Kein schöner Tag. Ich weiß nicht, was mit den Menschen los ist. Gestern Abend schickt mir jemand per eMail ein Dokument, welches ich unterschreiben soll. Es geht um eine Sache, es ist kein Scam, wir kennen uns und die Angelegenheit ist mir bekannt. Ich soll die Angaben bestätigen und dies bitte sehr schnell. Es wurde Druck aufgebaut weil die Zeit drängen würde. Nun, ich habe es nicht unterschrieben da ich die angegeben Daten nicht bestätigen konnte. Es waren nicht die, welche abgesprochen waren. Da ging es jetzt am Samstag Vormittag hin und her, ich solle die bestätigen. Der Druck wurde erhöht, sogar der Vater wolle vorbei kommen. Echt jetzt? Da geht es jetzt auch nur noch schriftlich, ich will alles belegt haben. Plötzlich ist es nicht mehr so dringend. Mal sehen was da noch kommt. Bestimmt nichts gutes. Halten die mich echt für so dumm? In den, oder einem davon, Beiträgen hatte ich wegen dem Studieren geschrieben. Ich gab anderen die Schuld, weil ich nicht studierte? Wäre es nicht an mir gewesen es einfach zu tun? Ja, die Leute kennen die Geschichten nicht und wenn ich etwas tiefer gehe wird es immer lang und ausschweifend. Es geht nicht darum, daß ich jemandem die Schuld gebe aber es geht um Verantwortung. Ich bin für mich selbst verantwortlich und nicht die anderen? Ja, aber. Man kommt gerade von der Schule oder steht kurz davor. Bei mir war es schon so, daß ich mich erst gar nicht groß für eine Ausbildung beworben hatte. Es war klar, daß ich weiter Schule mache. Doch wer finanziert das? Die Eltern, normalerweise. Für meine Mutter war es noch in Ordnung weiter Schule zu machen. Ein guter und höherer Abschluss kommt ja immer gut an. Ich war ja der in der Familie welcher gut in der Schule war. Kam nicht immer gut an, zB wenn es Zeugnisse gab und ich mal gelobt wurde aber es dann als selbstverständlich dargestellt wurde, daß meine Zeugnisse gut waren. Wenn sie mal nicht so gut waren, wurde ich ausgemeckert, ich solle mich mehr anstrengen. Also eine Drei galt als schlecht. Meine Mutter gab uns mal für gute Noten Geld, eben nach Noten gestaffelt. Es waren nicht Hunderte aber etwas gab es dann. Sie wurde dafür kritisiert weil ich ja dadurch bevorteilt wurde. Sie lies es dann wieder, dem lieben Frieden willen. Es ging ums studieren. Es gibt oft Leute die zur Uni gehen wo die Eltern nicht das Geld und die Möglichkeit haben sie zu unterstützen. Dafür gibt es BAFÖG und Kredite. Oft wird neben der Uni noch gejobbt. Ich kenne auch welche, und habe es oft gesehen, welche diese Doppel- und Dreifachbelastung nicht durchgestanden haben. Meinen Respekt an alle, die es trotzdem geschafft haben. Die welche ich kannte kamen hauptsächlich aus dem Informatik-Studium, die hatten dann abgebrochen. Damals waren aber sogar Studiumabbrecher gefragt und sie fanden trotzdem einen guten Job. Doch andere bleiben dann auch mal mit Schulden auf der Strecke. Bei mir war die "Diskussion" damals so: Wenn ich zur Uni gehe müsste ich in eine andere Stadt ziehen, da es mit Bus und Bahn nicht möglich wäre. Meine Mutter hätte mich da nicht unterstützen können. Also zB BAFÖG? Da war mein Vater, sein Einkommen wurde angerechnet. Ich hätte fast nichts bekommen. Meine Mutter hätte von dem bischen was sie verdiente noch was an mich abgeben müssen und hätte fast nichts mehr gehabt. Doch die Ämter interessierte es nicht. Mein Vater verdiente gut aber er kam ja nichtmal seiner Unterhaltspflicht nach. Seit ich 18 wurde war ich persönlich in alle die Gerichtsgeschichten involviert gewesen und es war ja vorher auch schon so, immer und immer wieder. Der hat lieber tausende für Anwälte und Gerichte ausgegeben als den Unterhalt zu zahlen. Theoretisch sollte ich also Unterstützung haben aber praktisch saß ich oft Monate lang ohne den Unterhalt da. Oft wurde es dann gepfändet. Wie die Situation damals war? Kurz bevor ich den Ausbildungsvertrag in BI bekam kündigte mein Vater seinen Job. Er hatte keinen neuen, er hatte kurz vorher wieder vom Gericht einen auf den Deckel bekommen. Also kündigte er, damit er keinen Unterhalt mehr zahlen muß. Seinen Arbeitgeber kenne ich noch, also die Firma. Warum? Ich hatte dann die Ausbildung und bekam ja Geld dafür. Mein Anwalt und ich berieten uns dann und ich hätte natürlich noch Geld von meinem Vater bekommen können. Aber es wäre nicht mehr so viel gewesen. Zudem hätten wir wohl wieder vor Gericht gehen müssen, also sagte ich damals, daß es mir das nicht wert ist. Ich wollte mit meinem Vater nichts mehr zu tun haben. Mein Anwalt verstand es. Ich bin lieber hier und da nebenher Jobben gegangen als mir diese Vater-Sohn-Sch..... noch länger anzutun. Kaum war die Entscheidung getroffen stellte die Firma meinen Vater wieder ein. Die selbe Firma. Denen war es egal, wie mein Vater mit seinen Kindern umging, die haben ihn wieder eingestellt. Arschl... finden eben immer wieder andere Arschl... . Die gerichtlichen Lohnpfändungen und die ganzen Gerichtstermine und die machten dann das Spielchen mit der Kündigung einfach mit. Was kam dann? Mein Vater verklagte mich auf die komplette Rückzahlung aller von ihm geleisteten Unterhaltszahlungen. Auch wenn es eine komplett idiotische Idee von ihm war hat es mich trotzdem geschockt. Die Forderung von ihm stand im Raum und er ging vor Gericht, wiedermal. So etwas kann einem zusetzen und darum ging es ihm wohl auch. Nun, das Gericht fand die Forderungen von ihm auch idiotisch. Aber für so etwas hatte er ja dann Geld. Und wie gesagt, meine Mutter hätte mich so nicht unterstützen können und hätte dann selbst von dem bischen was sie hatte noch was abgeben müssen. Dann gab es da die emotionale Seite. Hätte ich es getan, wäre ich alleine gewesen. Meine Mutter hätte es mir übel genommen so egoistisch zu sein. Meine Geschwister hätten mich sicherlich nicht unterstützt, sie hätten es evtl. sogar ausgenutzt. Gut, daß ist von mir jetzt theatralisch übertrieben, ich weiß nicht wie sie reagiert hätten aber sie wären sicher auf der Seite meiner Mutter gewesen und hätten es mir vorgeworfen. Mein Vater und die Familie väterlicherseits versuchten damals öfter mir Stöcke zwischen die Speichen zu schieben damit ich versage. Warum? Ich weiß es nicht. Als ich zur weiterführenden Schule ging fingen sie an Lügen über mich und die Schule zu erzählen. Das es also quasi ein Fake von mir wäre und sogar das Lehrer von mir ihnen die schlechten Dinge über mich erzählt hätten. Die Schule hätte meinem Vater gesagt, ich würde nicht lernen und ich würde nur Misst machen. Sogar das man mich von der Schule schmeißen will. Diese Lügen haben die sogar vor Gericht erzählt. Es machte die Runde so das sich sogar die Schulleitung genötigt sah offizielle ans Gericht zu schreiben und klarzustellen, daß dies alles nicht stimmen würde und weder die Schule noch Lehrer Informationen ohne meine Zustimmung weitergeben würde oder weitergegeben haben. Ich war ja schon 18 also Volljährig. Diese ganzen Lügen gingen in die Gerichtsakten und selbst als die Schule dem Gericht sagte, daß es nicht stimmen würde, haben die diese Lügen immer noch weiter erzählt. Dazu möchte ich noch das mit den Anwälten erwähnen. Ich hatte immer den selben Anwalt, der auch schon für meine Mutter die ganze Geschichte machte. Mein Vater wechselte auch mal. Er wechselte also mal wieder den Anwalt, der alte wollte wohl nicht mehr. Der neue feuerte direkt gegen mich und dachte wohl wirklich ich sei derjenige welcher und mein Vater sei das Opfer einer Ungerechtigkeit. Wie oft sich die Leute als Opfer darstellen obwohl sie diejenigen sind die unrecht tun. Aber wer keinen Anstand und Moral hat der sieht sich eben immer als das Opfer der anderen. Nur ich, oft das Opfer dieser Leute, wurde dann nochmal geopfert damit sich jemand als das Opfer darstellen und andere manipulieren kann. Mein Anwalt holte dann meine Zustimmung ein und schickte dem neuen Anwalt Kopien der bisherigen Unterlagen. Es hat nur ein paar Tage gedauert und der neue Anwalt legte das Mandat nieder. Mein Vater fand dann eine Anwältin, die war rücksichtslos und der war wohl alles egal. Die wollte sich evtl. profilieren und zeigen, daß sie schafft was die vorherigen Anwälte nicht geschafft haben: Mich und meinen Anwalt fertig zu machen. Die war wirklich aggressiv, dachte wohl sie könne sich als Frau alles erlauben. Ich war nicht bei der Gerichtsverhandlung, mein Anwalt erzählte es mir. Die ist vor Gericht wohl massiv gegen eine Wand gelaufen und die hat so aufgedreht, die wurde am Ende vom Gericht zusammen gefaltet. Ob die den Kontakt zur Realität verloren hatte? Und das waren jetzt nur Themen der engeren Familie. Die Beratung bei der Uni, da gab es mal einen allgemeinen Termin. Die Aussage damals: Sie sind Behindert, sie werden immer Probleme haben also lassen sie es lieber. Das ist jetzt sehr allgemein von mir zusammengefasst aber im Grunde ging es darauf hinaus und das habe ich mir auch nicht eingebildet oder so gedeutet. Wäret ihr damals zur Uni gegangen, den langen Weg mit Abi nachholen und alle den Felsen auf eurem Weg wenn ihr keine Unterstützung in irgendeiner Form hattet aber damit rechnen musstet, daß es das Gegenteil von Unterstützung geben könnte? Wenn alle Leute euch sagen, mache es nicht sondern das was die anderen gut finden? Später hatte ich es bereut aber damals sah ich keinen anderen Weg als den welchen man mir zeigte. Viele hatten es sicher nur gut gemeint, sahen ihre Erfahrungen und Ansichten als das Richtige an. Aber ich hätte nicht auf sie hören sollen. Ich habe später viele Situationen und Zeiten alleine durchgestanden. Ob jetzt finanziell oder emotionell oder familiär oder beruflich, ich musste mich immer alleine durchkämpfen. Familie? Freunde? Sie alle waren damals nicht da als man sie mal brauchte. Freundschaft ist für manche eben doch nur eine Einbahnstraße in ihre Richtung. Ich habe manche Situationen gemeistert und überstanden. Wäre ich damals direkt zur Uni gegangen, ich hätte es evtl. auch so geschafft. Deswegen, wenn ihr die Möglichkeit habt: Studiert. Evtl. brecht ihr ab, dann habt ihr es aber versucht. Und selbst wenn ihr später etwas anderes Arbeitet, studiert vorher. Lasst dieses: Ich hole es dann später nach. Je länger ihr wartet um so unwahrscheinlicher wird es. Und es wird nicht einfacher, da habe ich meine eigenen Erfahrungen. Als ich dann studierte war ich finanziell abgesichert, ich hatte genug Geld und konnte gut leben und mich aufs Studium konzentrieren. Doch dieses Glück hat nicht jeder und später mit dem Studium anzufangen ist eine Herausforderung. Manchen fällt es leicht, anderen weniger. Hört nicht auf die anderen, die meisten wollen nicht euer bestes. Selbst wenn sie es euch sagen oder behaupten gute Freunde zu sein, hört nicht auf sie. Hört auf euch, geht euren Weg, nicht den welche andere von euch verlangen. Verwandte, Familie, lässt euch auch mal im Stich. Freunde verlassen euch nicht, wenn ihre mal euren Weg gehen wollt und nicht immer nur den welche die Freunde verlangen. Wenn diese Menschen euch im Stich lassen dann waren sie es auch nicht wert, daß ihr auf euren Wunsch und euren Weg verzichtet. Lasst euch nicht klein Machen, lasst euch nicht herunterdrücken. Geht euren Weg und vertraut auf euch. Evtl. werde ich noch einen Beitrag über meinen Weg einstellen. Mal sehen.