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02092026



So, wir waren die letzten Tage in Frankreich und ich kann und möchte 
voller Stolz sagen/schreiben: Die Sache mit dem Brief blieb sachlich. 
Es war natürlich Thema aber es hat uns/mich nicht die ganze Zeit lang 
beschäftigt. Ich sehe es tatsächlich locker. Obwohl es um ein Thema 
geht welches mein Leben und meine Erinnerungen und mein Denken mit 
beeinflusst. Aber es wurde nicht dominant, es wurde nicht beherrschend. 
Es war ein Thema, wie viele andere auch. 

Und: Die Tage in Frankreich waren wirklich richtig schön. Ich bin so 
positiv, so erfrischt, so glücklich. 

Die Fahrt war schon länger geplant, passte mit meinen freien Tagen.
Wir wurden gefragt, ob wir nicht kommen wollten. Liegt ja um die Ecke 
und es ist nur eine ca 8 Stunden Fahrt. Mal mehr mal weniger. Klingt 
viel aber es ist nichtmal ein Arbeitstag. Etwas über 800 km, könnte man 
auch schneller schaffen, oder? Aber es soll kein Stress sondern Spaß sein. 
Man lässt sich Zeit und bleibt locker. Zudem gibt es in den Ländern 
Geschwindigkeitsbeschränkungen. 

Ivie fuhr auch in Frankreich. War lustig, nein, aber wir hatten Spaß. 
An den Mautstationen, es gibt extra Spuren, Express-Spuren, für die 
elektronische Maut. Aber man kann auch durch jede andere offene Spur 
fahren. Ivie war etwas irritiert, aber ist doch logisch: "Siehst du, 
die weißen Autos nehmen die grüne Spur. Wir haben ein schwarzes Auto 
deswegen nehmen wir die blaue Spur.", "Und wo fahren die blauen Autos 
durch?", "Die blauen Autos werden nicht durch gelassen.", "Das macht 
doch keinen Sinn!", "Hast du ein blaues Autos gesehen?", "Nein.", 
"Siehst du.", "Wo ist die Spur wo man den nervenden Mann rausschmeißen 
kann?", "Die wurde entfernt, wurde zu oft benutzt und die ganzen Männer 
liefen orientierungslos herum.".

Und dann hätte ich fast einen Herzinfarkt bekommen, man sitzt auf dem 
Beifahrersitz, will seine Augen ausruhen, und dann fängt Ivie plötzlich 
an zu schreien. Hätte mich der Gurt nicht gehalten, ich wäre bis zum 
Dach gesprungen. 
Was war? Ivie: "Schau mal, das Auto vor uns, das Kennzeichen, die kommen 
auch aus ... . Sind das welche aus der Familie und fahren auch dort hin?". 
Was hättet ihr gemacht? Wir nahmen Kontakt auf, natürlich nur verbal und 
nicht mit dem Autoblech. Mal nebeneinander fahren und die Fenster runter. 
Nun, sie kamen aus einer anderen Stadt aber auch aus dem Kreis hier. Sie 
fuhren auch zu einen Vorort von Paris, war nicht unsere Richtung. Es war 
eine junge Familie und die hatten dann auch ihren Spaß. Ich möchte es 
erwähnen: Ivie saß am Steuer und sie machte den Vorschlag die zu fragen 
von wo sie kommen und wo sie hin wollen. Sie ist so cool und locker, oh ja.

Nun, wir waren nicht wegen dem Brief in Frankreich, es hatte nichts damit zu 
tun, eigentlich. Ich sprach noch mit zwei/drei Leuten dort über den Brief. 
Sie haben ihn nicht gelesen, wir sprach eher allgemein darüber. 
Den Fehler der letzten Jahre, damit alleine zurecht zu kommen und es in sich 
hineinfressen zu lassen, den mache ich jetzt nicht. Wir waren sowieso dort 
also sprachen wir darüber.

Es war wieder wegen der Familie. Und ehrlich, ich möchte den Kontakt aufrecht 
erhalten. Es ist die Familie von Freni, und ... ja ihr wisst es. Die Eltern 
meines Engels waren auch wieder dort. Wisst ihr was, Ivie ist nicht dagegen, 
daß ich "uns" in die Familie meines Engels integriere. Sie mag es so und sie 
freut sich darüber, daß alle sie sofort so herzlich aufgenommen hätten. Das 
ist die französische Mentalität, und ich weiß, daß sie es ehrlich meinen. 
Sie spielen so etwas nicht. Die Eltern meines Engels freuen sich für uns. Und 
ihre Tochter, mein Engel, hätte Ivie sicher auch gemocht. Offiziell gehöre ich 
nicht mehr zur Familie. "Bis der Tod euch scheidet", doch für mich ist Familie 
wichtig. Ich bin froh, daß die Eltern meines Engels es auch so sehen und ich 
für sie, und auch den anderen, immer noch zur Familie gehöre. Und Ivie wird 
nicht nur toleriert, sie gehört nun auch dazu. Die Eltern meines Engels können 
sich auch nicht vorstellen, daß Ivie mich zB betrügen würde oder etwas in der 
Art. Bei dem Gedanken würden sie eher auf mich schauen. Warum?! Nun, falls ich 
so etwas tun würde, dann würde ich mit der gesamten Familie Ärger bekommen. 
Die stehen auf Ivies Seite? Die würden mir in den Hintern treten?! Ist das 
nicht wunderbar?! Sie gehört dazu, und das ist schön.

Nun, es war so viel dort. Zunächst, wir "durften" nicht im Hotel wohnen. 
Diesmal sollten wir bei ihnen übernachten. Auf einer großen Luftmatratze, 
was durchaus bequem war. Kein Hotelbett und, nun ja, keine Ruhe. Aber es 
war schön so. 

Auch wieder ein Bild für die Götter, ein kleines Mädchen, sie kennt Ivie 
schon. Ivie kommt, daß Mädchen macht ein/zwei Schritte und bleibt dann 
schüchtern stehen. Ivie kniet und öffnet ihre Arme, keine Worte, das 
Mädchen läuft los in Ivies Arme und begrüßt sie. Das habe nicht nur ich 
gesehen und ein "Oooooooh" von sich gegeben. Ich wurde auch von ihr begrüßt, 
aber nicht so wie Ivie. Immerhin hat sie sich gefreut, daß ich auch da war.

Es kamen Leute zusammen, in Frankreich wird gerne mal groß gefeiert, da kommen 
auch die Nachbarn vorbei. Es wurde viel geredet, von dem ich nur die Hälfte 
verstand. Die reden so schnell. Die Waldbrände, die Politik, wie überall. 

Gut, ähm, vielleicht sollte ich nicht darüber schreiben. Aber warum nicht. 
Ich hatte früher, sehr sehr lange her, einen Vorgesetzten, er leitete die 
Abteilung, oder tat zumindest so. Wirklich, der kam auch immer Samstags, 
weil wir ja auch da waren. Aber der machte nichts. Morgens um 7:30 Uhr kam 
er, las die Zeitung und trank Kaffee. Dann früh in die Kantine zum Frühstücken.
Das dauerte bei ihm gerne mal eine Stunde. Danach lief er in der Firma herum 
und quatschte mit den Leuten, über privates. Wenn du mal eine Frage bezüglich 
Arbeit hattest, war er nicht auffindbar. Gegen Mittag fuhr er dann nach Hause. 
Die Leute haben sich immer lustig darüber gemacht, wie viel Stress er doch 
habe, weil er auch Samstags da ist. 
Er war früher als Koch auf Schiffen unterwegs. Also als Schiffskoch fuhr er 
über die Weltmeere. Ein richtiges Abenteuer, da gibt es bestimmt viele viele 
Geschichten zu erzählen. Aber er erzählte eigentlich nie etwas darüber. Wie 
er mal sagte: Das er es getan hatte ist schon die ganze Geschichte. 
Die Leute denken dann, auf Schiffen in der Welt herum kommen, ein richtiges 
Abenteuer. Er sah es wohl anders. Er verheimlichte es nicht aber hatte auch 
keine Geschichten zu erzählen. Er war damals schon kurz vor der Rente und 
ich war auch mal bei ihm zuhause. Er grillte und hatte Salate gemacht, war 
richtig gut. Und die Diskussion, ob Senf gesund sei. Daran erinnere ich mich 
noch. In seiner Küche, und dann die Diskussion über den Senf. 
Hatte er ein interessantes Leben? Vom Schiffskoch zum Abteilungsleiter? 
Aber er sah es anders. Irgendwie sehe ich da Parallelen zu mir. 
Ich wurde gefragt, ich hätte doch so ein aufregendes und interessantes 
Leben gehabt, da könnte ich doch viele Geschichten erzählen. 
Vom "Tellerwäscher", ich erwähnte es mal, über mehrere Banden zum 
Bereichs- und Regionsleiter und Unternehmer. Aber ich habe nichts zu 
erzählen. Ich versteh jetzt ihn von damals. Die Leute wollen von dem 
Abenteuer hören, Gutenachtgeschichten usw., aber die Geschichten welche man 
erzählen würden wären eher sehr persönliche Dinge. Nichts für den Stammtisch.
Dann denken die Leute evtl., der will uns nur nichts erzählen. Was soll ich 
denn dann erzählen? Das man mich reingelegt hatte und ich dann eine Firma 
besaß welche auf dem Weg in den Konkurs war. Kon-Kurs, fällt mir jetzt erst 
auf. Ja, eine "tolle" Geschichte welche man sicher gerne erzählt. Die ganzen 
Menschen damals welche immer nur an sich dachten und einen fertig machen 
wollten. Auch keine tolle Geschichte. Ja, ich habe es dann geschafft und bin 
nach Bonn "geflohen" um mir ein neues Leben ohne diese schlechten Menschen 
aufzubauen, auch nicht die Abenteuergeschichte. Dann sehen viele in Berlin 
das große Abenteuer. Es war viel lernen und weitere Ausbildungen. Es war 
eben nicht James Bond like. Wir waren nicht in den USA um uns die Gegend 
dort anzusehen, wir wurden ausgebildet. Ein Abenteuer? Vielleicht. Aber 
man erzählt nichts darüber. 
Gut, Ivie dann: "Erzähl doch mal über deine Frauengeschichten.", ah, ja. 
Nein, sie meinte es nicht böse oder aggressiv. Denn da war noch etwas anderes. 
Frauen! Da war ein kleiner Laden für Lebensmittel und Ivie und ich wollten 
noch für uns was besorgen. Unsere Gastgeberin begleitete uns, einmal falls 
es Sprachprobleme gibt und sie wollte auch noch was einkaufen. Sie passte 
wohl einfach nur auf uns auf.
Ehrlich, ich habe nicht geflirtet. Ich bin eben so nett. Man sagt eben "Bitte" 
und "Danke" und verabschiedet sich freundlich. Sie lächelte mich auch an, 
warum auch nicht? Wir waren eben freundlich zueinander. 
Ich nahm die Papiertüte und verabschiedete mich freundlich und wir lächelten 
uns dabei an. 
Ivie: "Flirtest du etwa schon wieder?", "Nein, ich habe mich nur 
verabschiedet.", unsere Gastgeberin: "Das war aber schon geflirtet.", dann 
fragte sie die Verkäuferin auf Französisch und die? Sie lehnte sich auf den 
Tresen, ihren Ellbogen auf den Tresen und ihre Hand am Kinn und leicht am 
Mund und schaute mich an und in einem zuckersüßen Ton: "Oh oui, et comment!". 
Das muß ich nicht übersetzen, auch Ivie wusste sofort was es bedeutet: "Ja, 
siehste!", unsere Gastgeberin: "Du Herzensbrecher!". Dann fingen sie an zu 
lachen. "Ihr habt euch gegen mich verschworen?". Auch Ivie meinte es nicht 
ernst, sie wollten mich nur etwas ärgern. Aber die Verkäuferin war wirklich 
... lassen wir das lieber. 

Obwohl, ich verurteile diese Leute immer, evtl. sollte ich mal testen wie 
das ist wenn man noch eine Geliebte nebenher hat? Ne, klingt nach Stress, 
lieber nicht. Zwei Frauen befriedigen, noch dazu im Geheimen, oh man? Mit 
Ivie kann ich wenigstens angeben. Ach kommt, stimmt doch. 

Ich habe es Ivie auch gesagt. Oder habe ich mit ihr geflirtet? Mir ist egal 
was für eine Zahl in ihrem Pass steht. Wenn sie graue Haare hat oder Falten 
so tief wie der Grand-Canyon, sie wird immer die junge und gutaussehende 
Ivie sein. Und das hat nichts damit zu tun, daß meine Augen dann schlechter 
werden würden. Sie wird immer schön und jung sein. Das Alter ist nur eine 
Zahl, die bei ihr sowieso noch klein ist. "Bist du eigentlich schon trocken 
hinter den Ohren?", "Ich habe mich nach dem duschen doch ...", sie fängt an 
zu lachen, "... du meintest das anders! Nun übertreib mal nicht, ich bin 
doch keine 20 mehr.", "Du siehst aber so aus, da kommt man eben auf die 
Idee.", "Flirtest du jetzt mit mir?!", "Ja!". 

Was noch kam, war nicht geplant. Denke ich mal. Unsere Gastgeber hatten dann 
noch ein Hotelzimmer für uns besorgt. Allerdings woanders. Ich weiß jetzt 
nicht wie viele tausend Kilometer wir in Frankreich zurückgelegt hatten. Und 
die Spritpreise sind dort auch nicht geringer als hier. Aber es war schön. 
Einen Zusatztag, noch ein paar Kilometer weiter ins Land, nach Süden. 
Ein wunderschöner Sandstrand am Mittelmeer. 
Am Nachmittag am Sandstrand, wir waren nicht schwimmen. Wir waren nur mit 
den Beinen im Wasser. Das Meer und die Wellen, es ist so groß und weit. 
Die Sonne geht ja jetzt schon früher unter. Ja, ein Sonnenuntergang am 
Strand. Der Mensch den ihr liebt liegt in euren Armen und ihr schaut 
gemeinsam der Sonne beim untergehen zu. Wenn es dann dämmert, also es 
dunkler wird, streift ihr euch den Sand von den Beinen und Füßen und geht 
Arm in Arm zum Hotel. Ein gemütliches Essen, welches fast schon romantisch 
wirkte. Ein schöner Abend. Eine schöne Nacht. Wir wachten beide gut gelaunt 
und mit einem Lächeln auf. Wir machten uns fertig und nahmen noch das 
Frühstück zu uns. Es war ein kleines Hotel aber es war wirklich gut. 
Dann machten wir uns an die Heimreise.

Wir nahmen die A31, das war eine lange Fahrt zurück. Wir haben uns mehrmals 
abgewechselt. Dreimal getankt. Als wir zurück waren hatten wir ungefähr 
3500 km mehr auf dem Zähler. Das arme Auto. Die Rückfahrt war fast 1400 km. 

Aber es war schön. Sogar die Rückfahrt war schön. Wenn man so etwas zusammen 
machen kann, ohne das es Spannungen oder Streit oder so gibt, dann kann man 
auch bis an sein Lebensende zusammen leben, oder? Man ist 14 bis 15 Stunden 
unterwegs, und wir konnten trotzdem lachen. Sogar die letzten Kilometer war 
die Stimmung gut. Wenn man, also ich, dann Ivie auf dem Beifahrersitz schlafen 
sieht, dann ist das nicht nur niedlich, es gibt einem so ein gutes Gefühl.

Aber umso mehr stört es einem dann wenn da diese egoistischen und dumm 
Idioten unterwegs sind.
Deutschland:
Nun, in Frankreich gibt es die auch. Die unfähigen und dummen, welche sich 
für etwas besonderes halten. Die Idioten gibt es überall auf der Welt. 
Aber ich fahre lieber in Frankreich als in Deutschland. Der soziale Umgang 
und die Mentalität ist dort anders und das mischt sich dann eben mit den 
Idioten. Schon auf der Autobahn sind viele weniger aggressiv unterwegs. Ja, 
es gibt Drängler und Co. ABER es gibt weniger Aggression. Die Strafen sind 
auch viel höher als zB in Deutschland. Handy am Steuer, daß wird da nicht 
nur teuer. Zudem andere Geschwindigkeitsbeschränkungen. Die Leute fahren 
einfach entspannter, selbst wenn "geschimpft" wird gibt man sich dann wieder 
die Hand. 
Dort auf der Autobahn, man fährt maximal 135. Ja, 130 ist erlaubt, wenn es 
trocken ist. Aber die ziehen 5% oder 5km/h Toleranz ab. Zudem zeigt ein 
Tacho beim PKW etwas mehr an als man tatsächlich fährt. Man fährt also 
135 nach Tacho weil es dann schon passt. Die Differenzgeschwindigkeiten 
sind eben geringer und keiner muß den anderen beweisen wie toll er ist 
weil er das Gaspedal gefunden hat. Trotzdem fahren die auf der linken 
Spur etwas schneller als die auf der rechten. Vor uns zieht einer relativ 
knapp vor uns auf die linke Spur. Es war nicht kritisch aber Ivie, sie fuhr, 
nutze die Lichthupe. Wir fuhren dann auch keine 130 mehr sondern eher 100. 
Ivie machte ihren Unmut mit der Lichthupe kund. Der Beifahrer in dem Wagen 
vor uns streckte den Arm aus und machte so ein "langsam" Zeichen. Ich streckte 
den Arm aus und machte erste so mit dem Zeigefinger "Nein nein nein" und dann 
mit der Hand so "Weg weg", er dann vor uns mit der Hand "was was was". Ich 
dann mit der Hand "komm her" und "reden". Die zogen dann tatsächlich nach 
rechts und kamen dann neben uns. 
So, in Deutschland, was würde das wohl bedeuten, womit würdet ihr rechnen?
In Frankreich, der Fahrer zu mir: "Vous venez d'Allemagne ? Vous parlez 
français ?", ich: "Oui, d'Allemagne. Et vous, bande de rustres, vous avez 
fait peur à ma copine au volant parce que vous ne savez pas conduire.", 
"Tu parles bien le français. J'aimerais bien présenter mes excuses en 
personne à ta petite amie.", "Si tu continues à la regarder comme ça, 
j'enverrai à ta femme une énorme poêle, mais pas pour faire cuire des 
aliments.". Soll ich das auf französisch weiter machen? 
Ist natürlich aus dem Gedächtnis, ich denke ich hatte es recht gut 
gesprochen. Auch der Inhalt ist aus dem Gedächtnis. 
Also kurz auf deutsch, er fragte ob wir aus Deutschland sind und ob 
wir französisch sprechen. Ich bejahte es und sagte, daß sie "Flegel" 
(ich wollte sie Weinbergschnecken" nennen, aber wusste nicht wie) 
nicht Autofahren können und deshalb meine Freundin erschreckt hätten. 
Er wollte sich dann persönlich bei meiner Freundin entschuldigen. 
Ich sagte dann, wenn er sie weiter so ansieht schicke ich seiner 
Frau eine massive Bratpfanne aber nicht zum kochen. 

Wie ging es weiter? Der Beifahrer sagte dann so etwas wie: Dessen Frau 
würde das Nudelholz bevorzugen. Da mussten wir dann alle drei lachen. 
Ivie fragte dann, was los sei. Ich sagte ihr dann, daß er sich persönlich 
bei ihr entschuldigen wollte aber dessen Frau dann das Nudelholz schwingen 
würde. Da lachte Ivie dann auch. Ich sagte dann dem Fahrer, daß ich Ivie 
gesagt hätte, daß er sich bei ihr entschuldigen möchte. Er dann: "Je vous 
présente mes excuses les plus sincères.", Ivie gab ihm dann Handzeichen, 
daß es ok sei. Ich zu Ivie: "Hast du ihn verstanden?", "Er hat sich 
entschuldigt, oder?", "Ja, stimmt.". Der Beifahrer dann noch: Ob meine 
Freundin wissen möchte, welches Nudelholz seine Frau benutzt. Ich dann: 
Nein, sie benutzt die Bratpfanne. Der Fahrer: Zum Kochen? Ich: Kommt 
darauf an. Ja, da lachten wir dann wieder. Und Ivie wollte wissen was 
war und warum wir wieder lachen. Sie wollte es unbedingt wissen, und 
dann fing auch sie an zu lachen. 
Auch wenn die Wiedergabe hier aus dem Gedächtnis und geglättet ist, ich 
denke ich habe es so getroffen. Manchmal komme ich beim französisch ins 
stocken, man muß dann überlegen, wie heißt das Wort oder wie umschreibe 
ich es. Aber sie haben mich gut verstanden und ich sie, denke ich. Es 
gab wohl kein Missverständnis. Sprachprobleme sind manchmal vorhanden 
aber wenn alle geduldig und verständnisvoll sind geht es eben.

Ach, es war einfach toll. Wirklich schöne Tage und auch die Zeit mit 
Ivie ist immer toll. Ich bin gerne unterwegs, gerade mit dem Auto. 
Man ist mitten drin und man sieht mehr. Mit dem Zug sieht man dann 
immer das selbe, es ist immer die selbe Strecke. Ja, im Zug kann man 
sich besser unterhalten, da muß man nicht bei 100km/h bei geöffnetem 
Fenster schreien. Aber wo ist der Spaß?

Passiert natürlich auch in Frankreich nicht ständig. Vielleicht weil 
da einer war, der per Hand kommunizieren wollte und dann einer der darauf 
einging. 
Es passiert eher auf den Parkplätzen, wenn man Pause macht und wir dann 
auch Fahrerwechsel machen. Man wird nichtmal direkt angesprochen, eher 
so im vorbeigehen als wäre es ganz normal das man miteinander spricht.
Meist eben die Frage, ob wir aus Deutschland kommen und wo wir hin wollen, 
eben so als Touristen. Wenn sie dann erfahren, daß wir zB zur Familie 
fahren und ja auch Französisch sprechen, dann steigt auch oft die Stimmung.
Und Ivie fährt auch sehr gut, auch in Frankreich. Sie hat erst letztes 
Jahr den Mut gehabt einen Führerschein zu machen und fährt jetzt seit 
einem Jahr. Und sie fährt in Frankreich, als würde sie da wohnen. 
Sie gilt als Fahranfängerin, in Frankreich gelten da nochmal andere 
Regeln was die Geschwindigkeiten angeht. Aber man sieht es ihr ja 
nicht an. Und wenn wir Post aus Frankreich bekommen, bin ich eben 
gefahren. Ach, kommt. Es wird doch niemand geschädigt. Ich habe nie 
gesagt, daß ich ein Heiliger bin.

Aber dieses "Bonjour" und eben begrüßen, es ist dort normal. Auch bei 
Fremden. Egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, niemand ist sich 
dort zu schade jeden zu grüßen. Es kostet ja auch nichts und bringt eine 
angenehme soziale Stimmung. Der Umgang ist dort dann auch anders. 
Dann hier in Deutschland, ich warte in der Autowerkstatt. TÜV fürs Auto, 
ich glaube nächstes Jahr kaufe ich mir ein neues. Er ist jetzt fünf Jahre 
und auch wenn es kein Alter für ein Auto sein sollte, bevor der Verschleiß 
und die Reparaturen anfangen werde ich mal sehen was sich so ergibt.
Ich saß also im Wartebereich und ein Mädchen kam dann. Kein Gruß, kein 
Hallo nichts. Nur der Blick zum Stuhl und hingesetzt und dann am Smartphone 
tippen. Ihre Mutter folgte zwei/drei Minuten später, wenigstens ein "Tag", 
nichtmal "guten Tag". Deutschland ist so kalt, und damit meine ich nicht 
das Wetter.
Ich grüße immer und jeden. Wie gesagt, es kostet nichts und es gibt ein 
positives Signal an die Leute. Evtl. erinnern sich Leute deswegen an mich.

Ja, die Kinder in Frankreich sind auch keine Engel. Das kleine Mädchen hatte 
ich schon erwähnt. Wie sie Ivie begrüßte, erst schüchtern und als Ivie das 
Signal gab dann mit Anlauf. Ich wurde nur so eben begrüßt. In der Art "Freue 
mich, daß du auch da bist" und schon ging sie wieder. 
Hatte sie Angst vor mir? Nun, später, da war sie evtl. aufgetaut, wollte 
sie bei mir auf dem Schoß sitzen. Warum nicht und sie saß dann da, lehnte 
sich an mich als säße sie in einem Stuhl. Ich legte meine Arme um sie und 
hielt sie fest. Egal was manche Leute dann da hineininterpretieren, es sind 
deren Phantasien. Evtl. ist es der Beschützerinstinkt oder die Biologie, 
welche einem mit Glückshormonen belohnt weil man sich um das Kind kümmert 
und es beschützt. Aber es ist ein schöner Moment. Es gefiel mir. Die Mutter 
des Kindes meinte dann nur: Da hätte sie, das Mädchen, wieder jemanden 
gefunden. Sie wechselte dann aber auch noch zu Ivie, evtl. um zu testen wo 
es bequemer ist. Und Ivie ging es wohl wie mir, sie hielt sie fest und sorgte 
für was zu Essen für die Kleine. Bis die Mutter ihre Tochter wieder einsammelte. 

Ich muß nicht schreiben, wen ich dann vermisse, oder? 

Irgendwie passt es gerade. Wir übernachteten ja bei ihnen. Sie haben aber 
keine Kinder, noch nicht. Irgendwie verstehen wir uns gut, obwohl sie jünger 
sind als wir. Sorry, als ich natürlich. Ivie ist ja noch feucht hinter den 
Ohren, das junge Ding. Nein, ernsthaft. Ivie sieht nicht alt aus und im 
Herzen ist sie jung. Sie passt zu mir.
Pyjama-Party, würde es wohl gut beschreiben. Wenn man in Schlafanzug und Co. 
noch spät Abends zusammen sitzt. Die Stimmung war einfach gut. Hatte ich schon 
geschrieben, daß die Tage in Frankreich schön waren? Waren sie aber.

Oh ja, Käse. Ist nur meine persönliche Sicht aber, vergesst die Schweiz, wenn 
es um Käse geht dann Italien und Frankreich. Extra dicke Scheiben für mich, 
schmeckte aber auch gut. 

Ja, wir waren lange unterwegs aber es war wirklich schön. Wartet, es war 
wirklich wirklich schön, so passt es. 

Vor einer Woche schrieb ich wieder über meine Bedenken, daß ich Ivie in die 
Rolle meines Engels pressen könnte. Bin ich der Einzigste, der das denkt? 
Sieht so aus. Niemand sieht es, Ivie nicht, die Eltern meines Engels nicht, 
die Leute in Frankreich nicht. Ok, sie hasst mich aber ich vergesse sie nicht, 
auch die Freundin meines Engels, Ivies Freundin (Ja, falsch herum.), sagte, 
daß sie es nicht so sieht. Und sie ist recht nahe dran, an meinem Engel und 
an Ivie und an mir. Wenn sie es sagt, dann hat es Bedeutung.

Eine positive Woche, kann man ja sagen, die viel Energie gab. Wohl nicht nur 
mir sondern auch Ivie und unserer Beziehung. Eine Beziehung, die Liebe, sie 
ist nicht selbstverständlich. Sie wird jeden Tag erneuert. Wenn nicht, ändert 
sie sich in etwas anderes. Wenn ihr es nicht mehr so empfindet wie am ersten 
Tag, wenn ihr nicht mehr mit Schmetterlingen im Bauch verliebt seid, dann 
habt ihr die Liebe verloren. 

Auf der Luftmatratze zum einschlafen Küssen. Nicht nur den "Schmatzer", weil 
es so ein schönes Ritual ist, sondern, wie Zoya sagen würde, ein bischen 
"abschlabbern". Ein Kuss, ein weiterer, es wird intensiver und trotzdem 
zärtlich. Ein einziger Kuss drückt nicht die Liebe und den Wunsch der Nähe aus. 
Egal wie alt ich auch werde, ich würde sie immer "abschlabbern". Und solange 
sie es nicht nur über sich ergehen lässt sondern sie auch selbst aktiv dabei 
ist und sich auf mich legt und es selbst tut, was gibt es schöneres?

Ich hatte schon mal über die Frage bezüglich Doppel- oder Einzelbetten im 
Bezug zu meinem Engel geschrieben. Mein Engel hatte einen unruhigen Schlaf 
und bewegte sich auch in der Nacht viel. Doch ich wollte keine getrennten 
Betten. Auch wenn sie nachts auf mir herumturnte, es war sie und so war es 
eben. Darauf verzichtete ich nicht. Zusammen, gemeinsam, egal worum es geht.

Damals gab es einen Grund um über so ein Thema zu sprechen ohne das eine 
Entfremdung der Grund war. Wir wollten beide nicht in getrennten Betten 
schlafen, es war nur weil sie dachte es wäre für mich angenehmer, wäre es 
aber nicht.

Eine große Luftmatratze, ein Doppelbett fürs Camping, war unser Bett in 
Frankreich. Keine zwei einzelne. Für Ivie kämen Einzelbetten für uns nicht 
in Frage. Alleine in einem Bett zu schlafen, selbst wenn sie im selben 
Zimmer sind, würde sich anfühlen als wäre man alleine. Es wäre kein gutes 
Zeichen für die Beziehung. Und selbst wenn unter der Bettdecke um die Wette 
gepupst wird kann man zusammen darüber lachen. Wenn nicht, dann ... .
Intimität ist eben viel mehr als nur ... .

Jetzt bin ich wieder da gelandet. 

Frau und Mann nicht nur körperlich sondern auch geistig und emotional 
miteinander verbunden. Das ist Intimität. 
Ein schöner Abschluss, oder?