nicht arbeiten, stimmt. Ich verbiete es ihr nicht, sie ist
frei zu tun was sie will. Aber, ja, sie ist keine Managerin oder hat
eine Ausbildung für einen tollen Job. Und ... ich möchte es nicht
unbedingt. Nicht weil es unter unserer Würde wäre, wenn sie so einen
Job macht sondern wegen dem Druck und alles. Der Gedanke gefällt mir
eben nicht. Das sie meine "Putzfrau" ist, also Hausfrau, gefällt mir
auch nicht. Sie soll einfach machen, was ihr gefällt. Ja, ich möchte,
daß sie ein gutes Leben hat. Ich bin nicht dafür verantwortlich, daß
sie bisher kein schönes Leben hatte aber jetzt bin ich mitverantwortlich
dafür, daß sie ein schönes Leben haben kann. Weil ich finde, daß sie
es verdient hat.
Sie ist Hausfrau, weil ihr die Rolle gefällt und sie es gerne so möchte.
Und wenn wir abends zusammen unter der Decke auf der Couch liestzen
(oh Gott, jetzt muß ich das Wort erklären: Mischung aus liegen und
sitzen = liestzen. Sprecht es mal aus, ist garnicht so schwer. Wie
wir darauf gekommen sind? Keine Ahnung. Irgend wann war es plötzlich
da.) und fühle das es ihr gut geht und sie entspannt ist, dann tut
es mir auch gut. Ja, klingt ein bischen als wenn sie eine Art
Haustier wäre, aber so ist es nicht.
Also sie macht, was ihr gefällt. Sie kümmert sich ums Haus oder auch
nicht. Und es ist völlig ok so.
Und wenn man zB von der Arbeit kommt und warme Waffeln warten auf
einen, dann weiß man, es ist schon gut so, daß sie die Hausfrau ist
und nicht ich.
Nein, nicht lachen, es war kein Witz. Es ist wirklich gut so. Ich
würde es nicht ändern wollen.
Noch eine Frage war: Wie oft bin ich in meinem Leben schon umgezogen
und in wievielen Städten habe ich schon gelebt.
Eine komische Frage, oder? Also mir würde es nicht einfallen jemanden
dies zu fragen. Warum nicht? Keine Ahnung, es ist nicht wirklich
interessant, oder? Bei Ivie würde es mich schon interessieren aber es
wäre jetzt nichts wichtiges, denke ich.
Vielleicht ist es wegen meiner Reisen?
Weil ich von den Auslandsaufenthalten geschrieben habe? Ich bin aber
kein Globetrotter der auf Abenteuerreise war. Also nichts wirklich
interesssantes.
Nun, die Frage zu beantworten dürfte nicht schaden und ich könnte es
als Übergang zum nächsten Thema nutzen.
Erstmal die Parameter festlegen. "in meinem Leben", also seit meiner
Geburt. Da bin ich Elf mal umgezogen. Es sind zumindest die, welche
ich im Kopf habe. Evtl. war da ein Umzug wo ich zu klein war um es
mitzubekommen und es wurde später auch nicht erwähnt.
Aber unwahrscheinlich, also bleiben wir bei Elf Umzügen.
Zumindest bis jetzt, es können ja noch welche dazu kommen.
In wievielen Städten habe ich schon gelebt? Was bedeutet "gelebt"?
Ich nehme mal Urlaube und kurze Aufenthalte wegen der Arbeit und
so weiter heraus. Blos weil man mal für ein paar Tage oder zwei/drei
Wochen wo war, hat man dort ja nicht unbedingt "gelebt" sondern man
hat sich dort aufgehalten. Ich nehme deshalb eine Aufenthaltsdauer
von mindestens vier Wochen als Parameter.
Wenn ich jetzt alle Städte nehmen würde, wo ich mal war, ich glaube
die Liste würde ich nicht komplett zusammen bekommen und sie würde
zu lang werden. Von Spanien, Frankreich, Deutschland natürlich, Polen,
Schweiz und Österreich, Slowakei, Slowenien und Bosnien und Herzegowina.
Nein, bis zur Türkei bin ich nie gekommen. Ich könnte jetzt sagen,
dafür gibt es Gründe aber es wäre nur vorgeschoben. Ich habe viele
Leute kennen gelernt, die aus oder zumindest mit der Türkei verbunden
sind. Der eine und die andere hätten mir sicher gerne etwas von dem
Land gezeigt oder mein Engel und ich hätten dorthin reisen können.
Ich glaube Montenegro war das südlichste Land in Europa welches ich
besucht hatte.
Beruflich war ich auch zB in Alexandria, also Ägypten. Ich hätte es
mir gerne näher angesehen aber es war Job und wir hatten keine Zeit
dafür. Ärgerlich, wenn man dort ist aber keine Zeit/Gelegnheit hat
es sich anzusehen. Tunis war auch sowas, sehr interessant aber man
hat kaum etwas gesehen. Hatte ich schon erwähnt, daß ich nicht gerne
Fliege? Ich habe immer gerne den Sitz am Gang genommen, da ist auch
mehr los, nur mal so bemerkt. Der Flug nach Australien, wie oft ich
kostenlose Snacks bekommen habe, daß darf ich garnicht sagen. Die
anderen schauten schon immer, keine Ahnung warum.
Also mal durchgezählt: Fünf in Deutschland. Sieben im Ausland. Nein,
ich habe geschummelt. Also Fünf in Deutschland, wobei sich der Kreis
dort schliesst weil ich wieder zu meiner Heimatstadt zurück gekehrt
bin. Ich habe sie aber nur einmal gezählt.
Im Ausland, in Washington war ich vier Wochen. New York, nicht
unbedingt New York City sondern im Aussenbereich der Stadt, waren wir
auch vier Wochen. Das war Arbeit, also nicht als Tourist.
In Australien war es anders, In Sydney war ich vier Wochen. Aber in
Melbourne war ich nur 9 Tage. Ja, da wurde damals der Witz "nicht
10 sondern 9.99" gemacht. Es waren eben nur neun Tage. Brisbane und
Perth nur jeweils etwas über zwei Wochen. Es waren, glaube ich, einmal
17 und einmal 16 Tage. Ich habe sie trotzdem mitgezählt weil es zu dem
"Leben" dort gehörte. Es waren andere Städte aber keine Unterbrechung.
Die langen Fahrten von und zu den Städten sollte ich wohl auch erwähnen.
Fliegen? Hatte ich nicht erwähnt, daß ich nicht gerne Fliege? Und dann
die "kleinen Kisten" dort, da bin ich lieber mit dem Zug gefahren.
Ist ein anderes Abenteuer als Fliegen aber man sieht auch mehr von dem
Land und den Leuten.
Natürlich Seoul in Südkorea. Sechs Wochen war ich dort. Nicht genug um
das Land zu sehen. Ich, bzw wir, waren auch in anderen Städten dort
aber eben meist als Ausflug für ein oder zwei Tage. Busan, Jeju und
Jeonju (dank Google richtig geschrieben) waren natürlich Orte an denen
wir waren. Die habe ich aber nicht mitgezählt.
Also Deutschland:
- Meine Heimatstadt und Geburtsort zu der ich wieder zurück gekommen
bin als der Unfall mit meinen Engeln war. Ich musste aus dem Haus
raus, nicht unbedingt in diese Stadt aber es hatte sich so ergeben.
- Die Stadt in der ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin. War
nahe am Arbeitsort, deswegen.
- Bonn, als ich mein sch.... Leben hinter mir lies.
- Berlin, mein Aufstieg und mein neues Leben.
- BI, ich nutze nur die Abkürzung, es weiß doch jeder welche Stadt
gemeint ist. Mein neuer Job damals war nicht in BI sondern in einer
Nachbarstadt. Aber ich wollte nicht wieder in die Stadt von damals
und BI war so der beste Kandidat für mich.
Ich lernte meinen Engel kennen und später sind wir in unser Haus in
BI gezogen. Einer der Umzüge, aber wir blieben in der Stadt.
Nach dem Unfall, als meine Engel nicht mehr nach Hause kamen, zog
ich von dort weg, zurück in meine Heimatstadt. Der Kreis schloß sich.
Also Fünf Städte.
Im Ausland:
- Washington, zur Schulung, Training und kennenlernen.
- New York, daß selbe in einem anderem Kontext.
- Sydney, zum Spaß und ... Selbstfindung? Sie haben mich ja eingeladen,
also mehr so: Komm doch, wir zeigen dir alles. Man haben die es mir
gezeigt. War schon geil dort.
- Perth, es ging von Sydney über Adelaide nach Perth. Wisst ihr wie
groß Australien ist und wie lange man da unterwegs ist? Die Fahrt,
ein Abenteuer für sich.
- Melbourne, im Grunde die Fahrt nach Perth nur wieder zurück. Diesmal
kannte ich es ja und es war nicht mehr so aufregend.
- Brisbane, die Fahrt von Melbourne ging schneller und in Brisbane war
es nochmal geil. Schöne Stadt, kann ich nur empfehlen.
Es ging dann wieder nach Sydney zurück und dann zurück nach Europa.
- Seoul, ungefähr so wie bei Australien gab es auch hier eine Einladung.
Ich dachte, warum nicht. War eine gute Entscheidung. Ich schrieb es,
glaube ich, schonmal: Australien war wie Party und Freiheit, es war
erfrischend. Südkorea war wie Familie, man fühlte sich dort zuhause.
Also Sieben Städte.
Macht zusammen Zwölf.
Man, schreibe ich wieder viel.
Ich wollte einen Übergang machen, am Ende des letzten Jahres hatten Ivie
und ich eine Diskussion oder ein Gespräch. Haben wir öfter, warum also?
Bekomme ich das jetzt noch zusammen? Aber das war so das Thema: Ivie und
ich fuhren herum und Ivie wollte, daß ich ihr so ein bischen die Orte
meines Lebens in zB BI zeige.
Ich zeigte ihr auch die Häuser hier am Ort wo ich als Kind aufgewachsen
bin. Auch das Haus, wo wir gewohnt hatten als ich geboren wurde. Der
Punkt war, daß ich mich an Dinge von damals erinnere. Von der ersten
Wohnung habe ich nur wenige Erinnerungen, der Balkon, der für mich
"verboten" war. Wohl weil das Gitter zu grob war und ein Baby da durch
rutschen könnte. Wir wohnten im ersten Stock, im EG waren Läden und ...
eine kleine Kneipe. Warum erinnert man sich an sowas? Als man noch ein
Baby war, verstand man was damals los war? Ich weiß es nicht.
Nun ich hatte viele Erinnerungen aus frühen Tagen. Auch die anderen
Häuser konnte ich ohne Probleme beschreiben. Die Inneneinrichtung und
viele Details. Man lebte ja auch Jahre dort da prägt sich sowas doch
ein?
Ivie wunderte sich, daß ich soviele Erinnerungen habe und andere wissen
nichtmal was sie letzte Woche getan haben oder wo sie etwas hingelegt
haben.
Es soll jetzt nicht um dieses beweihräuchern gehen, daß mein Gehirn
besser funktioniert oder sowas. Es funktioniert vielleicht anders?
Ich kenne es ja nur so, wie es bei mir ist. Manche Dinge fallen mir
leicht, andere eben nicht. Ich hatte es im Blog schon geschrieben,
ein gutes Gedächnis hilft natürlich, beim lernen oder im Beruf. Man
behält besser den Überblick usw. . Auch fallen mir komplexere Dinge
oder Gedankengänge oft leichter. Und wenn dann zB Dinge gefragt sind
presentiert mir mein Gehirn die entsprechenden Erinnerungen dazu.
Hat mir oft auf der Arbeit geholfen, etwas "triggert" und mein Gehirn
gibt mir alles, was es dazu hat.
Aber manchmal wünschte ich, ich könnte vergessen, so wie wohl andere.
Es ging aber am Anfang um das Thema Tapetenwechsel. Also ob wir nicht
wegziehen wollen. Aber Tapeten, ich zeigte Ivie die Häuser und da war
eben das Thema Tapetenwechsel -> Tapeten -> Umzüge ... . Wir haben
immer selber tapeziert. Soweit ich mich erinnern kann, haben meine
Mutter und meine Oma zusammen tapeziert. Als er es noch konnte war
auch mein Opa dabei. Also von der Familie meiner Mutter, die Familie
väterlicherseits lasse ich lieber weg.
Es war normal, daß man es selber macht. Tapetenabreissen, was für uns
Kinder. Es wurde eben weiter gegeben. Meine Oma und mein Opa zeigten
es meiner Mutter und die haben oft zusammen die Wohnungen tapeziert.
Sie gaben es dann auch an uns Kinder weiter. Wir halfen dabei und
lernten es von ihnen. Wir haben immer selbst tapeziert, auch mein
Engel und ich.
Nun, nicht ganz. Diese Wohnung wurde von Malern/Tapezierer gemacht.
Natürlich hatte sich meine Mutter sofort angeboten und wollte es auch
machen. Aber sie war auch nicht mehr so jung und sie und mein Stiefvater
konnten es nicht mehr so gut. Ich selbst war nicht in Stimmung und
hatte auch viel um die Ohren. Die Suche und dann den Umzug habe ich
alles nach der Arbeit gemacht. Dann waren die Handwerker im Haus, es
wurde noch einiges gemacht. Die hatten aber den Termin schon überzogen.
Mein Stiefvater hat denen dann immer auf die Füße getretten, damit die
mal fertig werden. Der ganze Zeitplan kam durcheinander. Zwei Monate
bis zum Auszug und für den Umzug. Klingt viel, oder? Hatte ich auch
gedacht, zwei Monate, genug Zeit für einen Umzug. Nein, die Handwerker
sind ca. eine Woche vor meinem Auszug fertig geworden und das auch nur,
weil wir denen die Pistole auf die Brust gesetzt haben. Die Küche war
schon angeliefert und sollte aufgebaut werden, und die ... .
Wenn man sich auf andere verlässt.
Nun, Ivie hätte nie tapezieren müssen und kannte es nicht.
Eigentlich schade, nicht nur das es dadurch ja die eigene Wohnung
wird welche man selbst hergerichtet hat. Auch das zusammen machen war
ja doch irgendwie so ein Familien-Ding. Es an die eigenen Kinder weiter
geben, es gehört irgendwie dazu.
Elektro hat zB sehr oft mein Onkel gemacht, der kam dann auch Abends
um zB den Herd anzuschliesen und anderes. Der konnte das und zB bei
dem Herd mit Drei-Phasen-Starkstrom hatte man dann doch etwas Respekt.
Wie schnell da etwas abfackeln hätte können. Wenn man weiß wie, klar.
Aber er machte das ständig, er kann es. Aber jemand der mal alle paar
Jahre einen Herd anschliesst? Er kam immer gerne und bot sich auch
selbst an. Es war eben Familie: "Sagt bescheid, dann komme ich vorbei.".
Die Bezahlung? Ein oder zwei Flaschen Bier. Ja, war damals eben so
gang und gäbe.
Womit ich jetzt den Bogen zum Anfang habe. Dann sollte ich wohl jetzt
schluß machen.
Es kommen aber noch andere Fragen. Also, es kommt noch was. Später.