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15122025





Ich habe mir heute ständig überlegt, ob ich den offenen Brief wieder 
herausnehme. Sie könnte ihn als Angriff sehen oder das ich ihr nur 
Vorwürfe machen will. Er könnte auch zu agressiv sein. Darum geht es 
mir aber nicht. Das sind eben meine Emotionen. Sie war ja kein Monster, 
im Gegenteil, sonst hätte ich sie nicht ins Herz geschloßen. Auf ihre 
Art war sie wundervoll. 
Aber ich habe mich entschieden, ihn drin zu lassen und auch nicht in 
weichgespülter Form neu zu schreiben, damit sie sich nicht belästigt 
fühlt oder sonstwas. Das war doch mein größter Fehler damals, zu meinen 
ich müßte auf ihre Stimmung Rücksicht nehmen. Ich will sie nicht 
vollschleimen, ich will, daß sie die Wahrheit weiß. Was damls war, bei 
mir und ihr. Es ist zu spät, ja aber nein. Es sollte nie zu spät sein. 

Es ist egal, wie sie reagiert. Ich will ja nicht, daß sie mit mir Kontakt 
aufnimmt. Falls sie es will, ich weiß nicht wie ich reagieren würde. 
Käme wohl darauf an, wie sie reagiert. 
Deswegen, ich lasse es raus und den Brief drin. Wenn sie sauer werden sollte, 
dann ist das eben so. Sie nahm keine Rücksicht, dann sollte sie auch keine 
Rücksicht einfordern. 

Es ist sowieso sehr sehr sehr unwahrscheinlich, daß sie ihn liest. Selbst 
wenn sie ihn finden sollte, sie würde sich weigern, sich damit zu befassen. 
Genauso wie früher, genauso wie vor ein paar Tagen. Vielleicht ist sie doch 
ein Monster. 




Ich bin noch voll auf Sprüche.

"Verbrennt den Hexer.", "Ich bin Informatiker.", "Formatiert ihn!".
Zum glück bin ich kein Informatiker, auch wenn es einige glauben.

"Ich arbeite sehr hart daran, dass mein Mann voller Stolz sagen kann: 
Die gestörte da? Jap, das ist meine!"



Ich sitze noch in der Firma, also falls die Text etwas holprig werden, weil 
ich zwischendurch woanders bin und später weiter schreibe dann deswegen. 
Warum schreibe ich denn dann? ............. Nein, keine Antwort. 
Ich weiß es nicht. 

Damit evtl. jemand versteht, wenn es überhaupt möglich ist, wie es mir im 
Moment geht: Samstag auf Sonntag habe ich nur drei bis vier Stunden geschlafen.
Oh, Party? Nein. Ah, Ivie?. Jain. Ich glaube, sie hat nicht mitbekommen, daß 
ich wieder aufgestanden bin. Erst als ich wiederkam, andere haben ein 
Schmusekissen, ich habe Ivie. 

Mein Kopf kommt nicht zur Ruhe. Letzte Nacht auch nur drei Stunden geschlafen. 
Und dann kommt man in die Firma und sitzt noch nicht mal am Schreibtisch und 
schon geht das Theater los. Es ist nicht schön, jemanden kurz vor Weihnachten 
feuern zu müsseen, oder? Ich habe ihn nicht gefeuert, wenn macht das die 
Personalabteilung. Dieser Typ, der immer nur Schnell Schnell macht. Es gab 
wieder nur Ärger wegem ihm. Er selbst: Die anderen stellen sich immer nur an 
aber er würde die Sachen anpacken und schnell erledigen. Aber er liefert nur 
Sch.... ab. Wie jemand sagte: Der haut auch Schrauben mit dem Vorschlaghammer 
ein, weil es schneller geht, und wundert sich dann, daß die Leute es nicht 
toll finden.
Woanders kommt er damit evtl. durch, ich will jetzt nicht mit dem anderen 
Kollegen kommen, der: "Zackzack, die nächste, zackzack, die nächste" als 
Beschreibung nutzte. Wir brauchen Qualität und nicht Quickies.

Ach, lassen wir das.

Was ist mit mir? Ivie sagte, ich sei mit mir selbst unzufrieden. Da hat sie 
wohl recht. Ich habe das Gefühl, ich habe alles im Leben falsch gemacht.
Als Kind, alle oder viele gaben mir die Schuld und mieden mich. Als Jugendlicher, 
man lies mich alleine und ich musste fast alles selbst lernen. Vermutlich habe 
ich es nicht gut gelernt. Wer hat euch gezeigt, wie man sich rasiert? Seid 
glücklich, wenn da jemand war, der es euch gezeigt hat. Wie ich jetzt auf 
rasieren komme? Ivie: Warum ich soviele Rasierer habe, elektrisch und Klasich.
Ich weiß nicht. 
Später, der Weg in die große weite Welt, irgendwie lief alles falsch. Was 
nach der Schule kommt, was ich machen soll, rückblickend hat mir damals niemand 
wirklich geholfen. Es gab gute Ratschläge usw. aber sie reflektierten deren 
"Wünsche" für mich, ohne meine zu berücksichtigen. Aber sie gaben Ratschläge, 
also befolgte ich sie. War dumm. Denn den Weg, den musste ich dann alleine 
bewältigen, ohne Hilfe oder Unterstützung. Ihr tut eure "Pflicht" aber nicht 
das, was euch Spaß macht oder Erfüllung bringt. 
Auch später, TC, es hätte etwas Gutes sein können, doch ich machte alles falsch. 
Andere gründeten eine Familie, bekamen Kinder und all das. Sie waren Erfolgreich, 
sie wurden akzeptiert. Sie machten alles richtig.
Und ich? Nichts davon. Ich muß alles falsch gemacht haben, denn niemand wollte 
etwas mit mir zu tun haben. Sie traten mich und schoben mich zur Seite. Es 
waren verschiedene Menschen, nur ich war immer der selbe. Also muß es an mir 
gelegen haben. Ich habe immer versucht alles richtig zu machen, habe aber immer 
versagt. Sonst hätte mein Leben nicht so ausgesehen. 

Vor einem Jahr wurde meine Mutter, in der Woche vor Weihnachten, in Bethel am 
Kopf operiert. Wir hatten damals noch Hoffnung, daß es gut ausgehen würde.
Nun ist sie nicht mehr da. Man muß sich das erstmal klar machen, sie wird nicht 
plötzlich vor der Tür stehen und "Bin wieder zurück, wollte mal sehen wie es 
euch geht." bringen. Keine Anrufe, sie ist weg, für immer.

Sie war die einzigste, die mich mein Leben lang begleitet hat. Auch wenn wir mal 
Wochen- oder Monatelang keinen Kontakt hatten, wir blieben eine Familie. 
Vicky, eine Spanierin, sagte mal, als ich noch jung war, ich würde immer auf 
meine Mutter aufpassen. Ja, ich weiß, jeder stirbt irgendwann. So ist der Lauf 
des Lebens. Es fühlt sich trotzdem nicht gut an. 

Ich sehe gerade, ich hatte Bethel geschrieben, ein Ort, egal. Ich habe es nicht 
gelöscht. Die wollten mich dort auch mal am Kopf operieren, wegen der Gefahr von 
potenziellen Blutungen im Gehirn. Hey, daß würde einiges erklären, l.... mich. 
Ich wollte nicht, der Chirug war etwas verwundert, die meisten würden eher 
möglichst schnell operiert werden. Es war nachdem meine Engel gehen mussten und 
der Gedanke zu sterben machte mir keine Angst. Ich hatte eher bedenken, wegen 
der Operation, er konnte mir nicht garantieren, daß es keine Probleme geben 
würde. Das Risiko einer Operation an meinem Gehirn, insbesondere mit dem 
Verweis der besonderen Umstände bei mir, erschien dann zu hoch. Das Risiko an 
einer Hirnblutung zu sterben? Er sagte sowas wie: Sie können durch die Tür 
gehn und tot umfallen, sie können aber auch 100 Jahre alt werden. Keiner könne 
sagen, was eher zutreffen wird. Er sagte, daß Risiko steigt mit dem Alter. 
Mein Neurologe schickte mich immer mal wieder zu einem MRT, um zu kontrollieren, 
ob es kleinste Blutungen gab. Bisher aber nicht. 
Laura Branigan, ich bin ein Fan von ihr. Wie starb sie? Genau so, eine Blutung 
im Gehirn. Ich wäre also dann in guter Gesellschaft.
Ich weiß nicht, wie oder wann ich sterben werde. Die Ärzte gaben mir damals, als 
Kind, keine hohe Lebenserwartung. Diese "30" habe ich aber schon vor einiger 
Zeit überschritten. Ja, gelogen, ich bin 29 Jahre alt, schon länger. Die Leute 
lachen oft, wenn ich das sage, wenn sie mich nach meinem Alter fragen.
Vielleicht ist es eher der Mittelfingen an den Tod. 
"Warst du nicht schon vor 10 Jahren so alt?", "Warum fragst du dann ständig?".
Ach, daß war mein Engel. Ich: "Wie lange brauchst du denn noch?", "Noch 10 
Minuten.", "Hast du vor einer halben Stunde auch schon gesagt.", "Warum fragst 
du dann nochmal?". Ach kommt, ihr kennt das bestimmt auch.
Und Ivie? Ich fragte nicht und sie, durch die offene Tür: "Brauche noch 10 
Minuten.", "ok", ein wenige später: "Bin fast fertig, ich brauche noch 10 
Minuten.", "ok", wieder etwas später: "Noch 10 Minuten, dann bin ich fertig.", 
stille, sie: "Bist du noch da?", "Bist du fertig?", "Nein.", "ok". 
Aber eines darf ich, normalerweise, nicht, kommen und kucken, ob sie fertig ist.
"Dann ist doch die Überraschung dahin.", sie tut es also für mich.


Es ging gestern, und auch Samstag, um mich. Der offene Brief, wie es andere 
fanden, was ich dort beschreibe und warum ich das mit dem Brief mache, lasse 
ich mal weg.

Ich hatte noch gesagt, ich wäre gerne Dumm. Warum? Den Leuten, denen alles und 
jeder egal sind, die sich keine Gedanken machen und einfach nur der Nase nachlaufen, 
sie scheinen glücklich zu sein. Nicht darüber nachdenken, welche Konsequenzen etwas 
hat, nicht darüber nachdenken, ob sie der Person geschadet haben weil sie Spaß haben 
wollten. Nicht darüber nachdenken, ob man demjenigen das Messer in den Bauch stoßen 
und ihm das Geld klauen soll damit sie damit ein schönes Wochenende haben können, 
sie tun es einfach. Sie finden eine Frau sexy, wollen sie haben, also schnappens sie 
sich die, vögeln sie und lassen sie dann zurück ohne sich Gedanken um sie zu machen. 
Die Leute sind glücklich und haben Spaß. Ihre Opfer gibt es in ihrer Denkweise nicht. 
Auch wenn es mich anekelt, so zu sein, ich bin etwas neidisch auf sie.
Für sie ist alles so einfach. 

Es gibt da den Spruch: "Glück bei intelligenten Menschen ist das Seltenste, was 
ich kenne.", Ernest Hemmingway

Ja, das ist so eingebildet. Ich halte mich nicht für Intelligent. Habe ich nie, 
sonst würden mir Dinge, die für andere normal sind, nicht so schwer fallen. 
Vielleicht bin ich das Gegenteil, und bilde mir nur ein zu denken.

Da muß ich an Alexandra denken, sie hatte Probleme mit Mathe aber Deutsch, 
Geschichten schreiben und vorallem lesen, daß konnte sie gut. Andere fanden es 
nicht gut, wenn immer sie Geschichten vor liest und so, nicht weil sie so 
schlecht darin war, im Gegenteil. Die anderen in der Klasse fühlten sich 
wohl von ihr vorgeführt, sie sagten es ja. Sie konnte es gut und es machte 
ihr auch Spaß, deshalb meldete sie sich auch oft wenn es ums Vorlesen usw. 
ging. Das störte die anderen. Ich hörte ihr immer gerne zu, sie konnte es 
wirklichn gut. Ich habe mich oft gefragt, woran man Intelligenz festmachen 
kann. Es gibt die Tests, aber ich habe schon vielen Leuten gesagt: 
"Ein Lexikon weiß viel ist aber trotzdem alleine hilflos.". 

Da gibts den Spruch: "Wir lassen eine Badewanne mit Wasser volllaufen und 
legen dann einen Löffel, eine Tasse und einen Eimer daneben. Dann sagen wir:
Entleeren sie die Wanne.", "Verstehe, der Normale würde den Eimer benutzen, 
da er mehr Volumen hat und es schneller geht.", "Nein, der Normale würde den 
Stöpsel ziehen.".

Für mich wäre es einfach, zu behaupten ich bin super intelliegent und habe 
deshalb so viele Probleme. Dann kann ich mich mit erhobener Nase in den 
Sessel setzen und fertig. Nein, selbst wenn, was wäre die Lösung? 
Auf dem Weg würde ich es nicht versuchen, daß wäre nicht die Lösung und 
deshalb dumm.

Immer realistisch bleiben: Ich bin dumm, dann gibt es wenigstens noch Hoffnung, 
falls ich mich irre.

Ich ziehe jetzt auch den Stöpsel, reicht für heute.

Ja, Ivie, den Hauptteil habe ich vergessen. 
Es kommt später, wie man vom Tapezieren zu den Rätseln des Gehirns kommt.

Ivie fand es "faszinierend" wie man durch "nichts" zu solchen Gesprächen 
kommt. Sie ist nicht dumm, wirklich nicht. 
Sie ist auch wunderschön. Sie ist eine Frau, so ein Kompliment darf ich 
nicht vergessen, sonst .... . Ach, wenn sie ihre Augenbrauen hochzieht .... .
 


Ich hätte es nicht tun sollen, tut mir leid. Sprüche sind toll. Bis man die 
findet, die um gestorbene gehen. 

Lexi, Freni, es ist fast Weihnachten, wir vermissen euch so. Niemals werde ich 
euch vergessen. Niemals werde ich die Vergangenheit zurück lassen, euch 
zurücklassen.

Ich heule schon wieder.